Ist Bakuchiol eine Alternative zu Retinol?

Bakuchiol als Alternative zu Retinol

Seit einiger Zeit können Beobachter der Kosmetikszene ein steigendes Interesse von Firmen und Konsumenten an Hautpflege mit Bakuchiol feststellen. Dabei lauten die meisten Werbeaussagen rund um den vermeintlichen Wunderstoff, dass Bakuchiol eine Alternative zu Retinol darstellen soll. Was heißt das? Laut Kosmetikherstellern darf das positive Anwendungsergebnis beider Wirkstoffe ähnlich ausfallen, während Nebeneffekte (Hautirritationen, Hauttrockenheit, Schuppen, Lichtempfindlichkeit) bei der Verwendung von Bakuchiol ausbleiben sollen. Dann ist nicht weitgehend überraschend, dass sich nun viele von uns auf der Suche nach einer Creme mit Bakuchiol machen.

Als ich den Wirkstoff vor ein paar Jahren unter die Lupe nahm, war die Forschungslage zu der alten-neuen Substanz so dünn und wenig überzeugend, dass er bei mir kein besonders ausgeprägtes Interesse erweckte. Dank Euren regelmäßigen Nachfragen habe ich neulich in die Literaturdatenbanken noch mal reingeschaut und festgestellt, dass sich diesbezüglich in der letzten Zeit doch etwas getan hat.

Hat Bakuchiol tatsächlich das Potenzial, eine Alternative zu Retinol darzustellen? Helfen Cremes mit Bakuchiol vielleicht auch bei einer unreinen Haut bzw. bei Akne? Das schauen wir uns heute an!


Was ist Bakuchiol?

Bakuchiol ist ein Terpenoid mit einer phenolen Verbindung, sog. Terpenophenol (wie übrigens Cannabidiol auch). Bakuchiol kommt in Samen und Blättern einiger Pflanzen vor. Die bekannteste darunter heißt Psoralea Corylifolia bzw. Babchi-Pflanze (mehr dazu hier und hier). In der deutschen Sprache wird Psoralea Corylifolia zudem als Harzklee bezeichnet.

Neu ist der Einsatz dieser Pflanze in Hautpflege und Medizin keineswegs. Wie die Fachliteratur angibt, kommt die Babchi-Pflanze bereits seit Längerem unter anderem in der chinesischen Medizin und indischer Ayurveda zum Einsatz (hier). Im Buch eines deutschen Medizinprofessors aus 1826 fand ich eine Passage zur topischen Verwendung von Harzklee, dass nämlich deren frische Blätter von Hippokratikern “als zertheilendes Mittel auf Geschwülste und Geschwüre” gelegt wurden. (D. J. H. Dierbach: “Die Arzneimittel des Hippokrates”, 1826, S. 228)

Doch die erste Hautpflege mit Bakuchiol wurde angeblich erst in 2007 auf den Markt gebracht (Quelle). Da stellt sich zuerst die Frage, warum erst so spät?

Und als zweites müsste man gleich fragen, warum die Kosmetikindustrie weitere zehn Jahre gewartet hat, um dann plötzlich eine Gesichtscreme mit Bakuchiol nach der anderen herauszubringen?

Für die zweite Frage gibt es meines Erachtens zumindest vier Gründe:


Warum der Hype um Bakuchiol?

Was ist so besonderes an Bakuchiol, dass der Wirkstoff in den letzten Jahren zu einem Wunderstoff kuriert wurde?

Zum einen hat Retinol bekanntlich Nebenwirkungen. Ein Wirkstoff, der die Haut angeblich genauso “verjüngt” wie Retinol und welcher keine nennenswerten Nebenwirkungen haben sollte, stellt bei vielen Menschen ein Objekt der Begierde dar.

Wird ein Wirkstoff “gefunden”, der eine retinolähnliche Wirkung hat und welcher zugleich geringere negative Nebenwirkungen aufweist, wird er schnell zum Hype. Und Menschen kaufen gerne gehypte Pflegeprodukte. Ein Psychologe würde uns die Gründe dafür bestimmt erklären können.

Bakuchiol ist ein pflanzlicher Stoff. Damit lässt sich die wachsende Konsumentengruppe abholen, welche auf Naturkosmetik setzt. Textüberschriften wie “Bakuchiol – natürliche Alternative zu Retinol” entstehen im Internet wie Pilze nach dem Regen. Dass Bakuchiol bereits seit Jahrhunderten als Heilmittel eingesetzt wird, hilft dabei, die Glaubwürdigkeit der “heilenden Kräfte” von Bakuchiol zu erhöhen. Zudem kann auf der Verpackung neben “natürlich” der Zusatz “vegan” erscheinen. Und das ist vielen Kosmetikfirmen in der letzten Zeit mit Blick auf den Umsatz sehr wichtig.

Bald soll innerhalb der EU die Konzentration von Retinol in Hautpflege auf 0,3% reduziert werden – so die Gerüchte. Ob und wann es dazu kommen sollte, steht jedoch noch nicht fest. Wenn sich allerdings die Nachricht verbreitet, dass 0,5% Bakuchiol dieselbe Wirkung wie 0,5% Retinol erzielt (mehr dazu weiter unten), werden mehr Menschen Cremes mit Bakuchiol als Retinol kaufen, um sicher zu gehen, dass ein funktionierendes Pflegemittel nicht bald vom Markt genommen wird. Das ist vermutlich ein wichtiger Grund dafür, warum sich viele Kosmetikmarken diese vermeintliche Wunderwaffe gegen Hautalterung und Akne auf die Fahne geschrieben haben. Das kommt nicht von ungefähr.

