Ist Blaulicht schädlich für die Haut? Aging und Akne

Blaulicht und Haut (1)

Neulich hat das Onlineportal Science Daily über ein Studienergebnis einer Forschungsgruppe der Oregon State University veröffentlicht. Der Titel lautete: “Daily exposure to blue light may accelerate aging, even if it doesn’t reach your eyes” – übersetzt: “Tägliches Aussetzen dem Blaulicht kann den Alterungsprozess beschleunigen, selbst wenn es unsere Augen nicht direkt erreicht.” (Fulltext1)

Allerdings wurden dem Blaulicht in der Studien keine Menschen, sondern prototyptisch… Obstfliegen (Drosophila melanogaster) ausgesetzt (die ja angeblich ähnliche Zellenaktivität wie Menschen vorweisen).

Die kleinen Testobjekte wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: Die eine Gruppe wurde 12h in Räumen mit Blaulicht und 12h in Dunkelheit aufgehalten. Die Körperreaktionen der zweiten Gruppe wurden hingegen entweder in Dunkelheit oder im blaulichtfreien künstlichen Licht getestet.

Das Resultat ergab, dass Obstfliegen aus der ersten Gruppe, die also täglich 12 Stunden blauem Licht ausgesetzt war, nicht nur Schädigungen der Netzhautzellen, sondern auch der Hirnnervenzellen erlitten haben. In Folge dessen wurde deren Lebensdauer dramatisch verkürzt.


Blaulicht und unsere Gesundheit

Die obige Studie fand ich äußerst interessant. Sie stellt nämlich ein weiteres Puzzle zu dem Zusammenhang von Blaulicht und unserer Gesundheit dar. Es gibt inzwischen einige Studien, welche den schädigenden Effekt von blauem Licht auf unsere Augen und Gehirn3, 4, 5 oder auch Insulinresistenz6 untersucht haben (auch bei Kindern, etwa hier7). Abschließende Aussagen zum Blaulicht im gesundheitlichen Aspekt lassen sich zwar noch kaum formulieren, die vorhandenen Studien zeigen jedoch eindeutig, dass man den Einfluss nicht ignorieren kann.

Schauen wir uns heute ein weiteres, und für Euch wahrscheinlich wichtiges, Puzzle an: die Wirkung von Blaulicht auf Hautalterung bzw. auf die Gesundheit der Haut. Ist Blaulicht schädlich für die Haut? Auch wenn die Anzahl an Studien dazu nicht vom Hocker reißt, gibt es inzwischen welche, die insgesamt eine klare Relation zwischen Blaulicht und Hautalterung aufzeigen – beide hängen nämlich eng miteinander zusammen. Ob eine Blaulichttherapie bei Akne empfehlenswert ist, wird auch weiter unten diskutiert. 


Wie gefährlich ist Blaulicht?

Immer mehr Titelüberschriften beziehen sich auf Gefahren, welche das blaue Licht nach sich zieht. Wir werden gleich sehen, dass dies nicht unbegründet ist. Eine Übertreibung der schädlichen Wirkung von blauem Licht, insbesondere in Bezug auf die Hautalterung, ist jedoch nicht angebracht. Vor allem dann nicht, wenn wir die negative Wirkung von Blaulicht auf die Haut mit Hautschäden durch die UV-Wirkung vergleichen.

Doch bevor wir in die Tiefe der Materie eintauchen, möchte ich Euch zwei Bilder zur Veranschaulichung dessen zeigen, wo sich das Blaulicht in dem elektromagnetischen Spektrum überhaupt befindet:

Tageslicht bzw. Sonnenlicht setzt sich aus folgenden Strahlen zusammen:

  • Ultraviolletes Licht (UVA, UVB und UVC)
  • Sichtbares Licht
  • Infrarot-Licht.
    Ist Blaulicht schädlich für die Haut? Magnetisches Spektrum Sichtbares Licht

    Quelle: https://rockedu.rockefeller.edu/component/electromagnetic-radiation/


Das Blaulicht ist das Energie reichste Teil des Sonnenlichts bzw. sichtbaren Lichts (Visible) und grenzt direkt an das UV-Licht. Das Spektrum des Blaulichts wird unterschiedlich angegeben. Grob könnte man sich auf 400-480 bis 495 nm verständigen. Dabei arbeiten die meisten LED-Displays mit Blaulicht um 460 nm.1

Ist Blaulicht schädlich für die Haut? Magnetisches Spektrum Sichtbares Licht

Quelle: https://www.cyberphysics.co.uk/topics/light/emspect.html


Was ist HEV-Licht?

HEV Blaulicht MURAD Schutz Haut

https://www.murad.co.uk/future-skin-protection/

Oft liest man auf Hautpflegeprodukten über deren angeblichen Schutz vor HEV-Licht. Was ist HEV-Licht, fragt Ihr? HEV-Licht ist nichts anderes als Blaulicht. Die Abkürzung kommt von High Energy Visible (HEV) Light und klingt wahrscheinlich für einige Kosmetikhersteller anziehender als die olle Bezeichnung “Blue Light”.

