Hautreinigung: Tenside in Hautpflege – zwischen harsch und mild

Alles über Tenside in Hautpflege

Nachdem wir letztes Mal über die Hautbarriere, den Säuremantel (klick) und  milde Gesichtsreinigung (klick) gesprochen haben, kommt heute der nächste Teil unserer Reihe über Hautreinigung. Das Thema lautet: Tenside in Hautpflege.

Zur Erinnerung:

Die Blogreihe zur Hautreinigung sieht folgendermaßen aus:

  1. Hautreinigung: Hautbarriere und Säuremantel
    1. Wie ist die Hautbarriere aufgebaut und welche Funktionen hat sie?
    2. Was beeinträchtigt eine gut funktionierende (gesunde) Hautbarriere?
    3. Was bedeutet für unsere Haut, wenn die Hautbarriere nicht optimal funktioniert?
    4. Worauf sollte man beim Kauf von Reinigungsprodukten und deren Anwendung achten?
  2. Tipps zur Gesichtsreinigung – Worauf sollte man bei der Auswahl von Reinigungsmitteln und bei der Reinigungstechnik achten?
  3. Tenside in Hautreinigung (heute) – Wie unterscheidet man zwischen Harsch und mild?
    1. Was sind Tenside und warum können sie unsere Haut schädigen?
    2. Welche Arten von Tensiden werden in Pflegeprodukten verwendet?
    3. Welche Tenside sind harsch und welche mild für unsere Haut?
    4. Warum ist die “dritte Generation” von Tensiden (Zucker- und Aminosäure-Tenside) besonders interessant?
    5. Wie ist die Reinigungskraft von Phospholipiden?

Tenside in Hautpflege – die dynamische Forschungslage

In unserem ersten Beitrag zur Gesichtsreinigung (hier) haben wir festgestellt, dass eine intakte Hautbarriere und Säuremantel für den Zustand der Haut entscheidend sind. Wenn also harsche Tenside bekanntermaßen die Hautbarriere beschädigen können, muss es in unserem Interesse liegen, sie zu identifizieren und aus der Pflege eliminieren zu können.

Leider gestalteten sich Recherchen zum Irritationspotenzial von Tensiden in Hautpflege etwas zeitaufwendig. Grund dafür ist, dass die Forschungslage zu Tensiden in Pflegeprodukten derzeit sehr dynamisch und die Informationsquelle sehr zerstreut sind. Man muss nach den neuesten Informationen an unterschiedlichen Orten jagen, anstatt sie gemütlich in einem Nachschlagewerk nachzulesen.

Diese Dynamik der Forschungslage bezogen auf Tenside in Hautpflege resultiert daraus, dass die Kosmetikindustrie das Problem der schädigenden Wirkung von harschen Tensiden durchaus erkannt hat. Entsprechend wird derzeit nach guten Ersatzsubstanzen gesucht.

Zum Beispiel wurde neulich in einem Aufsatz über eine neue spannende Technologie berichtet: Man verwendet in Gesichtsreinigern Hydrophobically Modified Polymers (HMPs), welche Tenside in größere Moleküle umwandeln. Dadurch sind Tenside nicht in der Lage, tiefer in die Haut einzudringen und somit größere Schäden einzurichten. (Diese Technologie ist am ehesten in Produkten von Johnson&Johnson und Neutrogena zu erwarten, weil der Aufsatz mit derer Unterstützung entstand, hier). Wir sind gespannt, was als nächstes kommt!

Kommen wir nun aber zum heutigen Thema: Tenside in Reinigungsprodukten.


Was sind Tenside?

Tenside sind Hauptinhaltsstoffe in Reinigungsmitteln, die für das Entfernen von Schmutz, Öl, Staub und abgestorbenen Hautzellen auf der Hautoberfläche zuständig sind.

(Einige Tenside haben auch andere Funktionen; sie gelten als Emulgatoren, Konservierungsstoffe etc.; heute interessieren uns Tenside allerdings hauptsächlich unter dem Aspekt deren hautreinigender Kraft).

Bislang galt Folgendes: Je höher die Reinigungseffizienz eines Tensids war, desto größer war auch dessen schädigender Einfluss auf die Hautbarriere. Betrifft das Prinzip ebenfalls Tenside der neuesten Generation?

Nicht unbedingt. Gleich werdet Ihr sehen, dass milde Tenside ebenfalls eine gute Reinigungskraft besitzen können.


