UVA Braucht man Sonnenschutz im WinterNeulich hat mich eine aufmerksame Instagrammerin @skincare.natacha in Bezug auf ein äußerst spannendes Thema herausgefordert. Sie zeigte sich mit meiner Annahme nicht einverstanden, dass UVA-Strahlen im Tagesverlauf nur gering variieren. Damit hat sie meinen Nerv getroffen. Diese Frage beschäftigt mich nämlich schon seit einiger Zeit. Bisher wurde sie aber aufgeschoben, da andere Projekte die Priorität genossen haben.

Ausgelöst wurde mein Interesse an dem Problem der variierenden Stärke von UVA-Strahlen durch die folgende Beobachtung: Seit ca. fünf Jahren trage ich täglich eine Sonnencreme.  Ausnahmslos. Während ich aber im Winter keine neuen Pigmentflecken (UVA) bekomme, tauchen im Sommer immer ein oder zwei davon auf. Sollte das UVA-Licht tatsächlich  – wie man in vielen Fachzeitschriften zu lesen bekommt – weitgehend konstant bleiben, müssten Jahreszeiten keinen Einfluss auf den Ausmaß der Hyperpigmentierung haben. Das tun sie aber durchaus. Führt die geänderte Wissenslage also dazu, dass wir nun keinen Sonnenschutz im Winter brauchen? Hm. Schauen wir uns die Lage genauer an!


Braucht man einen Sonnenschutz im Winter? (Neue) Fakten über UVA

Fangen wir damit an, dass Natacha Recht hatte. UVA-Strahlen variieren im Verlaufe des Tages recht stark. Mehr noch: Sie schwanken auch je nach Jahreszeit.

Was sind also die alten bzw. neuen Fakten über die UVA-Strahlung:

  Im Tagesverlauf schwanken beide Strahlarten, UVB und UVA, nach einem ähnlichen Muster (s. untere Tabellen). UVB-Strahlen sind jedoch stärker zugespitzt und die Schwankung ist ausgeprägter. Dagegen ist die UVA-Strahlung sowohl am Anfang als auch zu Ende des Tages stärker präsent.

  Im Jahresverlauf ist die Lage etwas anders: Das UVA-Licht ist viel präsenter im gesamten Jahresverlauf als UVB-Strahlen, die im Winter im Zentraleuropa bei bewölkten Himmel so gut wie vernachlässigt werden können (nicht auf der Piste!). Eine Sonnencreme mit einem guten UVA-Schutz ist ebenfalls im Winter vonnöten. Allerdings seht man anhand der unten stehenden Tabellen deutlich, dass UVA-Strahlen auch im Verlaufe des Jahres  variieren. D.h. im Juli sind wir deutlich mehr vom Photoaging (Falten, Hyperpigmentierung) betroffen als im Februar. Auch soll nicht vergessen werden, dass während das UVB-Licht für Melanoma zuständig ist, können UVA-Strahlen andere Hautkrebsarten verursachen.


Auf den Tabellen seht Ihr die UVA-Situation in England, Zypern und Brasilien.

UVA Strahlen
TABELLE 1: UVA-Strahlung in England: Rechts über das Jahr verteilt, links: Tagesübersicht. Quelle: http://pubs.rsc.org/en/content/articlehtml/2013/pp/c2pp25323b

TABELLE 2: UVA-Jahresübersicht in zwei Städten auf Zypern.
Quelle: http://smjournals.com/biometrics-and-biostatistics/fulltext/smjbb-v2-1006.pdf

TABELLE 3: UVA-Varriationen am Tag in São Paulo/Brasilien.
Quelle: http://www.scielo.br/scielo.php?script=sci_arttext&pid=S0365-05962015000300297

Sonnenschutz im Winter? Ja!

