Pigmentflecken entfernen – Was hilft bei Melasma und Altersflecken wirklich? Update

Pigmentflecken entfernen zu hause

Inhaltsverzeichnis

Wie entferne ich Pigmentflecken im Gesicht?

Es gab mal eine Umfrage, die ich leider nirgends mehr finden kann, in der Menschen gefragt wurden, welche der beiden Attribute die Haut älter aussehen lassen: Falten oder Pigmentflecken? Die überwiegende Mehrheit hat auf Pigmentstörung hingewiesen. Und der Mehrheitsmeinung schließe ich mich an. Ich denke, dass Hautverfärbungen durchaus mehr Aufmerksamkeit auf die “Unvollkommenheiten” der Haut ziehen als Fältchen.

Doch das Gute daran ist: Gegen dunkle Flecken im Gesicht kann man durchaus Einiges tun!

Im Gegensatz etwa zur Hautstraffung oder zu einem „Haut-Detox“ lassen sich Melasma, Altersflecken oder Pickelmale mit kosmetischen Wirkstoffen gut in den Griff bekommen.

Bevor wir jedoch zu den Fragen kommen: Was hilft gegen Pigmentflecken im Gesicht und wie kann man sie entfernen, wollen wir die Arten von Hyperpigmentierung zunächst definieren und qualifizieren. Weiter unten werde ich deshalb kurz von Altersflecken und Melasma sowie postinflammatorischer Hyperpigmentierung (PIH) sprechen.

Doch wie ist der Blogpost über Hautverfärbung aufgebaut?


Aufbau des Blogposts – Wie entferne ich Pigmentflecken?

  • Was ist das Hautpigment Melanin?
  • Welche Arten von Pigmentflecken gibt es?
  • Pigmentflecken entfernen und vermeiden – aber wie?
  • Wirkstoffe gegen Pigmentflecken im Gesicht: Was sind Tyrosinase-Hemmer?
  • Was wirkt sonst noch gegen Altersflecken, Melasma und Pickelmale?
  • Wie lange dauert die Behandlung von Hautverfärbungen?
  • Gibt es wirksame Hausmittel gegen Pigmentflecken?
  • Pigmentflecken im Gesicht – mein Fazit

Melanin und Hautflecken

Bevor wir uns dem Thema: Pigmentflecken Entfernen widmen, wollen wir zunächst verstehen, wo und wie Melasma Altersflecken und Pickelmale zustande kommen.

Zu diesem Zweck schauen wir uns kurz den Aufbau der äußeren Hautschicht an: der Epidermis.

Ein Prozent aller Hautzellen der Epidermis bilden Melanozyte.

Während die Hautzellen Keratinozyte, welche wir inzwischen gut kennen gelernt haben, in der äußeren Schicht der Epidermis liegen, sind Melanozyte etwas tiefer, in der Basalschicht der Epidermis angesiedelt (s. die untere Infografik).Epidermis Hornschicht stratum corneum Melanozyte Pigmentflecken entfernen

Innerhalb von Melanozyten (in sog. Melanosomen) wird das Melanin produziert – das wichtigste Hautpigment. (31)

Das Hauptenzym, das wiederum die Melaninbildung reguliert, heißt Tyrosinase.

Der Begriff Tyrosinase ist sicherlich denjenigen von Euch bekannt, die schon mal Cremes und Seren gegen Pigmentflecken verwendet haben. Auf der Verpackung ist dann nämlich von Inhaltsstoffen zu lesen, welche die Wirkung von Tyrosinase hemmen – also die Wirkung des Enzyms, welches die Melaninproduktion stimuliert. Darauf kommen wir weiter unten ausführlicher ein.

Fun fact: Hautpigment und Gene – Die Farbe unserer Haut ist zum Großteil genetisch bedingt. Laut Fachliteratur sind in der Produktion von Melanin um 80 Gene zuständig. (33)


Melanin – Die Kontroverse um das Hautpigment

Nun, da wir heute über Pigmentstörung bei Melasma und über Pickelmale sprechen, kann uns das Wort “Melanin” als etwas Böses und beinahe Unnötiges vorkommen.

Allerdings wird Melanin in der Fachliteratur als bester Schutz der Haut vor UV-Schaden betrachtet. Die photoschützende Rolle von Melanin besteht darin, die Sonnenstrahlen sowohl zu zerstreuen als auch zu absorbieren.

Die Effizienz von Melanin als Sonnenschutz wird zwischen SPF 1,5 und SPF 4 eingeschätzt.

Das klingt zunächst nicht gerade nach viel. Doch bereits ein SPF (UVB) von 2 verdoppelt die eigene Schutzwirkung der Haut gegen Sonnenbrand.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch Studien, welche die Rolle von Melanin in der Haut in einem etwas anderen Licht stellen: In Menschen mit einer hellen Haut werden Melanosome (in denen, innerhalb der Melanozyten, Melanin gebildet wird) nach einer UV-Bestrahlung oxidiert und degradiert. Dieser Degradationsprozess soll wiederum in der Entwicklung von Hautkrebs involviert sein. (42)


Melanin – UVA vs. UVB

Doch wie kann Melanin die Haut sowohl vor UV-Strahlen schützen als auch zugleich zur Hautkrebs führen, fragt Ihr?

Meine Suche danach, den Widerspruch aufzulösen, hat zu folgender Erklärung geführt:

  • Melaninproduktion, welche durch UVB-Strahlen verursacht wird, hat eine schützende Wirkung auf die Haut.
  • Melaninsynthese, welche hingegen durch UVA-Strahlen zur Stande kommt, hat keinen schützenden Effekt und womöglich eine gefährliche Wirkung auf die Haut.

Ob das die einzige Erklärung der widersprüchlichen Forschungslage ist, kann ich im Momente nicht sagen.

Doch eins ist klar: Darauf, was die UV-Strahlen mit unserer Haut tun, können wir zum Großteil Einfluss nehmen.

Wie? Etwa durch das tägliche Tragen einer Sonnencreme (s. weiter unten).

Sichtbares Licht: Auch das sichtbare Licht (um 415 nm) kann Hyperpigmentierung verursachen. (Quellen 2 & 3)


Arten von Pigmentflecken

Bislang haben wir gelernt, dass Melanin das Hautpigment der Haut ist und für die dunklen Flecken im Gesicht oder Dekolleté verantwortlich ist.

Doch wie kommen diese dunklen Verfärbungen auf unserer Haut überhaupt zu Stande?

Was verursacht Pigmentflecken?

Schauen wir uns jetzt kurz an, was der jeweiligen Art von Pigmentstörung – Melasma, Pickelmale und Altersflecken – zu Grunde liegt.


Melasma

Was ist Melasma?

Bei Melasma handelt es sich um eine übermäßige Konzentration von Melanin an einigen Hautstellen, was deren Verdunkelung verursacht. Die Hautverfärbung ist flach, braun und irregulär, dabei oft symmetrisch (etwa auf beiden Schläfen).


Wo sind die dunklen Flecken bei Melasma angesiedelt?

Bei der Konzentration von Melanin sind in den meisten Fällen Melanozyte in der Epidermis involviert.

Es gibt aber auch gemischte Fälle, wo die Melaninablagerung zugleich in der Epidermis und der (tiefer liegenden) Dermis stattfindet. Wollen wir Pigmentflecken entfernen, die in der Dermis ihren Ursprung haben, dauert der Behandlungsprozess offenbar länger.


Was verursacht Melasma?

Melasma wird durch eine Kombination von zwei Faktoren verursacht:

1) Erhöhung des Östrogenspiegels (entweder in der Schwangerschaft oder durch die Pille-Einnahme)

2) Sonnenstrahlen.

Die genetische Komponente spielt bei der Entstehung von Melasma aber auch eine Rolle. (Mehr über Melasma s. hier, Quelle 4)

Fun fact: Durch Melasma sind zu 90% Frauen betroffen. Die Pigmentstörung ist dabei nur auf Körperstelle beschränkt, die der Sonne ausgesetzt sind. (Quelle 5). Meist sind das

  • Stirn
  • Wangen
  • und Oberlippe
Synonyme für Melasma: Chloasma, Schwangerschaftsmaske , engl. pregnancy mask


Postinflammatorische Hyperpigmentierung (PIH)

Was ist PIH?

