Bioderma Hydrabio Perfecteur SPF30 – Review

Vor einigen Wochen habe ich Euch ausführlich über die Tagespflege von La Roche Posay: Pigmentclar mit UVB 30 / UVA 15, Review erzählt. Dabei habe ich erwähnt, dass Pigmentclar der Bioderma Hydrabio Perfecteur SPF30 Creme in vielerlei Hinsicht ähnlich ist. Da Ihr die Pigmentclar-Review bereits kennt, werde ich hier auf Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Tagespflegen eingehen.


  • INCI-Liste und Sonnenschutzfähigkeit
  • Geruch
  • Konsistenz, Finish & Hautgefühl
  • Fazit
  • Verpackung und Beschaffung

Bioderma Hydrabio Perfecteur – INCI-Liste und Sonnenschutzfähigkeit

Laut Bioderma handelt es sich bei der Hydrabio Perfecteur Creme um einen intensiven und langhaltenden Moisturizer mit vor lichtbedingter Hautalterung vorbeugenden Antioxidantien und hohen UVA-/UVB-Schutzwerten. Anspruch oder Realität?

Hm, etwas dazwischen… Das Produkt ist gut feuchtigkeitsspendend – in erster Linie durch Glycerin, Niacinamide (unter 2%), die Aminosäure Arginine (hier gehts zur Rolle von Aminosäuren in Pflegeprodukten) und das Feuchthaltemittel Dipropylenglycol. Feuchtigkeitsspendende Zuckeralkohole (Mannitol, Xylitol), Pentylenglykol plus Rhamnose sind erst weit unten in der INCI-Deklaration aufgelistet; sie tragen also nur ergänzend zu der Befeuchtungsfähigkeit der Creme bei. Zusätzlich enthält das Produkt eine Reihe von Weichmachern, welche die Haut vor dem Wasserverdunsten schützen – und daher ebenfalls als (passive) Feuchtigkeitssubstanzen gelten. Die antioxidative Fähigkeit von Vitamin E ist aufgrund dessen geringeren Konzentration nicht herausragend. Durch die Beigabe von Salicylsäure wirkt die Creme hingegen leicht entzündungshemmend.

Die pflegenden Substanzen in Pigmentclar fallen etwas anders aus. Die ca. doppelte Menge an Niacinamide und die Beigabe von Resorcinol lassen recht gute Ergebnisse hinsichtlich der Aufhellung von Pigmentflecken erwarten, was bezüglich Bioderma nicht der Fall ist. Sonst sind beide Produkte feuchtigkeitsspendend und entzündungshemmend (bei Pigmentclar hat diese Rolle u.a. LHA übernommen). Ähnlich ist auch die Mischung aus Silikonen, die einen leichten Primer-Effekt ohne speckigen Rückstand auf der Haut hinterlassen.

Während die Bioderma Hydrabio Creme gut pflegt, sind die dort beigefügten Sonnenschutz-Filter etwas enttäuschend. Was wir an der Bioderma-Pflegereihe Photoderm so sehr lieben, ist der großzügige Einsatz von Tinosorb S und M. Darauf wurde in der Hydrabio-Creme leider verzichtet. Stattdessen haben wir mit älteren, unaufregenden Filtern zu tun. Das Innovative darin ist jedoch der Einsatz der sog. hollow sphere technology, welche die Lichtspiegelung im gesamten UV-Bereich erhöht und somit zu einem besseren UV-Schutz beiträgt (was u.a. die Menge an Sonnenschutzfiltern reduzieren kann; dazu könnt Ihr in der Besprechung von Silikonen bzw. deren Rolle in Pflegeprodukten lesen). Auch der Einsatz von flüchtigen Silikonen sorgt für eine gute Verteilbarkeit der Schutzpartikel und hierdurch ebenfalls einen besseren Schutz vor UV-Strahlen.

