Vorzeitige Hautalterung – Was ist eigentlich Prävention? Über Retinol und verschwundene Poren

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(Enthält PR Samples) Mir liegt die Prävention der vorzeitigen Hautalterung am Herzen. Aus unterschiedlichen Gründen. Dazu möchte ich eine Reihe von Videos machen, die jeweils einen anderen Aspekt dieses Themas behandeln. Ich hoffe, das wird auf Euer Interesse stoßen.

Was werden wir behandeln?


Was Euch in dieser Reihe erwartet

Gesichtspflege: Klar, hier besprechen wir einzelne Wirkstoffe, die Sinn ergeben. Wir diskutieren über den Aufbau einer Routine für reifere Haut und ich stelle Euch Trends vor – solche, die sinnvoll sind, und solche, die es eben nicht sind. Gerne auch das nächste große Ding: Longevity is coming…

Ernährung:

Darüber haben wir hier noch nicht wirklich gesprochen. Dabei hat das, was wir essen und was wir vermeiden, einen gravierenden Einfluss auf den Zustand unserer Haut. Dieses Thema würde ich gerne mit Euch diskutieren – es beschäftigt mich gerade auch persönlich sehr stark.

Supplementierung: Ebenfalls etwas, das mich derzeit sehr bewegt. Ich weiß, dass ich mich nicht immer optimal ernähre, und möchte meine Ernährung um sinnvolle, evidenzbasierte Wirkstoffe zur oralen Einnahme ergänzen. Was das sein sollte – da bin ich mir noch nicht ganz schlüssig, bin aber gerade dabei, mir dazu ein genaues Bild zu machen.

Mechanische Faktoren:

Diese spielen ebenfalls eine Rolle – wie ein gutes Schlafkissen oder ein Schlaf-BH für diejenigen unter uns, die volle Brüste haben. Und Textilien – es gibt welche, die die Haut reizen und welche, die potenziell helfen. Was lohnt sich hier wirklich und was nicht?

High-Tech & Home-Geräte:

Derzeit verwende ich selbst drei Produkte: eine LED-Maske mit Rot- und Infrarotlicht, einen LED-Helm und ein Microneedling-Gerät. Zu allen kommt bald ein Update. Versprochen! Es zieht sich etwas, ich weiß, aber es kommt sehr bald. Alle anderen Geräte – diverse kleine LED-Gadgets, zu denen ich neuerdings viele Kooperationsanfragen bekomme – überzeugen mich nicht. Diese werde ich Euch auch nicht empfehlen. Sprechen können wir darüber aber natürlich trotzdem, falls Ihr Euch ein bestimmtes Gerät zulegen wollt.

Körperpflege:

Neben der Gesichtshaut haben wir ja auch reichlich Körperhaut, die wir nicht vernachlässigen sollten. Hände verraten unser Alter, nicht wahr? Absolut. Genauso wie das Dekolleté. Wie kann man den Rest der Haut pflegen, damit das Ganze Hand und Fuß hat – also sinnvoll ist und keine bloßen Gimmicks beinhaltet? Das wollen wir regelmäßig abdecken.

Make-up:

Und zum Schluss Make-up: Hier geht es weniger um die biologische Prävention, sondern eher um eine optische Prävention – nämlich zu verhindern, dass unsere Falten oder hängende Hautpartien durch schlecht angepasste Produkte erst recht sichtbar werden.


Biologische vs. optische Prävention

Also: Skincare ist biologische Prävention. Hier gehen wir an die Ursache. Mit Wirkstoffen wie Retinol arbeiten wir unter der Oberfläche. Wir versuchen, den Abbau von Kollagen zu verhindern und die Hautstruktur stabil zu halten. Das ist die Langzeit-Investition in unsere Zellen.

Make-up ist wiederum eine visuelle bzw. optische Prävention. Hier verhindern wir, dass wir älter wirken, als wir eigentlich sind. Eine gute Foundation, Concealer oder Puder betonen keine Fältchen und setzen sich nicht ab. Sie verhindern den optischen Alterungs-Effekt, den unvorteilhafte Produkte oft auslösen.