Neben Melasma, ist die sog. postinflammatorische Hyperpigmentierung (engl. postinflammatory hyperpigmentation, kurz: PIH) der zweite Grund für die Entstehung von Pigmentflecken im Gesicht.

Was ist postinflammatorische Hyperpigmentierung? PIH ist eine Verfärbung der Haut, die im Zuge einer entzündlichen Reaktion oder einer physischen Hautverletzung zur Stande kam.


Wie entsteht PIH?

Meist wird PIH im Kontext von Akne erwähnt. Postinflammatorische Hyperpigmentierung kann aber auch durch weitere Faktoren bzw. Hautkrankheiten entstehen:

  • allergische Reaktion inkl. Kontaktdermatitis
  • Psoriasis
  • Neurodermitis
  • diverse Hautinfektionen
  • Brand
  • kosmetische Prozeduren wie Peeling, Laser usw. (31)

Doch was hat eine Hautentzündung mit einer Hautverfärbung zu tun, fragt Ihr?

Das kann man vereinfacht wie folgt erklären:

  1. Im Zuge einer Entzündung werden basale Keratinozyte (Hautzellen der Epidermis) zerstört.
  2. Daraufhin reagiert Epidermis mit einer erhöhten Melaninsynthese in Melanozyten – an der verletzten Stelle wird somit mehr Melanin produziert.
  3. Dies führt wiederum zur Entstehung einer blau-grauen Verfärbung.

Das Melanin wird anschließend nach oben hin zu Hornzellen transportiert und die Hautverfärbung nimmt eine braune Farbe. (6) So in Kürze sieht der Prozess der Entstehung einer postinflammatorischen Hyperpigmentierung aus.


Altersflecken

Wie entstehen Altersflecken?

Neben Melasma und Pickelmalen gibt es eine dritte Art von Pigmentflecken im Gesicht (Dekolleté und Handoberflächen): die sog. Altersflecken.

Altersflecken sehen Melasma-Flecken ähnlich.

In der Entstehung von Altersflecken spielen Hormone jedoch keine Rolle. Die braune Verfärbung ist Lipofuszin zu verdanken.

Und was ist Lipofuszin? Lipofuszin ist neben Melanin ein weiteres Hautpigment und zugleich ein Abfallprodukt des Zellstoffwechsels.

Warum heißen Altersflecken so?

Die Menge des Pigments Lipofuszin steigt mit dem Alter. Daher werden solar lentigines Altersflecken genannt. Lipofuszin wird wiederum als „age pigment“ bezeichnet. (zu Lipofuszin Quellen 7, 39, 42).

Synonyme für Altersflecken: Solar lentigo, Leberflecken, engl. age spots, liver spots


Altersflecken Entfernen – geht das überhaupt?

Wie kann man Altersflecken entfernen? Leider ist die Forschung zum Entfernen von Altersflecken nicht besonders umfangreich. Es wird empfohlen, traditionelle aufhellende Wirkstoffe auch gegen Leberflecken einzusetzen. (7)

Das finde ich aus zwei Gründen problematisch:

  1. Erstens fokussieren sich Wirkstoffe gegen Melasma und Pickelmale auf das Hautpigment Melanin. Lipofuszin und Melanin sind zwei unterschiedliche Hautpigmente (obwohl die neuste Forschung einen Zusammenhang zwischen den beiden fand, was weiter beobachtet werden muss, 40, 42). Die Unterdrückung von Melaninsynthese wird somit, laut derzeitiger Forschungslage, keinen Einfluss auf die Bildung von Lipofuszin haben.
  2. Zweitens weisen die mit Lipofuszin befüllten Zellen einen sehr langsamen Erneuerungsprozess auf. Das heißt also, dass nicht nur Wirkstoffe, welche auf die Melaninproduktion wirken (etwa Arbutin oder Resorcinol), sondern auch solche, die den Zellerneuerungsprozess beschleunigen (etwa Retinoide) keinen großen Beitrag zur Aufhellung von Altersflecken leisten werden.

Wie entfernt man Altersflecken also?

Neulich hat die koreanische Kosmetikfirma Sulwhasoo eine Pflegereihe Timetreasure EX herausgebracht, die angeblich das in den Zellen abgelagerte Lipofuszin degradieren sollte. Dabei gehört es zu dem Rezepturgeheimnis von Suwhasoo, wie dies überhaupt zu Stande kommen sollte. Bekannt ist nur, dass zu diesem Zweck ein Wunder-Wirkstoff aka „De-Aging Active“ eingesetzt wird: ein Extrakt aus dem red pine tree (rote Kiefer).

Überzeugend finde ich es allerdings nicht, da die klinischen Studien, welche die Wirkung des Wirkstoffes auf „age cells“ dokumentieren sollten, seitens der Kosmetikfirma nicht bekannt gegeben wurden.

Soll in Zukunft ein Wirkstoff erforscht werden, welcher tatsächlich (nachweislich) Lipofuszin degradiert bzw. die Ablagerung von Lipofuszin in den Zellen verlangsamt (eventuell blockiert), werde ich Euch darüber mit Sicherheit erzählen.

Außerdem gehe ich davon aus, dass ein regelmäßiges chemisches Peeling beim Entfernen von Altersflecken helfen könnte.

Altersflecken & Sonnenschutz: Solltet Ihr Altersflecken auf Handoberflächen entfernen wollen, denkt bitte daran, dass auch dort unbedingt eine Sonnencreme aufgetragen werden muss!


Arten von Pigmentflecken – Zusammenfassung

Fassen wir nun das oben Gesagte zusammen:
Wenn von „Pigmentflecken“, „dunklen Hautflecken“, „Altersflecken“ bzw. „Pickelmalen“ gesprochen wird, werden generell hell- oder dunkelbraune Verfärbungen auf der Haut gemeint. Diese können unterschiedliche Ursachen haben:

1) Wird die Haut verletzt (etwa im Zuge eines hoch konzentrierten chemischen Peelings bzw. durch das Ausdrücken eines Pickels) oder entzündet (etwa bei Rosazea oder Psoriasis), kommt es an dieser Stelle zu einer vermehrten Bildung des Hautpigments Melanin. In der Fachliteratur wird das Phänomen als postinflammatorische Hyperpigmentierung (PIH, postinflammatory hyperpigmentation) bezeichnet.

2) In einer älteren Haut (ab ca. 50) wird neben Melanin vermehrt noch ein anderes Hautpigment gebildet: Lipofuszin. Unter Sonnenbestrahlung tendiert Lipofuszin dazu, sich in der Epidermis irregulär zu verteilen. Folglich kommt es zur Entstehung von sog. Altersflecken (solar lentigosun spots oder age spots).

3) Kommen hingegen Hormone ins Spiel, allen voran ein erhöhter Östrogenspiegel (z.B. in der Schwangerschaft oder unter Pille-Einnahme), können sich auf der Haut in Anwesenheit des UV-Lichts braune, asymmetrische Verfärbungen bilden. Diese erscheinen meist auf der Stirn, der Oberlippe, auf den Wangen – zentral bzw. in der Nasennähe – und im Bereich der Schläfen. Man nennt diese verfärbten Stellen Melasma (sog. Chloasma oder Schwangerschaftsmaske).


Krankheiten, Medikamente und Pigmentstörung

Eine Akkumulation von Melanin und im Endeffekt eine Pigmentstörung könnte ansonsten aufgrund der Einnahme von bestimmten Medikamenten verursacht werden.

Auch Krankheiten können zu einer Störung der Melaninbildung führen. In diesem Kontext wird oft auf Schilddrüsenprobleme hingewiesen – sowohl Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) als auch Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose).

Diabetes Mellitus und andere metabolische Krankheiten können ebenfalls zur Pigmentstörung führen. (Quelle 8)

Falls die Entstehung von Pigmentflecken in Eurem Fall durch Krankheiten bzw. Medikamenteneinnahme verursacht wird, konsultiert eine potenzielle Depigmentierungstherapie am besten mit Deinem Arzt!


Pigmentflecken Entfernen und Vermeiden

In anderen Fällen sieht die Behandlung zur Entfernung von bestehenden Pigmentflecken ähnlich aus.

Was hilft beim Entfernen von Pigmentflecken am besten?

1) Täglicher Auftrag vom Sonnenschutz mit hohen UVA-Werten (zugleich als Vorbeugungsmaßnahme)

2) Verwendung von kosmetischen bzw. pharmazeutischen Produkten mit Wirkstoffen, welche die Melaninbildung hemmen

3) Hoch konzentriertes chemischem Peeling bzw. Laser.

