Die neue Zero Feel Sonnencreme von Geek & Gorgeous hat es endlich in unseren lokalen DM geschafft.
Nachtrag – die Zero Feel Sonnencreme ist inzwischen auch bei Purish (hier)* erhältlich – der Code PIA bietet Euch 5% Rabatt auf Alles. (Vor Kurzem gab es dort 20% auf alle Geek & Gorgeous Produkte; das könnte sich aber inzwischen geändert haben.)
Als ich sie entdeckt habe, standen nur noch zwei Tuben im Regal. Kurz danach – ich war nämlich recht schnell – war es nur noch eine. Und selbst diese lag wenige Minuten später bei einem DM-Kunden hinter mir auf dem Band. Warum? Weil Geek & Gorgeous derzeit zweifellos zu den besten Hautpflegemarken weltweit gehört.
Die Gründerin Judit gab bereits vor Jahren an, dass sie an einer eigenen Sonnencreme arbeitet.
Sie war auch die Person, die damals den sogenannten Purito-Sonnenschutzskandal aufdeckte. Einige von Euch erinnern sich vielleicht noch daran. Ihr fiel nämlich auf – wie auch einigen von uns –, dass eine Sonnencreme mit nur zwei UV-Filtern unmöglich einen UVB-Schutz von 50 aufweisen kann, so wie die Purito-Sonnencreme damals formuliert war.
Und sie hatte recht: Die Nachmessung ergab einen SPF von 19. Falls Ihr Interesse an den Details habt, findet Ihr Einzelheiten dazu in meinem Blogpost hier.
Viele waren also super gespannt, wie ihre eigene Sonnencreme konzipiert wird und wie sie performen wird.
Und ich wage zu behaupten: Die allermeisten sind nicht enttäuscht.
Die Fakten: Inhaltsstoffe und UV-Schutz der Zero Feel
Die relativ große Tube enthält vier moderne UV-Filter.
- Diethylamino-Hydroxybenzoyl-Hexylbenzoat
- Ethylhexyl-Triazon
- Bis-Ethylhexyloxyphenol-Methoxyphenyl-Triazin
- Phenylbenzimidazol-Sulfonsäure, Butylenglycoldicaprylat/Dicaprat
Der UVA-Schutz beträgt 30, was sich absolut sehen lässt. Ob die Sonnencreme wasserresistent ist, wurde noch nicht offiziell bestätigt. In einem Instagram-Post teilte Geek & Gorgeous mit, dass der erste Test positiv ausfiel. Der zweite, bestätigende Test wurde für Juni angekündigt, die Ergebnisse sollen bald bekannt gegeben werden.
Das Innenleben der Sonnencreme ist sehr übersichtlich – im positiven Sinne, denn es geht hier in erster Linie um einen soliden Sonnenschutz.
Ihr findet hier also keine Extras wie Antioxidantien oder Niacinamid. Das ist eine wichtige Info für alle, die diesen Wirkstoff lieber in einem separaten Serum nutzen oder ihn gar nicht vertragen.
Auch kein Parfüm und keine allergenen Duftstoffe sind enthalten. Die Creme hat also gute Chancen, auch von sehr empfindlicher Haut gut vertragen zu werden.
Das Hautgefühl und Finish auf der Haut
Doch wie fühlt sich die Zero Feel auf der Haut an?
Ziemlich nach „Zero Feel“.
Die Formulierung ist so konzipiert, dass sie in erster Linie eine ölige Haut und eine Mischhaut bedient. Die Creme wird aufgetragen, verteilt, und sie verschwindet in der Haut. Keine Klebrigkeit, kein spürbarer Film.
Und das Interessante: Genau dasselbe passiert bei einem erneuten Auftrag, zumindest in meinem Fall. Alles verläuft unproblematisch. Nach ein paar Sekunden spürt Ihr nichts mehr auf der Haut.
Deshalb würde ich die Creme primär einer öligen Haut und einer Mischhaut empfehlen. Meine Haut tendiert derzeit etwas in Richtung trocken – es ist immer noch eine Mischhaut, allerdings sind die trockenen Stellen, zum Beispiel um die Augen herum, deutlich trockener als noch vor ein paar Jahren. Daher achte ich bei Sonnencremes auch darauf, ob sie irgendwo spannen oder sich unangenehm trocken anfühlen.
Und das ist tatsächlich nicht der Fall. Gerade in den trockenen Augenbereichen hatte ich nach dem Auftrag kein Spannungsgefühl. Das kann bei Euch natürlich anders sein.

