Vitamin C in Hautpflege – Falten und Pigmentflecken adieu!

Vitamin C in Hautpflege

Vitamin C in HautpflegeNachdem wir  Hyaluronsäure (klick) und  Retinoide (klick) ausführlich besprochen haben, werden wir heute über Vitamin C in Hautpflege sprechen. Wie immer bei “großen” Themen, streckt sich unsere Auseinandersetzung mit dem Inhaltsstoff über mehrere Blogbeiträge aus. Die gesamte Blogreihe über Vitamin C in Hautpflege findet Ihr ganz unten.


Vitamin C in Hautpflege – Einführung

Die positive Wirkung von Vitamin C in Form von Ascorbinsäure auf die Haut wurde inzwischen mehrfach und überzeugend wissenschaftlich dokumentiert. Dabei werden Vitamin C  in Hautpflege folgende Funktionen zugeschrieben:

  • Vitamin C in Hautpflege gilt als Antioxidant (neutralisiert freie Radikale),
  • Vitamin C in Hautpflege fungiert als Sonnenschutz (durch dessen antioxidative Fähigkeiten)
  • Vitamin C in Hautpflege leistet gute Dienste bei der Aufhellung von Pigmentflecken (Melasma, Altersflecken und PIH)

Wir werden gleich sehen, dass es nicht ausreichend ist, etwas Vitamin C – in welcher Form auch immer – in ein Pflegeprodukt zu packen und es als „Serum mit Vitamin C“ zu bezeichnen. Um zu wissen, ob Vitamin C unsere Haut positiv beeinflussen kann, müssen folgende Faktoren geklärt werden:

  • Was ist die eingesetzte Form bzw. das Derivat von Vitamin C in einem Pflegeprodukt?
  • Was ist die Konzentration von Vitamin C in einem Pflegeprodukt?
  • Was ist der pH-Wert des fertigen Vitamin C Serums?
  • Wie sieht die Produktverpackung aus? Schützt sie den Wirkstoff vom Licht und Luft?
  • Welche andere Inhaltsstoffe wurden der Formulierung beigefügt? Enthält das Fertigprodukt noch zusätzlich etwa Vitamin E?
  • Wie wurde das Serum mit Ascorbinsäure stabilisiert? Welche Hilfsstoffe (Emulgatoren bzw. Feuchthaltemittel) wurden zu diesem Zweck eingesetzt?, etc.

Vitamin C in Hautpflege – die Forschungslage

Anders als bei meinen Recherchen zu Retinoiden, hat sich die Suche nach aussagekräftigen Studien zur Wirkung von Vitamin C auf die Haut schwierig gestalten. Der Grund dafür ist, dass überzeugende Forschungsergebnisse mindestens 10 Jahre alt sind, während die neuesten Studien dazu tendieren, das bereits Besagte zusammenzufassen. Hier ist eine Liste mit Quellen, die für eine Besprechung von Vitamin C in Hautpflege durchaus nützlich sind:

  1. Eine relativ neue (2011) Review mit Quellen zu bisherigen Studien kann man hier nachlesen (derzeit offline).
  2. Paula’s Choice gibt auf deren Homepage auch einige Quellen an, um das RESIST C15 SUPER BOOSTER zu unterstützen.
  3. Eine sehr gute Übersicht über den Stand der Forschung zu Vitamin C in Hautpflege habe ich darüber hinaus auf der Homepage des Linus Pauling Institutes der Universität Oregon gefunden.
  4. Hier findet sich auch eine gute Übersicht über die bisherigen Forschungsergebnisse zur Wirkung von Vitamin C in Pflegeprodukten.
  5. Auch dieser Aufsatz (derzeit offline) von 2012 im Abschnitt über Vitamin C in Hautpflege bietet ausgezeichnete Informationsquelle zu bereits geführter Forschung.
  6. Nicht zuletzt wurde in diesem Jahr (2015) eine weitere Zusammenfassung von Quellen zu den bisherigen Studien von anti aging Inhaltsstoffen, darunter Vitamin C, veröffentlicht.

Falls nichts anders angegeben, werde ich also bei der heutigen Besprechung von Vitamin C in Hautpflege auf den obigen Texten basieren.


Was wird gemeint, wenn von Vitamin C in Hautpflege gesprochen wird?

Vitamin C in Hautpflege

Wenn von Vitamin C in Hautpflege gesprochen wird, wird meist die biologisch aktive Form von Vitamin C – Ascorbinsäure / L-ascorbic acid (LAA) – gemeint. (Zur Erinnerung: Die biologisch aktive Form von Vitamin A ist die Retinsäure.)