Milde Tenside in Hautpflege

Warum ist es wichtig, Hautreinigungsprodukte mit milden Tensiden zu benutzen?

  1. Tenside können die Fähigkeit von Hautproteinen, das Wasser zu binden und zu halten, drastisch reduzieren. Im Endeffekt verdunstet das Wasser und die Haut dehydriert.
  2. Tenside sind in der Lage, die hauteigenen Lipide aus der Epidermis zu entfernen („auszuwaschen“), klick.
  3. Dadurch wird die Barrierefunktion der Haut beschädigt, denn ohne zwischen den Zellen gelagerte sowie sich im Säuremantel befindende Lipide wird die Hautbarriere löchrig.
  4. Durch diese Löcher wird
    1. Zum einen das Wasser aus der Haut verdunsten und die Haut schrittweise austrocknen.
    2. Zum anderen werden Bakterien und Schmutz in die Haut eindringen.
  5. In der ungeschützten Haut werden vermehrt freie Radikale produziert, die wiederum unsere Elastinfaser sowie Kollagen zerstören.
  6. Eine trockene Haut, in der eine kontinuierliche Zerstörung von Elastin und Kollagen voranschreitet, wird frühzeitig altern.

Fazit: Milde Reinigung bedeutet Anti Aging. Harsche Reinigung ist Pro Aging.

Tenside sind in der Lage, die hauteigenen Lipide aus der Epidermis zu entfernen („auszuwaschen“).


Unten seht Ihr diese Reihenfolge noch mal als Bild zur besseren Veranschaulichung: Benutzung von Tensiden


Tenside in Hautpflege – das Reizpotenzial

Was das Reizpotenzial von Tensiden betrifft, so gibt es darunter große Unterschiede. In der Fachliteratur wird zunächst einmal zwischen vier Tensid-Gruppen unterschieden:

  • kationische,
  • anionische,
  • amphotere
  • und nichtionische (eine Übersicht zu Tensidklassen findet Ihr z.B. hier ).

Oft wird das Irritationspotenzial von Tensiden in der obigen Reihenfolge als abnehmend betrachtet: d.h. von kationisch = sehr reizend bis zu nichtionisch = kaum reizend.

So einfach ist es allerdings nicht. Es trifft zwar zu, dass kationische Tenside (mit einer positiver Ladung) in der Regel sehr reizend und inzwischen selten in der Gesichtspflege eingesetzt werden (eher in Weichspülern etc.). Bei Tensiden aus den anderen Gruppen ist allerdings auch deren Kettenlänge entscheidend. Kurzkettige Tenside wie natrium lauryl sulfate können bei längerem Kontakt irritierend wirken, da sie mit Hautproteinen in Reaktion kommen. Langkettige Tenside sind dagegen grundsätzlich wesentlich weniger reizend: z.B. die langkettigen sodium cocoyl isethionate, ammonium cocoyl isethionate sowie sodium cocoyl glycinate aus der Anion-Gruppe gelten als mild und feuchtigkeitsspendend, s. zu Anion-Tensiden).

Die kurzkettigen sodium lauryl sulfate und sodium laureth sulfate aus derselben Tensid-Gruppe gelten wiederum als bekannte Irritanten).


Einsatz von Ko-Tensiden mildert das Reizpotenzial von Tensiden

Um das Irritationspotenzial von harschen Tensiden in Hautpflege zu minimieren wird oft ein milderer Ko-Tensid, etwa aus der Amphoter-Gruppe eingesetzt (hier eine ältere Studie dazu). Häufig übernehmen diese Rolle: cocamidopropyl betaine oder (noch milder) sodium cocoyl glutamate. Viele amphotere (bzw. zwitterionische Tenside (positiv und negativ geladen) werden in der Tat durch die Haut gut toleriert.

Die für mich offene Frage lautet jedoch:

Inwiefern wird z.B. das Irritationspotenzial von sodium lauryl sulfate durch die Beigabe von etwa sodium cocoyl glutamate reduziert bzw. nivelliert? Mitglieder der US-amerikanischen Organisation Cosmetic Ingredient Review (CIR) haben in 2010 in Bezug auf sodium und ammonium laureth sulfate einen Aufsatz veröffentlicht (CIR). Darin wird zwar zugegeben, dass beide Inhaltsstoffe als irritierend wirken können. In gut formulierten Produkten können sie aber auch mild agieren. Das Problem ist, dass CIR nicht spezifiziert, wie eine solche gute Formulierung aussehen sollte, d.h. unter welchen Bedingungen harsche Tenside zu milden Reinigungsinhaltsstoffen werden (Formulierungstemperatur? Konzentration? Beigabe von anderen Inhaltsstoffen wie z.B. Rückfetten? Beigabe von Ko-Tensiden?).


