Konservierungsstoffe in Hautpflege – meist unvermeidbar

Neulich stieß ich auf eine Artikel-Reihe einer promovierten Chemikerin und Expertin auf dem Gebiet der Entwicklung und Produktion von Kosmetika mit inzwischen mehr als 16 Jahre Erfahrung in der Kosmetikindustrie, Frau Dr. Ghita Lanzendörfer-Yu. (Sie veröffentlichte unter anderem kurze Beiträge regelmäßig hier.)

Gestern habe ich ihren Text zu Konservierungsmitteln in Kosmetik gelesen und dachte, dass ich es mit Euch teilen möchte.

  • Kaufen wir gerne Kosmetiker “ohne Konservierungsstoffe”?
  • Ist uns dabei klar, dass die Tiegelchen ohnehin “irgendwie” doch konserviert werden müssen (und zwar mit Alkohol, ätherischen Ölen, etc.)?
  • Wissen wir, wie viel Formaldehyd, das wir so pingelig-genau in unserer Kosmetika vermeiden, das Rauchen einer Zigarette freisetzt?
  • Und was ist eigentlich mit Parabenen in kosmetischen Mitteln? In den in kosmetischen Produkten zulässigen Mengen gelten Parabene als sichere Konservierungsstoffe. Dennoch wird Angst davor verbreitet und die Industrie steigt auf andere Konservierungsmittel um – etwa Methylisothiazolinon, das laut Experten Hautallergien auslösen kann. Nachtrag: Im Jahre 2018 kamen einige Studien hinzu, die einen Einfluss von Parabenen auf das menschliche Hormonsystem hinweisen, hier.

Produkte „ohne Konservierungsmittel“ bedeuten keineswegs bessere oder sichere Präparate.

Über die Relevanz von Konservierungsstoffen, Marketing und unserer Anfälligkeit, Gerüchte zu glauben nur, weil sie mehrfach wiederholt werden, s. bitte hier: „Konservierungsstoffe in Kosmetika„.

Einen neuen Beitrag über Kosmetika ohne Konservierungsstoffe findet Ihr hier!


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Happy Lektüre!

Eure Pia

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