Meine Einstellung dazu ist klar: Falten und Poren gehören zu uns. Keine Frage. Doch mit falsch gewähltem Make-up kann man sie zusätzlich akzentuieren. Make-up hilft der Haut, frischer auszusehen. Eine gute Foundation kaschiert Pigmentflecken… Muss man sie kaschieren? Nein. Wenn man es aber möchte, sollte man wissen, mit welchen Präparaten das am besten gelingen kann. Das ist meine Herangehensweise.

Doch muss alles, was wir präventiv machen, so furchtbar ernsthaft und durchdacht sein? Na ja, wenn Ihr viel Geld für Produkte oder Geräte ausgeben wollt, die vielleicht etwas tun, vielleicht aber auch nicht – das ist Euer Budget. Deshalb decken wir auf dem Blog günstige und weniger günstige Produkte ab.

Unsere Präferenzen und Möglichkeiten sind unterschiedlich, aber die Produkte müssen evidenzbasiert sein. Sie müssen etwas können und dürfen der Haut auf Dauer nicht schaden.

Das ist, grob gesagt, meine Idee für die Präventions-Reihe.

Was sagt Ihr dazu? Ich denke, Ihr würdet sagen: Das ist eine gute Idee! 🙂

Dann fangen wir heute mit der Hautpflege an – und reden unter anderem über Retinol.


Das Paradoxon der (unsichtbaren) Prävention

Wisst Ihr, was den ganzen Education-Aspekt über Hautpflege erschwert? Dass man eines der wichtigsten Prinzipien – Prävention – nicht wirklich sehen kann.

Ich höre oft Anmerkungen von Frauen und Männern, die sagen:

„Aber ich sehe doch keinen Unterschied!“

Und dann wechselt man ein sehr, sehr gutes Produkt gegen eines aus, das weniger gut ist – weil man eben „keinen Unterschied gesehen hat“.

Das Problem liegt darin, dass wir ja mit jedem Tag, mit jeder Stunde älter werden.

Unsere Haut baut Hyaluronsäure ab, es wird weniger Kollagen produziert und mehr abgebaut, Elastinfasern werden nicht mehr schön geordnet, sondern sehen wie ein verwirrtes Knäuel aus…

Diese Alterungsprozesse machen keine Pause – sie begleiten uns permanent.

Wenn wir also einen Monat lang ein Retinoid-Serum verwenden, das die Kollagensynthese stimulieren soll – verlieren wir gleichzeitig ein Stück des bereits vorhandenen Kollagens!

Daher „sieht“ man präventive Maßnahmen nicht unbedingt sofort – oder auch gar nicht. Wird eine Haut mit einem stärkeren AHA-Peeling behandelt, kann man den Glow am nächsten Tag sehen.

Werden Pigmentflecken über eine längere Zeit mit evidenzbasierten Wirkstoffen behandelt – und stets eine Sonnencreme mit hohen UVA-Schutzwerten getragen – werden die Pigmentflecken mit der Zeit verblassen.

Aber: Eine Prävention des Kollagenverlustes sieht man nicht einfach so.

Was wir auf längere Zeit wahrnehmen könnten, ist, dass die Haut langsamer altert. Dass der Kollagenverlust langsamer voranschreitet. Aber auch das muss nicht so offensichtlich sein, weil man nicht weiß, wie wir ohne präventive Wirkstoffe aussehen würden.

Eben deshalb ist es so wichtig, sich bei präventiven Maßnahmen auf die Wissenschaft zu beziehen – darauf, was bislang bestätigt werden konnte (und was nicht) und darauf, was in der Haut passiert, ohne dass wir dies selbst mitverfolgen können.