Doch nicht nur Ascorbinsäure, sondern auch Vitamin C Derivate werden in Seren und Cremes eingesetzt. Welche Vitamin C Derivate werden denn in Pflegeprodukten verwendet, fragt Ihr?

Zu den best erforschten Derivaten von Ascorbinsäure gehören insbesondere:

  • Magnesium Ascorbyl Phosphate (MAP)
  • Tetrahexyldecyl Ascorbate (TETRA)
  • Ascorbyl Palmitate
  • Sodium Ascorbyl Phosphate (SAP).

Da es sich dabei um ein umfassendes Thema handelt, werde ich Vitamin C Derivate in einem separaten Blogbeitrag behandeln. Die weiteren Punkte beziehen sich somit nur auf Ascorbinsäure in Hautpflegemitteln.

Hier schon vorab: Studien zeigen, dass Ascorbinsäure die potenteste Form von Vitamin C ist!


Ascorbinsäure in Hautpflege – die Problemlage

Wenn aber Ascorbinsäure die potenteste Form von Vitamin C in Hautpflege darstellt, warum werden in Pflegeprodukten in erster Linie andere Vitamin C Formen eingesetzt? Weil Ascorbinsäure einige Eigenschaften aufweist, welche die Herstellung eines effektiven Gesichtsserums erschwert.

  • Ascorbinsäure ist extrem instabil, wenn es dem Luft und Licht ausgesetzt wird.
  • Ascorbinsäure funktioniert nur in einem niedrigen (sauren) pH-Umfeld, was bei sensitiven Häuten zur Irritation und Unwohlgefühl nach dem Auftrag führen kann.

Aus eben diesen Gründen werden in Pflegepräparaten anstatt Ascorbinsäure diverse Derivate eingesetzt, worüber wir in den kommenden Beiträgen sprechen werden (inzwischen hier: Vitamin C Derivate in Hautfpflege).

Jetzt widmen wir uns der Frage, welche Wirkung Vitamin C in Hautpflege entfalten kann. Und diese ist in Bezug auf etwa Antiaging oder Hyperpigmentierung sehr vielversprechend.


Wirkung von Vitamin C (Ascorbinsäure) auf die Haut

Welche Wirkung hat Vitamin C auf unsere Haut?

Faltenreduktion durch Ankurbelung von Kollagensynthese. Eine Studie von 2003 zeigte, dass nach einer täglichen Applikation von 5% Vitamin C (Ascorbinsäure) sechs Monate lang eine verstärkte Kollagenproduktion in der Dermis beobachtet wurde (konkret war das “Active C” von La Roche Posay). Über Faltenreduktion aufgrund einer regelmäßigen Anwendung von Pflegepräparaten mit Vitamin C berichten auch zwei weitere Studien – hier, 3% Ascorbinsäure und hier, 5% Ascorbinsäure.


  Positive Auswirkung auf Festigkeit, Befeuchtung und Geschmeidigkeit der Haut (klick).


  Reduktion von feinen Linien und Verbesserung des Hauttons. Ein gleichmäßigerer Hautton und gemilderte Fältchen wurden nach einer dreimonatigen täglichen Anwendung von 10% Ascorbinsäure festgestellt (klick).


  Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen. Studien zeigen, dass Vitamin C die Haut vor Hautschäden schützt, die durch UV-Strahlen entstehen. Lange Zeit ging man nur von dem Schutz vor UVB-Strahlen aus. Jetzt weiß man, dass Vitamin C auch teilweise Schäden neutralisieren kann, die von der UVA-Bestrahlung kommen. Dadurch hat Vitamin C in Hautpflege einen Anti Aging Effekt per se. (Quellen: hier hier hier hier hier und hier).

Doch wie funktioniert der UV-Schutz durch Ascorbinsäure in Hautpflege, fragt Ihr? Vitamin C wirkt bekanntermaßen antioxidativ. Antioxidantien sind Radikalfänger, d.h. sie jagen nach freien Radikalen in der Haut. Und freie Radikale werden u.a. von der Sonnenbestrahlung produziert. Je mehr Antioxidanten der Haut zugefügt wird, umso besser kann sich die Haut vor freien Radikalen schützen. Der Schutz ist wiederum deshalb so wichtig, da freie Radikale u.a. den Kollagen und Elastin in der Haut zerstören. Daher ist ein regelmäßiger Auftrag von Antioxidantien in einer Hautpflegeroutine so wichtig.