Nun was bedeutet das für unser Sonnenschutz-Verhalten? Aus meiner Sicht ändern die Daten nicht viel daran, dass ein UVA-Schutz täglich zum Einsatz kommen soll. Denn:

  • UVA-Strahlen variieren zwar, sind aber vom Januar bis Dezember präsent. Im Sommer ist die UVA-Strahlung stärker als im Winter. Doch wenn Du dem Photoaging ernsthaft vorbeugen und keine neuen Pigmentflecken einfangen möchtest, trage täglich einen Sonnenschutz.
  • Lichtschaden durch UVA-Strahlen akkumulieren sich in der Haut über Monate und Jahre. Möchtest Du der Akkumulation vorbeugen, trage täglich einen UVA-Schutz.
  • Nicht zu vergessen ist außerdem, dass die UVB-Strahlung zum Großteil durch die Ozonschicht und Wolken sowie vollständig durch Glas (Fensterglas) blockiert werden. Das betrifft das ultraviolettes Licht im UVA-Bereich hingegen nicht. Daher machen UVB Strahlen ca. 5% und UVA Strahlen nicht weniger als 95% aller UV-Strahlung aus! Laut Quelle 1 erreicht den westliche Teil Europas etwa 283-570 Jm−2 von UVA und nur 20-40 Jm−2 von UVB pro Jahr.
Das UVA-Licht ist im Herbst/Winter schwächer aber weiterhin präsent und für Kollagenverlust – Falten – und Pigmentflecken verantwortlich. Klick um zu Tweeten

Sonnenschutz im Winter? Eure Meinung ist gefragt!

Was denkt Ihr? Trägt Ihr überhaupt Sonnenschutz im Winter? Sind Euch die oben angegebenen Fakten neu?

Falls Ihr weitere Daten zum Thema: Schwankungen vom UVA-Licht am Tag und im Laufe des Jahres findet, teilt mir diese bitte in den Kommentaren mit. Ich finde das Thema äußerst spannend und würde demnächst mehr dazu recherchieren und schreiben. Möge der Tag mehr als 24 Stunden haben… 🙂

Ich grüße Euch herzlich

Eure Pia      

 


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Quellenangaben

Quelle 1: Jablonski/Chaplin (2010): Human skin pigmentation as an adaptation to UV radiation, 11: 107 (Suppl 2), 8962-8968 (online)

Quelle 2: Rafieepour A./Ghamari, F. (2015): Seasonal Variation in Exposure Level of Types A and B Ultraviolet Radiation: An Environmental Skin Carcinogen, in: Annals of medical and health sciences research, 5(2), 129-133 (Beispiel: Iran, online)

Quelle 3: Hunter, N./Pearson A. et al. (2011): Solar Ultraviolet Radiation in Great Britain (1989-2008), in: Health Protection Agency, Centre for Radiation, Chemical and Environmental Hazards, Oxfordshire, UK (Beispiel: Großbritannien, online)

Quelle 4: Balasaraswathy, P./Kumar, U. at al (2002): UVA and UVB in sunlight, Optimal Utilization of UV rays in Sunlight for phototherapy, in: Indian Journal of Dermatology, Venerology and Leprology, 68(4), 198-201 (Beispiel: Indien, online)

Tabelle 1/Quelle: Tewari, A./ Grage, M./Harrison, G. (2013): UVA1 is skin deep: molecular and clinical implications, in: Photochemical & Photobiological Sciences (herausgegeben von der Royal Society of Chemistry), 12, 95-103 (online)

Tabelle 2/Quelle: Pashiardis, S./Kalogirou, SA at al (2017): Statistical Analysis and InterComparison of Solar UVB and Global Radiation for Athalassa and Larnaca, Cyprus, SM Journal of Biometrics and Biostatistic 2(1): 1006 (online)

Tabelle 3/Quelle: http://www.scielo.br/scielo.php?script=sci_arttext&pid=S0365-05962015000300297 (wird ergäntzt, die Seite ist vorübergehend nicht erreichbar)

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UVA-Strahlen variieren zwar, sind aber vom Januar bis Dezember präsent. Im Sommer ist die UVA-Strahlung stärker als im Winter. Doch wenn Du dem Photoaging ernsthaft vorbeugen und keine neuen Pigmentflecken einfangen möchtest, trage täglich einen Sonnenschutz. Auch im Winter!
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26 Kommentare

  1. Vielen lieben Dank Pia für diese Zusammenstellung!
    Ich versuche das Thema auch seit einiger Zeit zu recherchieren, jedoch fehlen mir gewisse Grundkenntnisse (bspw. was die Einheiten angeht und wie die Zahlen im Endeffekt zu bewerten sind). Außerdem hatte ich bisher nur Angaben zu Orten gefunden, die für mich nicht relevant sind. Das ist wirklich ein schwieriges Thema.