Retinol: Der Goldstandard unter der Lupe

Und bei Retinoiden passiert einiges. Dazu habe ich auf meinemdemBlog einen ausführlichen Beitrag, der damit beginnt, was Retinoide eigentlich sind. Dazu gehören Retinsäure, Retinol, Retinal und weitere Vitamin-A-Derivate.

Retinsäure ist verschreibungspflichtig, und als zweiter in der Reihe der geprüften Vitamin-A-Abkömmlinge steht definitiv Retinol.

Retinol soll:

  • Die Hautstruktur verfeinern (hier insbesondere oberflächliche Narben reduzieren).

  • Dunkle Pigmentflecken aufhellen (also Ansammlungen von Melanin in der Haut).

  • Die Faltentiefe reduzieren.

Ich werde dazu einen separaten Blogbeitrag machen, das genau auf die Frage eingehen wird, wie das alles passiert. Durch welche Mechanismen werden Narben mit der Zeit flacher?

Auf welchen Wegen wirken Retinoide auf hyperpigmentierte Stellen? Und mit Hilfe welcher Mechanismen werden Falten reduziert?

Heute schauen wir uns nur die Kollagenbildung an, weil das nämlich super spannend ist:

Wie macht Retinol das eigentlich?

Es ist ja wahrscheinlich nicht so einfach, dass ein kosmetischer Wirkstoff direkt in der Dermis wirkt, wo das Kollagen angesiedelt ist, oder?

Es ist so:

Retinol ist klein und fettlöslich. Dadurch kann es die oberste Hautbarriere überwinden und in die Epidermis gelangen. Dort wird es in zwei Schritten (über Retinal) zur aktiven Form – der Retinsäure – umgewandelt.

Retinol Wirkung Haut

Diese Retinsäure bindet an spezielle Rezeptoren in den Hautzellen der Epidermis. Dadurch verändert sich deren Genaktivität: Sie produzieren bestimmte Wachstumsfaktoren und Signalstoffe.

Diese Signale wandern von der Epidermis in die Dermis und stimulieren dort die Fibroblasten – also die Zellen, die für die Kollagenproduktion zuständig sind.

Retinol Wirkung 2 scaled
Screenshot

Gleichzeitig reduziert Retinsäure die Aktivität von Enzymen (MMPs), die Kollagen abbauen. Dadurch wird nicht nur mehr Kollagen gebildet – es wird auch weniger abgebaut. Die Kollagen-Balance verschiebt sich in Richtung Aufbau.

Dies habe ich   in diesem Video über Retinolwirkung erklärt, falls Ihr das bildhafter sehen möchtet.


MUTI Retinol Creme

Die Anti-Age Night Cream Plus (PR) von der Münchner Skincare-Brand MUTI nehme ich heute exemplarisch für ein präventives Retinoid-Produkt, da sie fantastisch formuliert ist.

Sie enthält 0,1 % Retinol – das ist nicht wenig! Wenn Ihr noch keine Retinoide verwendet habt, beginnt lieber mit 0,05 %.

Oder: Ihr könnt die Creme mit 0,1 % Retinol anfangs 1:1 mit einem Serum oder einer anderen Creme mischen. Dazu kommen wir noch zu sprechen.

MUTI Cremes Retinol

Die Night Cream Plus ist reizarm, parfümfrei und eine Formulierung auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Wir finden hier aufhellendes und entzündungshemmendes Niacinamid, beruhigendes Panthenol, fragmentierte Hyaluronsäure, die tiefer in die Haut eindringen kann, Macadamiaöl und… drei Peptide.


Wirkstoff-Fokus: Was können Peptide?

Diese interessieren Euch besonders, ich weiß. Viele fragten mich insbesondere nach der Rolle von Kupferpeptiden in der Hautpflege. Peptide sind ein extrem spannendes Feld, aber wir dürfen nicht vergessen, dass die Forschung hier noch nicht so tiefgreifend ist wie bei Klassikern wie Retinol oder Vitamin E. Dennoch zeigen die Daten: Sie können für unsere Haut ein wertvolles Tool sein.