  Aufhellung von Pigmentflecken. Positive Auswirkung von Vitamin C in Hautpflege auf Hyperpigmentierung erfolgt durch eine Reduktion der Melaninproduktion (Quelle 2, derzeit offline). Mehr dazu findet Ihr in dem Beitrag zur Entstehung und Behandlung von Pigmentflecken.


  Unterstützung einer gesunden Hautbarriere durch entzündungshemmende Fähigkeiten. Eine gesunde Hautbarriere hilft wiederum, die Verdunstung vom Wasser aus der Haut zu reduzierten. Dadurch steigt der Feuchtigkeitsgehalt der Haut (klick). Vitamin C in Hautpflege agiert somit indirekt ebenfalls feuchtigkeitsspendend.


  Unterstützung einer gesunden Hautbarriere durch Erhöhung der Anzahl von Ceramiden. Ceramide sind hauteigene Lipide, welche die äußerste Hautschicht, die Hornschicht, verdichten und hierdurch sowohl einen verstärkten Wasserverlust aus der Haut als auch das Eindringen von Bakterien etc. in die Haut verhindern (klick) Zur Rolle von hauteigenen Lipiden in der Haut s. diesen Beitrag.


Vitamin C in Hautpflege – der Wunderwirkstoff

Wollen wir jetzt alle sofort ein Vitamin C Serum bestellen? Klar. 🙂 Bevor wir das tun, brauchen wir aber noch ein paar weitere Informationen zu Vitamin C in Hautpflege, die uns helfen werden, sich im Dschungel der Dermokosmetika zu orientieren und die für unsere Haut richtigen Präparate zu wählen.

Schaut Euch somit an, wie die Blogreihe zu Vitamin C in Hautpflege aufgebaut ist.

Blogreihe zu Vitamin C in Hautpflege

Teil 1 (Heute): Wirkung von Vitamin C auf die Haut

  1. Was wird gemeint, wenn von Vitamin C in Hautpflege gesprochen wird?
  2. Welche Wirkung auf die Haut hat Vitamin C (Ascorbinsäure)?

Teil 2: Konzentration, Penetration und Stabilität von Vitamin C in Hautpflege (hier)

  1. Warum ist eine Kombination von Vitaminen C und E für die Haut besonders günstig?
  2. Welche Konzentration von Ascorbinsäure in Pflegeprodukten ist wirkungsvoll?
  3. Inwiefern penetriert Vitamin C die Haut(-schichten)?
  4. Wie kann ein Vitamin C Serum stabil formuliert werden?

Teil 3: Ascorbinsäure und Vitamin C Derivate (hier)

  • magnesium ascorbyl phosphate (MAP)
  • tetrahexyldecyl ascorbate (TETRA)
  • ascorbyl palmitate (AP)
  • sodium ascorbyl phosphate (SAP)
  • ascorbyl glucoside (AA2G)  etc.

Teil 4: Zusammenfassung: Vitamin C in Hautpflege (hier)


Falls Du den Beitrag wertvoll und nützlich findest, kannst Du mich durch den Klick auf das untere Bild gerne auf eine Tasse Kaffee einladen. 

Für Euer Feedback und Anregungen bin ich wie immer offen! Es wäre vor allem toll, wenn Ihr uns verraten könntet, welches Vitamin C Präparat für Eure Haut wirkt. Gibt es diese(s)?

Viele Grüße

Eure Pia    


Quellen

  1. RE Fitzpatrick, Double-Blind, Half-Face Study Comparing Topical Vitamin C and Vehicle for Rejuvenation of Photodamage, American Society for Dermatologic Surgery 28 231-236
  2. DA Guzman-Sanchez, et al., Topical Uses of Vitamin C, Skin and Aging 53-58, March 2006

