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Hautmikrobiom – was krabbelt auf unserer Haut

Hautmikrobiom Hautkrankheiten

Unser Körper wird von vielen Mikroorganismen besiedelt. Sie leben in, auf und mit uns. Man bezeichnet diese Mitbewohner insgesamt als Mikrobiom. 

Nicht weniger als Milliarden von Mikroben krabbeln fröhlich vor sich hin in unseren Lungen, Darm, Mund und Nase, Urogenitaltrakt und auf der Haut.

Die ersten Studien rund um lebendige Mikroorganismen unseren Körpers haben sich auf das Mikrobiom des Darms konzentriert. Doch in den letzten zehn Jahren hat sich das wissenschaftliche Interesse auch an andere Mikrobiota gerichtet – darunter auf das Hautmikrobiom.   

Dabei kam heraus, dass die Zusammensetzung der Mikroben auf und in unserer Haut für die Hautgesundheit ausschlaggebend sein kann.

Inzwischen geht die Forschung davon aus, dass das Hautmikrobiota (Bakterien, Pilze und Viren) unverzichtbar Bestandteil der Hautbarriere ist. 

Heute werden wir uns also mit dem Hautmikrobiom beschäftigen. Dabei werden wir wie folgt vorgehen:

Zunächst werden wir schauen, welche Mikroben zu unserer Hautflora gehören und welche Funktionen sie dort ausüben.

Dann werden wir darauf eingehen, wie die Haut Krankheitserreger in Schach hält und welche Rolle dabei hautfreundliche Bakterien spielen.

Auch werden wir uns den Zusammenhang zwischen Hautmikrobiom und Hautkrankheiten anschauen – Akne, Neurodermitis, Psoriasis und Rosazea. Da Hautkrankheiten unter ärztlicher Aufsicht gehören, werden wir dabei nicht in die Tiefe gehen.

Am Ende stellen wir uns eine wichtige praktische Frage: Wie können wir am besten mit unseren hautfreundlichen Mikroben umgehen, um pathogene Keime unter Kontrolle zu haben?

Ich hoffe, dass Ihr das Thema als spannend und zugleich wichtig seht!

Okay, dann lasst uns mit dem Thema Hautmikrobiom anfangen!


Inhaltsverzeichnis

Was ist Hautmikrobiom?

Unsere Haut beherbergt hauptsächlich drei Arten von Mikroorganismen:

  • Bakterien (etwa Cutibacterium, Corynebacterium und Staphylococcus-Arten)
  • Pilze (hauptsächlich Malassezia-Arten)
  • Viren

Doch auch Parasiten gehören zu unserem Hautmikrobiom, darunter Milben. 

All diese Arten von Mikroben bilden unsere mikrobielle Hautflora – oder eben das Hautmikrobiom.

Hautmikroben Bakterien Viren


Ständige Mitbewohner und Gäste

Das Hautmikrobiom setzt sich aus Mikroorganismen zusammen, die dauerhaft mit uns leben, aber auch aus welchen, die als schädliche Gäste auf unserer Haut unterwegs sind. 

Residenten

Als Residenten werden die ansässigen Mikroorganismen bezeichnet. Sie sind langlebig. Sie werden zum Großteil während der Geburt von der Mutter übertragen. Zum Teil wurden sie durch den Kontakt mit der täglichen Lebensumgebung erworben (Tiere, Pflanzen, Mitmenschen und Klima).

Gäste

Vorübergehende Mikroben schließen sich der Haut aufgrund von internen oder externen Faktoren an. Eine gesunde Haut ist in der Lage, die störenden Gäste loszuwerden.

Mikrobiota bei Geburt übertragen

Die ansässigen Mikroorganismen werden also bereits bei der Geburt übertragen. Interessant ist dabei, dass die Zusammensetzung des Mikrobioms weitgehend durch den Entbindungsmodus bestimmt wird.

  • Vaginal geborene Babys sind von Mikroben besiedelt, welche in der Vagina der Mutter vorhanden waren.
  • Wurden Babys hingegen mit einem Kaiserschnitt zur Welt gebracht, gleich ihre Hautflora der dem Hautmikrobiom der Mutter.

Das Hautmikrobiom von Babys weist dabei eine sehr geringe Diversität im gesamten Körper auf.

In den ersten Lebensjahren entwickeln die Mikrobiota an verschiedenen Körperstellen allerdings eine größere Vielfalt, wenn Kinder ihre Umwelt erkunden, ihre Ernährung ändern und immer mehr Menschen und Tieren ausgesetzt sind.

Diese Entwicklungen gestalten das Mikrobiom des erwachsenen Menschen.1


Gleichgewicht des Hautmikrobioms

Bislang haben wir erfahren, dass unsere Haut eine Menge an Bakterien, Pilzen, Milben und Viren besiedelt.

Wie oben erwähnt, bilden diejenigen davon, die immer auf und in uns leben, das Hautmikrobiom.

Eine gesunde Haut zeichnet sich durch ein ausbalanciertes Verhältnis der hauteigenen Mikroorganismen. Diese kümmern sich fleißig um das Wohlergehen unserer Haut.