Googelt man zu Bakuchiol als Alternative zu Retinol, wird einem von der Menge an Blogposts und Beiträgen auf kommerziellen Seiten schwindelig. Das Beunruhigende daran ist jedoch, dass die Texte zu Bakuchiol, und dessen angeblich wundersamer Wirkung auf die Haut, wie Kopien von einander aussehen. Quellen werden in den allermeisten Fällen nicht angegeben. Im besten Fall werden ein paar Artikel zu Bakuchiol unter dem Text genannt, was allerdings nicht dabei hilft, herauszufinden, welche Textaussage auf welche Studien bezogen wurden.

Doch genau auf diese Art und Weise entsteht ein Hype: Die positive Wirkung eines angeblich neuen Wirkstoffes wird mit dem Verweis auf eine Anzahl an klinischen Studien untermauert, was wiederum den Eindruck einer besonderen Glaubwürdigkeit erweckt. Dabei fragt kaum jemand danach,

  • was in welcher Studie genau steht,
  • wie diese entstanden ist,
  • wie die Wirkung von Bakuchiol gemessen wurde
  • und wer die Texte verfasst bzw. die Forschung finanziert hat.

Das sollte man immer im Hinterkopf behalten, wenn neue Wunderstoffe auf den Markt kommen.

Doch ist in der Aussage, dass Bakuchiol eine Alternative zu Retinol darstellt, überhaupt etwas dran?

Kommen wir nun zum Herz des Beitrags: Was sagt die Wissenschaft über die Wirkung von Bakuchiol in Hautpflege?


Ist Bakuchiol eine Alternative zu Retinol? – die Forschungslage

Ich habe mir u.a. die gesamte Fachliteratur zu Bakuchiol auf der Literaturdatenbank PubMed angeschaut. Hier das Ergebnis:

Erwähnt wurde der Wirkstoff inzwischen ein paar Mal im positiven Zusammenhang mit:

  • Krebserkrankungen (hier, hier und hier) (insbesondere Brustkrebs, hier)
  • Leberkrankheiten (hier)
  • Diabetes (hier)
  • und Herzversagen (mehr dazu etwa hier und hier).

Dabei basieren die Studien entweder auf menschlichen Zellen (in vitro), auf künstlichen Zellen (in vitro) oder auf Embryos von Zebrafish (in vivo) Anmerkung: Wenn also im Internet Ergebnisse einer “in vivo Studie” erwähnt werden, muss es noch nicht bedeuten, dass Bakuchiol in diesem Fall am Menschen getestet wurde!

Weiterhin soll Bakuchiol folgende Eigenschaften aufweisen:

Außerdem wird Bakuchiol eine östrogene Wirkung zugeschrieben. Demnach gilt Bakuchiol wie etwa Soy Isoflavone oder Genistein als Phytoestrogen und unterstützt hierdurch den Anti Aging Prozess. Dazu habe ich allerdings nur eine Studie gefunden. Darin wurde die östrogenähnlichen Wirkung allerdings an Zellen aus dem tierischen Nebennierenmark (in vitro) gemessen und nicht als Ergebnis von topisch applizierter Hautpflege (hier). Sollten mehr Studien zu einer östrogenähnlichen Wirkung von Bakuchiol in Hautpflege auftauchen, werde ich Euch darüber informieren. Bei einer geringeren Konzentration der Substanz (mehr dazu weiter unten) würde ich eine übermäßige Auswirkung jedoch für sehr unwahrscheinlich halten.

Zudem wird Bakuchiol einen positiven Einfluss auf Hyperpigmentierung attestiert (Test an Mäusen hier, Test in vitro, Test in vivo).

Und so gelangen wir zu den Effekten von Bakuchiol auf die Haut. Die Forschungslage zur Wirkung von Bakuchiol in Hautpflegeprodukten fassen wir nun weiter unten zusammen.


Bakuchiol, Retinol und… Syntheon

Es gibt eine auf den ersten Blick weitgehend unabhängige Studie von 2014, die einen positiven Einfluss von Bakuchiol auf den Kollagenaufbau berichtet und zugleich auf eine Verhinderung von Matrix Metalloproteinase verweist, welche den Kollagen in der Haut degradiert (Mehr zu Anti Aging Prozessen und Faltenbildung in der Haut findet Ihr hier). Der Text ist allerdings auf chinesisch und ich war leider nicht in der Lage, weder die Konzentrationen von dem applizierten Wirkstoff noch die genauen Behandlungs- und Messmethoden herauszufinden. In dem englischen Expose (hier) wird jedenfalls von fünf Testgruppen berichtet: Drei Gruppen haben eine Creme mit Bakuchiol verwendet und zwei weitere Kontrollgruppen ein Placebo.

Danach erschienen einige Beiträge zu Bakuchiol und Haut, die von Mitarbeitern eines US-amerikanischen Inhaltsstoff-Produzenten Sytheon verfasst wurden – u.a. Herren Bojanowski und Chaudhuri (Herr Chaudhuri ist übrigens der Gründer, President und CEO von Syntheon). Sytheon ist wiederum ein Hersteller von Sytenol®. Und Sytenol® ist nichts anderes als der Handelsname von… Bakuchiol (s. hier).

Von beiden Autoren stammt etwa der am meisten zitierte Artikel zu Bakuchiol und Retinol: Bakuchiol: a retinol-like functional compound revealed by gene expression profiling and clinically proven to have anti-aging effects” aus dem Jahr 2014.

Schauen wir uns jetzt diesen Artikel genauer an, weil eben darauf die meisten positiven Aussagen zu Bakuchiol im Internet basieren. 