Lassen wir uns nun die zwei ersten Punkte in Ruhe besprechen. Das Pigmentflecken Entfernen mit Hilfe von chemischem Peeling oder einer Laserbehandlung wird in einem separaten Beitrag besprochen.


Täglicher Sonnenschutz mit hohem UVA-Wert

Wenn Ihr fragt: „Was hilft gegen Pigmentflecken im Gesicht“ bzw. „Wie entferne ich Pigmentflecken auf der Haut?“, erfolgt als erstes ein Hinweis auf ein gutes Sonnenschutzmittel.

Denn das schärfste Schwert gegen Pigmentstörung ist eindeutig eine gute Sonnencreme.

 Bräune, die durch eine Produktion des Hautpigments Melanin zur Stande kommt, ist nichts anderes als ein Versuch des Körpers, sich vor einer DNA-Schädigung zu schützen.

Paradoxerweise ist das, was wir in der westlichen Hemisphäre als „schön gebräunte“ Haut wahrnehmen, somit ein Abwehrmechanismus unserer Haut vor möglichen Schäden.


Pigmentstörung das UVA-Licht

Für die Entstehung von Pigmentstörung in der Haut sind in erster Linie UVA-Strahlen zuständig.

Das sind übrigens auch diejenigen UV-Strahlen, die zur Entstehung von freien Radikalen beitragen.

UVA-Strahlen sind nicht nur im Sommer, sondern auch im Herbst und Winter vorhanden, werden in einem geringeren Ausmaß als UVB-Strahlen durch Wolken gefiltert und schon gar nicht durchs Fenster und Glas (etwa Autoscheiben)!

  Schutz vor UVA-Strahlen hilft, Pigmentstörung zu reduzieren.

  Ein Sonnenschutz mit einem hohen UVA-Wert soll nicht nur im Sommer, sondern täglich auch in dunklen und kalten Monaten getragen werden

 Wie misst man den UVA-Wert?
Sonnencreme mit extrem hohem UVA-Schutz


Wirkstoffe gegen Pigmentflecken

Hydrochinon

Hydrochinon (Hydroquinone) gilt als der Goldstandard in der Therapie von melaninbedingter Hyperpigmentierung.

Ist Hydrochinon unbedenklich? Nein. Eine langfristige Verwendung des Inhaltsstoffs wurde als bedenklich eingestuft. Hydrochinon soll nicht nur Tyrosinase-Aktivität hemmen, sondern auch zytotoxisch agieren, sprich die Hautzellen Melanozyten töten (9).  Außerdem besteht bei der Verwendung von Hydrochinon gegen Pigmentflecken ein Risiko von:

  • permanenter Depigmentierung
  • Pigmentstörung in dunkleren Hauttypen
  • und Hautirritationen.

Daher wurde die Verwendung von Hydrochinon in Kosmetikprodukten in der Europäischen Union inzwischen verboten.


Hydrochinon auf Rezept

Hydrochinon kann jedoch weiterhin in rezepthaltigen Formulierungen verwendet werden, da die Anwendungsrisiken insbesondere auf eine langzeitige Verwendung von Hydrochinon bezogen sind.

In Deutschland ist meines Wissens nur eine pharmazeutische Zusammensetzung zur Therapie der melaninbedingten Hautverfärbungen mit Hydrochinon erhältlich: Pigmanorm® Creme von Louis Widmer.

Eine erhöhte Irritation der Haut während der Verwendung des Produktes ist zu erwarten und wurde auch tatsächlich klinisch bewiesen (10). Ob Ihr für die Anwendung eines so stark wirkenden Präparates qualifiziert seid, müsst Ihr mit Eurem Dermatologen besprechen.


Azelainsäure

Azelainsäure (INCI: azelaic acid) ist ein weiterer Wirkstoff gegen Pigmentflecken. Sie wird in den meisten Fällen sehr gut toleriert. Auf dem deutschen Markt findet man Produkte mit bis zu 20% Azelainsäure.

Ist Azelainsäure rezeptfrei? Pflegeprodukte bis zu 20% Azelainsäure sind rezeptfrei. Präparate mit 20% Azelainsäure sind hingegen rezeptpflichtig. Studien zur Wirkung von Azelainsäure beziehen sich allerdings auch hauptsächlich auf die 20%-ge Konzentration, sodass nicht eindeutig klar ist, welche Resultate eine niedrige Konzentration nach sich zieht. Dabei wird zum Teil davon ausgegangen, dass ein Präparat mit 20% Azelainsäure und Produkte mit 4% bzw. gar nur 2% Hydrochinon (11) gleich gute Resultate nach sich ziehen.

Weil Azelainsäure zugleich eine entzündungshemmende Wirkung aufweist, eignet sich der Wirkstoff nicht nur gegen Melasma, Pickelmale und Altersflecken, sondern auch bei einer unreinen Haut und Rosazea (12).


Kojisäure

Der Einsatz von Kojisäure (INCI: kojic acid) als Tyrosinase-Hemmer erscheint nicht ganz unbedenklich. Laut Studien kann Kojisäure allergische Kontaktdermatitis verursachen (12, 13). Daher wird von dessen höherer Konzentration inzwischen abgesehen. 

Kojisäure wird jedoch weiterhin oft als unterstützender Faktor in kosmetischen Zusammensetzungen zur Hautaufhellung bzw. gegen Pigmentstörung integriert.


Arbutin

Ein weiterer Wirkstoff gegen Pigmentflecken – Arbutin agiert als De-Pigmentierungsmittel auf zweierlei Art und Weise (12):

a) Als Derivat von Hydroquinone hemmt Arbutin die Aktivität von Tyrosinase.

b) Zugleich hemmt Arbutin den Prozess der Entstehung von Pigmenten in Melanozyten (Melanogenese) und beugt auf dieser Art und Weise einer Pigmentstörung vor.


Ist Arbutin unbedenklich?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung schätzte in 2013 den Gebrauch von β−Arbutin in kosmetischen Mitteln als “gesundheitlich bedenklich” ein (13). Grund dafür war eine direkte Verbindung zwischen Arbutin und Hydrochinon: Arbutin ist nämlich ein Derivat von Hydrochinon. Und “Hydrochinon steht im Verdacht, krebserzeugend zu sein und ist in kosmetischen Mitteln wie Hautbleichmitteln in Europa verboten.”

Die angebliche krebserregende Wirkung von Hydrochinon wurde meines Wissens nach nur an Tieren beim Einsatz von viel größeren Mengen des Wirkstoffes getestet als dies in kosmetischen Mitteln vorkommt. Daher wird Hydrochinon weiterhin in rezepthaltigen Mitteln zugelassen (s. oben).

Arbutin ist hingegen in kosmetischen Mitteln in Europa (rezeptfrei) zugelassen. In einer Stellungnahme von 2015 weist die EU darauf hin, dass eine Konzentration von Arbutin in Gesichtscremes bis 7% als sicher gesehen werden soll. α-arbutin (Alpha Arbutin) wird bis zu 3% als sicher betrachtet. (15, 36)


Deoxyarbutin

Neulich wird eine synthetische Form von Arbutin namens Deoxyarbutin  gegen Pigmentflecken erforscht, das im Gegenteil zu Hydrochinon – und in einem geringeren Ausmaß Arbutin – keine Zerstörung von Melanozyten nach sich ziehen soll. (12)

Allerdings deutet die neueste Forschung zugleich auf die Degradierung von Deoxyarbutin zu Hydroquinon hin – und demzufolge dessen potentielle toxische Effekte. (36)


Resveratrol & Oxyresveratrol

Resveratrol wird in Hautpflege seit Jahren in erster Linie als Antioxidant eingesetzt. Neulich wurde seine Wirkung auch in Bezug auf die Hemmung von Tyrosinase und somit die Aufhellung von Pigmentflecken festgestellt.

Allerdings hat Resveratrol eine geringe chemische Stabilität und schwache Bio-Verfügbarkeit in der Haut.