Doch was passiert, wenn die Hautflora aus dem Gleichgewicht gebracht wird?

Und wie kann es dazu kommen?

Schauen wir uns jetzt an, was unser Hautmikrobiom beeinflusst.

Dabei wird sich zeigen, wie wir in Eigenregie Einfluss auf eine gesunde Hautflora nehmen können.


Was beeinflusst das Hautmikrobiom

Die Zusammensetzung des Hautmikrobioms wird durch folgende Faktoren beeinflusst:

  • die Struktur bzw. die Zusammensetzung der Epidermis (innere Faktoren)
  • den individuellen Lebensstil (externe Faktoren)

Diese zwei Aspekte wollen wir jetzt genauer unter die Lupe nehmen.


Innere Faktoren

Einfluss auf unsere Hautflora haben zunächst Faktoren, welche wir nur bedingt kontrollieren können. Nennen wir sie innere Faktoren:

Feuchte vs. trockene Haut

Manche Mikroben fühlen sich wohler in einer feuchten Umgebung. Andere wiederum mögen es trocken. Daher findet man, je nach Feuchtigkeitsgehalt einer Hautstelle, ein anderes Set an Mikroben. Zum Beispiel haben trockene Ellbogen eine andere Zusammensetzung an Mikroben als etwa Achselhöhlen. Das überträgt sich auch auf den Hautzustand im Allgemeinen: Forscher fanden heraus, dass eine trockene Haut eine geringere Diversität an Mikroben aufweist als eine gut durchfeuchtete Haut.

Stark ölige vs. weniger ölige Haut

Über- bzw. Unterproduktion von Talg und Schweiß beeinflusst stark die Zusammensetzung der Hautflora.

pH-Wert der Haut

Je nach pH-Wert unserer Haut ist das Mikrobiom anders zusammengesetzt. Je höher der pH-Wert der Haut, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer Hautinfektion bzw. Hauterkrankungen. Mehr dazu weiter unten.

Externe Faktoren

Welche Mitbewohner in und auf unserer Haut leben, hängt aber auch von sog. externen Faktoren ab. Und diese können wir zum Großteil beeinflussen:

Gebrauch von Reinigungsmitteln

Häufiges Waschen schwächt die Hautbarriere, was zu Hautreizungen und Veränderungen des Hautmikrobioms führt. Dies trifft umso mehr, je alkalischer die Reinigungsmittel sind.

Externe Lebensumgebung...

... etwa Klimat, Temperatur und Menge an täglichen UV-Strahlen. Entscheidend ist dabei, welche Hautstelle unter die Lupe genommen wird: das Gesicht, welches externen Faktoren ausgesetzt wird, beherbergt ein anderes Set an Mikrobiomen als etwa die meistens bedeckte Bauchhaut.

Lebensstil...

... darunter etwa Alkoholkonsum und Ernährung – es konnte gezeigt werden, dass übermäßiger Alkoholkonsum die Resistenz der Haut gegenüber Krankheitserregern verringert. Ein Nährstoff- und Vitaminmangel stört wiederum das Gleichgewicht des Hautmikrobioms, was zu Infektionen und Störungen der Hautbarriere führt. (Quelle)

Übermäßige Einnahme von Antibiotika

Dadurch entstehen Antibiotika resistente Stämme pathogener Mikroorganismen, was die Behandlung von Infektionen erschwert. Antibiotika können die Darm- und Hautmikrobiota aus dem Gleichgewicht bringen.

Radiotherapie und Chemotherapie

Beide Therapiearten zur Behandlung von Krebs können ebenfalls negative Auswirkungen auf die Hautmikrobiota haben. (Quelle)

Hautmikrobiom – unser Fingerprint

Trotz der Vielzahl an internen und externen Faktoren, ist das Hautmikrobiom eines jeden Menschen recht stabil. Studien zeigten, dass selbst nach einem gründlichen Waschen der Haut, nach einer Weile dasselbe Set von Bakterien gebildet wird.2

Zugleich bleibt das individuelle Set an Mikroben über Jahren bestehen.

Kurz: Selbst wenn sich das Hautmikrobiom des Menschen je nach Altersstufe deutlich voneinander unterscheidet, bleibt dessen Kern höchst individuell.

Deshalb spricht man auch von einem mikrobiellen Fingerprint.3

Hautmikrobiom

Demzufolge hat jedes Individuum eine spezifische Signatur von Hautmikrobiota, die im Säuglingsalter auftritt und im Erwachsenenalter stabilisiert wird.4

Spätestens an dieser Stelle solltest Du keine Zweifel daran haben, dass Du einzigartig bist! 🙂


Mikroben – in und auf der Haut

Man könnte denken, dass die Mikroben nur auf unserer Haut krabbeln – also auf der äußersten Hautschicht namens Epidermis bzw. auf Stratum Corneum.

Dem ist aber nicht so.