Sodium Laureth Sulfate – der zweitgrößte Übeltäter

Aufgrund dieser Ungewissheit können wir in Bezug auf Tenside in Hautpflege auf zweierlei Art und Weise vorgehen:

Entweder schenken wir einigen hierzu veröffentlichten Studien Glauben, wie z.B. der Beiersdorf Studie, der nach die Beigabe von sodium cocoyl glutamate die harsche Wirkung von sodium laureth sulfate ausreichend reduzieren soll (hier, Slide 13).

Oder wir vermeiden Reinigungsprodukte mit 1) sodium laureth sulfate 2) ammonium lauryl sulfate und 3) ammonium laureth sulfate gänzlich, solange die Forschungslage unklar ist (meine Strategie). Zu den zu vermeidenden Reinigungspräparaten mit sodium laureth sulfate würden dann auch zwei Reiniger von Paula’s Choice zählen: Moisturizer Boost, Hydralight und Clear Acne (in dem zweiten Fall gilt sodium laureth sulfate allerdings nur als Ko-Tensid).


Tenside der neuesten Generation

Glücklicherweise sind wir inzwischen bezüglich Reinigungsprodukte nicht nur auf Sulfate angewiesen! Zwei Tensidarten der neuesten Generation stehen uns zur Verfügung, wenn nach milden Reinigungsmitteln gesucht wird:

  1. Alkyl Polyglucoside 
  2. Aminosäure-Tenside

Alkyl Polyglucoside | Zuckertenside

Zuckertenside gehören zu nichtionischen Tensiden. Dabei handelt es sich um eine Kombination von aus Pflanzen gewonnenen Fettalkoholen mit Glukose/Zucker (Maistärke), die sich neben guten Reinigungseigenschaften auch durch eine außergewöhnliche Hautschonung auszeichnen, s. hier hier hier hier.

Diese Kombi wird oft als “Zuckertenside” genannt. Dabei treten Zuckertenside in Reinigungsprodukten unter folgenden Namen auf:

  • decyl glucoside (hier muss allerdings der hohe pH im fertigen Produkt etwa mit Zitronensäure reduziert werden)
  • lauryl glucoside
  • coco glucoside
  • caprylyl/capryl glucoside
  • sodium cocopolyglucoside tartrate
  • sodium cocopolyglucoside citrate
  • (sodium lauroyl lactylate/TEA lauroyl lactylate (mehr))

Aminosäure -Tenside

Aminosäure Tenside (acyl amino acids) sind anionische, sulfate-freie Tenside und gelten als den konventionellen Tensiden deutlich überlegen. Sie sind feuchtigkeitsspendend – auch nach dem Abwaschen – und hinterlassen einen angenehmen Schutzfilm auf der Haut. Dabei greifen sie die Lipid-Struktur der Epidermis nicht an und sind insgesamt besonders mild – sowohl für die Haut als auch die Augen klick). Darüber hinaus sind Aminosäure-Tenside auch biologisch schnell abbaubar (dass diese Tensidart einmal aus Seidenraupen Pupae hergestellt wird, ist nicht auszuschließen). Mehr dazu: klick, klick, klick.

Tenside, die auf Aminosäuren basieren, treten in Hautpflege unter den folgenden Namen auf:

  • potassium cocoyl PCA
  • sodium cocoyl hydrolyzed wheat protein
  • sodium cocoyl glutamate
  • sodium lauroyl glutamate
  • sodium myristoyl glutamate
  • sodium cocoyl glycinate
  • sodium lauroyl sarcosinate
  • sodium myristoyl sarcosinate
  • triethanolamine (TEA)-cocoyl glutamate
  • triethanolamine (TEA)-lauroyl sarcosinate

Die Reinigungskraft von Phospholipiden

Neben Zuckertensiden sowie Aminosäure-Tensiden, gelten auch Phospholipide als neueste Generation von Tensiden in Hautpflege. Phospholipide stellen die natürliche Komponente der Haut dar; sie sind faktisch die hauptsächliche Fettsäure in der Epidermis: Phospholipide machen 50% aller Lipide in der Epidermis aus, wenngleich sie in stratum corneum nur zu 5% vertreten sind. In Pflegeprodukten lassen sich Phospholipide aus einigen Pflanzenölen extrahieren.