Deshalb werden derzeit zum einen Stabilisierungsmöglichkeiten von Resveratrol und effiziente Überlieferungssysteme untersucht (etwa Transferosome oder Ethosome in Nanogrößen). Zum anderen setzten sich Wissenschaftler mit der Wirkung von Resveratrol-Derivaten auseinander. (31, 35)

Auf überzeugende Ergebnisse (in vivo) werden wir noch etwas warten müssen. Etwa Oxyresveratrol hat neulich im Vergleich zu Resveratrol eine bessere Wirkung auf die Hemmung der Melanogenese gezeigt. (34)

Mehr zur Stabilisierung von Resveratrol könnt Ihr in meinem Erfahrungsbericht zum Resveratrol Serum von SkinCeuticals hier nachlesen.


4-n-butylresorcinol

4-n-butylresorcinol ist weniger bekannt als andere Tyrosinase Hemmer. Dabei konnte der Wirkstoff eine positive Wirkung (bei 0.1% und 0.3%) auf die Reduktion von Pigmentflecken sogar in in vivo Studien zeigen. (20)


Thiamidol

Beiersdorf hat neulich einen weiteren Wirkstoff gegen Pigmentflecken patentiert: isobutylamido thiazolyl resorcinol, der unter dem Namen Thiamidol in Beiersdorf Produkten verkauft wird.

Eine aufhellende Wirkung des Resorcinol-Derivates auf dunkle Hautflecken wurde sowohl in in vitro Studien an menschlichen Melanozyten als auch in zwei klinischen in vivo Studien getestet (jeweils placebo-kontrolliert und doppelt blind mit 17 bzw. 19 Testpersonen).

Getestet wurden Cremes mit 0.1% und 0.2% Thiamidol. Beide zeigten eine signifikante Aufhellung von hyperpigmentierten Hautstellen bereits nach vier Wochen – mit den besten Ergebnissen nach 12 Wochen, wo einige Pigmentflecken vollständig entfernt wurden (Anwendung 2x/Tag). (37)

Eine weitere in vivo Studie, die ebenfalls durch ein Beiersdorf  Forscherteam durchgeführt wurde, zeigte eine bessere Wirkung von 0.2% Thiamidol im Vergleich zu 2% Hydroquinon beim Entfernen von Pigmentflecken im Gesicht. (38)


Vitamin E

Alpha Tocopherol

Vitamin E (α-tocopherol) ist als ein gutes Antioxidant bekannt. Das Vitamin ist in der Lage, eine Reihe von diversen freien Radikalen zu neutralisieren. Weil freie Radikale zu einer Erhöhung der Melaninsynthese führen, tragen im Prinzip alle Antioxidantien zugleich zu einer Hemmung von Hyperpigmentierung bei. Vitamin E wurde jedoch ebenfalls die Rolle eines Tyrosinase-Inhibitoren zugewiesen (12).

Alpha Tocopherol Ferulate

Ferulasäure (ferulic acid) stabilisiert Vitamin E und hilft es, sich schnell zu regenerieren. Durch eine Verbindung von Vitamin E und Ferulasäure kann eine langfristige antioxidative Wirkung gewährleistet werden. Alpha Tocopherol Ferulate agiert aber auch als Tyrosinase-Hemmer (Quelle 13).


Peptide gegen Pigmentflecken?

Peptide gehören zu den neuesten Forschungsschwerpunkten, wenn es darum geht, neue Wirkstoffe zu entdecken, welche eine überschüssige Melaninproduktion verhindern könnten.

Unter die Lupe wurden bislang in erster Linie folgende Peptide genommen: dipeptides, cyclic peptides, short-sequence oligopeptides und kojic acid tripeptide.

Laut einem der letzten Berichte dazu, wurden dabei zwei Oligopeptide als wirksame Tyrosine-Hemmer entdeckt:

1) Octapeptide (Arg-Ala-Asp-ser-Arg-Ala-Asp-Cys)

2) Decapeptide P4 (Synonym: Decapeptide-12 (Tyr-Arg-ser-Arg-Lys-Tyr-Ser-Ser-Trp-Tyr) (0,1% Decapeptide 12 + 20% AHA „Lumixyl“)

Hinzu kommt Oligopeptide-68 (β-White™), welches zum Teil als vielversprechend gepriesen wird, dessen in vivo Test jedoch bislang nur vom Hersteller durchgeführt wurde (wird u.a. von Deciem verwendet).


Polyphenole

Als wirksam für eine Pigmentflecken Entfernung wurden außerdem Polyphenole eingestuft. Darunter:

a) Flavonoide
b) Isoflavonoide
c) Chalcone


Flavonoide

Zu den potentesten Flavonoiden gehören: Quercetin und Citrus Peel Extrakt. Doch beide sind viel weniger effektiv als etwa Kojisäure. Zudem ist Citrus Peel Extrakt bei einer sehr empfindlichen Haut nicht zu empfehlen. Bezüglich Quercetin wird auch auf sein Oxidationspotenzial hingewiesen. (28)

Außerdem wird in Produkten gegen Pigmentflecken Morus Alba (Mulberry) eingesetzt. Die wirksame Komponente der Pflanze heißt Mulberroside F und gilt ebenfalls als Tyrosinase-Inhibitor (16, zu weiteren Flavonen: 29).


Isoflavonoide

Seid Ihr am Entfernen von Pigmentflecken interessiert, habt Ihr in diesem Kontext bestimmt bereits von Glycyrrhiza glabra (Licorice) Root bzw. Süßholzwurzel gehört.

Extrakte aus der Pflanze gehören zu den sichersten pigmentreduzierenden Inhaltsstoffen (sprich: Wirkstoffen mit minimalen Nebenwirkungen, Quelle 1). Eine der wirkungsvollsten Komponenten vom Süßholzwurzel, ein Isoflavonoid, ist Glabridin. Der Tyrosine-Hemmer Glabridin wurde als viel potenter als Kojisäure eingeschätzt (19).


Chalcone

Aus der Wurzel der Pflanze Glycyrrhiza glabra (Süßholzwurzel) werden diverse wirkungsvolle Inhaltsstoffe gegen Pigmentstörung in der Haut extrahiert. Neben Isoflavonoiden findet man in der Pflanze auch Chalcone, etwa:

1) Licochalcone ist angeblich vier Mal potenter als Kojisäure (19).

2)  4-n-butylresorcinol hat bereits in einer Konzentration von 0.1% seine Effektivität in der Behandlung von Melasma gezeigt (s. oben, 20).


Pigmentflecken Entfernen – Weitere Wirkstoffe

Falls Ihr Pigmentflecken entfernen möchtet und mit Tyrosinase-Hemmern bislang keinen Erfolg erzielt habt, gibt es weitere Möglichkeiten, die Ihr testen könnt.

Forscher fanden nämlich heraus, dass die Aufhellung von dunklen Hautflecken im Gesicht nicht nur durch die Hemmung von Tyrosinase (welche den Hautfarbstoff Melanin synthetisiert) zustande kommen kann.

Auf welchem Weg können Pigmentflecken sonst noch entfernt bzw. verhindert werden?

Pigmentflecken aufhellende Wirkstoffe in Hautpflege können:

  • den Weg von Melanin nach oben bis zur Hautoberfläche (wo der dunkle Fleck sichtbar wird) blockieren (etwa Niacinamid)
  • die Menge an Melanin verringern (etwa N-Acetyl-Glucosamin)
  • die bereits entstandenen dunklen Stellen aufhellen (etwa chemisches Peeling).

Weiter unten findet Ihr eine Übersicht von weiteren Substanzen, die zum Aufhellen von Hyperpigmentierung beitragen.


Vitamin C

Topisch aufgetragen reduziert  Vitamin C den Prozess der Melaninbildung (Melanogenese) (Quelle 6).

Als wirksam in der Behandlung von Melasma und Pickelmalen haben sich bislang sowohl Ascorbinsäure als auch Derivate von Vitamin C erwiesen.

Vitamin C – Hyperpigmentierung und Falten
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Niacinamid

Niacinamid als Mittel zum Aufhellen der Haut funktioniert so, dass es den Transfer von Melanin nach oben zu Keratinozyten verhindert. So kann das Hautpigment Melanin nicht an die Hautoberfläche gelangen und sichtbar werden.

Wahrscheinlich kann Niacinamid auch die Melanogenese, also den Prozess der Bildung von Melanin, reduzieren (zu Niacinamid, s. 6, 21, 31).

Jedenfalls wird Niacinamid in der Forschung als ein der wichtigsten Wirkstoffe zum Vermeiden und Entfernen von Pigmentflecken gesehen. Mehr zur Wirkung von Niacinamid in der Haut findet Ihr in diesem Online Hautkurs.