Interessanterweise findet man eine Menge an Bakterien ebenfalls in tieferen Epidermisschichten sowie in der Dermis, die eine „Etage“ darunter liegt.5 

Fast 25% der gesamten Hautmikroorganismen wachsen in der Dermis in der Höhe von Talgdrüsen und Haarfollikeln.6

Es wird sogar vermutet, dass Mikroben ebenfalls unsere tiefste Hautschicht besiedeln, die sich hauptsächlich aus Fett zusammensetzt (Unterhautfettgewebe | Subkutis).4


Mechanismen der Haut zur Abwehr von pathogenen Keimen

Bislang haben wir von den unterschiedlichen Bewohnern der Hautflora gesprochen. Dabei haben wir gesehen, dass auf das Hautmikrobiom eine Menge an Faktoren beeinflusst. Nur einige davon lassen sich von uns kontrollieren. Dennoch werden wir weiter unten sehen, dass man einiges tun kann, um das Hautmikrobiom in einem gesunden Zustand zu halten.

Vorher werden wir aber schauen, wie unsere Haut das Gleichgewicht des Mikrobioms unter Kontrolle hält. Also: Durch welche Mechanismen bremst die Haut die Vermehrung von potenziellen Krankheitserregern? 

Die Haut reguliert den Überfall von hautunfreundlichen Mikroorganismen hauptsächlich auf drei Art und Weise:

  1. Zum einen durch den sauren pH-Wert der Hautbarriere
  2. Zum anderen durch die Ausschüttung von antimikrobiellen Peptiden und Proteinen (darum kümmern sich Hautbakterien)
  3. Zum Dritten durch ein Netzwerk von Immunzellen

Das Zusammenspiel von Hautbarriere, Immunabwehr und Hautmikrobiom wird in der Forschung inzwischen als Schlüssel für die Hautgesundheit gesehen.7

Nehmen wir uns daher jetzt alle drei Mechanismen der Haut zur Abwehr von Krankheitserregern kurz auf die Agenda.


Saurer pH-Wert der Hautbarriere

Der saure pH-Wert der Hautoberfläche macht schädlichen Keimen das Leben schwer.

Warum?

Der pH-Wert einer (gesunden) Haut liegt im sauren Bereich. Bakterien hingegen, welche etwa bei Akne, Rosazea oder Neurodermitis vermehrt auftreten, fühlen sich am wohlsten in einer höheren pH-Umgebung (mehr dazu weiter unten).

Außerdem ist der saure pH der Hautoberfläche in die antimikrobielle Abwehr von unerwünschten Mikroben involviert.8

Das heißt: Die antimikrobiellen Substanzen, welche die Haut vor Krankheitserregern schützen, fühlen sich in einer sauren pH-Umwelt am besten.

Kurz: Die saure Umgebung der Haut ist suboptimal für pathogene Mikroorganismen und optimal für hautfreundliche Bakterien.

Die saure Hautbarriere (der sog. Säuremantel) bildet somit den Schutzschild Nummer eins vor krankheitserregenden Mikroben.


Hautfreundliches Mikrobiom

Den Schutzschild Nummer zwei stellen wiederum unsere hautfreundlichen Mikroben dar.

Das Verhältnis zwischen hautfreundlichen und hautschädlichen Keimen kann man sich als einen Wettbewerb vorstellen: Die vorhandenen (ansässigen) Bakterien wollen mit den pathogenen Mikroben weder Raum noch Nahrung teilen. Daher hemmen die „guten“ Bakterien den Wachstum der Krankheitserreger.

Wie tun sie das?

Die ansässigen Bakterien scheiden nicht nur antimikrobielle Peptide aus (etwa Defensinen, Cathelicidin und Dermicidin). Sie helfen außerdem, Lipide auf die Hautoberfläche zu bringen. Und diese Lipide kontrollieren ebenfalls den Wachstum von unerwünschten Pathogenen. Antimikrobiell agierende Lipide findet man etwa im Sebum (Talg). Dazu gehören Laurinsäure und Sapiensäure.

Kurz: Hautmikroben produzieren antimikrobielle Substanzen und Lipide zur Abwehr von bakteriellen, viralen und Pilzinfektionen.


Immunsystem

Neben dem Mikrobiom und dem sauren pH-Wert der Haut, bewachen zum Dritten auch Immunzellen die Haut und schützen sie vor Krankheitserregern.9

Dabei wird ein Zusammenhang zwischen Hautbakterien und dem Immunsystem erkannt. Demnach sind unsere hautfreundlichen Mikroorganismen in der Lage, die Immunität der Haut (etwa gegen Allergenen) zu verändern.9 10 11

Kurz: Eine Funktionsstörung der Hautbarriere führt zu einer Fehlfunktion des Immunsystems. Und das geschwächte Immunsystem verändert wiederum negativ die Funktion der Hautbarriere.12 13


Mikrobiom und Antiaging

So. Bevor wir zum Hautmikrobiom und Hauterkrankungen kommen, schauen wir uns noch kurz den Zusammenhang zwischen Mikrobiom und Hautalterung (weil er spannend ist).

Habt Ihr schon mal unsere krabbelnden Mitbewohner mit einer Antiaging-Rolle in Verbindung gebracht? 

Ich auch nicht.

Aber das können unsere Hautmikroben ebenfalls! Genauer genommen können sie die Haut vor Photoaging schützen.

Wie funktioniert das?