Doch können uns Cremes, Seren und Sonnenschutz überhaupt vor blauem Licht schützen? Dazu kommen wir weiter unten!


Ist Blaulicht schädlich für die Haut? Die Forschungslage

Blaulicht und freie Radikale

Bislang konnte gut dokumentiert werden, dass freie Radikale, welche zur Hautalterung führen, hauptsächlich durch UVA-Strahlen erzeugt werden. Demgegenüber wurde das sichtbare Licht lange Zeit als unschädlich eingestuft.

Diese Annahme muss aufgrund der aktuellen Forschungslage revidiert werden. Denn es konnte inzwischen bestätigt werden, dass Blaulicht ebenfalls für eine vermehrte Erzeugung von freien Radikalen und oxidativem Stress in der Haut zuständig ist. Dies trägt wiederum zur Schädigung der hauteigenen Lipiden und der DNA der Hautzellen bei.

Der Zusammenhang zwischen Blaulicht und freien Radikalen kam erstens in einer Studie an Mäusen hervor.8

  Eine Gruppe japanischer Forscher hat zweitens in vitro bestätigt, dass sowohl UVA-Licht als auch Blaulicht freie Radikale in der Haut produzieren.9

Drittens ergab eine Untersuchung an menschlichen Hautzellen (Keratinozyten) (in vitro), dass Blaulicht zur Bildung von freien Radikalen (wahrscheinlich Superoxid) beiträgt. (Allerdings war die Menge an freien Radikalen in menschlichen Zellen aus Blaulicht, im Vergleich zu UVA, viel weniger ausgeprägt als dies bei Mäusen der Fall war).8

Viertens wurden menschliche Hautzellen in vitro (Michelle, s. unten, hat es irrtümlich als in vivo Studie gekennzeichnet) sowohl Blaulicht als auch UV-Licht unterzogen. Das UV Licht hat zwar zu wesentlich mehr Hautschäden beigetragen. Dennoch wurde das Blaulicht, je nach Intensität der Strahlung, für Bildung von freien Radikalen und Matrix Metalloproteinase (MMP) sowie für Erhöhung von Entzündungswerten verantwortlich.12

Ferner wurden in einer weiteren Studie dem Blaulicht menschliche dermale Fibroblaste (in vitro) ausgesetzt. Das Ergebnis nach 16 Teststunden zeigte, dass Fibroblasten viel stärker beschädigt wurden als dies während eines normalen Hautalterungsprozesses der Fall gewesen wäre: Das blaue Licht hat zwei Körperprozesse verlangsamt, welche in einer alternden Haut zu beobachten sind: Synthese von pro Kollagen-1 und die Zellproliferation.13

Eine Studie aus China wagte letztendlich einen in vivo Versuch, den Einfluss von Blaulicht auf die Bildung von freien Radikalen zu zeigen. Zwar wurde der Einfluss bestätigt, die Testgruppe setzte sich jedoch nur aus neun Personen zusammen.14

Blaulicht, Pigmentflecken und Entzünundgen

Außer Formung von freien Radikalen, trägt das Blaulicht vermutlich auf drei weitere Art und Weisen zur Hautalterung bzw. zu einem älteren Aussehen der Haut bei:

Zum einen kam heraus, dass das Blaulicht zur Hyperpigmentierung der Haupt – sog. Pigmentflecken – führen kann. Dieser Zusammenhang wird allerdings derzeit nur in Menschen mit einem dunkleren Hauttyp (Fitzpatrick III und dunkler) angenommen.15

Zum anderen zeigte eine Studie (die übrigens vom Estee Lauder finanziert wurde), dass Blaulicht Entzündungswerte in der Haut erhöhen kann.16


Blaulicht und gestörter Tagesrhythmus

Untersuchungen des Biorhythmus (bzw. des zirkadianen Systems) der Haut bestätigen zum Dritten den Einfluss des Blaulichts aus einer anderen Perspektive:
Dass unser Körper durch eine “innere Uhr” gesteuert wird, gehört zum Allgemeinwissen.
Wusstet Ihr aber, dass auch unsere Hautzellen eine interne Uhr haben? Diese sieht folgendermaßen aus:
Zellaktivitäten während des Tages zielen darauf ab, die Haut zu schützen. Während der Nacht sollen die Hautzellen hingegen repariert werden. Wird der Prozess durch das in unseren Zimmern auch nachts vorhandene Blaulicht aus dem Gleichgewicht gebracht, wird die Hautregeneration gestört.
Forscher beschreiben es wie folgt: “Unsere Ergebnisse zeigen, dass Hautzellen das Blaulicht “sehen” können. (…) Dies führt zu einer Desynchronisation der Haut mit einem Verlust des Tagesrhythmus und einer Beschleunigung der Hautalterung.”17 (ähnlich hier18)
Ist Baulicht schädlich für die Haut?

Sichtbares Licht versus Computerbildschirm

Nun, wenn es genug Hinweise dafür gibt, dass das Blaulicht schädlich für unsere Haut ist, stellt sich die Frage, was sich dagegen unternehmen lässt?