41 Comments

  1. Sylvia
    June 10, 2018 / 5:52 am

    Die Sleeping Maske liest sich echt super, hier wären die Inhaltsstoffe zu der von billige beschriebenen maske;
    NHALTSSTOFFEWATER/AQUA/EAU, GLYCERIN, BUTYLENE GLYCOL, MYRCIARIA DUBIA FRUIT EXTRACT, GLYCERYL STEARATE, PEG-100 STEARATE, TRIDECYL STEARATE, NEOPENTYL GLYCOL DICAPRYLATE/DICAPRATE, ARBUTIN, METHYL METHACRYLATE CROSSPOLYMER, DIPHENYLSILOXY PHENYL TRIMETHICONE, ALCOHOL DENAT., STEARIC ACID, DIMETHICONE, MYRISTYL ALCOHOL, PALMITOYL TETRAPEPTIDE-7, ACETYL HEXAPEPTIDE-8, PALMITOYL TRIPEPTIDE-5, PALMITOYL OLIGOPEPTIDE, SODIUM HYALURONATE, SOLUBLE COLLAGEN, RETINYL PALMITATE, TOCOPHERYL ACETATE, PANTHENOL, SODIUM PCA, PERSEA GRATISSIMA (AVOCADO) OIL, ALLANTOIN, ALOE BARBADENSIS LEAF JUICE, SQUALANE, CYCLOPENTASILOXANE, SARCOSINE, BHT, POTASSIUM ASPARTATE, MAGNESIUM ASPARTATE, HYDROGENATED LECITHIN, PROPYLENE GLYCOL, LAURETH-4, POLYSORBATE-20, POLYSILICONE-11, TRIDECYL TRIMELLITATE, TRIETHANOLAMINE, CARBOMER, SODIUM COCOYL AMINO ACIDS, HYDROXYPROPYL METHYLCELLULOSE STEAROXY ETHER, SODIUM METHYL STEAROYL TAURATE, SILICA, BENZOIC ACID, POTASSIUM SORBATE, SODIUM BENZOATE, PHENOXYETHANOL, METHYLPARABEN, MICA, FRAGRANCE (PARFUM).
    Hier noch die beschreibung;

    BESCHREIBUNGDiese Nachtpflege und Feuchtigkeitsmaske enthält Camu Camu Berry, eine Superfrucht vom Amazonas, die über 30 Mal mehr Vitamin C enthält, als eine herkömmliche Orange. Sie hilft, das Kollagen zu verbessern, wirkt aufhellend, glättend, straffend und verbessert das Erscheinungsbild von feinen Linien, Falten und eines unregelmäßigen Teints. Arbutin – ein natürlicher Beerentrauben-Extrakt – hilft, die Haut aufzuhellen und den Teint auszugleichen. SepiCalm™ S hilft die Haut zu beruhigen, reduziert Rötungen, Irritationen und Entzündungen. Avocadoöl wirkt pflegend und hinterlässt eine weiche Haut. 4 Anti-Aging Peptide verbessern das Erscheinungsbild von feinen Linien und Falten, während Hyaluronsäure die Elastizität und Feuchtigkeit der Haut verbessert, indem sie das Tausenfache ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aus der Luft speichern kann.
    Grüsse
    Sylvia

  2. December 19, 2016 / 8:14 pm

    Ich danke Ihnen für diesen interessanten Artikel. Faltenreduktion ist ein großes Thema wo man unbedingt Fachleute ranlassen muss. Es gibt natürlich auch gute Hausmittel.
    Beste Grüße,
    Jan

  3. Kathi
    January 17, 2016 / 8:57 pm

    Hallo Pia,
    ich wollte mir mein saures Gesichtswasser (vor der BHA Creme) mit ein paar AOX aufpeppen und dachte an Vitamin C – so weit so gut. Die Suche danach bei meinem Haus und Hof Lieferanten spuckte dann aus er habe Ferula- und Ascorbinsäure im Angebot, woraufhin ich erst mal versuchte heraus zu finden, was denn nun ggf gekauft wird.. Irgendwie bin ich nach viel gegoogle nicht schlauer und dachte mir ich klopf mit meinen Fragen mal bei dir an, auch wenn du die fertigen Produkte besprichst. Vielleicht magst/kannst du mir ja trotzdem auf die Sprünge helfen und die Entscheidung erleichtern? ^^
    Du schreibst Ascorbinsäure ist die potenteste Form – wie kommt es, dass die Ferulasäure je nach Anbieter meist mindestens 20x teurer ist als LAA? Normalerweise heißt es doch immer je “besser” desto teurer.
    Da mir das L’Oréal Patent egal sein kann: Macht es von der Wirkung her irgendeinen Unterschied, ob ich Ferulasäure zur LAA dazu mische oder dient das ausschließlich der Konservierung? So oder so: In welchem Verhältnis sollten die beiden Säuren im Zweifelsfall zueinander stehen?
    Habe ich auch eine Oxidierung auf der Haut zu befürchten, wenn ich direkt im Anschluss zum Vitamin C Auftrag die 2%ige BHA Lotion (bzw. das Gel) von Paula drüber schmiere oder gilt die Wartezeit nur für “normale” (nicht saure) Pflege?
    Wäre echt lieb, wenn du da ein bisschen Klarheit schaffen könntest oder mir auf die Finger klopfst, weil das Allgemein keine gute Idee ist. Ich freu mich über jeglichen Input!
    Viele Grüße,
    Kathi