Da Phospholipide die hauteigene Struktur nachahmen, sind sie durch die Haut, falls von außen hinzugefügt, besser toleriert als Tenside. Phospholipide können sowohl Wasser als auch Fett binden und verfügen über eine hervorragende Reinigungskraft, klick.

Als Reinigungsmittel treten sie unter den folgenden INCI-Namen auf:

  • linoleamidopropyl PG-dimonium chloride phosphate dimethicone
  • disodium lauroamphodiacetate
  • cocamidopropyl PG-cimonium chloride phosphate

Forschungslage zu Phospholipiden

Warum erwähnen wir aber Phospholipide eher am Rande? Weil die Forschungslage hierzu sehr mickrig ist. Auch fertige Produkte mit Phospholipiden, als Reinigungsmittel, sind zumindest auf dem europäischen Markt kaum zu finden. Falls jemand von Euch eine gute Quelle dazu hat, wäre ich für den Link sehr dankbar. Wir werden jedenfalls die Fortschritte in der Reinigungstechnologie mit Phospholipiden verfolgen.

Ausflug: Neulich wurde gezeigt, dass Phospholipide die Penetration von anderen Aktivstoffen in die Haut vereinfachen (Phospholipide mit einem höheren Anteil an phosphatidylethanolamine vereinfachen das Eindringen von Aktivstoffen in das stratum corneum (was eine bessere Befeuchtung der Haut ermöglicht). Phospholipide mit einem höheren Anteil an phosphatidylcholine (Lecithine) vereinfachen die Penetration von Aktivstoffen tiefer in die Epidermis und die Dermis (was sich positiv auf die Kollagenproduktion bzw. Reduktion von Pigmentflecken auswirken kann). Habt Ihr schon mal von „liposomalen Träge- bzw. Überlieferungssystemen“ gehört? Liposome als Penetrationssysteme setzen sich eben aus Phospholipiden zusammen. (Die Penetrationsvereinfachung erfolgt dabei dadurch, dass die Aktivstoffe in die Liposome eingekapselt werden, was ein besseres Einschleusen in die Hautschichten ermöglicht, hier. Ein Foto von einem Liposomen kann man hier sehen. Da von Überlieferungssystemen zum Großteil die Wirkung von Aktivstoffen abhängt, wollte ich Euch diesen kurzen Ausflug nicht ersparen.  🙂


Tenside in Hautpflege – Fazit

Nach dem Ihr den ersten Teil und den heutigen Teil unserer dreiteiligen Blogreihe über Hautreinigung gelesen habt, bin ich mir sicher, dass Ihr nun die Auswahl von milden, für Euren Hauttyp geeigneten Reinigungsmitteln deutlich einfacher finden werdet.

In den letzten Beiträgen haben wir erfahren, was in einem gut formulierten Reinigungsprodukt idealerweise NICHT enthalten sein sollte (Alkohol, Duftstoffe auf Basis von ätherischen Ölen und einige Pflanzenextrakte).

Die Lehre aus dem heutigen Tenside-Beitrag lautet:

Suche nach Reinigungspräparaten, die keine Sulfate (bestenfalls nicht als primäre Tenside) enthalten.

Suche nach Gesichtsreinigern, die ihre Reinigungskraft auf Tensiden aufbauen, die idealerweise auf Glucose bzw. auf Aminosäuren basieren.

Und jetzt druckt Euch die unter stehende Tabelle aus (oder speichert auf dem Handy ab) und ab damit zu DM, Müller, Douglas, Apotheke…, um dort nach einem guten Reinigungsprodukt zu suchen. 🙂


Zuckertenside – zwei bekannte Allergene

Nachtrag: Decyl und lauryl glucoside werden immer häufiger als Hautallergene bezeichnet. Jetzt kurz zur Info.  Mehr dazu werde ich sehr bald ergänzen!


Milde Tenside in Pflege – Tabellarische Darstellung

Ich wäre sehr froh, könntet Ihr mir dann einen Bericht über Eure tollen Befunde erstatten. Aufgrund meiner Arbeit mit Studenten ist mir klar geworden, dass man viel mehr lernt, wenn man nach einer Lösung mit Hilfe von ein paar Hinweisen allein sucht, als wenn diese einem vor die Nase fertig angeboten wird.