Wie können wir unsere Haut gegen Blaulicht schützen?

Um diese Frage allerdings zu beantworten, muss noch ein wichtiger Unterschied vorgenommen werden. Das Blaulicht erreicht uns nämlich aus zwei Quellen:

  1. Zum einen durch das sichtbare Licht, wo das Blaulicht dessen energiestärkstes Teil darstellt.
  2. Zum anderen durch unsere Computer- und Laptopbildschirme sowie Smartphone-Displays.

Eine exzellente Skincare Bloggerin, Michelle, schrieb dazu zwei getrennte Beiträge, in denen sie freundlicherweise die Stärke der Blaulichtstrahlung beider Quellen zusammengefasst hat (hier u. hier).

Es ist nämlich so, dass die Blaulichtstrahlung aus beiden Quellen unterschiedlich stark ausfällt!


Blaulicht als Teil des sichtbaren Lichtes (natürlich)

Der Einfluss von Blaulicht auf die Haut kann als Menge (J/cm²) oder als Intensität (W/cm²) gemessen werden. In den meisten (wenngleich nicht gerade zahlreichen) in vivo Studien wurde der Einfluss mit mehr als 40 J/cm² gemessen. Laut Michelle’s Berechnungen könnte diese Menge in sehr lichtintensiven Weltregionen – Hochsommer in Texas oder Indien-Bangalore – bereits nach 15 Minuten erreicht werden. In Südeuropa bräuchten wir dafür ca. 40 Minuten.

Während wir dem Blaulicht täglich ausgesetzt sind, ist dessen Menge – nicht anders als beim UV-Licht – im Sommer viel höher als im Winter. Man kann allerdings annehmen, dass die Hautschädigung durch Blaulicht, genau wie das bei UV-Strahlen der Fall ist, täglich voranschreitet.


Blaulicht in Computer- und Handys-Displays (künstlich)

Wie sieht es aber mit blauem Licht aus, das von Laptop und Handy ausgestrahlt wird?

Hier ist die Menge deutlich geringer. Michelle weist dabei auf eine Studie hin (hier Fulltext19), welche die Größe des Schirms und die Menge des ausgestrahlten Blaulichts untersucht hat. So wurde von einem Computer viel mehr Blaulicht ausgestrahlt als von einem iPad. Ein iPad strahlte hingegen mehr Blaulicht aus als ein Handy. (Ein Kindle produziert, im Vergleich, die geringste Menge an Blaulicht.)

Ist Blaulicht schädlich für die Haut? Computer Ipad IPhone Kindle

P. Gringras/B. Middleton at al. (2015), Bigger, Brighter, Blauer-Better? Current light-emitting devices – adverse sleep properties and preventative strategies”, in: Front. Public Health, 13.10

Eine andere Studie20 bestätigte, dass eine größere Entfernung von dem Gerät sowie eine Reduktion der Schirmhelligkein die Menge an Blaulicht vermindern konnten.

Nicht zuletzt hat Beiersdorf eine interessante eigene Untersuchung durchgeführt und die Emission von unterschiedlichen LED-Geräten unter die Lupe genommen. Das Resultat bestätigte, dass die Schädlichkeit von künstlichem LED bzw. HEV Licht (Computer, Handy) sehr viel geringer ausfällt im Vergleich zum Blaulicht im natürlichen Tageslicht. Leider konnte ich die Studie, die auf dem 27. Kongress der Europäischen Akademie für Dermatology und Venerologie in Paris 2018 präsentiert wurde, nirgendwo finden (!). Eucerin fasst das Studienergebnis wie folgt zusammen:

“Laut den wissenschaftlichen Ergebnissen entspricht die HEV-Licht Intensität von 172 Stunden vor einem Monitor (30 cm Abstand) in etwa der von einer Minute draußen an einem sonnigen Tag in Hamburg (Mittagszeit, Mittsommer). Weiterhin wurde herausgefunden, dass die HEV-Licht-Intensität bei Messung direkt am Bildschirm (2 cm) um das 17-fache steigt im Vergleich zur Intensität aus einer Distanz von 30 cm. Damit entsprechen ca. 10 Stunden direkt auf Ihrem Smartphone (z. B. beim Telefonieren) einer Minute Sonnenbestrahlung an einem sonnigen Tag in Hamburg.”10


Sichtbares Licht versus Bildschirmlicht – Blaulichtquellen im Vergleich. Fazit

Zusammenfassend lassen sich aus dem Vergleich der schädigenden Stärke des Blaulichts in dessen natürlichen Form und durch Bildschirmen produziert folgende Erkenntnisse festhalten:

  • Wissenschaftliche Studien zum Gefahr des Blaulichts auf die Gesundheit messen unterschiedliche Blaulicht-Quellen, die nicht unbedingt miteinander vergleichbar sind.

  • In vitro Studien zeigen ein verzerrtes Bild, weil die Entfernung der Testobjekte von der Blaulichtquelle unrealistisch nah ist.

  • Blaulicht in sichtbarem Licht ist viel stärker – und demzufolge Haut schädigender –  als blaues Licht auf Computer- bzw. Handybildschirmen.