Was tun Kupferpeptide eigentlich?

Ich stelle sie mir wie ein kleines Recyclingprogramm vor. Sie helfen uns dabei, altes oder geschädigtes Gewebe abzubauen, geben aber gleichzeitig den Impuls für frisches Kollagen und Elastin. Sie regen unsere Zellen also dazu an, Reparaturen wieder so effizient anzugehen, wie wir das von jüngerer Haut kennen.

In den MUTI-Produkten wird die Acetat-Form eingesetzt. Das finde ich technisch so interessant, weil normale Kupferpeptide oft kleine „Diven“ sind, die sehr empfindlich auf ihre Umgebung reagieren. Diese spezielle Variante ist deutlich robuster.

Dann haben wir Palmitoyl Tripeptide-5, ein sogenanntes Signal-Peptid. Es agiert wie ein Botenstoff, der unseren Zellen das Signal gibt: „Achtung, wir müssen die Produktion hochfahren!“ Dadurch wird die Bildung von neuem Kollagen Typ I in unserer Dermis angestoßen. Durch den Lipid-Anker (das „Palmitoyl“) hat das Peptid die nötige Eintrittskarte, um unsere Hautbarriere zu durchdringen.

Das dritte Peptid im Bunde – Palmitoyl Dipeptide-5 Diaminobutyroyl Hydroxythreonine – konzentriert sich auf die Verbindung zwischen Epidermis und Dermis (die sogenannte DEJ-Zone).

Es ist eine Art biologischer Kleber oder Klettverschluss. Mit der Zeit flacht diese Verbindung bei uns allen etwas ab, was dazu führen kann, dass die Haut an Halt verliert. Dieses Peptid soll genau diese Verankerung stärken, damit unsere Gesichtskonturen stabil bleiben und nicht so schnell „absacken“.

MUTI Anti Age Day und Night Creme

Falls Ihr diese Peptide in einer sehr guten Formulierung testen wollt, könnt Ihr entweder zur Night Cream Plus mit Retinol oder zu den zwei weiteren Cremes von MUTI greifen.

MUTI Anti Age Cream

Beide enthalten dieselbe Peptid-Mischung:

  • Die Anti-Age Day Cream enthält zudem eine Reihe von befeuchtenden und beruhigenden Substanzen wie Niacinamid, Shea Butter, Ectoin, Vitamin E und Superoxid-Dismutase. Ihr könnt davon eine dünne Schicht morgens vor der Sonnencreme verwenden oder – falls Ihr Mischhaut habt – sie als Abendcreme nutzen.

  • Die Anti-Age Night Cream ist etwas reichhaltiger und enthält zusätzlich Ceramide und beruhigendes Bisabolol.


Anwendungstipps und ein kleines Geschenk

Die Retinol-Creme kann anfangs vorsichtig 1:1 mit einer dieser beiden Cremes gemischt werden.

MUTI schlägt vor, das Retinol-Produkt als Maske zu verwenden. Das kann man machen, ich denke aber, dass die zwei anderen Cremes dafür besser geeignet sind – die Retinol-Creme wäre mir dafür schlicht zu teuer! 🙂

Muti Anti age CreamsAls Maske könnt Ihr also entweder die Day Cream oder die Night Cream etwas dicker auftragen und nach 20 Minuten die Reste mit einem Tuch abnehmen. Massiert den verbleibenden Rest einfach ein. Damit bereitet Ihr eine bestens versorgte Haut für die Nacht vor.

Ich erwähne das deshalb, weil ich für Euch einen 20 % Rabattcode auf alle MUTI-Produkte habe (27.2.-8.3. 2026)!

Code PIA20 (nicht affiliate). Auch mein Jahresfavorit – das Calm Down Serum!

MUTI Calm Down Serum Erfahrung

Denn der Weltfrauentag kommt bereits in einigen Tagen – am 8. März. Da wollen wir uns doch auch etwas Schönes, etwas Hochwertigeres und dennoch Sinnvolles gönnen, oder?