Die bekannteste Studie zu Bakuchiol als Alternative zu Retinol

In dem Beitrag der Syntheon Mitarbeiter wurde die Wirkung von Bakuchiol am künstlichen Hautmodell sowie in menschlichen Fibroblasten (in vitro) gemessen. Das Ergebnis zeigte, dass Bakuchiol die Produktion von Kollagen I und IV erhöht und die Produktion von Kollagen III “stimuliert” hat. Kurz: In der Syntheon Studie wurde Bakuchiol als Anti Aging par excellence dargestellt!

Anschließend wurde eine Gesichtscreme mit 0,5% Bakuchiol 12 Wochen lang zwei Mal am Tag an einer Gruppe von Probanden im Alter von 45 bis 67 Jahren getestet. Drei Monate später wurden folgende Ergebnisse beobachtet:

  • Verbesserung von Linien und Falten,
  • Verbesserung der Hautpigmentierung,
  • Verbesserung der Hautelastizität,
  • Verbesserung der Hautfestigkeit sowie eine Gesamtreduktion von UV-Schäden.

Und das Ganze fand ohne Nebeneffekte statt, welche eine Therapie mit Retinol oft begleiten. (hier)

Das Problem mit der Syntheon Studie besteht jedoch darin, dass es in dem Experiment weder eine Kontrollgruppe gab noch das Gesicht zumindest auf einer Seite mit Placebo behandelt wurde (split face Methode).

Daher kann von einer “Retinol-ähnlichen” Wirkung kaum die Rede sein, weil diese schlicht und ergreifend nicht gemessen wurde! Kurz: Die Studie beantwortet die Frage, ob Bakuchiol eine Alternative zu Retinol darstellt, nicht, weil die entsprechenden Messmethoden nicht eingesetzt wurden.

Auch betrug die Anzahl der Probanden lediglich 17, was wiederum generalisierende Aussagen über die Wirkung von Bakuchiol auf die Haut nur schwer zulässt.

Ich fand es somit überraschend, dass die GD Gesellschaft für Dermopharmazie, die oft verlässliche Informationsquelle darstellt, in 2017 Bakuchiol anhand nur dieser Studie (!) auf die Liste der glaubwürdig geprüften kosmetischen Anti Aging Wirkstoffe mit einbezogen hat. (Eine Liste von anderen Antiaging Wirkstoffen mit Angabe der Messmethoden findet Ihr hier).

Übrigens haben Autoren der hier diskutierten Studie in einem anderen Beitrag von 2017 ein Saliycylsäureester von Bakuchiol getestet. Der Wirkstoff soll sich positiv auf Psoriasis auswirken (Quelle, Full Text). Man kann erwarten, dass Syntheon in absehbarer Zeit ein Release eines weiteren  Wirkstoffes auf Basis von Bakuchiol ankündigen wird.


Bachukiol, Akne und… NAOS

Zwei Jahre nach dem Erscheinen der oben genannten Studie zur positiven Wirkung von Bakuchiol auf die Haut im Kontext von Anti Aging, wurde der Terpenophenol in einer anderen Fachzeitschrift zu einem Anti Akne Wirkstoff erhoben (zu der Studie hier).

Schauen wir uns jetzt diesen Text genauer an, der auch unterschiedliche Studien zu Bakuchiol und Haut zusammenfasst.


Hilft Bakuchiol gegen Akne?

Studienautoren zur Folge, sollte Bakuchiol eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung gezeigt haben. Dieses Resultat sollte ein Test an 17 erwachsenen Probanden hervorgebracht haben, die sich durch eine fettige Haut und Akne auszeichneten. Die Testpersonen trugen drei Monate lang zwei Mal am Tag eine Creme mit Bakuchiol auf.

Gemessen wurde in diesem Fall jedoch nicht alleine die Wirkung von Bakuchiol, sondern ein Komplex aus drei Inhaltsstoffen: Bakuchiol, Ginkgo Biloba und Mannitol (sog. BGM Komplex). Ob also die entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung der Creme lediglich Bakuchiol zuzuschreiben ist, kann anhand des Experimentes nicht beantwortet werden.

Die Aussagekraft des gesamten Ergebnisses ist darüber hinaus durch die Tatsache unterminiert, dass weder eine Kontrollgruppe noch eine split-face Methode eingeführt wurde.

Eine Kontrollgruppe wurde hingegen in einem anderen Test mit 38 Studienteilnehmern eingesetzt. Die Testpersonen wurden in zwei Gruppen aufgeteilt – die eine Gruppe applizierte eine Creme mit dem BGM Komplex. Die andere Gruppe trug eine Placebo Creme auf.

Zwei Monate später wurde in beiden Gruppen die Zusammensetzung von Sebum gemessen: Im Vergleich zu der Placebo-Gruppe, konnte in der Gruppe, welche die Creme mit dem Bakuchiol-Ginko Biloba-Mannitol-Komplex verwendet hat, u.a. das Folgende beobachtet werden:

a) eine höhere Menge an Linolsäure und

b) eine geringere Menge an oxidiertem Squalane.

Das Ergebnis ist für Aknepatienten deshalb wichtig, weil sich das Sebum einer Aknehaut unter anderem durch zwei Eigenschaften auszeichnet:

  • durch eine erhöhte Menge an oxidiertem Squalene
  • durch eine reduzierte Menge an dem Antioxidantien Linolsäure.

Oxidiertes Squalene verursacht wiederum Entstehung einer hoch komedogenen, klebrigen Substanz, welche zur Hyperkeratonisierung und Entzündungen von Komedogenen führt (Mehr zu Ursachen von Akne und dem Unterschied zwischen Squalene und Squalane findet Ihr hier).