  • Entfernung von unseren elektronischen Geräten mit Blaulicht, die Helligkeit des Bildschirms sowie dessen Größe haben jeweils Einfluss auf die Menge an Blaulicht, das uns erreicht.

  • Hautschschäden sowohl aus UV-Strahlen als auch Blaulicht kumulieren sich über Jahre. Dass heißt, dass die Schäden im Laufe des Lebens gespeichert und schrittweise prominenter werden werden.

  • Blaulicht hat eine viel schwächere Wirkung als UV-Licht, wenn es um Hautschäden, Entstehung von Pigmentflecken, etc. geht! Auf dem unteren Bild seht Ihr, dass die Bestrahlung von Hautzellen mit 180J/cm2 immer noch weniger Schäden verursacht als mit nur 6 J/cm2 einer Mischung aus UVA/UVB-Licht. Gemessen wurde dabei der Einfluss auf (a) Bildung von freien Radikalen, (b) von Entzündungswerten und (c) Matrix Metalloproteinasen (MMP).
Ist Blaulicht schädlich für die Haut? UV versus Blaulicht

Quelle: F. Liebel/S. Kaur et al. (2012): Irradiation of Skin with Visible Light Induces Reactive Oxygen Species and Matrix-Degrading Enzymes, in: Journal of Investigative Dermatology, 132(7), 1901-1907


Maßnahmen gegen Hautalterung durch Blaulicht

Bislang haben wir das Blaulicht auf dem magnetischen Spektrum verortet, dessen unterschiedliche Quellen besprochen und dessen Auswirkung auf menschliche Gesundheit, insbesondere auf die Haut, diskutiert. Nun stellt sich die Frage, was wir tun können, um die schädliche Wirkung von Blaulicht auf die Haut zu reduzieren?

Meines Erachtens gibt es drei Möglichkeiten zum Schutz der Haut vor Blaulicht:

Gute Hautpflegeprodukte mit Antioxidantien

Wie oben ausgeführt, verursacht das Blaulicht Hautschädigung in erster Linie dadurch, dass es freie Radikale bildet, welche zu weiteren Zellschädigungen und Kollagenverlust führen. Die wichtigste Strategie, um die Haut von der Wirkung des Blaulichts zu schützen, wäre somit eine hohe Menge an Antioxidantien in Hautpflege. Das haben Forscher inzwischen bestätigt. Eine Analyse12 zeigte, dass antioxidativ wirkende Inhaltsstoffe die Bildung sowohl von freien Radikalen als auch von MMP reduziert haben. (Eine Sonnencreme hat es hingegen nicht geschafft – ein Aspekt, den wir gleich unten besprechen werden).

Doch welche Antioxidantien machen den besten Job gegen Blaulichtschäden und in welchen Konzentration sie in Hautpflegeprodukten vorkommen sollten, wurde bei Weitem noch nicht ausführlich untersucht. Jedenfalls würde ich in diesem Kontext auf keine kaum untersuchten Pflanzenextrakte setzen, sondern auf altbewährte antioxidativ wirkende Inhaltsstoffe (mehr dazu weiter unten).


Einstellung bei Computer- und Handynutzung

Ausschalten von Geräten mit LED-Licht in der Nacht

a) Auch wenn das künstliche Blaulicht aus Bildschirmen weniger gefährlich ist als das natürliche Tageslicht, haben Blaulichtstrahlen eine kumulative Wirkung auf unsere Haut. Steigt das tägliche Medienkonsum, werden lagern sich Schäden in unserer Haut vermehrt ab.

b) Zweitens: Oben wurde gezeigt, dass Blaulicht die Zellaktivität beeinträchtigen kann, welche in der Nacht in erster Linie auf die Regeneration abzielt.

Daraus ergibt sich die erste Maßnahme: unnötig leuchtende LEDs in der Nacht abzuschalten.


Größere Entfernung vom Bildschirm

Zweitens sollten wir darauf achten, den Bildschirm jeweils etwas weiter von unseren Gesichtern zu halten.


Geringere Helligkeit des Bildschirms

Drittens beeinflusst die die Helligkeit des jeweiligen Displays die Menge des ausgestrahlten Blaulichts. Diese könnte problemlos reduziert werden.


Einsetzen von Blaufiltern

Eine relativ einfache Lösung wäre außerdem die Nutzung von Blaulichtfiltern, welche inzwischen in vielen Geräten integriert sind auch separat auf größere Bildschirme aufgesetzt werden könnten. Solche Bildschirmschutzfilter sind etwa Apps namens Nightshift für iPhones und Night Mode für Android Smartphones).


Medienkonsum und Bildschirmzeit reduzieren

Doch die aller einfachste Maßnahme gegen schädliche Wirkung von Blaulicht ist wohl eine Reduktion der Zeit, welche wir vor diversen Bildschirmen mit Blaulicht verbringen.

Na gut, das ist ein schlechter Schwerz, denn ausgerechnet die Einschränkung der Bildschrimnutzung fällt einer steigenden Anzahl von Menschen immer schwerer, von wachsender Abhängigkeit von der Internetnutzung ganz zu schweigen.