N-Acetyl-Glucosamine

N-Acetyl-Glucosamin (NAG) agiert als Hautaufheller auf zweierlei Art und Weise:

1) NAG reduziert die Menge an Melanin in Melanozyten (NAG)

2) NAG verhindert die Transfer von pro-Tyrosinase zu Tyrosinase. (NAG, Quelle 22) 

NAG kann epidermale Hyperpigmentierung alleine unterdrücken. Die besten Resultate wurden jedoch in einer Synergie mit Niacinamid verzeichnet (4% NIA und 2% NAG) (23).


Retinoide

Die bekannte Funktion von Retinoiden im Kontext der Hautaufhellung besteht darin, dass sie den Zellerneuerungsprozess beschleunigen und dadurch zu einer schnelleren Abtragung der oberflächlichen Pigmenten beitragen.


Soybean Extract

Soy Proteinen verhindern den Transfer von melaninhaltigen Melanozyten zu Keratinozyten (Quelle 6). Dadurch beugt Soja Hautflecken vor.


Chemisches Peeling

Chemisches Peeling (AHA, BHA, PHA etc.) hilft beim Entfernen von Pigmentflecken in erster Linie dadurch, dass es die toten, verfärbten (melaninhaltigen) Zellen auf der Hautoberfläche schneller ablöst.

Allerdings fand ich eine Studie, die zeigte, dass sowohl Glykol- als auch Milchsäure ebenfalls eine Tyrosinase-hemmende Funktion aufweisen – unabhängig von dem pH-Wert (24).

So sind Alpha-Hydroxysäuren in der Lage, auf zwei Wegen Pigmentflecken zu entfernen bzw. deren vorzubeugen:

  • durch die Ablösung von pigmenthaltigen Hautzellen
  • durch die Hemmung der Melanogenese.

Antioxidantien

Antioxidationsmittel verhindern die Verbindung zwischen einer Entzündung und dem Pigmentaufbau in der Haut (s. oben zur Ursache postinflammatorischer Hyperpigmentierung)

Außerdem: Da freie Radikale zu einer Melaninbildung beitragen, gehören Antioxidantien auch deshalb zu wichtigen Mitteln gegen Pigmentstörung. (12, 28)


Linolsäure

Linolsäure und Alpha-Linolsäure (INCI: linoleic acid und α-linoleic acid) werden im Kontext von Pigmentflecken selten erwähnt (Quelle 25). Dabei degradieren sie Tyrosinase und verhindern dadurch eine vermehrte Braunfärbung der Haut. (Quelle 26)


Wirkstoffe gegen Pigmentflecken

Bis jetzt haben viel über die Entstehung von Pigmentstörung gelernt. Dabei haben wir Wirkstoffe benannt, welche gegen Pigmentflecken agieren.

Einige davon hemmen die Melaninsynthese, weitere verhindern wiederum den Transfer von Melanin nach oben hin zu Keratinozyten und zur Hautoberfläche. Noch andere reduzieren die Menge an Melanin in Melanozyten.

Um das nochmal zu sortieren, schauen wir uns nun kurz, an welcher Stelle welcher Wirkstoff gegen die Pigmentstörung der Haut eingreift (angelehnt an Quelle 27, S. 74).


Wirkstoffe gegen Pigmentflecken vor der Melaninsynthese

Wirkstoffe, die die Menge an Melanin in der Epidermis kontrollieren:

  • Retinsäure (Vitamin A) – Funktion: blockiert Tyrosinase
  • N-Acetyl-Glucosamine (NAG) – Funktion: verhindert den Transfer von pro-Tyrosinase zu Tyrosinase (12)
  • Arbutin und Deoxyarbutin – Funktion: verhindern die Reifung von Melanosomen
  • Soybean/ -milk Extrakte – Funktion: verhindern den Transfer von Melanosomen (und beschleunigt den Zellen-Erneuerungsprozess)
  • Niacinamid – Funktion: verhindert den Transfer von Melanosomen (und beschleunigt den Zellen-Erneuerungsprozess)

Pigmentflecken Entfernen Wirkstoffe vor Melaninsynthese


Wirkstoffe gegen Pigmentflecken während der Melaninsynthese

Wirkstoffe, die entweder Tyrosinase blockieren oder freie Radikale fangen:

  • Hydrochinon
  • Arbutin
  • Azelainsäure
  • Kojisäure
  • Resveratrol
  • Vitamin C, u.a. Ascorbinsäure
  • Vitamin E (Tyrosine blockieren & freie Radikale fangen)

Pigmentflecken Entfernen Wirkstoffe während Melaninsynthese


Wirkstoffe gegen Pigmentflecken nach der Melaninsynthese

Nachdem die Melaninproduktion zu Stande kam, können einige Wirkstoffe weiterhin helfen, bereits entstandene Pigmentflecken zu entfernen bzw. die Ablagerung von Melanin zu reduzieren:

  • Linolsäure – Funktion: Abbau von Tyrosinase, Beschleunigung des Zellen-Erneuerungsprozesses
  • Soybean/ -milk Extrakte – Funktion: Beschleunigung des Zellen-Erneuerungsprozesses, Verhinderung des Transfers von Melanosomen
  • Niacinamid – Funktion: Beschleunigung des Zellen-Erneuerungsprozesses, Verhinderung des Transfers von Melanosomen
  • Glykolsäure – Funktion: Beschleunigung des Zellen-Erneuerungsprozesses
  • Milchsäure – Funktion: Beschleunigung des Zellen-Erneuerungsprozesses
  • Retinsäure – Funktion: Beschleunigung des Zellen-Erneuerungsprozesses

Pigmentflecken Entfernen Wirkstoffe nach Melaninsynthese


Wie lange dauert die Behandlung von Pigmentstörung?

Nun stellt sich die Frage, wie lange es dauert, bis dunkle Pigmentflecken verblassen?

Oder anders: Wie schnell lassen sich Pigmentflecken entfernen?

Kosmetische bzw. dermo-kosmetische Pflegeprodukte versprechen eine Aufhellung von Hautverfärbungen meist nach sechs Wochen. Können dunkle Pigmentflecken so schnell aus der Haut verschwinden?

Definitiv sichtbare Resultate können zwar schneller kommen, doch eher solltet Ihr dafür ca. drei Monate einplanen – vorausgesetzt, man trägt täglichen einen Sonnenschutz in ausreichender Menge und mit einem hohen UVA-Schutz! Dieser sollte im Sommer bzw. bei hohen Temperaturen (erhöhte Schwitzmenge) unbedingt Wasser resistent sein.

Wie oben erwähnt, kann der Ursprung einer Hyperpigmentierung sowohl in der Epidermis (basale und suprabasale Schichten) als auch in der tiefer liegenden Dermis liegen.

Je tiefer das Hautpigment Melanin deponiert ist, desto schwieriger bzw. länger dauert es, bis die dunkleren Stellen aufgehellt werden.

Bei tiefer liegenden Melanin-Überschüssen sollte realistischerweise mit Monaten, wenn nicht Jahren, gerechnet werden.


Hausmittel gegen Pigmentflecken

Ein Beitrag über Tipps zum Entfernen von Pigmentflecken wäre unvollständig, würden wir nicht auf Hausmittel gegen Pickelmalen, Melasma und Altersflecken eingehen.

Okay, das ist etwas ironisch gemeint. Im Internet findet Ihr nämlich eine Reihe von vermeintlich guten Tipps, wie man Pigmentflecken mit Hausmitteln loswerden kann.

Wie Ihr oben gesehen habt, ist der Prozess der Melaninsynthese allerdings etwas kompliziert. Und das andere Hautpigment, Lipofuszin, lässt sich nur sehr schwer degradieren (wenn überhaupt).

Trotzdem werden diverse Tipps und Tricks rund um wunderbare Hausmittel gegen Pigmentflecken verbreitet.

Wenn Ihr zum Thema: Hausmittel gegen Altersflecken bzw. Pigmentflecken googelt, findet Ihr in erster Linie Hinweise auf die Behandlung von dunklen Flecken im Gesicht mit Zitrone, ätherischen Ölen oder Apfelessig. (Ihr werdet mir verzeihen, wenn ich auf Backpulver als Mittel zum Entfernen von Pigmentflecken gar nicht eingehe :)).