Eine reduzierte Menge an Antioxidantien, u.a. Linolsäure, bedeutet wiederum, dass es einer Aknehaut schwer fällt, das oxidierte Squalene und Entzündungsprozesse in der Haut zu bekämpfen.

Sollte Bakuchiol bzw. das gesamte BMD Komplex diese beiden Komponente des Sebums ins Gleichgewicht bringen, d.h. die Menge an Squalene reduzierten und die Menge an Linolsäure erhöhen –, könnte das eine Verbesserung einer entzündlicher Akne zur Folge haben.


Bakuchiol als Antioxidans

  Neben der beiden in vivo Studien, wurde in dem Beitrag eine in vitro Messung der antioxidativen Wirkung von Bakuchiol beschrieben. Diese zeigte, dass Bakuchiol eine doppelt so große Wirkung als Vitamin E im Kampf gegen Oxidantien (konkret: Hydrogen Peroxide) hatte.

Sollten die Studienergebnisse durch weitere Tests bestätigt werden, würde dies bedeuten, dass Bakuchiol den Haushalt an Antioxidantien in einer Akne-Haut ergänzen und damit das Gleichgewicht zum oxidierten Squalene darstellen könnte.

Nun, wie Ihr anhand der obigen Zwischenüberschrift ahnen könnt, waren alle Autoren dieser Studie Mitarbeiter der französischen Firma NAOS. NAOS entwickelte wiederum Kosmetikmarken: Bioderma, Institut Esthederm und Etat Pur. Die Gesichtscreme mit dem BGM-Komplex, die in beiden Experimenten eingesetzt wurde, war die Sebium Global Creme von Bioderma (INCI findet Ihr in der u.s. Tabelle).

Eine Mitarbeiterin von Bioderma zeigte übrigens in einer Studie ein Jahr zuvor (hier), dass das BGM Komplex eine Therapie von Akne mit dem Retinoid Adapalene (0,1%) entscheidend positiv unterstützt hat. In der von Bioderma finanzierten Studie nahmen 111 Probanden teil. Die Teilnehmer wurden aufgeteilt in eine Gruppe, die nur Adapalene verwendet hat und in eine andere Gruppe, welche neben Adapalene noch die Sebum Global Creme mit Bakuchiol-Ginko Biloba-Mannitol verwendete.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Studienergebnissen und der Affiliation der Autoren? Wie immer in solchen Fällen ist gesunde Skepsis angebracht. Und weil die Sebum Global Creme von Bioderma glücklicherweise insgesamt gut zusammengesetzt ist, könnte man sie testen und selbst in Erfahrung bringen, ob sie einen Einfluss auf die Haut hat.

Doch zum Glück kam in 2018 eine Studie zum Vorschein, deren Autoren keine für diese Studie bedeutenden Affiliation mit Kosmetikkonzernen aufweisen.

Es wird interessant!


Bakuchiol als Alternative zu Retinol im Test

Das Ziel der Studie war, Bakuchiol und Retinol bezüglich deren Auswirkung auf Antiaging (geringere Hautelastizität, Falten, ungleichmäßige Pigmentierung, texturierte Haut) miteinander zu vergleichen (Link zum Fulltext).

An der Studie, die in der dermatologischen Abteilung der Universität in Kalifornien durchgeführt wurde, nahmen 44 Patienten teil. Die eine Gruppe hat eine Creme mit 0,5% Bakuchiol zwei Mal am Tag aufgetragen. Die andere Gruppe wurde hingegen gebeten, eine 0,5% Retinol Creme in der Nachtpflegeroutine zu integrieren. Die Studie zeichnete sich durch einen randomisierten Ansatz und doppelte Verblindung aus.

Drei Monate später wurden zwei wichtigen Aussagen getroffen:

Zum einen wurden in beiden Gruppen sowohl Gesichtsfalten als auch Hyperpigmentierung reduziert. In Bezug auf Pigmentflecken haben sich sowohl die Intensität der Pigmentierung als auch die betroffenen Areale vermindert.

Einfluss von Bakuchiol auf Hyperpigmentierung erfolgte auf zweierlei Art und Weise:

  1. Hemmung von Tyrosinase und
  2. Reduktion der Melaninproduktion.

(Zur Hyperpigmentierung und Behandlungsmethoden von Pigmentflecken, Melasma und PIH geht es hier lang).

Dabei konnte kein statistisch relevanter Unterschied in beiden Testgruppen festgestellt werden – das heißt: Sowohl Bakuchiol als auch Retinol brachten sehr ähnliche (positive) Resultate nach sich.

Zum anderen wurde Bakuchiol besser toleriert als Retinol. Die Retinol-Studiengruppe beschwerte sich über Hautschuppen und Brennen der Haut. Die Teilnehmer in der Bakuchiol-Gruppe haben zwar nach vier Wochen eine erhöhte Hautrötung gezeigt. Bei der Hautmessung zwei und drei Monate später war die Hautrötung jedoch deutlich reduziert.

Insgesamt kamen die Studienautoren zum Schluß, dass Bakuchiol in der Lage ist, Zeichen von Photoaging zu reduzieren. Demnach ist Bakuchiol durchaus vergleichbar mit Retinol und sollte somit als eine viel versprechende Alternative zu Retinol gesehen werden.

“Although retinol and bakuchiol are structurally different, bakuchiol has demonstrated the ability to serve as a functional analogue to retinol. Specifically, both compounds induce highly similar gene expression in human skin. This includes genes involved in the cellular uptake of endogenous retinol, the activation of retinol in the skin and the production of extracellular matrix proteins that provide epidermal support and integrity.” (Link zum Fulltex)

Kurz: Die klinische Studie an der Universität Kalifornien aus 2018 bestätigt, dass Bakuchiol eine Alternative zu Retinol darstellen kann bzw. dass diese Annahme eine glaubwürdige Grundlage hat. 