Das Hautmikrobiom erhöht die Resistenz der Haut gegen UV-Licht.14 15 16 17

Wir wissen, dass UV-Strahlen zu einer vorzeitigen Hautalterung führen, da sie den Kollagen und Elastinfaser angreifen. Diesen Prozess nennen wir Photoaging.

Wenn also die negative Wirkung von UV-Strahlen auf die Haut teilweise verhindert wird, verlangsamt das zugleich die Degradation von Kollagen.

Kurz: Schutz vor dem UV-Licht bedeutet Schutz vor Fältchen und Pigmentflecken.18

Und was haben die Hautmikroorganismen damit zu tun, fragt Ihr?

Von antimikrobiellen Peptiden haben wir schon mehrfach gehört. Jetzt kommt noch eine zweite Funktion von einigen Hautmikroben ins Spiel: nämlich deren entzündungshemmende Wirkung.

Etwa Lactobacillus produziert verschiedene entzündungshemmende Substanzen, welche die Haut vor Entzündungen schützen. Diese Entzündungen kommen nicht zuletzt durch UV-Strahlung zu Stande. Eine Studie von 2020 zeigte zudem, dass neben Lactobacillus auch Staphylococcus und Cutibacterium die Immunbarriere fördern und Photoaging vorbeugen.19

Also: Selbst wenn nicht alle von Hautkrankheiten betroffen sind, sind wir alle mit Photoaging konfrontiert.

Die Verbindung zwischen Aging und Hautflora stellt somit einen weiteren Grund dafür dar, auf das gesunde Mikrobiom unserer Haut zu achten.


Hautmikrobiom und Hautkrankheiten

Kaffeepause.

Das war jetzt ziemlich viel Stoff, ich weiß. Jetzt haben wir aber hoffentlich ein besseres Bild davon, was das Hautmikrobiom ist und zu welchen Zwecken es unsere Haut bewohnt.

Damit gehen wir zu einem weiteren Teil des Themas Hautflora über: Zu dem Verhältnis zwischen Mikroben und Hautkrankheiten.

Die neueste Mikrobiomforschung schlussfolgert nämlich, dass es einen Zusammenhang zwischen etlichen Hauterkrankungen und einem veränderten Hautmikrobiom gibt.

Schauen wir uns nun gemeinsam den Zusammenhang zwischen Hautflora und Neurodermitis, Psoriasis, Rosazea und Akne an.


Neurodermitis & die schwache Hautbarriere

Atopische Dermatitis (Neurodermitis) ist eine chronische, entzündliche Hauterkrankung.

Mehrere Faktoren werden mit Neurodermitis in Verbindung gebracht. Ein der wichtigsten ist eine geschwächte Hautbarrierefunktion, welche die Tür für Krankheitserreger öffnet: Allergene, Reizstoffe, Toxine und andere Schadstoffe.

Doch was schwächt die Hautbarriere in einer atopischen Haut?

Mindestens vier angeborene Faktoren sind für eine schwache Hautbarriere einer atopischen Haut verantwortlich: Filaggrinmangel, verringerte Menge an Ceramiden, erhöhter pH-Wert der Hautbarriere und unausgewogenes Mikrobiom.

Filaggrinmangel

Filaggrin-Proteine sind für eine gesunde epidermale Barriere unerlässlich. Filaggrin ist nämlich an drei wichtigen Prozessen beteiligt:
  • an der Entstehung von Natürlichen Feuchthaltefaktoren (und dadurch an der Befeuchtung der Haut)
  • an dem Aufrechterhalten eines sauren pH-Wertes auf der Hautoberfläche
  • an der Bildung von Hautzellen (Keratinozyten), welche die Hautbarriere verdichten (Quelle)
Man sieht also, dass ein Defizit an Filaggrin in einer atopischen Haut ein großes Problem darstellt, weil hierdurch die Hautbarriere direkt betroffen wird. Übrigens sind Korneozyte durch den Filaggrinmangel teilweise deformiert. Und an solch deformierten Hautzellen haften die pathogenen Bakterien, welche bei Neurodermitis im Übermaß auftreten (S. aureus), viel besser (Quelle). Die geringere Menge an Filaggrin führt also auch indirekt zu der Vermehrung von pathogenen Krankheitserregern in einer neurodermitischen Haut.

Weniger Ceramide

Ceramide, wie andere Hautfette, verdichten die Hautbarriere und verhindern den Wasserverlust sowie das Eindringen von Bakterien. Eine atopische Haut zeichnet sich durch eine geringere Menge an Ceramiden aus. Mehr zu hauteigenen Fetten und deren Funktion in der Haut s. hier.

Erhöhter pH-Wert

Der pH der Hautbarriere bei Patienten mit atopischer Dermatitis zeigt häufig neutrale bis sogar basische Werte. Daher ist das Aufrechterhalten eines sauren pH-Werts der Haut bei der Behandlung von Neurodermitis extrem wichtig. (Quelle)

Unausgewogenes Mikrobiom

Den letzten Punkt wollen wir weiter unten ausführlicher behandeln.

Neurodermitis und Hautmikrobiom

Forscher fanden heraus, dass sich atopische Haut durch eine geringere Diversität von Mikroorganismen auszeichnet.