    Was ich mich zusätzlich frage ist welche Risiken vom Sonnenschutz ausgehen und in welcher Relation diese zu den Gefahren durch UV-Strahlung stehen. So mehren sich die Zeichen, dass die „alten“ chemischen Filter die Hautalterung sogar beschleunigen, zudem lagern sie sich im Körper an und können Auswirkungen auf den Hormonhaushalt haben. Gut, gibt ja Alternativen – nur wie gut untersucht sind die neuen chemischen Filter und Nanopartikel? Bei den alten Filtern hat man sicherlich auch eine Zeit gebraucht, um die Risiken zu erkennen, daher frage ich mich, wie sicher wir sein können, dass die neueren Filter tatsächlich nicht ähnliche Eigenschaften aufweisen.

    Daher gehört für mich zu dieser Betrachtung (Sonnenschutz im Winter / drinnen) immer auch der Vergleich der potentiellen Risiken durch die Nutzung von Sonnenschutz. Und bei Situationen mit geringer UV-Stärke könnte es „sicherer“ sein, auf Schutz zu verzichten.
    Vorausgesetzt, man stellt die Gesundheit des eigenen Körpers über das Aussehen der Haut; da gibt es ja durchaus auch Menschen mit umgekehrten Prioritäten.

    Persönlich nutze ich seit einigen Jahren wirklich jeden Tag Sonnenschutz, egal was ich mache oder wo ich bin. Allerdings bin ich nicht sicher, wie sinnvoll das ist, s.o. Ich glaube es ist eher Gewöhnungssache. In Zukunft möchte ich das Ganze entspannter sehen und den Fokus wirklich eher auf die Vermeidung potentiell kritischer Inhaltsstoffe legen. Aber auch das ist leichter gesagt als getan.

    1. Ich trage täglich Sonnenschutz, habe jedoch wie Yurifan Bedenken was die potenziellen Risiken durch die Benutzung von Sonnenschutzmittel betrifft.
      Schlauer ist man leider immer erst später. Hoffen wir das Beste bezüglich der hochgelobten neuen UV-Filter wie Tinosorb S & M, sowie in Bezug auf Nanopartikel.

      1. Auch ich habe Bedenken bezüglich der Risiken von Sonnenschutz. Wäre daher die Verwendung mineralischer Filter empfehlenswerter/bedenkenloser?

    2. Yurifan spricht genau meine Bedenken aus. Trage zurzeit noch täglich Sonnenschutz (mit den Filtern Tinosorb S und M) im Gesicht, spiele aber ebenfalls mit dem Gedanken, es aufzugeben. Wo findet man schon vertrauenswürdige Studien darüber, ob Tinosorb S und Tinosorb M per se freie Radikale auslösen, und wie das ist, wenn sie in Nanoform vorliegen? Im Grunde sind wir, die wir Sonnencremes mit diesen Inhaltsstoffen tragen, die Versuchskaninchen in einem Langzeit-Menschenversuch, zumal Tierversuche ja verboten sind …

      Nachdenkliche Grüße
      Maria

      1. Habe ebenso diese Bedenken wie Yurifan und Maria. Wie würde es mit der Verwendung von mineralischen anstatt chemischen Filtern aussehen. Wäre dies eine bedenkenlosere Variante?