Man könnte jedoch zumindest versuchen, den Medienkonsum direkt vor dem Schlafen einzuschränken. Dadurch wird das “Schlafhormon” Melatonin nicht unterdrückt, der Schlafrhythmus  weniger gestört und unsere Hautzellen können sich über die Nacht vernünftig regenerieren.


Ist Blaulicht schädlich für die Haut? Wie kann man sich schützen vor Blaulicht?


Welche Wirkstoffe schützen die Haut vor Blaulicht?

Oben haben wir auf die besondere Rolle von Antioxidantien bei der Verminderung von Hautschäden vom Blaulicht hingewiesen. Doch welche Antioxidantien sind das konkret? Oder gibt es vielleicht auch andere Wirkstoffe, welche einen positiven Einfluss auf die Haut im Kampf gegen Blaulichtbestrahlung haben?

Hersteller von aktiven Wirkstoffen überbieten sich geradezu in Antworten auf diese Frage. Auf dem Kosmetikmarkt erscheinen immer neue “besondere” Pflanzenextrakte, welche das Blaulicht neutralisieren sollten (und von welchen kaum jemand zuvor gehört hat).

Dazu zählt etwa Lespedeza capitata – eine pflanzliche Komponente, die laut dem Hersteller Clariant den unerwünschten Einfluss von Blaulicht neutralisieren sollte (Quelle). der Trade Name lautet B-Circadin™. INCI: Propanediol (and) Water (and) Lespedeza Capitata Leaf/Stem Extract.

Nicht auffindbar sind Forschungsergebnisse zu einer anderen Pflanze, welche die Haut vor Blaulicht schützen sollte: Buddleja officinalis (Sommerflieder bzw. Schmetterlingsflieder genannt). Auf eine solche Forschung bezieht sich etwa die Naturkosmetikfirma i+m, welche das Pflanzenextrakt als Wundermittel bezeichnet (hier). Es ist unklar, wie hoch das Buddleja officinalis in einer Gesichtscreme konzentriert werden müsste, um eine schützende Wirkung vor sichtbarem Licht zu erzeugen. In der i+m “Ausgleichenden Creme” ist der Inhaltsstoff jedenfalls hinter Parfüm aufgelistet (d.h. nicht besonders hoch dosiert). Verkauft wird das Extrakt als SOLIBERINE® (INCI: Aqua (and) Propanediol (and) Buddleja Officinalis Flower Extract).

Dann gibt es eine angeblich sehr effiziente Mischung aus Weizenkeimöl und Lupinenöl (wheat germ oil & lupine oil), welche im Duett gegen Blaulicht agieren sollte. Dies hat das französische Pharmaunternehmen Expanscience, das u.a. kosmetische Wirkstoffe herstellt, in einem 3D Hautmodell untersucht. Bestätigt wurde dabei, dass die pflanzlichen Extrakte u.a. vor sichtbarem Licht, insbesondere Blaulicht, schützen, indem sowohl die Bildung von MMP1 als auch freien Radikalen gehemmt wird (Quelle). Beide Stoffe wurden letztendlich patentiert und unter dem Trade Name α-LUPALINE® verkauft. INCI: Lupinus Albus Seed Oil (and) Triticum Vulgare (Wheat) Germ Oil Unsaponifiables.

Von Eucerin (Beiersdorf) wird zudem der Polyphenol Licochalcone A als “der” Bekämpfer Hautschäden von Blaulicht auf die Fahne geschrieben.11 Eine Beiersdorf Studie von 2019 zeigte in vivo, dass die Beigabe von Licochalcone A zu einer Sonnencreme die Bildung von freien Radikalen unterbunden hat. Die Kontrollgruppe, welche eine Sonnencreme ohne Licochalcone A aufgetragen hatte, zeigte hingegen keine Reduktion in der Entwicklung von freien Radikalen.21 INCI: Glycyrrhiza Inflata Root Extract.

Ob Licochalcone A einen entscheidenden Einfluss auf Blaulichtschaden hat, muss noch weiter, im Idealfall nicht von Beiersdorf Mitarbeitern, untersucht werden. Weil der aus dem Wurzeln der Süßholzwurzel gewonnene Polyphenol entzündungshemmend und Pigmentflecken aufhellend wirkt, schadet dessen Einsatz in Sonnenschutzprodukten bzw. Seren nicht ( Mehr zu Behandlung von Hyperpigmentierung findet Ihr hier).  

Selbst wenn die obigen Inhaltsstoffe derzeit eine mäßige Glaubwürdigkeit als Hauptstoffe gegen Blaulicht vorweisen, sollten die Studien nicht vollständig ignoriert werden. Wir werden hier definitiv beobachten, wie sich die Lage auf dem Markt entwickeln wird. 