Bakuchiol als Allergen und Photosensitizer?

Ich gebe zu, dass mich die letztgenannte US-Studie zu einer positiven Wirkung von Bakuchiol auf die Haut überzeugt hat. 

Meine Recherchen zeigten allerdings, dass der Wirkstoff nicht nur mit positiven Hautergebnissen im Kontext von Anti Aging bzw. Akne in Verbindung gebracht werden kann. Was Ihr äußerst selten, wenn überhaupt, beim Googeln nach einer Creme mit Bakuchiol erfährt, ist dessen potenzielle allergene und phototoxische Eigenschaft.

Im Sommer 2019 wurden zwei wissenschaftliche Beiträge veröffentlicht, in denen Bakuchiol als Allergen in Kosmetik dargestellt wurde:

  1.  “A new case of contact dermatitis to bakuchiol in a cosmetic cream“, wo nach der Verwendung von 1% Bakuchiol eine Kontaktdermatitis entwickelt wude (appliziert wurde die DermAbsolu Verjüngende Augenpflege von Avène)
  2. Bakuchiol – A new allergen in cosmetics

Beide Studien berichten von Einzelfällen. Eine Verallgemeinerung auf die Aussage, dass Bakuchiol als Allergen und phototoxischer Inhaltsstoff gelten sollte, wäre somit nicht angebracht.

Warum denke ich, dass wir diese Einzelfällen trotzdem ernst nehmen sollten?


Wo kommt das Allergiepotenzial von Bakuchiol her?

Samen der Babchi Pflanze enthalten neben Bakuchiol auch andere Komponente. Unter anderem lässt sich aus den Samen ein ätherisches Öl erzeugen (das auch online verkauft wird). Das Öl enthält wiederum bekannte Allergene wie Limonene, Linalool und Terpineol (hier geht es zur Liste der etablierten Allergenen in Kosmetik).

Darüber hinaus konnte in den Samen Angelicin identifiziert werden – ein Furanocoumarin. Furanocoumarine in Hautpflege sind zwar nicht allergen, dafür erzeugen sie eine Photoempfindlichkeit der Haut. Man nennt es auch Phototoxizität – eine Reaktion der Haut auf das UV Licht (hier hier und hier). Laut einem Aufsatz in der World Journal of Pharmaceutical and Medical Research ist “Photosensitivität ein bekanntes Nebeneffekt bei klinischer Anwendung von Bakuchiol.” (frei übersetzt, Quelle). Selbst wenn Bakuchiol aus den Pflanzensamen in möglichst reiner Form isoliert wird, bleiben Bestandteile von Furanocoumarinen immer noch in dem fertigen Produkt bestehen (etwa hier und hier).

Mehr zu phototoxischen Pflanzenextrakten in Hautpflege findet Ihr hier


Empfindliche Haut und Bakuchiol

Zusammenfassend:

Die Möglichkeit, eine Hautallergie auf Bakuchiol zu entwickeln, ist – wie auch bei allen anderen pflanzlichen Extrakten – nicht auszuschließen.

Eine Photosensitivität der Haut bei der Anwendung von Bakuchiol ist ernstzunehmen. Demnach soll ein guter Sonnenschutz auch im Winter getragen werden. In diesem Fall ist die viel beschworene Ähnlichkeit zwischen Bakuchiol und Retinol tatsächlich erkennbar – beide können die Haut empfindlicher machen und verlangen unbedingt den Einsatz einer Sonnencreme in der Morgenroutine.

Nach meinem Verständnis hängen die Nebeneffekte der Anwendung von Bakuchiol jedoch in erster Linie von einer verantwortlichen Verwendung des Inhaltsstoffes ab. In dem oben zitierten Fachartikel entstand eine Dermatose im Zuge einer längeren Verwendung einer Creme mit Bakuchiol als vom Arzt vorgeschrieben.

Alle Studien zu Bakuchiol in topischer Form (d.h. als Serum oder Creme), die ich gesichtet habe, enthielten höchstens 0,5% Bakuchiol. Mit der erhöhten Menge an Bakuchiol in einem Pflegemittel steigt zugleich die Konzentration von anderen Komponenten, die in die Formulierung miteinfliessen, etwa Furanocoumarine, welche die Haut überempfindlich machen könnten.

Daher wäre mein Plädoyer an all diejenigen, die gerade überlegen, die erste Creme mit Bakuchiol zu testen, bei der Konzentration 0,5% und darunter zu bleiben.

Anmerkung: In patentierten Pflegeprodukten mit Bakuchiol, wird der Wirkstoff in Konzentrationen von 0,1% bis höchstens 1% eingesetzt (etwa hier).


Ist Bakuchiol das neue Retinol? Meine Einschätzung

Und was sagt Ihr dazu? Nicht alles Gold, was glänzt? Oder werdet Ihr eine Creme bzw. ein Serum mit Bakuchiol in absehbarer Zeit doch gerne testen?

Eine abschließende Einschätzung zum Bakuchiol in Hautpflege habe ich nicht, denn dazu ist aufgrund der derzeitigen Forschungslage noch zu früh. Ob die Literatur bald um mehr Studien ergänzt wird, die nicht von Syntheon und Bioderma stammen und welche randomisiert-kontrolliert und doppelt verblindet sind, muss sich noch zeigen.