Wirken solche Hausmittel gegen dunkle Flecken tatsächlich?


Hilft Zitronensaft gegen Pigmentflecken?

Ist Zitrone gut gegen Pigmentflecken auf der Haut? Nein! Zitronensaft ist kein gutes Hausmittel gegen Pigmentflecken.

Dazu habe ich bereits ausführlich in dem Blogbeitrag zum Zitronensaft und Pigmentstörung hier geschrieben. Hier könnt Ihr mein Youtube Video dazu sehen.

Hier kurz: Zitronensaft wirkt phototoxisch und wird die Haut unnötig irritieren!


Ätherische Öle gegen Hyperpigmentierung

Als weitere Hausmittel gegen Altersflecken bzw. Pigmentflecken auf der Haut werden oft ätherische Öle bezeichnet – allen voran Zitronenöl oder Orangenöl.

Doch beide ätherische Öle sind bekannte Hautallergene und sollten nicht im Gesicht verwendet werden. Eine Liste von allergen wirkenden ätherischen Ölen findet Ihr hier. Ätherische Öle als Mittel gegen dunkle Flecken auf der Haut könnt Ihr somit ebenfalls aus der Liste streichen.


Ist Apfelessig wirksam gegen Pigmentflecken?

Als weiteres Hausmittel gegen Pigmentflecken wird Apfelessig betrachtet (cider vinegar oder apple vinegar). Dabei wird Apfelessig eine aufhellende Wirkung unterstellt, weil es Essigsäure (acetic acid, um 8%) und Polyphenole enthält.

Inwiefern Essigsäure hilft, Pigmentflecken zu entfernen, ist jedoch nicht klar und das Hausmittel sollte eher als anekdotisches als tatsächliches Mittel gegen dunkle Flecken auf der Haut betrachtet werden.

Ich fand nur eine (!) Studie (in einer Zeitschrift für alternative Medizin), die eine externe Anwendung von Apfelessig über einen längeren Zeitraum untersuchte. Die Testpersonen hatten unverdünnten Apfelessig zwei Mal am Tag für jeweils 30 Minuten einen Monat lang auf einen Bein aufgetragen. Anschließend wurde tatsächlich eine Aufhellung von verfärbten Stellen festgestellt. (41)

Ob mich das überzeugt?

Ich würde eher zu „normalen“ Seren mit Vitamin C oder Niacinamid greifen. Warum? Der pH-Wert eines Apfelessig oszilliert um 2-3. Das ist sehr sauer. Doch die meisten (guten) Vitamin C Seren mit Ascorbinsäure weisen ebenfalls einen pH-Wert von 3-3,5 auf.

Falls Ihr also eine nicht empfindliche Haut habt und Apfelessig nur auf einzelne Pigmentflecken verwenden wollt; könnt Ihr das eventuell probieren (wenn es unbedingt sein muss).


Weitere Hausmittel gegen Pigmentflecken im Gesicht?

Solltet Ihr wirksame Hausmittel gegen Pigmentflecken kennen, welche die Hautbarriere nicht in Mitleidenschaft ziehen, meldet Euch bitte unten in den Kommentaren!


Pigmentflecken Entfernen – Fazit und Tipps

Diejenigen von Euch, die meine Texte regelmäßig lesen, kennen meine Abneigung zu zahlreichen Werbeversprechen aus der Kosmetikbranche. Falten werden durch Seren mit Hyaluronsäure nicht verschwinden und die Haut wird mit Hilfe von diversen Pflanzenextrakten zweifelhafter Wirkung nicht straffer erscheinen.

Doch dunkle Pigmentflecken kann man in vielen Fällen mit effizienter Hautpflege durchaus entfernen.

Versucht zunächst mit frei verkäuflichen Produkten mit Vitamin C, Alpha-Hydroxysäuren (Peeling), Retinoiden und Niacinamid.

Fangt nie mit der höchsten Konzentration an und führt ein Produkt nach dem anderen ein – nicht gleichzeitig! Mehr Tipps für Pflegeanfänger findet Ihr hier.

Falls dies nach einigen Monaten keine Verbesserung nach sich zieht, könnt Ihr mit Eurem Arzt besprechen, ob ein Rezept für Hydroquinon plus Retinsäure in Eurem Fall in Frage kommt.

Auch könntet Ihr zu einem starken chemischen Peeling (nicht zu Hause!) oder zu einer Laserbehandlung gegen Pigmentflecken greifen.

Hilft Laser gegen Pigmentflecken? Dazu habe ich von meinen LeserInnen unterschiedliches Feedback bekommen: Bei einigen hat es zu guten Resultaten geführt. Wiederum andere berichteten, dass ihre Pigmentflecken nach dem Lasern in kurzer Zeit wieder da waren. Das ist aber ein Thema für einen anderen Blogbeitrag.

Wichtig: Das tägliche Tragen von einem Sonnenschutz mit einem hohen UVA-Wert ist dabei das A und O einer Anti-Pigmentflecken-Therapie. Sonst ist alles für die Katz.

Allen, die gerade dabei sind, hyperpigmentierte Stellen loszuwerden, drücke ich die Daumen und wünsche viel Erfolg!

Auf Erfahrungsberichte, was in Eurem Fall geholfen hat und was nicht, bin ich schon sehr gespannt!

Eure Pia


Falls Ihr auf fertige Hautpflegeroutinen zurückgreifen wollt, welche u.a. das Problem der Hyperpigmentierung addresieren, klickt auf die u.s. Abbildungen.


Fertige Hautpflegeroutine für Mischhaut HyperpigmentierungPflegeroutine Trockene Haut dunkle Flecken im Gesicht


Wenn Euch der Blogbeitrag weitergeholfen hat, könntet Ihr mich gerne auf eine Tasse Kaffe einladen. 🙂

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Seren gegen Pigmentflecken

Ich arbeite egrade an einem Beitrag über Seren und Cremes gegen Pigmentflecken.

Sehr gute Produkte mit Vitamin C und Niacinamid findet Ihr aber auch inzwischen hier. 


Wirkstoffe gegen Pigmentflecken – Quellenangaben

(1) Brenner, Michaela/Hearing, Vincent (2008): The Protective Role of Melanin Against UV Damage in Human Skin, in: Photochemistry and photobiology 84(3): S. 539–549

(2) Oluwatobi A./Ogbechie-Godec/Nada Elbuluk (2017): Melasma: an Up-to-Date Comprehensive Review, in: Dermatology and Therapy, 7(3): 305-318.

(3) Duteil L/Cardot-Leccia N /Queille-Roussel C, (2014): Differences in visible light-induced pigmentation according to wavelengths: a clinical and histological study in comparison with UVB exposure, in: Pigment Cell & Melanoma Research, 27(5): 822-826

(4) Lee/Schwartz/Janniger (2017): Melasma, in: Giornale Italiano di Dermatologia e Venereologia, 152(1): 36-45

(5) Genthin/Pandaya (2011): The Pigmentary System“, in: Hall/Hall: Hall’s Manual of Skin as a Marker of Underlying Disease, Shelton CT

(6) Davis, Erica/Callender, Valerie (2010): Postinflammatory Hyperpigmentation, in: The Journal of clinical and aesthetic dermatology, 3(7): 20-31

(7) Skoczynska, Anna/Budzisz, Elzbieta/Trznadel-Grodzka, Ewa (2017): Melanin and lipofuscin as hallmarks of skin aging, in: Advances in dermatology and allergology, 34(2): 97-103

(8) Chatterjee/Lahiri/Sarkar (2014): Pigmentary Disorders: A Comprehensive Compendium, New Delhi/London, S. 25-28

(9) Nagata/Shinobu/Itoga/Kanazawa (2015): The Mechanism of Melanocytes-Specific Cytotoxicity Induced by Phenol Compounds Having a Prooxidant Effect, relating to the Appearance of Leukoderma, in: BioMed research international, published online

(10) Cummins/Schubach/Litwin (1989): Training lay persons to use automatic external defibrillators: success of initial training and one-year retention of skills, in: The American journal of emergency medicine, 7(2): 143-9

(11) Sarma/Chakraborty/Poojary (2017): Evidence-based Review, Grade of Recommendation, and Suggested Treatment Recommendations for Melasma, in: Indian Dermatology Online, 8(6): 406-442

(12) Eubanks/Wickett/Boissy (2009): Mechanisms Regulating Skin Pigmentation: The Rise and Fall of Complexion Coloration, in: International Journal of Molecular Sciences, 10(9): 4066-4087