    • February 4, 2016 / 9:20 pm

      Hallo liebe Kathi, sorry für die späte Antwort! 🙁 Nein, besser heißt in diesem Fall nicht teuer. LAA ist potenter und lässt sich als Pulver für ein paar Euro erwerben – falls man ein Serum selbst mischen will.
      Du möchtest ein Toner von Anfang an machen oder ein bereits existierendes aufpeppen? Die zweite Alternative kann problematisch sein, denn nicht alle Wirkstoffe vertragen sich und auch die meisten sind nicht für einen saueren pH-Bereich gedacht, was für LAA notwendig ist. Falls Du ein LAA-Toner machen möchtest, steht nichts auf dem Wege. Wenn Du eine normale unempfindliche Haut hast, beginne mit 5% (ok, eventuell 10%) LAA und 0,5% Konservierungsstoff. Ohne Konservierungsstoff würde der Toner etwa eine Woche lang halten (im Kühlschrank). Ferula stabilisiert LAA zusätzlich und dient als AOX – kein Konservierungsstoff. ABER: Ferulasäure wird nicht im Wasser aufgelöst, sondern in Propylenglykol oder Alkohol. Zwar habe ich gelesen, dass sich die Säure ebenfalls im heißen Wasser einigermaßen (nicht vollständig) auflösen lässt, inwiefern das stimmt und Ferula dann in die Haut gelangt, kann ich nicht sagen. Jedenfalls verlangt eine Selbstformulierung mit Ferula schon einige Vorkenntnisse. 😉
      BHA nach LAA ist ok, denn ebenfalls niedriger pH Bereich. Sonst etwas abwarten.
      Und, was meinst Du? LG Pia

      • Kathi
        March 18, 2016 / 9:04 pm

        Hi Pia,

        wie du siehst bin ich selbst nicht besser 😉 Ich war aber tatsächlich seit deiner Antwort nicht an meinem Laptop und auf mobilen Geräten längere Texte schreiben mag ich so gar nicht, dazu kam dann noch mein Erbsenhirn, das in keiner freien Minute daran dachte, dass ich doch noch antworten wollte.
        Aber gut, dass ich nachgefragt habe, das sagt mir immerhin, dass ich die Ferulasäure abhaken kann. Mein Plan war (soweit ich mich erinnere) mein vorhandenes Gesichtswasser (Pflegendes Gesichtswasser von Balea) noch ein bisschen nützlicher zu machen. Gegen selbst anmischen hätte ich auch nichts, sofern das einfach gemacht ist. Hättest du da vielleicht ein Rezept oder einen weiterführenden Link, wo du einen Daumen nach oben geben kannst (falls das rumpantschen mit meinem vorhandenen Gesichtswasser keine gute Idee ist)? Onkel Google traue ich da nur bedingt über den Weg, weil sich manche Rezepte eher anhören als würde ich mir damit mein eigenes Meth Labor aufbauen und ich mich wiederum bei anderen Frage, ob nicht ein Wattepad mit Wasser genau so viel Wirkung hat 😀

        Kleines offtopic am Rande: Ich geier schon seit Wochen auf das Bioderma Aquafluide SPF 50+, allerdings gibts das natürlich wieder nicht in Deutschland. Hast du vielleicht schon irgendwo aufgeschnappt ob/wann es die Sonnencreme hier zu kaufen gibt?

        Viele Grüße und ein schönes Wochenende,
        Kathi

        • March 20, 2016 / 2:36 am

          Hallo Kathi, keine Sogre, wie finden schon zueinander! 🙂
          Ja, die Aquafluide hatte ich in der Tat, eine Tube habe ich inzwischen verschenkt. Eine fettige Masse! Horrorgeschichte für mich. Für sehr trockene Häute im Winter vielleicht noch tollerierbar, ansonsten ist die Creme viel besser. Angeblich sollte Cicabio auch nett sein; die muss ich mir noch zulegen. 🙂
          Ja, etwa hier: http://bit.ly/1Muuikw Sonst etwa nur 5% Glycerin und 5% Niacinamide… dann aber etwas Okklusiveres oben drauf. 🙂

          • Kathi
            March 27, 2016 / 8:20 pm

            Hey Pia,

            deine Erfahrung mit dem Aquafluide klingt ja super.. Die wird doch als mattierend beschrieben?! Ich trage im Alltag sowieso immer zu wenig Sonnenschutz auf, weil eine ausreichende Menge für mich nicht tragbar ist, ohne dass ich mich wegen der Butter in meinem Gesicht unwohl fühle.
            Von der Cicabio habe ich noch nie gehört, klingt aber wegen den Zusatzversprechen gar nicht so doof (wenn ich mal wieder zu viel in meinem Gesicht herum gedrückt habe – ich kanns einfach nicht lassen ^^).