Alle MUTI-Präparate sind reizarm und parfümfrei. Eine  Übersicht zu MUTI findet Ihr in diesem Beitrag.


Optische Prävention: Poren und Primer

Mit der Prävention geht es weiter – wie anfangs angedeutet, wollen wir auch „präventiv vermeiden“, dass unser Make-up alles Mögliche betont, was wir nicht betonen wollen.

Baustelle: Poren.

Selbst wenn unsere Haut mit dem Alter in der Regel trockener wird, werden Poren nicht unbedingt kleiner – oft werden sie sogar sichtbarer, weil die Haut um die Poren herum an Festigkeit verliert. Klingt wie ein Paradoxon… lasst mich bitte wissen, ob das bei Euch auch so ist.

Ich habe einen Primer gefunden, der nicht nur mattiert, sondern einen wirklich krassen Weichzeichner-Effekt hat.

Das ist der Secure the Blur von One Size (Sephora, affiliate).

Davon hatte ich schon mal ein Gesichtspuder, das ebenfalls schön weichzeichnete.

Wenn man ihn im ganzen Gesicht aufträgt, wird das Ergebnis sehr matt – man kann ihn aber wunderbar mit einer Foundation mischen, die einem zu „glowy“ ist.

Oder Ihr tragt eine winzige Menge auf die T-Zone auf – und schon sind die Poren beinahe unsichtbar.

Das ist meine Herangehensweise.

Make-up primer secure the blur

Ich habe mir die 15-ml-Tube gekauft, werde mir dieses Wundermittel aber definitiv in voller Größe nachkaufen. Es gibt zwar ähnliche Produkte in der Drogerie (wie den Blur Primer von Catrice), aber die Wirkung lässt bereits nach ein paar Stunden nach.

Hier nicht. Außerdem sind Primer von Catrice und ähnliche weich zeichnende Primer oft etwas reichhaltiger – der von One Size ist wiederum komplett schwerelos; er verschwindet direkt nach dem Auftrag auf der Haut.

Ich kann mir vorstellen, dass er im Sommer ein Dauerbrenner bei mir sein wird.

 

Dabei ist der Primer reizarm formuliert – kein Alkohol, keine Duftstoffe, kein Parfüm. Das ist wirklich ein großes Kino.


Highlight: YSL All Hours Hyper Bronze 

Und zum Abschluss noch ein absolutes Highlight, das perfekt zu unserem Ansatz der optischen Prävention passt: der All Hours Hyper Bronze von YSL. Ich verwende die Nuance 02.

Warum ist das mein spezieller Tipp für reife oder trockene Haut?

Wir alle kennen das Problem mit Puder: Oft setzt es sich im Laufe des Tages in den feinen Linien ab, betont die Hauttextur oder lässt das Gesicht am Ende einfach nur „staubig“ und trocken aussehen. Der YSL Bronzer ist anders.

Er ist so extrem fein gemahlen, dass er fast mit der Haut verschmilzt. Das Ergebnis ist kein flaches, stumpfes Matt, sondern das, was ich ein „lebendiges Matt“ nenne.

YSL Bronzer Foto 02 scaled

Die Haut sieht nicht pudrig aus, aber auch nicht besonders glowy – der Bronzer enthält keine Schimmer- oder Glitzerpartikel, die Struktur betonen.

Er nutzt eine Art Weichzeichner-Technologie, die das Licht sanft streut, was Poren und feine Linien optisch eher kaschiert als betont. Das sorgt dafür, dass sich das Puder auf der Haut nicht wie eine trockene Schicht anfühlt, sondern geschmeidig bleibt.

 

YSL wirbt hier mit einem hohen Anteil an pflegenden Inhaltsstoffen – unter anderem sind Hyaluronsäure und Niacinamid tatsächlich enthalten.