In kommenden Wochen werde ich ein paar Produkte mit Bakuchiol auf deren Konsistenz testen. Zur Langzeitwirkung werde ich allerdings wohl nichts sagen können, weil ich zu diesem Zweck innerhalb der Testzeit keine neuen Produkte in meine Routine hinzufügen könnte. Und das kann ich beim besten Willen nicht versprechen. 🙂

Sollte sich jemand von Euch dazu “opfern” und eine Creme mit Bakuchiol zumindest drei Monate lang täglich testen wollen – bei ansonsten konstant bleibender Hautpflegeroutine –, würde ich einen Testbericht zu Euren Erfahrungen mit Bakuchiol sehr begrüßen!

Der “Wunderwirkstoff” ist definitiv ein der wichtigsten Beauty-Trends 2019 und es ist zu vermuten, dass der Hype um Bakuchiol als Alternative zu Retinol in 2020 fortgesetzt wird.

Finde ich Bakuchiol in Hautpflege empfehlenswert? Ich denke, dass die in Studien getestete Konzentration von 0,5% ein guter Einstieg in die Welt der Retinoiden darstellen kann. Auch könnte man sich überlegen, von Retinol auf Bakuchiol umzusteigen, sollte Retinol bei Euch Nebenwirkungen verursachen.

Allerdings sollte man dabei die neuesten Angaben zum Allergiepotenzial von Bakuchiol im Kopf behalten. Empfindliche Häute bzw. allen mit einer undichten Hautbarriere (Neurodermitis, Akne, Rosazea, etc.) sollten bei einer Einführung des Wirkstoffes in die Hautpflegeroutine vorsichtig sein und die Hautreaktion gut beobachten.


Hautpflege mit Bakuchiol – gute und schlechte Produkte

Zum Schluß möchte ich Euch (und für meine eigene Übersicht) ein paar Gesichtsseren bzw. Cremes mit Bakuchiol nennen. Affiliate Links wurden nur denjenigen Produkten hinzugefügt, die ich von der gesamten Zusammensetzung her als gut bewerte. Zu den anderen Produkten wurden keine Links hinzugefügt, da die Formulierung suboptimal bis unerträglich ist und Euch daher keine Links zum Kauf verleiten sollten. 🙂

Bakuchiol Seren und Cremes, welche eine Konzentration über 0,5% aufweisen, würde ich insbesondere empfindlichen Häuten aufgrund des oben erwähnten Allergiepotenzials nicht empfehlen!


Gesichtscremes mit Bakuchiol

Nicht empfehlenswerte Bakuchiol-Produkte

  
Oskia
Super 16 Collagen Serum mit Bakuchiol

30ml ca. 105€
Von Oskia kommt ein Gesichtsöl mit Bakuchiol, einigen bekannten Irritanten und kaum erforschten Extrakten für 100€.
Nicht empfehlenswert.
Kein Mikroplastik.

Lancer
Skincare Younger: Pure Youth Serum

30ml ca. 270€
Der Moisturizer von Lancaster "Pure Youth Serum" enthält neben Glykolsäure (AHA) eine unbekannte Konzentration von Hydroxypinacolone Retinoate (Retinoid). Ein sehr überteuertes Serum mit einer Menge an Mikroplastik, das dazu noch potenziell irritierend ist.

this works
My Wrinkles Extreme Moisturiser

48ml ca. 60€
"My Wrinkles Extreme Moisturizer" von this works ist eine Feuchtigkeitscreme mit Bakuchiol, die eine Reihe von als reizend geltenden Inhaltsstoffen enthält (Limonene, Linalool, Citrus Aurantium Amara (Bitter Orange) Leaf/Twig Oil, Citrus Aurantium Amara (Bergamot) Peel Oil, Citrus Limon (Lemon) Peel Oil, Juniperus Virginia (Cedarwood) Wood Oil, Citral, Geraniol).
Mikroplastik.

Herbivore Botanicals
Bakuchiol Retinol Alternative Smoothing Serum (4%)

30ml ca. 60€
Eine Zusammensetzung von Glycerin, Bakuchiol, Gluconolactone (PHA) und einer Reihe von kaum erforschten Pflanzenxtrakten findet man in dem Bakuchiol Retinol Serum von Herbivore Botanicals. Wie erwähnt, haben die oben besprochenen Studien Cremes mit 0,5% Bakuchiol verwendet.
Welche Auswirkung auf die Haut 4% von Bakuchiol haben wird, ist daher weitgehend unbekannt.
Diese Tatsache, wie auch die gesamte Zusammensetzung, machen aus dem Bakuchiol Retinol Alternative Serum keine empfehlenswerte Option für ein Serum mit Bakuchiol.
Kein Mikroplastik.

Rodial
Retinol 30% Booster Drops

30ml ca. 80€
Ich bin mir nicht sicher, wie man eine Ausgabe von 80€ für dieses parfümierte "Retinol Booster" mit Bakuchiol von Rodial rechtfertigen könnte. Bakuchiol ist enthalten. Retinol auch. Ansonsten ein paar Irritanten und Öle. Mehr nicht.
Worauf sich die 30% beziehen, weiß ich nicht.
Mikroplastik.


REN
Bio Retinoid Anti-Ageing Concentrate

30ml ca. 56€
Das "Bio Retinoid" von REN enthält außer Bakuchiol ein vorteilhaftes Soybean Öl sowie zur Entstehung von freien Radikalen neigendes Linalool und Parfüm.
Im Großen und Ganzen: nicht überzeugend. Und der Name "Bio Retinoid" nervt. 🙂
Kein Mikroplastik.

Lierac
Sebologie regulierendes Gel mit Bakuchiol

40ml ca. 24€
In dem "Sebologie regulierendes Gel" von Lierac findet man Zinkgluconat und eine kleine Menge an Salicylsäure. Beide Stoffe sind bei Akne vorteilhaft.
Ansonsten enthält das Lierac Produkt nichts, was zum Kauf überzeugen sollte. Und Citral ist ein bekannter Allergen. Die Konzentration von Bakuchiol ist in diesem Serum eher sehr gering gehalten.
Mikroplastik.