Kurz: Auf einer neurodermitischen Haut krabbeln weniger Arten von Mikroben als auf einer gesunden Haut.20

Leider dominieren die bereits ohnehin bescheidene Hautflora nicht gerade hautfreundliche Bakterien. Damit ist auch die Menge an antimikrobiellen Peptiden in der Haut geringer.10 Und ausgerechnet diese wären sehr hilfreich. Denn in der neurodermitischen Hautflora das pathogene Bakterium namens Staphylococcus aureus (S. aureus) die Überhand gewinnt.1

Kurz: Patienten mit Neurodermitis leiden unter einem Mangel an angeborener antimikrobieller Abwehr gegen S. aureus.21

Die abgeschwächte Hautbarriere korreliert also mit einem unausgewogenen Hautmikrobiom. 

Einige Forscher gehen davon aus, dass diese zwei Elemente die wichtigsten pathogenetischen Faktoren atopischer Dermatitis darstellen:

  • die Funktionsstörung der Hautbarriere
  • das Ungleichgewicht der ansässigen Mikrobiota22

Folglich könnte die Kontrolle bzw. Änderung des Hautmikrobioms eine Therapiestrategie bei Neurodermitis darstellen (und wird inzwischen auch praktiziert).7 23 13


Psoriasis & Ungleichgewicht des Hautmakribioms

Die Verbindung zwischen Hautmikrobiota und Psoriasis wird derzeit intensiv untersucht. Forscher gehen davon aus, dass bei Psoriasis sowohl Bakterien als auch Pilze (etwa Malassezia) eine Rolle spielen. Der genaue Zusammenhang zwischen Psoriasis und mikrobieller Vielfalt ist jedoch noch nicht ausreichend erforscht.24 25

Bestätigt wurde inzwischen so viel, dass sowohl Neurodermitis als auch Psoriasis ein ähnlich aussehendes Ungleichgewicht im Hautmikrobiom zeigen: die Zunahme von Staphylococcus aureus (S. aureus) und die Abnahme von Cutibacterium acnes.2


Rosazea & Demodex-Milben

Auch Rosacea wird mit einem Ungleichgewicht des Hautmikrobioms in Verbindung gebracht. Bei dieser Hautkrankheit wurde seit Längerem eine erhöhte Menge von Demodex-Milben beobachtet.26

Inzwischen werden Demodex-Milben als ein der wichtigsten Auslöser der entzündlichen Hautkrankheit betrachtet. Eine Studie von 2020 postuliert, bei Diagnoseunsicherheiten die Haut auf die Überzahl von Demodex-Milben zu untersuchen. So kann die Haut auch schneller mit einem antiparasitären Wirkstoff behandelt und ein schwerer Ablauf der Krankheit verhindert werden.27


Akne vulgaris & Cutibacterium acnes

Und damit kommen wir zu der vierten entzündlichen Hautkrankheit, die ebenfalls ein Ungleichgewicht von Hautmikroorganismen aufweist: Akne. Dazu trägt eine Übersiedlug von Cutibacterium acnes (vorher: propionibacterium acnes) bei. (Hier findest Du alles, was Du über Akne wissen möchtest

Außerdem konnte bei Patienten mit Akne ein erhöhter pH-Wert der Haut festgestellt werden.28

Vielleicht werden jetzt einige von Euch nach der Malassezia-Akne fragen. Darunter wird oft eine Art Akne beschrieben, die von dem Hefepilz Malassezia befallen ist

Das ist allerdings streng genommen keine Akne, sondern eine eigenständige Hautkrankheit, die den Namen pityrosporum follikulitis trägt.29 Falls Ihr Interesse an dem Thema habt, können wir es in einem anderen Beitrag vertiefen.


Henne-Ei-Problem

Bei all diesen Zusammenhängen zwischen Mikrobiota und Hautkrankheiten bleibt allerdings eine wichtige Frage offen:

Trägt die fehlende Balance der Mikrobiota zur Hautkrankheiten bei. Oder umgekehrt: Sind es andere Faktoren – etwa schlechte Wundheilung, genetische Prädispositionen, chronische Krankheiten wie Diabetes – welche die Hautflora beeinflussen?1

Um das Henne-Ei-Problem kümmern sich derzeit Wissenschaftler. Auf die Antwort müssen wir aber nicht warten.

Wir können schon jetzt handeln!

Denn ungeachtet dessen, ob die veränderte mikrobielle Vielfalt eine Ursache oder ein Resultat von Krankheiten ist, können wir das Mikrobiom positiv beeinflussen.

Wie?

Dazu lest Ihr weiter unten.


Mikrobiom im Gleichgewicht – wie geht das?

Wenn also das Gleichgewicht in unserem Mikrobiom so wichtig ist, wie können wir ein gesundes Mikrobiom aufrechterhalten?

Zunächst aber wieder eine Kaffeepause, oder?

Wie kann die Hautflora möglichst funktionsfähig gestaltet werden, um pathogene Keime effizient abzuwehren?