(13) Baumann, Leslie (2014): Cosmeceutical Critique: Kojic Acid, in: Skin Type Solutions, online, Rubrik: Ingredients

(14) β−Arbutin in Hautaufhellungsmitteln ist gesundheitlich bedenklich, Bundesinstitut für Risikobewertung, Stellungnahme Nr. 007/2013, 25. Febr. 2013

(15) Opinion an ß-Arbutin, SCCS, 2015

(16) Lee/Choi/Kim (2002): Mulberroside F isolated from the leaves of Morus alba inhibits melanin biosynthesis”, in: Biological & Pharmaceutical Bulletin, 25(8), S.1045-1048

(17) Binic/Lazarevic/Ljubenovic (2013): Skin Ageing: Natural Weapons and Strategies, Evidence-based complementary and alternative medicine, online

(18) Simmler/Pauli/Cheng (2014): “Phytochemistry and Biological Properties of Glabridin”, Fitoterapia: 160-184

(19) An Updated Review of Tyrosinase Inhibitors, in: International Journal of Molecular Science, 10(6): 2440-247

(20) Huh/Shin/Na/Huh (2010): The Efficacy and Safety of 4-n-butylresorcinol 0.1% Cream for the Treatment of Melasma: A Randomized Controlled Split-face Trial, in: Annals of Dermatology, 22(1): 21-25

(21) Alexis/Blackcloud (2013): Natural ingredients for darker skin types: growing options for hyperpigmentation, in:  Journal of Drugs in Dermatology, 2(9 Suppl.): 123-127

(22) Sarkar/Pooja (2013): Cosmeceuticals for Hyperpigmentation: What is Available?, in: Journal of cutaneous and aesthetic surgery, 6(1): 411

(23) Bissett/Robinson/Raleigh/Miyamoto (2007): Reduction in the appearance of facial hyperpigmentation by topical N-acetyl glucosamine, in: Journal of cosmetic dermatology, 6(1): 20-6

(24) Usuki/Ohashi/Sato (2003): The inhibitory effect of glycolic acid and lactic acid on melanin synthesis in melanoma cells, in: Experimental dermatology, 2 (Suppl 2): 43-50

(25) Ando/Ichihashi/Hearing (2009): Role of the Ubiquitin Proteasome System in Regulating Skin Pigmentation, in: International journal of molecular sciences, 10(10): 4428-4434

(26) Ando/Watabe/Valencia/Yasumoto (2004): “Fatty Acids Regulate Pigmentation via Proteasomal Degradation of Tyrosinase. A new aspect of ubiquitin-proteasome function, in: The Journal of Biological Chemistry, 279: 15427-15433

(27) Grimes/Pearl (2008): Aesthetics and Cosmetic Surgery for Darker Skin Types, Lippincott Williams & Wilkins

(28) Wojtasek H. (2022): Comment on „Natural and synthetic flavonoid derivatives as new potential tyrosinase inhibitors: a systematic review“ by R. Obaid, E. Mughal, N. Naeem, A. Sadiq, R. Alsantali, R. Jassas, Z. Moussa and S. Ahmed, RSC Advances, 2021 (11) 22159, in: Royal Society of Chemistry advances 14;12(9): 5395-5397

(29) Arroo RRJ/Sari S, et al. (2020): Flavones as tyrosinase inhibitors: kinetic studies in vitro and in silico, in: Phytochem Anal, 31(3): 314-321

(30) Kumari S./Tien Guan Thng S. et al. (2018): Melanogenesis Inhibitors, in: Acta Derm Venereol, 5;98(10): 924-931

(31) Liu, F./Qu, L. et al. (2022): Advances in Biomedical Functions of Natural Whitening Substances in the Treatment of Skin Pigmentation Diseases, in: Pharmaceutics 14, 2308

(32) Rok J, Rzepka Z, et al. (2021): Molecular and Biochemical Basis of Minocycline-Induced Hyperpigmentation-The Study on Normal Human Melanocytes Exposed to UVA and UVB Radiation, in: Int J Mol Sci. 4;22(7): 3755

(33) Saeedi M, Eslamifar M, (2019): Kojic acid applications in cosmetic and pharmaceutical preparations, in: Biomed Pharmacother 110:582-593

(34) Zeng HJ, Li QY, Ma J et al. (2021): A comparative study on the effects of resveratrol and oxyresveratrol against tyrosinase activity and their inhibitory mechanism, in: Spectrochim Acta A Mol Biomol Spectrosc, 15; 251:119405

(35) Lin MH, Hung CF et al. (2021): The bioactivities of resveratrol and its naturally occurring derivatives on skin, in: J Food Drug Anal 15 29(1): 15-38.

(36) Boo YC. Arbutin as a Skin Depigmenting Agent with Antimelanogenic and Antioxidant Properties. Antioxidants (Basel). 2021 Jul 15;10(7):1129. doi: 10.3390/antiox10071129. PMID: 34356362; PMCID: PMC8301119.

(37) Mann T./ Gerwat W. et al. (2018): Inhibition of Human Tyrosinase Requires Molecular Motifs Distinctively Different from Mushroom Tyrosinase, in: Journal Invest Dermatol, 138(7): 1601-1608

(38) Arrowitz C./ Schoelermann AM. et al. (2019): Effective Tyrosinase Inhibition by Thiamidol Results in Significant Improvement of Mild to Moderate Melasma, in: Journal Invest Dermatol, 139(8): 1691-1698

(39) Wang-Michelitsch J./Michelitsch, T. (2015): Development of age spots as a result of accumulation of aged cells in aged skin, in: Tissues and Organs, online https://arxiv.org/abs/1505.07012

(40) Kim JH/Kim MM (2021): The relationship between melanin production and lipofuscin formation in Tyrosinase gene knockout melanocytes using CRISPR/Cas9 system, in: Life Sci. 1, 284: 119915, Epub 2021 Aug 25

(41) Atik D./Atik C./Karatepe C (2016): The Effect of External Apple Vinegar Application on Varicosity Symptoms, Pain, and Social Appearance Anxiety: A Randomized Controlled Trial, in: Evid Based Complement Alternat Med. 6473678,  Epub 2016 Jan 3

(42) Tonolli, PN./Baptista, M./Chiarelli-Neto, Orlando. (2021): Melanin, lipofuscin and the effects of visible light in the skin, in: Journal of Photochemistry and Photobiology, 7, 100044

38 Kommentare zu „Pigmentflecken entfernen – Was hilft bei Melasma und Altersflecken wirklich? Update“

  1. ich bin etwas spät dran aber ich hoffe du liest mein Kommentar trotzdem ich möchte mich erstmal für deinen Artikel bedanken ich kämpfe nun seit zwei Jahren mit melasma aufgrund von übermäßiger sonneneinstrahlung unter meinen Augen. Ich habe natürliche Cremesausprobiert doch ich habe eher das Gefühl dass es schlimmer geworden ist.ich bin im Moment am recherchieren was es sonst noch die Auslöser geben kann weil die Flecken ziemlich plötzlich kann und ich eigentlich jedes Jahr im Sommer in die Sonne gehen ohne hinterher so eine Pigmentierung zu haben. Was weißt du von Medikamenten oder Nahrungsmitteln die pigmentflecken auslösen bzw Kupfer im Körper?weißt du über den Zusammenhang zwischen melasma und Nebennierenschwäche Bescheid?

    1. Hallo Annika, ich lese alle Kommentare; selbst wenn ich oft etwas später darauf antworte. 🙂

      Nebennierenschwäche wird eindeutig mit Hyperpigmentierung assoziiert. Vielleicht beantwortet das Deine Frage bereits?