            Funktioniert das auch auf Ölbasis? Reines Traubenkernöl landet sowieso Abends auf meiner Haut und wenn ich keinen zusätzlichen Schritt einbauen muss, für den ich bestimmt viel zu oft zu faul bin, freue ich mich 😉

            Danke dir und schöne restliche Osterfeiertage!

          • April 3, 2016 / 9:30 am

            Liebe Kathi, bald ist Sommer und die Bioderma Tester wieder in Apos. Musst Du da nach dem Cicabio mal fragen; vielleicht spricht dich die Konsistenz auch an? Aber mit dem Aquafluid handelt es sich wohl um ein Missverständnis: Es ist fettig und alles andere als mattierend. Dieses kann ich nicht empfehlen!
            Schönen Sonntag!

  4. sandriblushaholic
    October 22, 2015 / 9:55 am

    Hallo liebe Pia, kenne mich ja nicht so gut aus, aber benutze seit ein paar Tagen von PC das RESIST ANTI-AGING SKIN BRIGHTENING TREATMENT und bin damit bisher sehr zufrieden :)! Bin gespannt auf weitere Infos. LG 🙂

    • October 26, 2015 / 1:27 pm

      Ja, das Ding hat auch Vitamin C drinne. Danke Sandri für die Erinnerung! Schöne Grüße, wir lesen uns! 🙂

  5. Silberdistel
    October 19, 2015 / 10:00 am

    Toller Post! Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Mich würde vorallem auch interessieren in welchen Produkten ich Vitamin C finde. Selbst mischen ist nicht mein Ding.

    • October 21, 2015 / 10:11 pm

      Das interessiert mich auch. 🙂 Meine Recherche dazu ist weitgehend unvollständig; muss noch daran arbeiten. Ich hoffe, dass uns hier die LeserInnen einige gute Tipps geben! 🙂

      • Maria
        October 22, 2015 / 8:15 am

        Liebe Pia, danke für den tollen Beitrag! Ich benutze seit einiger Zeit Vitamin C, und zwar ohne die Wirkungsweise zu verstehen, wie ich beim durchlesen deines Artikels feststelle 😉 Bisher habe ich das in Deutschland verbotene, nach Schinken riechende Paula’s Choice 15% Serum ausprobiert, und nehme jetzt die neue, verbesserte Formulierung vom OST-Serum (21.5%, die alte 20% ist mit Alkohol, über trend_wish auf ebay). Empfinde ich als genauso wirksam wie das von PC, und ohne Schinkengeruch 🙂 Außerdem gibt es in Frankreich die Facial Lotion C20 (mit von der Marke Mene&Moy, bei Französinen sehr beliebt. Mag ich gerne, weil es ein Allrounder ist (Active Ingredients Ascorbosilane C 20%, Glycolic acid 6%, Phytic acid 2%, Vitamins A and E) finde aber das OST-Serum ein bißchen besser.
        Dann gibt es noch die Hydracid C2o creme, von SVR. Habe ich nicht ausprobiert, soll aber gut sein. Inhaltstoffe: Aqua (Purified Water), Ascorbyl Tetraisopalmitate, Cyclopentasiloxane, Methyl Methacrylate Crosspolymer, Myristyl Alcohol, Sorbitol, Peg-100 Stearate, Glyceryl Stearate, Xylitylglucoside, Pentylene Glycol, Myristyl Glucoside, Glycerin, Dimethicone, Butyrospermum Parkii Butter (Shea Butter), Anhydroxylitol, Xylitol, Paraffinum Liquidum (Mineral Oil), Microcrystalline Cellulose, Diethylhexyl Syringylidenemalonate, Cellulose Gum, Silica, Caprylic/Capric Triglyceride, Sodium Citrate, Citric Acid, Methylparaben, Ethylparaben, Methylisothiazolinone, Parfum (Fragrance), CI 15985.

        Ich hätte eine Frage zum ph-Wert: Wartest du nach der Gesichtsreinigung bevor du das Serum aufträgst? Und was kommt zuerst? AHA oder vitamin c? Lese da immer gegensätzliche Meinungen. Und eine letzte Frage, die aber nichts mit vit c zu tun hat, die ich hier aber trotzdem einfach mal einfüge: Achtest du darauf, avobenzone und octinoxate voneinander zu trennen? Genauer: Kann man zuerst einen Sonnenschutz auftragen, der avobenzone enthält, und hinterher eine foundation, die octinoxate enthält?
        Einen schönen Tag dir, und liebe Grüße!
        Maria

        • October 26, 2015 / 2:21 pm

          Liebe Maria, danke für Deine zahlreichen Vorschläge! Meine&Moy kannte ich bisher nicht. Ich werde mir bald alles genauer anschauen!