        Viele Grüße, Stephanie

    3. Author

      Liebe Yurifan, liebe Maria, liebe Stephanie, liebe Isabelle, es gibt derzeit (eigentlich schon immer) zwei „Lager“ bezüglich dieser Frage: Die eine Gruppe verteufelt „chemische“ Filter und verbreitet die Aussage, dass sie sich negativ auf den Hormonhaushalt etc. auswirken. Unter keinem Post dieser Art findet man ernsthafte Quellenhinweise. Die andere Gruppe ignoriert diese Warnungen wiederum vollkommen. Ich bin in der Mitte, da ich immer davon ausgehe, dass was bis heute nicht bewiesen wurde, kann morgen der Fall werden. Also: Was wir heute als gegeben zu sein glauben, kann durch eine neue Studie bald in Frage gestellt werden. Der erste Schlag für alle Liebhaber von mineralischen Filtern war etwa die Erkenntnis, dass Titandioxid, wenn nicht coated, wird degradieren, wenn UV-Strahlen ausgesetzt. Dann ging es die Welle bezüglich Nano-Partikel. Dazu habe ich in einem Beitrag über Kinder-Pflege ein paar Links hinzugefügt. Der (derzeitige) Wissenszustand besagt, dass Nano nur dann in den Kreislauf gelangen können, wenn die Hautbarriere beschädigt oder (wie bei Babys) noch nicht vollständig ausgebildet ist. Bei chemischen Filtern hat man derzeit große Bedenken in Bezug auf Oxybenzon (verwende ich nicht). Octocrylen und Octinoxat können empfindliche Häute wiederum reizen (verwende ich trotzdem, wenn der Sonnenschutz sonst gut formuliert wird. Avene verzichtet drauf in den meisten Produkten). Mein Fazit ist, dass man die Lage beobachten soll. Wenn man aber auf Oxybenzone und mineralische Filter, die nicht eine entsprechende Coating haben, verzichtet, ist man auf der richtigen Seite. Ich möchte mal in das Thema viel tiefer gehen. Aber wahrscheinlich nicht mehr in diesem Sommer. Eure Bedenken verstehe ich nämlich und teile sie 100%! Falls Ihr interessante Studien zu dem Thema findet, kopiert bitte den Link und poste irgendwo auf dem Blog. Auch kommentarlos. So kommen wir gemeinsam weiter! 🙂 Schönen Sonntag an Euch alle!

  2. Ich habe zwar die gleiche Beobachtung gemacht, was die Pigmentflecken angehen, bin aber davon ausgegangen, dass das hauptsächlich daran liegt, dass ich im Sommer einfach viel länger draußen bin, also die kumulative Dosis zunimmt.

    Anne – Linda, Libra, Loca

    1. Author

      Das ist wahrscheinlich auch ein Zusatzfaktor.

  3. Hallo. Ich trage im Winter ganz normal Sonnenschutz, auf das Anraten einer Kosmetikerin frische ich im Sommer meinem Sonnenschutz am Nachmittag nochmals auf. Ich bin sehr froh und dankbar jetzt eine wissenschaftliche Bedründung bekommen zu haben und werde noch aufmerksamer sein – DANKE!!!!

    1. Author

      Gerne, liebe Elisabeth. Den Post werde ich schrittweise um neue Erkenntnisse erweitern.

  4. Hawaii hat ein Verbot aller Sonnencremes beschlossen, welche die Stoffe Oxybenzon und Octinoxat enthalten. Diese Chemikalien zerstören und töten Korallen. Dennoch sind sie in den meisten US-amerikanischen Sonnenschutz-Produkten enthalten.

    1. Author

      Ja. USA haben einen sehr eingeschränkten Auswahl an UV-Filtern. Die besten sind nicht zugelassen.

  5. wenn die Substanzen Korallen zerstören, was machen die dann erst mit unserer Haut, wo es ja direkt aufgetragen wird ???

    1. Der Vergleich hinkt gewaltig!
      Ich kann/werde dir keine Garantien für irgendwas geben können, es ist immer die Verantwortung jedes einzelnen was man sich auf die Haut schmiert.
      Aber nur weil ein Stoff Korallen schädigt (bestehen die nicht z.T. aus Kalk?) heißt das noch lange nicht, dass derselbe Stoff deine Haut oder dich schädigt. Es kann so sein, ich weiß es nicht weil nicht Wissenschaftler genug dazu. Aber automatisch annehmen, dass die Stoffe schädlich für alles Lebende sind, ist evtl. auch falsch.
      Siehe zum Vergleich: Man kann Kalk oder Magnesium sehr einfach in Salzsäure auflösen, aber nicht ein Stück Gold. Dem Gold ist die Salzsäure völlig wurscht, andere Metalle werden hingegen aufgelöst.
      => Nicht Alles ist universal-schädlich, ich fände etwas mehr Differenzierung und Hinterfragen wichtig.

      1. Zum Thema Korallen möchte ich mich auch noch äußern: Meines Erachtens sind auf Hawaii einige chemische Filter nicht mehr zugelassen, und zwar aus dem Grund, dass sie sich im Wasser auflösen (das sieht man vor allem auf dieser komischen glänzenden Schicht auf dem Wasser, das kommt wohl von den Sonnencremes) und sich auf die Korallen legen, was dann wiederum ihren Organismus – wenn ich das so nennen darf -und die Aufnhamefähigkeit einschränkt.