      Was Medikamente anbelangt, so gibt es einige, die mit Melanin in Reaktion treten (etwa bewirken, dass sich diese an bestimmten Stellen akkumuliert) – in jedem Fall verstärken Sonnenstrahlen diese Erscheinung entscheidend. Zu den Medikamenten, die eine Hyperpigmentierung bewirken können, gehören meines Wissens die Kombi von Sulfamethoxazol und Trimethoprim; Minocyclin (insgesamt die Familie der Tetrazyklinen); diverse Antiepileptika (z.B. Phenytoin); Amiodaron (gegen Herzrhythmusstörung) oder Zytostatika. Wenn die Vermutung besteht, dass ein Medikament Pigmentflecken verursacht, könnte man den Arzt ansprechen, ob er eine Ersatzmedikation empfehlen könnte.
      Da ich aber in den ärztlichen Bereich nicht eingreifen möchte, muss ich an dieser Stelle aufhören. Ich hoffe Dir allerdings eine Übersicht gegeben zu haben, wo Deine Suche nach dem Übeltäter eventuell anfangen könnte…

      Noch etwas: Melanin kann sich an bestimmten Stellen über Jahre akkumulierten. Daher können Jahre vergehen, bevor sich Pigmentflecken überhaupt zum Vorschau kommen.
      Melde dich bitte, was Du nun vorhast!

      Viele Grüße Pia

  2. Liebe Pia,

    ich versuche rauszufinden, ob es sich bei mir um Hyperpigmentierung oder eine genetische Sache handelt, die sich nicht ändern lässt.

    Meine Haut ist im Bereich unter den Augen/neben der Nase sehr hell mit Sommersprossen (die ich aber gar nicht loswerden will), um den Mund herum bis zum Kinn hingegen einheitlich dunkel (was mir überhaupt nicht gefällt). Ich hab auch sehr dunkle bräunliche Augenschatten, schon immer. Mein Hautarzt sagt, „das ist einfach ihre Haut, das ist nicht schlimm“, es stört mich aber extrem.

    Denkst du, dass ich mit einer Routine gegen Hyperpigmentierung den Bereich um den Mund/Kinn aufhellen könnte oder ist das vergebene Liebesmüh?

    Herzlichen Dank und viele Grüße!
    Lo

  3. Hallo liebe Pia,
    deine Beiträge zur Hyperpugmentierung habe ich alle gelesen. Danke für Deine Arbeit! Nachdem ich mit niedrigdisierten Retinolprodukten von Paula’s Choice gute Erfahrungen gemacht habe, legte ich mir das 1% Treatment zu. Ich benutzte ich es einmal die Woche, meine Haut schälte sich, hing in Fetzen, Rötung und Missempfinden der Haut waren da. Ich dachte, das legt sich mit der Zeit. Steigern könnte ich Die Anwendungshäufigkeit nicht. Und so langsam aber sicher entwickelte ich eine gleichmäßige Urlaubsbräune im Gesicht. Ich benutze täglich Sonnenschutz mit sehr gutem UVA Schutz. Diese Bräune ist eine PIH. Und jetzt stehe ich da. Mein Hals und Dekolleté sind schön hell, wie ich in Natur so bin, und mein Gesicht sieht aus, als hätte ich im Selbstbräuner gebadet. Ich habe keine Ahnung, wie ich dem bekommen kann…..

    Lieben Gruß
    Pola

    1. Liebe Pola, PIH ist es wahrscheinlich nicht – PIH entsteht nach geheilten Pickel (= Pickelmale) und ist punktuell. Melasma ist wiederum nie gleichmäßig, sondern sehr flecking, es sei denn, es war ein Sarkasmus, was ich in Deiner Situation gut verstehen kann.
      Welchen Sonnenschutz exakt verwendest Du?
      Wiederholst Du den Auftrag?
      Wie wie viel davon trägst Du denn bei jeder Anwendung?
      Hattest Du mit Hyperpigmentierung zuvor zu tun?
      Ist Deine Haut hell oder etwas dunkler?

      Melde dich bitte
      LG Pia

        1. Hallo nochmal,

          ich muss korrigieren, es sind 1,25 g bei 5 Pumpstößen, ich nehme 6. Ich benutze aber auch die Avene Kindermilch, weil sie mir jetzt milder erscheint, wahrscheinlich durch die Abwesenheit von Alkohol und weil Mexoryl sauer ist.

          Lieben Gruß Pola

      1. Hallo liebe Pia,
        Danke für die Rückmeldung.
        Du kennst doch den Zustand nach Sonnenbrand: rote schmerzende Haut, dann die dunkle Färbung. So resgierte meine Haut auf das Retinol. Ich benutze La Roche Posay SPF 50, das mit „sensitive eye“ Technologie. Ich trage Sie mindestens dreimal am Tag auf. Ich habe den Sonnenschutz abgewogen, 5 Pumpstöße sind 1,5 g, ich nehme 6 Pumpstöße nur fürs Gesicht. Ich habe trockene Haut und die Creme zieht gut ein. Meine Haut ist hell und neigte bis jetzt nicht zur Hyperpugmentierung. Es ist echt vom Gefühl wie Sonnenbrand, mit darauffolgenden Dunkelfärbung der Haut. Ich hoffe, dass sich das irgendwie erledigt, denn es sieht echt nicht gut aus, das braune Gesicht und der helle Rest. Ich danke für Deine Einschätzung!

        1. Liebe Pola, das Retinol Produkt hast Du inzwischen abgesetzt, ja? Und die schmerzhaften Stellen inkl. Verfärbungen sind nicht zurückgegangen? Bitte schreibe mir eine Email. LG Pia

        2. Liebe Pia,

          Das kann auch an chemischen Peelings (v.a. AHA), Vitamin C (tagsüber) und Retinol (vor allem tagsüber) im Sommer liegen. Das tut mir mega leid das das bei dir so gekommen ist, ich hatte immmmer (bis 33) perfeeekte Haut und letztes Jahr bekam ich auf einmal Unterlagerungen und unfassbar heftige Pigmentflecken. Leide auch mega drunter.

  4. Hallo Pia,
    danke für die Infos. Es ist nicht leicht im Internet Informationen zu Akne richtig aufbereitet zu finden.

    Ich habe mit 30 so richtig Akne bekommen, trotz Öko-Ernährung. Habe dann Kosmetik umgestellt von NK auf reizarme und minimalistische Pflege. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass Kosmetik nur ca. 10% des ganzen Dramas ausmachen. Aber das ist bei jeder Person unterschiedlich, daher gibt es ja auch keine allg. Behandlungsroutine.

    Die besten Resultate habe ich durch Ernährungsumstellung und vor allem mit hohen Mengen Probiotika erziehlt. So hat sich nach 4 Jahren permanenter Entzündung, mein Gesicht wieder normalisiert. Der Zusammenhang von Darm und Haut sind momentan auch im Fokus der Wissenschaft. Ich bin gespannt auf diesen Teil!

    Nach zahlreichen Hautarzt-Enttäuschungen (es gibt nur Antibiotkia und Iso) möchte ich ALLEN das Apotheker-Buch von Monika Schneider ans Herz legen, das informativ und leicht verständlich Ursachen, Behandlung und Pflege erörtert.
    Online unter:
    http://studylibde.com/doc/2851843/schneider–beratungspraxis-akne

    Also, danke für deine Mühen!
    Anne

  5. Super Artikel! Auch wenn ich als Betroffene vieles schon wusste, ist er super informativ und so schön strukturiert.
    Zusammenfassend kann ich nur sagen: Wenn ich penibel gecremt habe mit den üblichen Verdächtigen von Noreva, Dermasence oder La Roche….zzgl. AHA 2 x die Woche und 365 Tage im Jahr LSF, reichen 2 Std.Frühjahrssonne in Spanien trotz LSF 50, Sonnenhut, Sonnenbrille und die Flecken „blühen“ wieder auf. Dennoch hilft eine gute Routine wie ich sie u.a. hier bei dir Pia „erlernt“ habe, die Haut besser und ebenmässiger aussehen zu lassen, trotz Hyperpigm.

    1. Da würde ich aber nachhaken: Was für ein Sonnenschutz wurde in Spanien benutzt (wasser resistent)? Wie dickt wurde die Creme aufgetragen? Wurde der Auftrag wiederholt? Vielleicht liegt es teilweise daran… Danke! LG Pia

      1. Ich verwende im Wechsel Isdin fusion water, bioderma spot oder das avene fluid ( alle immer 50 lsf) und trage auch reichlich auf, schmiere aber nicht nach, da ich make up auftrage. Ich habe manchmal den Eindruck, dass 10 Min.frühmorgens vorm LsF auftragen auf der Terrasse reichen um die Flecken zu triggern. Muss aber auch sagen, dass es erst so krass wurde nachdem mein HA mir Retirides ans Herz legte und salopp 30 LSF im Sommer empfahl.(määh) Meine Haut ist seitdem obwohl Jahre her sehr anfällig für Hyperpigmentierungen.

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