          Zu Deiner Frage, was kommt zunächst Vit C oder AHA: Ich trage Vit C morgens und AHAs abends. Falls beide Abends, denn gilt das Konsistenzprinzip: dünner geht zunächst, damit es keinen Film auf der Haut hinterlässt, der die Absorption von anderen Inhaltsstoffen, die nachfolgend aufgetragen werden, verhindert. Da haben die Vitamin C Seren die Nase vorn, da sie meist sehr schnell einziehen. Warten müsste man vor dem eventuellen Auftrag von AHAs nicht unbedingt. Hauptsache: Das Serum ist eingezogen. Bei einer Routine, wo AHAs und Vitamin C (als LAA) vorkommen, muss man aber sehr aufpassen. Bei höheren Konzentrationen kann es durchaus zu einer unnötigen Irritation kommen! Ich persönlich würde nie ca. 20% LAA und mehr als 5% Glycolic Acid nacheinander auftragen; eigentlich würde ich beide Wirkstoffe zu unterschiedlichen Tageszeiten verwenden.

          Avobenzone und Octinoxate degradieren sich gegenseitig, wenn UV-Strahlen ausgesetzt (in der Tube selbst sitzen sie noch freundlich nebeneinander). Falls Octocrylene beigegeben wird, wird es Avobenzone etwas stabilisieren. Wie sicher die Formulierung dadurch wird, ist unklar. Ob eine Wartezeit von ca. 20 Minuten die Degradierung verhindert, ist auch nicht sicher. Ich würde somit nicht darauf bauen, dass die beiden, selbst wenn in einem zeitlichen Abstand geschichtet, weiterhin stabil bleiben. Also: nein.

    • October 26, 2015 / 1:48 pm

      Danke! Ja, mein inzwischen auch nicht. Zu viel Aufwand und das Ergebnis immer unsicher.

  6. Jessy
    October 18, 2015 / 1:28 pm

    Hallo Pia! Danke für den tollen Post! Meine Mutter mischt sich seit einiger Zeit eine Maske aus Ascorbinsäure/Vitamin C Pulver aus der Drogerie und Creme Fraiche zusammen. Sie hat das Rezept mal auf der Suche nach Anti-Aging Hausmitteln im Internet gefunden. Könnte das genauso funktionieren? Creme Fraiche hat ja auch einen sauren ph-Wert, soweit ich weiß. Oder wäre das zu schön um wahr zu sein? Beste Grüße, Jessy 🙂

    • October 21, 2015 / 11:07 pm

      Liebe Jessy, das ist eine interessante Frage. 🙂 Allerdings bin ich kein Fan von solchen Masken, da ich die potenzielle Wirkung nicht abschätzen kann. Dass eine Haut nach der Anwendung einer Maske glatt oder frisch oder sonstwie aussieht, ist für mich nicht überzeugend. Es geht immer um Langzeiteffekte (hier: anti aging) und diese sind bei “normalen” Inhaltsstoffen messbar; Studien zur Wirkung von Creme Fraiche auf die Haut habe ich bislang nicht gesehen. 🙂 Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass sich die Ascorbylsäure in Puderform in der Creme wirklich aufgelöst. Und welchen pH-Wert hat das Ganze? Auch ist der Hautvorteil von Vitamin C-Präparaten dessen antioxidative Wirkung, d.h. nach der Anwendung fangen sie die freien Radikale, die u.a. durch UV-Strahlen produziert werden, auf. Daher ist eine tägliche Anwendung sinnvoll. Falls Deine Mama mit der Maske zufrieden ist, dann freue ich mich auch. Wenn Du nach meiner Meinung dazu fragst – als ein anti aging Mittel -, glaube ich an eine dauerhafte Wirkung nicht. Ich hoffe, Dich nicht enttäuscht zu haben! 🙂 Für Deine Frage, Jessy, danke ich Dir herzlich, da solche Masken vielleicht auch von anderen benutzt werden. Viele Grüße, Pia

  7. tarafairy
    October 18, 2015 / 9:32 am

    Vitamin C könnte was für mich sein. Bisher habe ich nur um die Augen herum mit ein paar kleinen Fältchen zu kämpfen und scheue mich noch ein wenig, Retinoide einzusetzen.
    Ich will meiner Haut erst ein wenig Zeit geben, da ich noch nicht lange Aha und Bha verwende.
    Findest du Vitamin C Produkte sanfter / weniger hautirritierend als solche mit Retinol?
    Glg
    Jennifer