Es gibt aber erfreulicherweise eine gute weitgehend unabhängige Studie zu unserem guten Bekannten: Resveratrol. Der Antioxidans stammt ebenfalls aus Pflanzen und seine positive Wirkung auf die Haut ist inzwischen recht gut erforscht. Neulich hat eine Forschergruppe aus der University of California den Einfluss von Resveratrol explizit auf Hautschädigung durch Blaulicht gemessen. Das Resultat zeigte, dass eine Bestrahlung von menschlichen Fibroblasten mit Blaulicht die Bildung an freien Radikalen signifikant erhöht hat (30, 45, and 80 J/cm2). In Fibroblasten, welche mit Resveratrol vorbehandelt wurden (0.001% und 0.0001%), hat sich zudem eine signifikant kleinere Menge an freien Radikalen gebildet als ohne.22

Ob weitere Studien den Effekt von Resveratrol auf Hautschädigung durch Blaulicht bestätigen, muss sich noch zeigen. Doch es steht bereits fest, dass während Blaulicht freie Radikale produziert, antioxidativ wirkende Wirkstoffe dessen Bildung unterminieren bzw. reduzieren.

Dabei spielt es keine Rolle, ob freie Radikale durch Blaulicht oder UV-Licht die Haut angegriffen haben. Meines Erachtens müssten somit alle gute Antioxidantien dazu beitragen. Antioxidantien, die sich quasi darauf “spezialisieren”, freie Radikale zu neutralisieren, die explizit vom Blaulicht kommen, gibt es auf dem Kosmetikmarkt meines Erachtens (noch) nicht.

Anders ausgedrückt: Alle Antioxidantien, die effizient freie Radikale in der Haut jagen, tun es unabhängig davon, ob die Radikale vom Rauchen, UV-Strahlen oder Blaulicht kommen.

Sollte meine Logik zutreffen, würde ich somit – wie bereits oben – dazu plädieren, gerne auf Resveratrol aber insbesondere auf alt bewährte Antioxidantien in Eurer Hautpflegeroutine zu setzen – wie Vitamin C, A, E, (eine aktualisierte Liste von guten Antioxidantien in Hautpflege findet Ihr hier). Das sind die Stars, welche nach derzeitiger Forschungslage am besten die Haut von der Wirkung des blauen Lichts schützen können.


Schützt Sonnencreme vor Blaulicht?

Ist Blaulicht schädlich für die Haut? Suntegrity

https://www.selenitebeauty.com/products/impeccable-skin

Doch was ist mit Sonnencremes? Schützt eine Sonnencreme nicht etwa auch vor Blaulicht?

Die Antwort ist kurz und einfach: Nein. Sonnenschutzmittel helfen nicht bei Eliminierung von Blaulicht-Strahlen. Alles andere ist nur Marketing. Dazu werde ich aber einen separaten Blogbeitrag verfassen.

Zwar haben herkömmliche Sonnenschutzprodukte (UVA-UVB-Schutz) in einer Studie die Bildung von MMP etwas reduziert. Jedoch erst durch eine Anreicherung der Sonnencreme mit AOX wurde MMP und Bildung von freien Radikalen erheblich unterbunden.12 Die AOX Kombination in dieser Studie war: Feverfew (T. parthenium) extract, Soy (G. soja) extract, and Gamma Tocopherol (Vitamin E).12

Generell bieten heutige UV-Filter keinen signifikanten Schutz vom sichtbaren Licht, weil dessen Schutzwirkung unter 400nm liegt!

Eine gute Sonnencreme, die vor Blaulicht schützt, muss eine ordentliche Menge an Antioxidantien enthalten. Erst dann kann auf einer Sonnenschutztube glaubwürdig auf den Schutz vor Blaulicht hingewiesen werden.

In einem weiteren Post schauen wir uns an, welche UV-Schutzprodukte tatsächlich vor blauem Licht schützen können und wo ein Schutz vor Blaulicht, trotz anderslautenden Herstellerangaben, hoch wahrscheinlich nicht zu Stande kommt.


Blaulicht und Akne

Der Zusammenhang zwischen Akne und Blaulicht wird oft in einem positiven Kontext dargestellt. Die antibakterielle Wirkung von Blaulicht konnte in einigen Studien die Anzahl von sog. “Aknebakterien” – Propionibacterium acnes – reduzieren.24

In der Tat wurde gezeigt, dass Pickel und insgesamt eine eher milde Akneform mit Hilfe von einer Blaulicht-Behandlung reduziert wurde.

Schwere Akneformen haben auf Blaulicht Behandlungen hingegen nicht reagiert.23

Würdet Ihr mich fragen, ob eine Blaulichttherapie bei Akne Sinn empfehlenswert ist, würde ich Euch in erster Linie auf einen kompetenten Hautarzt verweisen und ihn in Eurem konkreten Fall um Rat fragen.
Meine Meinung zur Behandlung von Akne mit Blaulicht lautet hingegen wie folgt:
    • Wie oben ausgeführt, produziert das Blaulicht freie Radikale. Eine mit Akne geplagte Haut ist bereits mit wenigeren Antioxidantien ausgestattet als eine gesunde Haut.

    • Derartige Nachteile vom Blaulicht bei einer Aknebehandlung könnten somit dessen antibakterielle Vorteile womöglich nicht überwinden.