  • Probiotika & Präbiotika (oral)
  • Probiotika & Präbiotika (topisch)
  • Wenig Alkohol
  • Antioxidantien und gesunde Ernährung
  • Sauer pH-Wert von Hautpflegeprodukten

Probiotika & Präbiotika als Supplemente

Ein der Forschungsgebiete, die sich derzeit sehr dynamisch entwickeln, ist die Untersuchung der sog. Darm-Haut-Achse.30 31

Darunter wird verstanden, dass sich Prozesse in den beiden Organen gegenseitig beeinflussen. Insbesondere soll die Darmflora Auswirkung auf die Hautflora haben. Das haben wir bereits kurz in dem Blogbeitrag zu Ursachen von Akne besprochen.

Etliche Studien zeigten, dass die Einnahme von Probiotika eine positive Auswirkung auf den Hautzustand haben könnte. Etwa Supplementierung mit diversen Arten von Lactobacillus und Bifidobacterium hat zu einer besseren Hautbefeuchtung, Verbesserung von Akne, Psoriasis und Neurodermitis geführt.

Auch Präbiotika sollten positiven Effekt auf den Hautzustand haben. (Literaturübersicht32).

Das Thema Supplementierung mit Probiotika, Präbiotika und die Haut ist jedoch sehr umfangreich und benötigt umfassende Recherchen. Da möchte ich keinen Kurzweg gehen und ungeprüfte oder gar unwahre Informationen verbreiten. Falls Euch das Thema aber interessiert, könnte ich für den Herbst einen Blogbeitrag dazu vorbereiten. Bitte sagt Bescheid.   


Probiotika & Präbiotika in Hautpflege

Die aktuellen Ergebnisse präklinischer und klinischer Studien unterstützen die Verwendung von hauteigenen Bakterien in Hautpflege – etwa bei der Therapie von Neurodermitis.33

Diese Studien sind jedoch noch recht neu. Die Auswirkung einer topischen Anwendung von Mikroben in Hautcremes auf den Hautzustand können noch nicht eindeutig eingeschätzt werden.34

Ein Artikel in der Zeitschrift der University of California von 2019.35 hat sich alle bislang durchgeführten Studien zum Einfluss von topisch applizierter Probiotika auf die Haut angeschaut. Das Ergebnis zeigt auf ein großes Potenzial von Probiotika. Zugleich wurde aber auf eine unzureichende klinische Evidenz hingewiesen – mehr Studien sind also definitiv zu nötig. 


Der saure pH in Hautpflege

Als letzte – und sehr wichtige – Möglichkeit, unsere Mikrobiota gesund zu halten, ist der oben bereits erwähnte saure pH-Wert der Hautoberfläche. 

Der saure pH-Wert der Hautoberfläche (Stratum Corneum) ist für ein optimales Funktionieren unserer Hautbarriere unerlässlich!

Warum, fragt Ihr?

Eine Erhöhung des hautnatürlichen pH-Werts verursacht eine Dysfunktion der Hautbarriere. Eine geschwächte Hautbarriere zeigt hingegen eine Tendenz zu entzündlichen und infektiösen Dermatosen.28

Wir bleiben noch etwas länger bei dem Thema:


Wie hoch ist der pH einer gesunden Haut?

Der pH-Wert der Hautoberfläche der meisten Körperteile ist sauer. Darin stimmt die Forschung überein.

Doch wie sauer ist sauer?

Je nach Studie wird der pH-Wert der Haut zwischen 4 bis 5.5 geschätzt.36 37 38 39

Eine Person kann unterschiedliche pH-Werte aufweisen, je nachdem, wo diese gemessen werden und in welchem Lebensabschnitt dies geschieht:

Hautstellen

Der pH-Wert variiert je nach gemessenen Hautstellen:
  • Die höchsten pH-Werte findet man im Kinnbereich (pH 5.6).
  • Der sauerste pH-Wert wurde hingegen auf der Stirn (pH 4.4) und auf dem oberen Augenlid (pH 4.6) gemessen.

Alter

Auch wurden deutliche Unterschiede im pH-Wert der Haut je nach Alter festgestellt: Babys und ältere Menschen haben einen erhöhten pH-Wert der Haut. Neulich wurde gezeigt, dass bereits Frauen im postmenopausalen Alter einen erhöhten pH-Wert der Haut haben (von 4.7 auf 5.0). (Quelle)

Mikrobiom und saure Haut

An der Universitätsklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie lehrt und forscht Herr Prof. Ehrhardt Proksch. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Wundheilung, Atopisches Ekzem, Durchlässigkeit der Haut und antimikrobielle Proteine sowie Hautinfektionen – also ziemlich die Themen, mit welchen wir uns heute beschäftigen.