    • October 21, 2015 / 10:24 pm

      Liebe Jennifer, ja, Zeit geben ist ein guter Ansatz! Lass Dir wirklich etwas Zeit und beobachte Deine Haut! Sie wird sich freuen!
      Vitamin C und Retinoide können beide irritierend sein – oder eben nicht. 🙂 Es hängt von der Konzentration und im Falle eines LAA-Serums von dem pH ab. An Deiner Stelle würde ich ganz vorsichtig mit einem Retinol-Serum mit einer sehr niedrigen Konzentration anfangen und schauen, was passiert. Oder greif zunächst einmal zu einem Produkt mit Retinal – das wäre etwa das Serum von Avene Eluage (Review auf dem Blog). Retinal ist etwas potenter und gleichzeitig weniger irritierend als Retinol.
      Eine gute Lösung ist auch das Dermasence Produkt mit 8% Glykosäure und 2% Vitamin C. Nichts für Anfänger! Für Fortgeschrittene jedoch einen Versuch wert – ich meine dieses hier: https://instagram.com/p/8lhJPDG7F8/?taken-by=pia.skincareinspirations

      Melde dich dann bitte, wie es bei Dir weiter geht!
      Ich grüße Dich herzlich, Pia

  8. Dyana
    October 17, 2015 / 2:59 pm

    Ich finde es super, dass du so genau auf deine Quellen verweist… also die Studien auch konkret benennst statt nur zu behaupten, dass es viele gibt, die deine Aussagen belegen. Schöner Artikel 🙂

  9. Billie
    October 17, 2015 / 12:19 pm

    Ich habe mir neulich bei Niche Beauty von Peter Thomas Roth die Vitamin C Brightening Sleeping Mask bestellt. Mich hat der Gedanke fasziniert, dass eine Maske mit Vitamin C die ganze Nacht, wenn die Haut sich regeneriert, wirkt. Und sie wirkt!! Schon nach dem Auftragen spüre ich, wie die Haut der Handinnenfläche, mit der ich das Produkt aufgetragen habe, glatter und weicher wird. Auf der Stirn hatte ich einige Pigmentflecken, die schon durch Retinol und Fruchtsäurepeeling verblasst, aber noch deutlich sichtbar waren, die schon nach kurzer (10 Tage) täglicher Anwendung fast völlig verschwunden sind. Ich bin nicht so die INCI Kennerin, daher weiß ich nicht, ob auch Vitamin E drin ist. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings, da auch denaturierter Alkohol drin ist. Er steht in den INCI in der Mitte, das bedeutet, die Konzentration ist nicht sehr hoch (stimmt das?). Jedenfalls riecht man den Alkohol beim Auftragen, es riecht nach fruchtig-süßem Likör, ein bißchen wie Weihnachten (wer kann da schon widerstehen ;-)). Da meine Haut eher robuster ist und sehr gut auf das Produkt reagiert, so what? Ich denke auch, dass der Alkohol nach einer Weile verdunstet. Für empfindliche Haut ist es aber wohl eher nichts.

    LG

    • October 21, 2015 / 10:28 pm

      Liebe Billie, hast Du noch die Verpackung? Ich kann die INCI nirgendwo finden. Eine kleine Menge Alkohol ist nicht problematisch. Manchmal steht es in der Mitte der INCI-Liste; hinterher kommen aber Peptide und etwa Retinol (in kleinsten Konzentrationen). 🙂 Ich würde mir die INCI-Liste gerne anschauen, zumal Du tatsächlich so gute Effekte erzielt hast! Danke für Deine wertvolle Rückmeldung!

  10. Meike
    October 17, 2015 / 9:07 am

    Ich freu mich auch schon, vor allem auf Produktvorstellungen, bisher hatte ich ein Serum, da hatte ich irgendwie das Gefühl es bringt gar nichts und eines, dass zu heftig für mich war mit ph von 2,5 und 21,5 % Ascorbic Acid, bewahre sie immer im Kühlschrank in der Verpackung lichtundurchlässig auf.

    Liebe Grüße und schönes Wochenende
    Meike

    • October 21, 2015 / 10:30 pm

      Hallo Meike! :)), hm, 21% LAA und pH von 2,5 ist schon heftig. Von welcher Firma war das nochmal??

  11. Nayce87
    October 16, 2015 / 3:25 pm

    Toller Post! Freu mich schon auf die Fortsetzung!

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