    • Außerdem müsste erwähnt werden, dass die bakterielle Komponente bei Akne – die vermehrte Anwesenheit von Propionibacterium acnes in einer Aknehaut – nur eine Ursache von Akne darstellt, die in vielen Fällen nicht die wichtigste ist. Wichtig für die Entstehung von Akne ist in erster Linie ein hormonelles Ungleichgewicht, worauf das Blaulicht meines Wissens keinen entscheidenden Einfluss hat ( mehr zu Ursachen von Akne findet Ihr in diesem Beitrag).

Darüber hinaus sind Ergebnisse der jeweiligen Studien kaum miteinander vergleichbar, da das Blaulicht nicht nur in unterschiedlichen Spektren eingesetzt, sondern auch aus unterschiedlichen Quellen ausgestrahlt wurde (Led, Laser, etc.). Hinzu kommt, dass in den Forschungsergebnissen divergierende Intensität, Anzahl und Dauer der Behandlungen mit blauem Licht gemessen wurden.25

    • Aussagekräftig in diesem Kontext ist eine Übersicht von allen bis 2015 erschienenen Studien zu Blaulicht und Akne (anhand der Database Cochrane). Darin wurde auf massive Unzulänglichkeiten dieser Studien hingewiesen, was eine abschließende Bewertung des Zusammenhangs von Blaulichttherapie und Akne praktisch unmöglich macht26).
    • Eine ähnliche Review der bislang erschienenen Studien zum Blaulicht und Akne von 2019 kam zu einem beinahe identischen Ergebnis: methodologische Unterschiede bzw. Unzulänglichkeiten fielen so hoch aus, dass endgültige Aussagen über die Auswirkung von Blaulicht-Behandlung auf unreine Haut kaum möglich sind.27 ´

  • Zum Schluß sollte man bei Studien zum Blaulicht und Akne, in denen moderne freiverkäufliche Kleingeräte hervorgehoben werden, schauen, wer die Analysen finanziert hat. 

Zusammengefasst: Aus den obigen Gründen würde ich persönlich eine Blaulicht Behandlung erst dann in Betracht ziehen, wenn keine andere Therapie, insbesondere eine vernünftige Hautpflegeroutine und Ernährungsumstellung, geholfen bei Verbesserung einer unreinen Haut hat ( Zu richtiger Ernährung bei Akne, s. hier).


Ist Blaulicht schädlich für die Haut? Mein Fazit

Ist Blaulicht also insgesamt betrachtend immer schlecht für die Haut?
Nein. Es gibt einige Studien, welche die antibakterielle Wirkung von blauem Licht (etwa in Leserform) hervorheben (etwa hier und hier). Blue Light kann somit zum Beispiel im Falle von langsamer Wundheilung und zugleich einer antibiotischen Resistenz zum Einsatz kommen. Dies müsste dann gemeinsam mit dem Arzt jeweils besprochen werden.
Doch abgesehen von diesem Aspekt zeigt die aktuelle Forschungslage, dass Blaulicht die Haut vorzeitig altern lässt.
Dies geschieht in erster Linie durch die Bildung von freien Radikalen. Erhöhte Hautentzündungen bzw. Pigmentflecken sind allerdings nicht ausgeschlossen.
Wie oben ausgeführt, verursacht zwar das Energie reichere UV-Licht viel mehr Hautschäden als sichtbares Licht. Dabei muss jedoch in Betracht genommen werden, dass wir dem Blaulicht beinahe dauernd ausgesetzt sind – inklusive nachts. Und weil die Wirkung in der Haut kumuliert wird, weiß noch keiner so richtig, wie sich eine solche Jahrzehnte dauernde Kumulation auf den Körper und die Haut auswirken wird.
Dazu äußerte sich ein Mitglieder der oben genannten Forschungsgruppe der Universität Oregon:
“Mit dem weit verbreiteten Einsatz von LED-Beleuchtung und Gerätedisplays wird der Mensch immer mehr Licht im blauen Spektrum ausgesetzt, da die üblicherweise verwendeten LEDs einen hohen Anteil an Blaulicht abgeben. Aber diese Technologie (LED-Beleuchtung) wurde auch in den meisten Industrieländern, noch nicht lange genug verwendet, um seine Auswirkungen auf die gesamte menschliche Lebensdauer einschätzen zu können.”
Man kann sich jedoch vor der Wirkung des Blaulichts schützen. Oben habe ich Euch meine Vorschläge genannt und wäre für Eure Ideen sehr dankbar!
Eure Pia

Zitierte Quellen

L I T E R A T U R A N G A B E N (klick)

1 u. 2. Trevor R. Nash, Jadwiga M. Giebultowicz (2019): Daily blue-light exposure shortens lifespan and causes brain neurodegeneration in Drosophila, in: Aging and Mechanisms of Disease, 5(8) hier

3. Behar-Cohen, F. et al. (2011): Light-emitting diodes (LED) for domestic lighting: any risks for the eye?, in: Progress in Retinal and Eye Research, 30, 239-257