Prof. Proksch schrieb in einem neulich veröffentlichen Aufsatz wie folgt:

„Entzündliche Hauterkrankungen und Erkrankungen mit Beteiligung der Epidermis weisen eine gestörte Hautbarriere und einen erhöhten pH-Wert auf. Dies ist bekannt für: atopische Dermatitis, Kontaktdermatitis, Ichthyose, Rosacea, Akne, aber auch für gealterte und trockene Haut. Die Normalisierung des pH-Werts hilft, die physiologische Mikrobiota aufzubauen bzw. wiederherzustellen.“40

Dabei verweist Prof. Proksch darauf, dass pathogene Keime – welche etwa Neurodermitis und Akne begleiten –, eine saure pH-Umgebung nicht besonders lieb haben. Ganz im Gegenteil:

  • Etwa das S. aureus fühlt sich am wohlsten in einem pH von 7.5.
  • Das Cutibacterium acne wird hingegen gerne bei einem pH von 6.2 aktiv.40
Kurz: Der saure pH-Wert hemmt die Besiedlung pathogener Bakterien!40

Und das passiert deshalb, weil die antimikrobiellen Moleküle, welche von Hautmikroben produziert werden, in einem sauren Stratum Corneum am effektivsten sind.41

Die mikrobielle Abwehr ist effektiv, weil hauteigenen Bakterien am besten in einer sauren Hautumgebung an der Haut haften. Steigt der pH-Wert der Haut, ist die Haftigkeit geringer und die Menge der „guten“ Schutzbakterien nimmt ab.42


Ceramide und saure Haut

Das saure Umfeld hilft aber nicht nur Mikroben, eine gute Arbeit zu leisten, sondern auch Ceramiden.
Ceramide bilden den größten Teil unserer Hautlipide (auf der Epidermis) und sind deshalb dafür verantwortlich, die Hautbarriere möglichst dicht zu halten. So verdunstet das Wasser nicht. Auch haben Krankheitserreger einen erschwerten Zugang in die Haut, die eine dichte Schicht an Fetten aufweist.

 Kurz: Ceramide sind essentiell für eine funktionsfähige Hautbarriere!

Und jetzt kommt das Interessanteste an der Sache: Die Produktion von Ceramiden ist bei einem pH von 4.5 bis 5.5 am optimalsten!41


Saure Haut als therapeutisches Ziel

Es wundert also nicht, dass Forscher die Wiederherstellung und Aufrechterhaltung eines sauren pH-Wertes der Haut als therapeutisches Ziel bei Hauterkrankungen sehen.43

Demnach könnte eine Reduzierung des pH-Wert der Haut nicht nur die Krankheitsanzeichen verbessern, sondern diesen gar vorbeugen.41


Hautmikrobiom – Fazit

Man weiß noch nicht, ob es Leben auf dem Mars gab.

Es gibt aber definitiv Leben auf unserer Haut.

Die Haut ist ein komplexes und dynamisches Ökosystem. Sie wird durch unterschiedliche Mikroorganismen besiedelt – darunter Bakterien, Pilze, Milben und Viren. Manche sind hautfreundlich, andere wiederum schädlich. 

Eine gesunde Haut mit einer starken, dichten Hautbarriere und einem sauren pH-Wert hat ein ausbalanciertes Mikrobiom. Hier treiben ihr (Un)wesen in einem ausgewogenes Verhältnis die ansässigen und vorübergehenden Mikrobe.  

Geschwächtes Immunsystem, Krankheiten, falsche Hautpflege (darunter vor allem Überreinigung und Überpeeling) führen wiederum dazu, die Hautbarriere zu schwächen.

Eine schwache Hautbarriere lädt Krankheitserreger ein. Diese fühlen sich durch eine erhöhte pH-Umgebung wohl und vermehren sich fröhlich.

Ein enger Zusammenhang zwischen unbalanciertem Hautmikrobiom und Hautkrankheiten wird inzwischen nicht in Frage gestellt.

Ein gesundes Mikrobiom hängt wiederum eng mit einer gesunden Haut zusammen.

Selbst wenn die oben beschriebenen Mechanismen rund um unsere Hautmikroben noch genauer untersucht werden müssen, können wir durchaus bereits jetzt Einfluss auf unser Hautmikrobiom nehmen.

Gute Hautpflege, saure Reinigungsmittel, vernünftige Ernährung und eventuell Verwendung von Probiotika und Präbiotika sind die ersten Schritte in die richtige Richtung.


Wir und unsere Hautmikroben

Jetzt bin ich gespannt, wie Ihr den Beitrag wahrgenommen habt? Könnt Ihr Euch mit der Idee von mini-kleinen und wahrscheinlich etwas kitzelnden Mikroben auf Eurer Haut anfreunden?

Gibt es noch etwas, was zum Thema Hautmikrobiom nicht gesagt wurde oder zu kurz kam? Auf Eure Rückmeldung bin ich gespannt!

Vor allem wüsste ich von Euch sehr gerne, was Ihr von probiotischen bzw. präbiotischen Mitteln haltet. Habt Ihr damit Erfahrungen gemacht?

Ein verwandtes Thema, in dem um eine behutsamen Umgang mit der Haut und eine reizarme Hautpflege geht, findet Ihr übrigens hier Empfindliche Haut – wie gehe ich damit um?

Leid der modernen Haut

Die Haut leidet. Und das Leid resultiert nicht zuletzt aus einer aggressiven Hautpflege! Nicht nur wird unsere wertvolle Hautbarriere kaum geschützt, sondern noch täglich durch neue Produkte, höhere Konzentrationen von Wirkstoffen, aggressives Reinigen und Überpeelen auf die Probe gestellt.