  6. deshalb, trage ich nur Sonnenschutz wenn ich im Sommer draußen in der Sonne bin, wenn ich den ganzen Tag arbeite oder im Winter trage ich keinen Sonnenschutz

  7. Hallo. Ich benutze fast immer Sonnencreme werden den ganzen Melasmen und Flecken. Aber ich habe einiges ausprobiert und mir scheint man kann wählen. Make-up mit Foundation, oder Sonnencreme. Beides zusammen hält keinen halben Tag durch. Ich habe 6 Sonnencremes ausprobiert, 3 Foundations… Wie könnte man das Problem lösen und wäre der Sonnenschutz in Foundation vielleicht genug? Mineral Make-up hat ja wohl lsf20~30… Auch UVA Schutz, da es ja die Pigmente sind die schützen, teils auch noch Titanoxid, was ja in vielen Sonnencremes drinnen ist. Gibt aber auch klassische Foundation mit LSF 15~30…
    Wäre das eine Alternative oder gibt es sonstige Tricks?

    1. Bei Foundation reicht die Auftragsmenge eigentlich nie, um den angegebenen Sonnenschutz zu erreichen. (Wayne Goss hat es bei Youtube vorgemacht.)
      Eventuell brauchst du einen besseren Sonnenschutz, versuch es mal mit einem japanischen oder koreanischen?

      1. Author

        Richtig. Foundation mit UV-Schutz ist leider nur ein Marketing-Trick. Verlass Dich bitte nie drauf. Am besten ignorieren!

  8. Liebe Pia,

    vielen Dank für diesen sehr spannenden und ausführlichen und so toll recherchierten Artikel! Ich finde das Thema auch sehr spannend, weil ich auch immer davon ausgegangen bin/und man auch immer wieder liest, dass die UVA-Strahlung das ganze Jahr über überall gleich bleibe.

    Ein bisschen beruhigend finde ich es daher schon, dass dem nicht so ist. Allerdings sehe ich es auch so wie du, dass ich trotz der Schwankungen weiterhin jeden Tag Sonnenschutz tragen werde. Auch deshalb weil, wie du auch geschrieben hast, die UVA-Strahlung sehr viel stärker ist als die UVB-Strahlung. Bei den Abbildungen sieht man das ja richtig gut, dass die Werte der UVA-Strahlen, die uns im Winter treffen, noch immer sehr viel höher sind als die Werte der UVB-Strahlung im Sommer.

    In Bezug auf mehr Daten zum Thema: Ich hab‘ gesehen, dass es eine Studie gibt, die die UVB/UVA-Strahlung im Jahresverlauf in Paris gemessen hat, die wäre für uns glaube ich auch interessant, weil Paris ja auch örtlich sehr nahe liegt. Leider konnte ich zu dieser Studie bis jetzt jedoch nur den Abstract finden, und nicht die ganze Studie selbst, aber ich verlinke den Abstract trotzdem mal: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3631842

    Dir noch einmal vielen Dank für deinen tollen Artikel!
    Ganz liebe Grüße
    Katja

    p.s. Vor einer Weile hatte ich dir unter deinen Beitrag zum Daylong Extreme Sonnenschutz mal geschrieben, dass ich Daylong wegen dem UVA-PF angeschrieben hatte, aber leider keine Rückmeldung bekommen hatte. Inzwischen haben sie mir geantwortet, dass der UVA-PF der Daylong Extreme 28 beträgt.

    1. Author

      Liebe Katja, Du Glückliche. Mir hat Daylong noch nicht geantwortet. Ich füge die Werte unter dem Beitrag dazu gerne ein. Danke! Zu Deiner Studie: diese schau ich mir heute Abend an. Danke für 100 Mals! 🙂 Viele grüße, Pia

  9. Liebe Pia, danke für den tollen Beitrag!
    Die Tabellen sind sehr hilfreich und bestätigen, wie ich mir die Strahlungsstärken in den verschiedenen Jahreszeiten vorgestellt habe.
    Da ich in den letzten Jahren mit Pigmentflecken kämpfe (glücklicherweise mit Hautpflege auch beseitigt habe) ist Sonnenschutz für mich, besonders zw. April und Oktober keine Frage. Nicht zu sprechen davon, dass ich immer mehr Freundinnen treffe, die fleckige Haut kriegen. Es liegt natürlich auch daran, dass nach 40 man schneller ältert und durch den Hormonmangel unsere Haut nicht mehr so wiederstandsfähig ist.
    Die gleichen Gedanken wie oben haben habe ich manchmal auch (schade ich meine Haut mit LSF), deswegen pausiere Sonnenschutz im Dezember und Januar völlig. LG