Deshalb bleibt die Frage: Könnte die Creme auch bei einer leicht trockenen Haut funktionieren? Hier kommt es meines Erachtens weniger auf das Hautgefühl als auf das Finish an. Denn die Sonnencreme von Geek & Gorgeous hinterlässt ein leichtes, pudriges Finish – ein eindeutig mattes Finish.
Falls Ihr darauf eine eher matte Foundation, einen Primer oder sonst etwas auftragt und es eigentlich gerne glowy mögt, wird das wahrscheinlich nicht funktionieren. Aber falls Ihr bei einer trockenen Haut doch ungerne reichhaltige Sonnencremes verwendet und das matte Finish nicht noch zusätzlich durch mattes Make-up betont, kann das durchaus funktionieren. Das muss man wie immer individuell testen.
Der Vergleich mit koreanischen Produkten und Avène
Ein Vergleich bietet sich an, falls Ihr bereits Erfahrungen mit koreanischen Sonnenschutzprodukten gemacht habt, wie zum Beispiel der Haruharu Wonder Black Rice Sonnencreme.
Diese fühlt sich im Vergleich zu der Geek & Gorgeous Sonnencreme etwas pflegender an. Sie zieht etwas langsamer ein und wird bei ausgeprägt öliger Haut vermutlich weniger beliebt sein als die Zero Feel Creme von Geek & Gorgeous.
Ein vergleichbares Hautgefühl bietet wiederum die Tocobo Cica Sonnencreme. Bei dieser ist allerdings der genaue UV-Schutzwert unbekannt, die Creme ist nicht wasserresistent und dazu leicht parfümiert. Leicht, aber das heißt eben, dass es keine gleichwertige Alternative ist.
Andere mir bekannte vergleichbar leichte Sonnenschutzprodukte sind wiederum eher alkohollastig – mit einer Ausnahme. Und diese Ausnahme ist das Anti-Perfection Fluid von Avène (hier kurz besprochen).
Dazu kommen wir unbedingt ein anderes Mal, heute nur so viel: Das Fluid von Avène ist deutlich teurer, allein weil die Flasche nur 40 ml enthält. Dafür enthält es mehr entzündungshemmende Substanzen, was wiederum bei Unreinheiten helfen kann.
Sollte sich die Wasserresistenz des Zero Feel Fluids bestätigen, hätten wir in der Drogerie endlich eine moderne, alkoholfreie, nicht klebende und nicht abrollende Sonnencreme mit einem guten UVA-Schutz, die sich also nicht nach dem ersten Schwitzen vom Gesicht verabschiedet.
Und das ist eine ziemlich bombastische Vorstellung, oder?
Das Duell auf Social Media: Zero Feel vs. No Cosmetics Lightweight Sun Milk
Aktuell auf Social Medien wird die Zero Feel Sonnencreme von Geek & Gorgeous oft mit der Lightweight Sun Milk von No Cosmetics verglichen. Meines Erachtens haben die beiden gar nicht so viel gemeinsam, was das Hautgefühl anbelangt.
Beide sind ungefähr zeitgleich in der Drogerie gelandet. Das verbindet sie irgendwie.
Beide sind parfümfrei, alkoholfrei, reizarm formuliert und setzen auf moderne UV-Filter – übrigens exakt dieselben. Aber beim Hautgefühl hört die Ähnlichkeit für mich auf.

Die Lightweight Sun Milk von No Cosmetics hinterlässt einen spürbaren Film auf der Haut und klebt erstmal eine Weile. Die Zero Feel von Geek & Gorgeous dagegen zieht super schnell ein und fühlt sich wirklich nach fast nichts an.
Die No Cosmetics Milk hat zudem einen UVA-Schutzwert von etwa 20 bzw. 21. Bei Geek & Gorgeous liegt er bei 30, und nach dem ersten Test ist die Zero Feel Sonnencreme auch wasserresistent.

Trotzdem – und das habe ich auch in meinem Video zu der No Cosmetics Sun Milk letzte Woche gesagt – gibt es viele Menschen, die das Produkt wirklich mögen.
Gerade wenn Ihr keine ölige Haut habt, kann die Lightweight Sun Milk von No Cosmetics eine Sonnencreme sein, die für Euch richtig gut funktioniert. Lasst mich bitte unbedingt wissen, falls Ihr inzwischen beide Produkte getestet habt, wie Ihr den Unterschied und die Ähnlichkeiten zwischen den beiden einschätzt. Es kann nämlich sein, dass ich mit meiner Einschätzung völlig danebenliege.