Im nächsten Blogpost geht es um eine relativ neue Hautcreme auf dem Markt – mit Ceramiden, Niacinamid, Panthenol und einem pH-Wert von 4.5. Sie wird (nicht nur) bei Neurodermitis empfohlen. Um den Post nicht zu verpassen, könnt Ihr Euch für den Newsletter anmelden.

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Eure Pia

  1. Sanford, J./Gallo, R. (2013): Functions of the skin microbiota in health and disease, in: Seminars in immunology, 25(5): 370-377[][][]
  2. Callewaert, Ch./Knödlseder, N. et al. (2021): Skin microbiome transplantation and manipulation: Current state of the art, in: Computational and Structural Biotechnology Journal, Vol 19, 624-631[][]
  3. Bay, L./ Barnes, J. et al. (2020): Universal Dermal Microbiome in Human Skin, in: mBio, Vol. 11:1, 1-13[]
  4. Abdallah, F./Mijouin, L./Pichon, Ch. (2017): The Microbiota and Immune System Crosstalk in Health and Disease, in: Mediators of Inflammation, Vol. 18[][]
  5. Callewaert, Ch./Knödlseder, N. et al. (2021): Skin microbiome transplantation and manipulation: Current state of the art, in: Computational and Structural Biotechnology Journal, Vol 19, 624-631[]
  6. Abdallah, F./Mijouin, L./Pichon, Ch. (2017): The Microbiota and Immune System Crosstalk in Health and Disease, in: Mediators of Inflammation, Vol. 18[]
  7. Paller, A./Kong, H. et al. (2018): The microbiome in patients with atopic dermatitis, in: The Journal of allergy and clinical immunology, 43(1): 26-35[][]
  8. Hatano, Y./Man, M-Q. et al. (2009): Maintenance of an acidic stratum corneum prevents emergence of murine atopic dermatitis, in: The Journal of investigative dermatology, 129(7):1824-35[]
  9. Paller, A./Kong, H. et al. (2018): The microbiome in patients with atopic dermatitis, in: The Journal of allergy and clinical immunology, 43(1): 26–35[][]
  10. Sanford, J./Gallo, R. (2013): Functions of the skin microbiota in health and disease, in: Seminars in immunology, 25(5): 370-377[][]
  11. Magnifico, I./Petronio, G. et al. (2020): Atopic Dermatitis as a Multifactorial Skin Disorder. Can the Analysis of Pathophysiological Targets Represent the Winning Therapeutic Strategy?, in: Pharmaceuticals /Basel,13(11): 411[]
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  13. Magnifico, I./Petronio, G. et al. (2020): Atopic Dermatitis as a Multifactorial Skin Disorder. Can the Analysis of Pathophysiological Targets Represent the Winning Therapeutic Strategy?, in: Pharmaceuticals /Basel,13(11): 411[][]
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7 Kommentare

  1. Elena
    März 8, 2021 / 2:25 pm

    Liebe Pia, sehr interessanter Beitrag. Dein neuster Blockbeitrag ist leider Passwort geschützt. Man kann diesen leider nicht lesen ist das so gewollt ? 🤔😅

  2. Jasmin
    März 5, 2021 / 8:29 pm

    Liebe Pia
    Ich finde das Thema Mikrobiom sehr spannend, nicht nur auf der Haut auch im Darm.
    Ich habe Psoriasis. Dass Probiotika helfen könnten, wusste ich noch nicht.
    Solche Artikel interessieren mich sehr und ich schätze deine fundierte Arbeitsweise sehr! Bitte weiter so :-),
    lG Jasmin

    • [email protected]
      Autor
      März 5, 2021 / 10:10 pm

      Hallo Jasmin, das Thema Psoriasis kommt auf dem Blog definitiv zu selten vor. Ich werde bei dem Nachfolgebeitrag über Hautmikrobiom / Probiotika und Präbiotika noch mehr darauf eingehen.
      Viele Grüße, Pia

  3. Christa
    Februar 21, 2021 / 6:37 am

    Liebe Pia, ich kann mich nur anschließen und Danke sagen für deinen ausführlichen und fundamentierten Bericht. Ich freue mich schon sehr auf den nachfolgenden Blogpost. Bisher war ich stille Mitleserin und habe mit meinen 66 Jahren schon alles mögliche probiert und Gutes aber auch viel Mist probiert . Seit längerem tut es meiner Haut nun besser ohne Säurepräparate auszukommen und bin alles in allem in einem sehr guten Hautzustand. LG

    • [email protected]
      Autor
      März 4, 2021 / 10:30 am

      Wie gerne höre ich solche Rückmeldungen, liebe Christa! Ich freue mich sehr und danke Dir, dass Du da bist!

  4. Katja
    Februar 20, 2021 / 9:25 pm

    Danke liebe Pia für diesen tollen, fundiert recherchierten Beitrag und die vielen Quellen. Ich freue mich sehr auf den nächsten Blogpost.

    • [email protected]
      Autor
      März 4, 2021 / 10:31 am

      Hallo liebe Katja, ja, eine Fortsetzung muss definitiv kommen. Ich warte allerdings lieber noch etwas ab, bis neue Erkenntnisse da sind. Dann fasse ich sie wieder für Euch zusammen!

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