    1. Author

      Liebe Kati, ich pausiere zwar nicht, verstehe aber Deinen Ansatz 100% Danke fürs Teilen! <3

  10. Liebe Pia,

    vielen Dank für den interessanten Artikel und auch allen, die zu dieser interessante Diskussion in den Kommentaren beigetragen haben.
    Vieles spricht mir aus dem Herzen. Trotzdem ich auch mit Melasma zu kämpfen habe, ich bislang täglich sonnenschutz benutze und dennoch immer wieder feststelle, dass das Melasma im Sommer deutlich dunkler wird, plagt mich das schlechte Gewissen, was wir uns (Mensch und Natur) eigentlich mit SPF Produkten antun. In den skandinavischen Ländern wird heftig das Thema Endokrine Disruptoren diskutiert, also den chemie Cocktail aus „Pflegeprodukten“, Luftverschmutzung, verarbeiteten Nahrungsmitteln uvm, der nachhaltig unsere DNA beeinflusst und in den Hormonhaushalt eingreift und nicht zuletzt immer wieder mit Krebs in Verbindung gebracht wird. Werdende Mütter in Dänemark werden in der Vorsorge eingehenst darüber aufgeklärt, zum Schutze des Ungeborenen. Hier zu Lande ist die Industrielobby sehr stark und solche Themen werden ganz schnell unter den Tisch gekehrt. Inzwischen fühle ich mich mit mineralischem nicht Nano SPF und einem mineralischen Make Up wohler, nicht zu letzt weil die INCI Liste überschaubarer bleibt als bei chemischen Filter Produkten und schließe inzwischen auch andere Pflegeprodukten aus, deren INCI Übersicht einer Tapete gleich kommt.
    Liebe Grüße

    1. Author

      Liebe Dorneen,
      man weiß tatsächlich nicht, wie die kumulative Wirkung aus Pflegeprodukten, Umweltverschmutzung etc. auf uns wirkt. Bei der Wirkung von einzelnen, bei uns zugelassenen, Inhaltsstoffen kann man mit einer gewissen Sicherheit sagen, inwiefern sie das Hormonsystem beeinflussen können. Das tun sie nicht. Doch eine Kumulation davon über Jahre hinweg ist etwas anderes.
      Bei solchen Fragen ist der Blick auf Lobbygruppen nie verkehrt. Das sehe ich genauso. Ich werde mir die Debatte in Dänemark gerne anschauen. Manchmal ist es aber so, dass diverse „grüne“ Bewegungen den Ton angeben und plötzlich alles „chemisch“ und „gefährlich“ ist.
      Hast Du in Dänemark Familie?
      Danke für den interessanten Hinweis!
      Schönes Wochenende! Pia

      1. Liebe Pia,
        nein habe keine Familie dort. Aber interessanterweise lande ich zu gewissen Themen (u.a. Skincare, Make up, healthy food) öfter mal auf Seiten von skandinavischen Bloggern, oft Dänen. -sie erscheinen mir zunehmend aufgeklärter zu sein, einfach weil es mehr öffentlich diskutiert wird. Die EU Commission hat in einer Liste der gängigsten derzeit über 560 Chemikalien zu weiteren Forschungszwecken aufgeführt, mit denen wir tagtäglich in Kontakt kommen (nicht nur durch Skincare), die mit endokriner Wirksamkeit in Verdacht stehen. http://ec.europa.eu/environment/chemicals/endocrine/strategy/substances_en.htm#priority_list
        Aber wie gesagt, es geht um den grossen ganzen cocktail und Skincare ist nur einer von weiteren Faktoren. Und Dank deiner Webseite bin ich nicht nur INCI-technisch schon um einiges schlauer geworden. 🙂 Danke nochmal hierfür!
        LG Doreen
        P.S. Super Tipp mit Mineralpuder in weißelnden SPFs! Das werde ich unbedingt ausprobieren.

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