Meine Empfehlungen kommen daher erst in ein paar Wochen!

Tenside in Produkten für Hautreinigung


Verwandte Themen

Hier geht es zum Teil: Hautbarriere und Säuremantel

Hier geht es zum Teil: Milde Gesichtsreinigung

Milder Reinigungsschaum aus der Drogerie

Wusstet Ihr eigentlich, von welchen Wirkstoffen eine Anti Aging Wirkung wissenschaftlich unzweideutig nachgewiesen wurde? Ihr werdet stauen, wie kurz die Liste davon ist.

lank

Eure Pia

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Lisa

Hallo Pia,
Darf ich Dich fragen, was du zum Reinigungsschaum von Cicé hältst! Diesen habe ich mir zugelegt und hoffe, dass er meiner Problemhaut nicht schadet!
Eine Antwort wäre so lieb.

Herzliche Grüße,

Lisa

Joshua

Hi,
danke für deine ausführlichen und gut verstädnlichen Posts.
Du fragtest ja nach Quellen für einen Reingungsschaum mit Phospholipid:

https://www.amazon.de/Dermasence-Mousse-Reinigungsschaum-200-Schaum/dp/B00E67CRKE/ref=pd_ybh_a_68?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=9X92QGSET1G4F7AWP87V

Gruß
Joshua

Sarah

Liebe Pia,
auch wenn dieser Beitrag schon älter ist, möchte ich dir ein kleines Dankeschön da lassen! Ich fange gerade an meine Kosmetik selbst herzustellen und deine ganzen Infos zu Tensiden haben mir wirklich sehr geholfen 🙂
LG Sarah

Diana

Hallo liebe Pia,

Jahre nach Veröffentlichung ziehe ich auch mal diesen Artikel zu Rate.
Bin schon seit Längerem auf der Suche nach einem guten Shampoo – die meisten milden haben nicht genug Pflegewirkstoffe für mich. Dachte nun, ich hätte eines gefunden (sensus), deklariert ohne SLS/SLES, fühle sich nach einer Weile allerdings doch etwas harsch an, sodass ich die Inhaltsstoffe genauer studierte. Die INCI an Stelle 2-4 : Ammonium Lauryl Sulfate, Sodium Myreth Sulfate, Sodium Cocoamphoacetate, Sodium Chloride (Kochsalz?) – mild ist vermutlich anders :/ Hatte jetzt ein Auge auf Udo Walz-Shampoo geworfen (INCI: Aqua, Sodium C14-16 Olefin Sulfonate, Cocamidopropyl Betaine, Sodium Chloride, PEG-7 Glyceryl Cocoate, Propylene Glycol Dioleate, Glycol Distearate, Disodium Cocoyl Glutamate, Camellia Sinensis Leaf Extract, Lycium Barbarum Fruit Extract, Malpighia Glabra Fruit Extract, Glycine, Fructose, Niacinamide, Urea, Inositol, Sodium PCA, Sodium Lactate, Glycerin, Polyquaternium-10, Parfum, Sodium Cocoyl Glutamate, Coco-Glucoside, Glyceryl Oleate, Ascorbyl Glucoside, Citric Acid, Phenoxyethanol, Laureth-4, Benzoic Acid, Dehydroacetic Acid, Sodium Benzoate, Linalool, Citral, Limonene, Citronellol) – da wirken die Tenside auf den ersten Blick etwas besser, aber ist Sodium C14-16 Olefin Sulfonate auch eher harsch? Und dazu noch die Duftstoffe…
Jedenfalls, danke Dir immer wieder für Deine Arbeit. Für mich geht die Suche nach einem milden und trotzdem pflegenden Shampoo wohl weiter – außer, Du hast einen heißen Tipp!
Wo kann man eigentlich Deine Empfehlungen zu Reinigungsprodukten finden? 🙂 Bezugnehmend auf einen anderen Kommentar habe ich noch den Babydream extra sensitiver Waschschaum (Rossmann) gefunden (Aqua, Glycerin, Coco-Glucoside, Cocamidopropyl Betaine, Glyceryl Oleate, Panthenol, Sodium Chloride, Tocopherol, Hydrogenated Vegetable Glycerides Citrate, Citric Acid, Sodium Benzoate, Denatonium Benzoate*. * Bitterstoff), den werd ich wohl mal für die Handreinigung austesten!

Viele liebe Grüße, Diana

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