4. Sun, L. et al. (2016): Human brain reacts to transcranial extraocular light, in: PLoS ONE 11, e0149525

5. Christian Cajochen, Sylvia Frey (et a.) (2011): Evening exposure to a light-emitting diodes (LED)-backlit computer screen affects circadian physiology and cognitive performance, in: Journal of Applied Physiology, Vol. 110(5), 1432-1438

6. Blue light at night increases the consumption of sweets in rats, Science News, 7 2019

7. Screen-based media associated with structural differences in brains of young children, Science News, 4. Nov. 2019

8.  Yuya, Nakashima/Shigeo, Ohta/ Alexander M.Wolf (2017): Blue light-induced oxidative stress in live skin, in: Free Radical Biology and Medicine, 108, 300-3010

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10. Batzer, J et al. Assessment of hazard potential of high-energy visible light from electronic devices for the skin. Beiersdorf AG, Research & Development, Hamburg, Germany. 27th EADV Congress 2018 Paris, France. Poster No. P1672

11. Darvin ME,  Schanzer S, Lademann J, Tesch M, Buerger A, Rippke F, Meinke MC. Licochalcone A containing sunscreen protects the skin from carotenoid depletion induced by irradiation with high energy visible light – Results of a double-blind, vehicle-controlled in vivo study. Poster P1795, 25th EADV Congress, Vienna 2016

12. Frank Liebel, Simarna Kaur et al. (2012): Irradiation of Skin with Visible Light Induces Reactive Oxygen Species and Matrix-Degrading Enzymes, in: Journal of Skin with Visible Light Induces Reactive Oxygen Species and Matrix-Degrading Enzymes, 132(7), 1901-1907

13. A. Rascalou, F. Demarne (2018): 1110 Harmful effects of screen-emitted visible light on the dermis: An additional environmental stress not to be neglected, in: Journal of Investigative Dermatology, 138(5), Supplement, p. S189

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17. Dong K., Gokarts E. et al. (2018): 1399 Blue light disrupts circadian rhythm at night causing direct effects on skin cells, in: Journal of Investigative Dermatology,  138,(5), Supplement, p. S237

18. Castellano-Pellicena, I., N.E. Uzunbajakava (2018): 1157 Time for the human epidermal peripheral clock, role of opsins and cryptochromes, Journal of Investigative Dermatology,  138(5), Supplement, p. S196

19. Paul Gringras, Benita Middleton et al. (2015): Bigger, Brighter, Bluer-Better? Current light-emitting devices – adverse sleep properties and preventative strategies, Front. Public Health, 13 October

20. Evan Austin, Amy Huang et al. (2018): Electronic device generated light increases reactive oxygen species in human fibroblasts, in: Lasers in Surgery and Medicine, 50(6): 689-695

21. Mann T1, Eggers K1, Rippke F. et al. (2019): High-energy visible light at ambient doses and intensities induces oxidative stress of skin-Protective effects of the antioxidant and Nrf2 inducer Licochalcone A in vitro and in vivo, in: Photodermatology, photoimmunology & photomedicine, 29 (Epub)

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23. Michael H Gold, Anneke Andriessen (2009): Clinical Efficacy of Self-applied Blue Light Therapy for Mild-to-Moderate Facial Acne, in: The Journal of clinical and aesthetic dermatology, 2(3): 44-50

24. Kawada A, Aragane Y, Kameyama H. (2002): Acne phototherapy with a high-intensity, enhanced, narrow-band, blue light source: an open study and in vitro investigation, in: Journal of dermatological science, 30(2): 129-35

25. Tianhong Dai, Asheesh Gupta (2012): Blue light for infectious diseases: Propionibacterium acnes, Helicobacter pylori, and beyond?, in: Drug resistance updates: reviews and commentaries in antimicrobial and anticancer chemotherapy, 15(4): 223-236

26. Jelena Barbaric, Rachel Abbott, Pawel Posadzki (2016): Light therapies for acne, in: Cochrane Database Systematic Review, 2016(9)

27. Scott AM, Stehlik P, Clark J.  (2019): Blue-Light Therapy for Acne Vulgaris: A Systematic Review and Meta-Analysis, in: Annals of family medicine, 17(6): 545-553

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4 Comments

  1. Carina
    April 22, 2020 / 9:53 am

    Danke für diesen wie gewohnt unglaublich gut recherchierten Artikel!

    • [email protected]
      Author
      June 25, 2020 / 11:47 pm

      Aber super gerne, Carina!

  2. January 27, 2020 / 1:30 pm

    Ich habe mich Anfang letzten Jahres auch intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und bin zum gleichen Schluss gekommen wie Du: verlässliche Antioxidantien in die Hautpflege, die helfen gegen unterschiedliche Sachen und zusätzlich die Exposition verringern, soweit möglich. Und zwar sowohl gegenüber sichtbarem Licht (Stichwort Hüte etc.) und gegenüber Bildschirmlicht.
    Alles andere ist mal wieder der Versuch, uns etwas neues zu verkaufen.

    • [email protected]
      Author
      June 25, 2020 / 11:48 pm

      Ja, Antioxidantien unter einer Sonnencreme sind das A und O.

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