Omorovicza
Miracle Facial Oil 

30ml ca. 100€
Linalool, Geraniol und Cinnamyl Alcohol gehören zu allergenen Duftstoffen. Ansonsten enthält das Miracle Facial Oil von Omorovicza eine schöne Mischung aus Pflanzölen und Bakuchiol.
Für den Preis und aufgrund des Reizpotenzials sehe ich das parfümierte Öl jedoch nicht als empfehlenswert.
Kein Mikroplastik.

StriVectin
S.T.A.R.Light™ Retinol Night Oil

30ml ca. 90€
Das "Retinol Night Oil" von Strivectin enthält Retinol, ein Niacinamid Derivat, ein weiteres Retinoid namens Hydroxypinacolone Retinoate und Bakuchiol.
Wenn nicht reizende Bestandteile von ätherischen Ölen, wäre das Night Oil mit Bakuchiol eine gute Alternative für eine Nachtcreme. Das ist es aber nicht.
Kein Mikroplastik.

Ole Henriksen
Transform Glow Cycle Retin-ALT Power Serum

30 ml 70€
Die Konzentration von Bakuchiol ist in dem Ole Henriksen "Transform Glow Cycle Retin-Alt Powert Serum" ist unbekannt. Die Werbeaussage "Bakuchiol and AHAs" ist zwar nicht falsch; die Menge von Alpha Hydroxy Säuren (Glykol- und Milchsäure) ist jedoch in dem Serum sehr gering.
Reizende Inhaltsstoffe sind enthalten.
Genauso wie Mikroplastik.


Empfehlenswerte Cremes mit Bakuchiol

   
BIODERMA

SEBIUM GLOBAL MIT BAKUCHIOL

Über die Bioderma "Sebum Global" Creme haben wir oben bereits gesprochen. In in vivo Studien wurden durch deren Verwendung a) eine bessere Sebumqualität und b) reduzierte Hautentzündungen verzeichnet. Ob der Effekt Bakuchiol allein zuzuschreiben ist, kann nicht ermittelt werden. Die Creme enthält ansonsten 3% Zinkgluconat, 2% Salicylsäure und Milchsäure. Alle Wirkstoffe wirken sich positiv auf eine Akne Haut aus.
Wenn ich mich recht entsinne, liegt der pH-Wert bei 4. Schade, dass die Creme parfümiert ist. Sonst würde ich ihr ein 100% Okay geben.
Trotzdem: Einen Versuch wert bei einer unreinen Haut ist die "Sebum Global" von Bioderma schon.
Mikroplastik.







Bioderma Sebum Global mit Bakuchiol

Shop Apotheke – 13€

Aponeo – 13€

Medpex – 14€



Geeignet für Anfänger

40ml

Unreine Haut | Akne

THE INKEY LIST

BAKUCHIOL

Die Konzentration von Bakuchiol in der The Inkey List Creme kann bei 0,5% oder höher liegen. Die Zusammensetzung basiert auf Squalane, Glycerin und Sacha Ichi Öl.
Die Textur ist wohl etwas reichhaltig bzw. ölig. Als Abschlußprodukt in der Abendroutine geeignet.
Reizarm.
Mikroplastik.







the Inkey List Bakuchiol

Geeignet für Anfänger

30ml

Antiaging


LOOKFANTASTIC – derzeit ausverkauft

ASOS – 13€



INDEED LABS

BAKUCHIOL REFACE PADS

Die "Bakuchiol Reface Pads" von Indeed Labs könnte man durchaus testen. Sie enthalten vermutlich um 1% Bakuchiol.
Nicht bei empfindlichen Häuten geeignet. Kein Einstiegsprodukt in die Hautpflege mit Bakuchiol.
Sonst reizarm und mit einer schönen Dosis an Niacinamide ausgestattet.
Kein Mikroplastik.






Indeed Labs Bakuchiol Reface Pads

Geeignet für Fortgeschrittene

30 Pads

Akne und Antiaging
LOOKFANTASTIC – 23€ Minus 22% Rabatt


ASOS – 29€
REVOLUTION SKINCARE

1% BAKUCHIOL SERUM

Die schlichte Formulierung des 1% Bakuchiol Serums von  Revolution Skincare werde ich mir wohl zulegen. Das Serum ist voraussichtlich eher leicht und zieht gut ein. Die Konzentration von Bakuchiol liegt bei 1%. Daher kein Einstiegsprodukt in die Hautpflege mit Bakuchiol. 
Mikroplastik.
Vegan.



Revolution Skincare 1% Bakuchiol Serum

Geeignet für Fortgeschrittene

30ml 12€

Akne und Antiaging
BEAUTYBAY – 12€

AMAZON – 12€

NOTINO – 13,90€
BYBI

BAKUCHIOL BOOSTER ÖL 1%

(Öl-Konsistenz)

Die Zusammensetzung des “Bakuchiol Booster Öls” von Bybi besteht aus Squalane und 1% Bakuchiol. Das Öl könnte als Abschlußprodukt in der Abendroutine eingesetzt werden. Zum Testen von nicht empfindlichen Häuten, die Öle in der Hautpflegeroutine mögen. Für eine fettige Haut wohl zu reichhaltig.
Kein Einstiegsprodukt in die Hautpflege mit Bakuchiol.
Kein Mikroplastik.








