Die getönte Sonnencreme von L’Oréal hat mich neugierig gemacht.
Ich vermisse nämlich meine Lieblingssonnencreme mit Tönung von NeoStrata – die ist derzeit nirgends zu bekommen. Weil die Konsistenz der L’Oréal-Creme ähnlich schien, habe ich sie einfach ausprobiert. Hier ist mein ausführlicher Erfahrungsbericht.
Getönte Sonnencreme von L’Oréal – Inhaltsstoffe und UV-Schutz
Die getönte Sonnencreme von L’Oréal setzt auf moderne UV-Filter und verspricht einen soliden Lichtschutz. Wichtig zu wissen: Um den ausgelobten Schutz zu erreichen, muss die Creme wie eine klassische Sonnencreme aufgetragen werden – also in ausreichender Menge.
Das heißt, als Foundation oder Skin Tint eignet sie sich nicht.
• UVB-Schutz: 50
• UVA-Schutz: Mindestens 16 (genaue Angaben fehlen)
• Schutz vor Pigmentflecken: Eher gering
Die Formulierung enthält nur wenig Alkohol, der zu vernachlässigen ist. Bekannte Reizstoffe sind nicht enthalten. Allerdings ist die Sonnencreme relativ stark parfümiert. Wer normalerweise unparfümierte Produkte verwendet, wird den Duft anfangs als intensiv empfinden. Nach kurzer Zeit verfliegt er jedoch und ist kaum noch wahrnehmbar.
Besonderheiten: Glow-Effekt und Finish
In der INCI-Deklaration fällt besonders der Inhaltsstoff Fluorphlogopit auf – eine Alternative zu Mica. Das gibt bereits einen Hinweis auf das Finish: schimmernd und glowy. Auch auf der Verpackung wird das deutlich: Die Creme enthält Niacinamid (Konzentration unbekannt) und Glow-Pigmente.
Mein erster Eindruck:
Direkt nach dem Auftragen glitzert das Fluid stark – sowohl auf dem Handrücken als auch im Gesicht. Poren und Hautunebenheiten werden dadurch betont, was anfangs ein kleiner Schock war. Nach etwa 20 Minuten setzt sich die Formulierung und der Effekt wird etwas dezenter. Vorsichtiges Andrücken mit den Fingern kann den Glow zusätzlich mildern.

Deckkraft:
Die Sonnencreme hat keine Deckkraft und gleicht den Hautton nicht aus. Sie eignet sich nicht als Skin Tint oder leichte Foundation. Wer einen glowy Primer sucht, ist hier aber richtig: Unter einer Foundation sorgt die Creme für eine schöne Strahlkraft.
Praktische Erfahrungen und Anwendungstipps.
Finish:
Wird die Sonnencreme allein getragen, bleibt das Finish sehr glowy mit sichtbaren Schimmerpartikeln – besonders im Sonnenlicht. Im schlecht beleuchteten Badezimmer fällt das weniger auf.

Empfehlung:
Für einen natürlichen Glow eignet sich die Creme als Grundlage unter Foundation oder mattierendem Puder. Wer jedoch sichtbare Poren, Hautunebenheiten oder Fältchen kaschieren möchte, sollte besser zu weichzeichnenden oder matten Produkten greifen.
Abrollen der Creme:
Beim ersten Auftragen ist mir aufgefallen, dass die Creme anmanchen Stellen abrollt – besonders, wenn sie auf die nicht wasserresistente Haru Haru Wonder Sonnencreme aufgetragen wurde.
Die berühmten „Würstchen“ (abrollende Cremeteilchen) waren unangenehm. Mit P20 Sun Kids als Grundlage gab es dieses Problem nicht – hier saß die getönte Creme den ganzen Tag über stabil.
Für wen eignet sich die getönte L’Oréal Sonnencreme?
Die getönte Bright Reveal Sonnencreme von L’Oréal ist alles andere als mein Favorit.
• Duft: Anfangs sehr intensiv, verfliegt aber schnell.
• Abrollen: Kann bei bestimmten Grundlagen auftreten.
• Glow: Sehr stark, besonders in der Sonne. Nicht für jeden Hauttyp geeignet.
Empfehlenswert ist die Creme für alle, die einen starken Glow am ganzen Gesicht mögen oder sie als glowy Primer unter Foundation oder Puder nutzen möchten.
Wer jedoch weichzeichnende Eigenschaften oder ein mattes Finish sucht, sollte lieber zu anderen Produkten greifen.
Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Meinungen!
Habt ihr die getönte Sonnencreme von L’Oréal schon ausprobiert? Wie sind eure Eindrücke? Schreibt es gerne in die Kommentare!