Ob sie in einem Puder viel für die Haut tun werden, ist allerdings fraglich. Was aber mit Blick auf die Formulierung wichtig ist: Der Bronzer ist unparfümiert. Gerade im High-End-Bereich können Düfte einen oft fast erschlagen – was für empfindliche Nasen oder Allergie-anfällige Haut ein echtes Ausschlusskriterium sein kann. Dieser hier hat anfangs einen eigenen Duft, der verlieft aber bereits nach ein paar Sekunden.

Ein weiterer Pluspunkt: Er ist wunderbar fehlerverzeihend. Er hat keine übermäßige, fleckige Pigmentierung beim ersten Pinselstrich. Ihr könnt ihn ganz entspannt aufbauen, bis die gewünschte Intensität erreicht ist. Es gibt also kein „Fleck-Risiko“, was gerade dann wichtig ist, wenn wir es morgens eilig haben.

Wenn Ihr also eine visuelle Prävention sucht – also verhindern wollt, dass Euer Make-up Euch älter wirken lässt, als Ihr seid – dann ist diese Textur wirklich großes Kino. Er verschmilzt mit der Haut, bleibt dort, wo er sein soll, und sieht auch nach Stunden noch frisch aus.

Ich habe den Bronzer bei Flaconi zu einem deutlich reduzierten Preis gekauft (die Nuance 02 scheint derzeit überall ausverkauft zu sein!) – anstatt über 60 € für ca. 40 €. Es ist trotzdem eine Hausnummer für ein Puder.

Eine gute Alternative aus der Drogerie ist der City Bronzer von Maybelline – dieser sieht ebenfalls sehr natürlich aus. Parfüm ist zwar auf der INCI-Liste, man kann es aber nicht wirklich herausriechen.

Die Haltbarkeit ist allerdings nicht so gut wie bei dem YSL Bronzer. Und es gibt – Achtung – aktuell nur zwei Nuancen (angeblich gab es mal drei). Trotzdem eine gute Option, falls Ihr nach einem Bronzer sucht, der die Haut nicht trocken und pudrig erscheinen lässt.

>Was denkt Ihr? Ich bin gespannt auf Eure Kommentare!

Eure Pia

 

Kupfer Peptide:

PMID: 3162062, doi: 10.1172/JCI116842, doi: 10.1007/s00011-010-0214-4, doi: 10.34172/bi.30071, doi.org/10.1155/2015/648108,

PMID: 35083444

Palmitoyl Tetrapeptide 5 | SYN®-COLL:

doi: 10.2147/CCID.S97573, doi: 10.3390/ph14080702

Palmitoyl Dipeptide-5:

Hersteller-in vivo-Studie: https://www.dsm.com/content/dam/protected/personal-care/en_US/peptides/peptides_distributor/syn-tacks_brochure_2020.pdf

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1 Kommentar zu „Vorzeitige Hautalterung – Was ist eigentlich Prävention? Über Retinol und verschwundene Poren“

  1. Ich finde all die aufgezählten Themen spannend. Vor allem die Ernährung würde mich sehr interessieren. Asiatinnen haben eine sehr feine und lange Zeit faltenfreie Haut, auch dürften sie weniger häufig an Brustkrebs erkranken bzw. weniger stark ausgeprägte Wechseljahrbeschwerden haben. Angeblich hängt das ua mit der Ernährung (Soja etc. Phytoöstrogenen) zusammen. Daher würde mich das Thema sehr interessieren. Aber auch, welche Supplements wirklich nützlich sind und welche einfach nur unnötig.

    Aber auch Massagetechniken wie Gua Sha bzw. generell das Auftragen der Wirkstoffe auf die Haut. Ist es besser, sie einzuklopfen? Soll man vorher die Haut kneten und dann die Creme auftragen, nachträglich die Haut massieren? Soll man überhaupt die Gesichtshaut massieren? Macht man da vielleicht die Falten sogar schlimmer?

    Liebe Grüße, Karin

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