Bybi Beauty Booster 1% Bakuchiol Olive

Geeignet für Fortgeschrittene

15ml

Antiaging

biomazing – 14€ plus 3,90€ (nicht affiliate)

GARDEN OF WISDOM

SUPER BAKUCHIOL SERUM

(Öl-Konsistenz)

Die GOW-Pumpflasche enthält exakt dieselbe Zusammensetzung wie der Bybi "Bakuchiol Booster", nämlich Squalane und 1% Bakuchiol.
Nur ist das GOW Serum um die Hälfte günstiger. BYBI enthält nämlich 15ml, während das GOW Bakuchiol Serum 30ml. Ölig. Für eine fettige Haut wohl zu reichhaltig.
Kein Einstiegsprodukt in die Hautpflege mit Bakuchiol.
Kein Mikroplastik.





Garden of Wisdom Bakuchiol

Geeignet für Fortgeschrittene

30ml

Antiaging

VictoriasHealth – 18€ (nicht affiliate)




Buy me a coffee


Eure Pia

*Mit diesem Stern sind Kooperationslinks gekennzeichnet. Kaufst Du über diese Links, erhalte ich eine kleine Provision, die sich auf Deinen Preis nicht auswirkt. Das freut mich immer, weil ich es als Zeichen der Wertschätzung für die Bloginhalte deute. Danke!

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5 Comments

  1. Sandra
    November 16, 2019 / 6:21 pm

    Liebe Pia,

    dein Bericht über Bakuchiol ist ein Traum. Ausführlich, sachlich, kritisch, aufklärend und fundiert. Da steckt viel Arbeit drin…vielen Dank und ein großes Lob an dich. Ich bin wirklich überrascht, dass ein angeblich so guter altbekannter Stoff erst so spät von der Chemiebranche/Kosmetik ausführlicher untersucht und eingesetzt wird. Ich denke eher, hier liegt etwas mehr der Wunschgedanke als die Realität vor. Ich bin jedenfalls nicht wirklich überzeugt. Ich würde aber das Produkt von Bioderma ausprobieren, jedoch nicht als alleiniges Produkt. Ich bin natürlich auch sehr gespannt, was da in 2020 noch auf uns zu kommt. Marketing sei Dank…Nochmals vielen Dank und mach weiter so. Ich freue mich immer sehr über deine tollen Berichte. Dein Blog ist der Beste!!

    Liebe Grüße Sandra

  2. November 11, 2019 / 2:10 pm

    Ich habe Bakuchiol-Produkte getestet (allerdings nicht so lang und bei gleichbleibender anderer Pflege, das kann ich genau wie Du nicht versprechen). Da ich allerdings Retinol gut und ohne Nebenwirkungen vertrage, sehe ich für mich persönlich keinen Grund, dauerhaft umzusteigen.
    Aber sicherlich ein interessanter Wirkstoff, zu dem hoffentlich bald mehr an Studien kommt.

  3. Lisa
    November 9, 2019 / 8:36 am

    Liebe Pia,
    Vielen herzlichen Dank für deinen Artikel. Er reiht sich ein in eine Vielzahl hochwertiger Artikel von dir, die mir die Macht geben, die Marketing-Aussagen von Konzernen zu hinterfragen. Dein Blog ist in meinen Augen der beste auf dem deutschen Markt, wobei ich deine Sprachgewandtheit, wissenschaftliche Ausrichtung, Unabhängigkeit/Kritikfreude, Seniorität/Ernsthaftigkeit und deine persönliche Note herausragend finde. Ich kaufe kein Produkt, ohne es vorher durch deine Suchfunktion zu jagen.
    Da ich schon länger um das GoW Produkt herumschleiche, freue ich mich, dass es “Pia-Approved” ist. Zwei Dinge frage ich mich noch:
    1. Schenkst du den Blog-Aussagen Glauben, dass Bakuchiol in der Schwangerschaft angewendet werden kann?
    2. Wie stehst du zu folgender Hypothese “wenn jemand eine Retinol Konzentration von 1% verträgt, verträgt er/sie auch eine bakuchiol Konzentration von 1%”.

  4. Diana
    November 9, 2019 / 7:00 am

    Hallo Pia,
    danke für den ausführlichen Bericht.
    Der Bakuchiol-Hype ist auch an mir nicht vorbeigegangen.
    Ich wollte das Produkt von Indeed Labs testen oder Dr. Sam’s Flawless Nightly Serum (Incis: Aqua (Water/Eau), Butylene Glycol, Niacinamide, Azelaic Acid, Dicaprylyl Carbonate, Glycerin, Ethoxydiglycol, Cetearyl Alcohol, Dimethyl Isosorbide, Bakuchiol, Tapioca Starch, Benzyl Alcohol, Allantoin, Sodium Stearoyl Glutamate, Xanthan Gum, Phenoxyethanol, Hydroxypinacolone Retinoate, Disodium EDTA, Dehydroacetic Acid, Polymethylsilsesquioxane).
    Kennst Du das Produkt?
    LG Diana

  5. Derailroaded
    November 8, 2019 / 10:02 pm

    Ich verwende seit 6 Wochen abends das Bakuchiol Booster Öl von Bybi, zwei Tropfen vermischt mit Creme. Wenn es kälter wird, kann ich einen oder zwei Tropfen mehr verwenden, es ist schon eine fettige Angelegenheit. Vielleicht muss ich die nächsten 6 Wochen abwarten, großartige Resultate sehe ich nämlich noch nicht bzw. bilde ich mir allenfalls ein. Zumindest ist die Pflegewirkung im Gegensatz zu Retinol sehr gut, damit trocknete mir die Haut immer aus.
    Meinen Berechnungen nach müsste ich dann also ungefähr zu Weihnachten “photoverjüngt” aussehen… 🙂

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