Nach dem Top kommt ein Flop: Das neue Reinigungsöl von Isana
Das altbekannte Reinigungsöl von Isana ist ein absoluter Volltreffer. Es lässt sich super einfach abwaschen und bekommt wirklich alles runter. Reizarm, simpel, fantastisch.

Die neue Sortimentsergänzung von Isana in Sachen Gesichtsreinigung ist aber leider eine kleine Katastrophe.
Es ist Teil der Ultra Sensitiv Pflegelinie, die theoretisch alles richtig macht. Auch das Reinigungsöl ist hautfreundlich formuliert, ohne jegliche Beduftung – aber es performt schlecht. Damit meine ich vor allem, dass es sich von der Haut kaum abwaschen lässt. Es bleibt ein fettiger Film zurück, den man nur mit einem zweiten Cleanser entfernen kann.
Und das ist gerade für die Haut, die eigentlich keinen doppelten Reinigungsschritt braucht, nicht besonders ideal. Deshalb würde ich um dieses Reinigungsöl einen großen Bogen machen.
Drogerie-Geheimtipp: Isana Ultra Sensitiv Barriereschutzcreme
Die Ultra Sensitiv Barriereschutzcreme aus derselben Pflegereihe ist hingegen nicht nur sehr schön formuliert, sondern fühlt sich auch angenehm auf der Haut an. Sie ist nicht allzu reichhaltig und eher für eine Mischhaut geeignet, zum Beispiel als Abendcreme. Man findet in der Zusammensetzung teilweise hauteigene Lipide und beruhigende Substanzen. Sie ist reizarm, parfümfrei und das für ganze 3 Euro.

Solche super reizarmen Formulierungen sind oft eher für trockene Haut bestimmt, die häufig mit Hautempfindlichkeiten einhergeht. Hier findet aber auch eine Mischhaut ein sehr hautfreundliches, beruhigendes Produkt. Deshalb ist die Creme auch ziemlich speziell.
e.l.f. Holy Hydration! Barrier Cream: Beruhigung mit Hafer
Um bei hautfreundlicher Hautpflege zu bleiben, kommt hier noch ein Produkt aus dieser Kategorie: die Barriere-Creme von e.l.f. – die Holy Hydration! Barrier Cream. Verbindet Ihr e.l.f. auch mit Hautpflege oder nur mit dekorativer Kosmetik? Ich bin nämlich immer noch überrascht, wenn ich Seren und Cremes von e.l.f. Cosmetics im Regal sehe. Aber die Marke ist inzwischen im Skincare-Bereich angekommen und mittlerweile auch bei DM erhältlich.
Das Vitamin C-Serum von e.l.f. haben wir bereits besprochen – ein leicht öliges Produkt, das bei mir leider schnell gekippt ist.
Das Barriereprodukt hat mich deshalb angesprochen, weil es 1 % Hafer enthält. Hafer ist einer der Wirkstoffe, die wir eindeutig zu wenig in der Hautpflege sehen.
Er wirkt beruhigend bei irritierter Haut und bei Juckreiz, und er wird auch oft bei Neurodermitis empfohlen. Auch wenn Ihr es beim Peeling oder mit Retinoiden übertreibt, kann Hafer die Haut etwas besänftigen.
Die Creme von e.l.f. enthält 60 ml, ist sehr mild formuliert, unbeduftet und hinterlässt ein fantastisches Hautgefühl. Falls Ihr also zu den Menschen gehört, die klebrige, reichhaltige Cremes nicht mögen und auf sehr schnell einziehende Hautpflege setzen, könnt Ihr das Produkt gerne testen. Aber es ist eben keine klassische Feuchtigkeitscreme. Eher ist es als ein beruhigendes Serum oder bei einer öligen Haut als Abendcreme zu verstehen.
Also noch einmal: Das Produkt ist extrem leicht auf der Haut und wird eine Abendcreme in den allermeisten Fällen nicht ersetzen – es sei denn, Eure Haut ist sehr ölig. Lustigerweise kostete die Holy Hydration, als ich letztes Mal geschaut habe, bei DM 15 Euro für 60 ml und bei Douglas 12 Euro. In der Regel ist es ja genau umgekehrt.
Fazit und Sonnenschutz-Tabelle
Und zum Schluss als Erinnerung: Hier findet Ihr eine Tabelle mit etlichen empfehlenswerten Sonnenschutzprodukten, zunächst einmal für das Gesicht. Inklusive INCI-Listen, Angaben zur Wasserresistenz und zu Alkohol.
Ich hoffe, das hilft Euch weiter. Bis zum nächsten Mal!