Dies wendet auch das Pigmentclar an. Darüber hinaus setzt Pigmentclar aber auf die modernen Mexoryls (XS und XL), wodurch ein stabiler und effizienter Schutz angeboten werden kann. Auch freut bei Pigmentclar die klare Angabe des PPD-Wertes (UVA): 15. Wie der Wert in der Bioderma Hydrabio Perfecteur Creme aussieht, ist unklar. Die drei Kreuze neben PA bedeuten lediglich, dass der Wert zwischen 8 und 15 liegt.


Bioderma Hydrabio Perfecteur – Geruch

Was mich an der Bioderma Hydrabio Perfecteur Creme ebenfalls stört, ist der Geruch: der typische “Sonnenschutz-Geruch”, dem meine Nase ablehnend gegenüber steht. Dies muss für Euch keinen negativen Aspekt darstellen. Schließlich mögen einige von Euch Sonnenschutzprodukte von Clinique oder Paula’s Choice (die alle diesen Geruch aufweisen). Hier hat Bioderma versucht, den Duft mit einer geringeren Beigabe von Parfüm zu maskieren; er ist aber weiterhin wahrnehmbar und für mich ein Ausschlußkriterium.

Da Pigmentclar von La Roche Posay keinen signifikanten bzw. wahrnehmbaren Duft aufweist, ist das ein weiterer Pluspunkt zugunsten LRP.


Bioderma Hydrabio Perfecteur – Konsistenz, Finish & Hautgefühl

Bioderma stellt das Hydrabio Sonnenschutzmittel als “Leuchtkraftbooster mit Weichzeichner-Effekt, durch glättende Inhaltsstoffe und lichtreflektierende Pigmente” vor. Die lichtreflektierende Fähigkeit wurde durch die Farbpigmente: Titandioxid und Mica erreicht (es gibt unterschiedliche Mica-Arten, die sowohl zu einem sehr matten als auch einem schimmernden Finish beitragen können). Auch die Beigabe des roten Farbstoffes, was die Creme leicht rosa erscheinen lässt (s. das untere Bild), trägt zu einem “erfrischenden Eindruck” bei. Einen Weichzeichner-Effekt konnte ich allerdings nicht beobachten.

Was die Konsistenz, Finish und Hautgefühl anbelangt, so sind im Prinzip beide Cremes – Hydrabio und Pigmentclar – kaum voneinander unterscheidbar. Mehrfach trug ich eine Creme auf der einen Gesichtshälfte und die andere auf der anderen Hälfte auf und konnte keinen Unterschied feststellen. Beide zogen auch genauso schnell ein. Auch wenn das von LRP in der Beschreibung von Pigmentclar nicht erwähnt wird, enthält das Produkt ebenfalls Inhaltsstoffe, die für einen dezenten Soft Focus sorgen, wenngleich dieser, wie bei Hydrabio Perfecteur, nicht besonders ausgeprägt ist.

Hydrabio Perfecteur Bioderma SPF 30.jpg


Bioderma Hydrabio Perfecteur – mein Fazit

Die Bioderma Hydrabio Perfecteur Creme mit einem Lichtschutzfaktor (UVB) von 30 und UVA-Schutz von ca. 10/12 ist eine mild formulierte, vernünftig zusammengesetzte Pflegecreme, die sich aber leider mit dem Einsatz von modernen Schutzfiltern nicht schmücken kann. Die Creme ist sehr leicht, zieht rasch ein und hinterlässt ein seidiges Primer-Finish auf der Haut. Aufgrund der suboptimalen Sonnenschutzfilter und des gewöhnungsbedürftigen Geruchs sowie der Überlegenheit von Pigmentclar, werde ich das Bioderma Hydrabio nicht nachkaufen.


Bioderma Hydrabio Perfecteur – Verpackung und Beschaffung

Hydrabio Perfecteur SPF 30 PA +++ BIODERMA.jpgDas Hydrabio SPF 30 wurde in eine weiße undurchsichtige Tube mit einem Pumpspender verpackt. Der Inhalt ist daher vor Licht und Luft geschützt. Das gute an dem 40ml-Spender ist, dass man die Pumpmenge gut messen kann: Wissend, dass sieben Pumps eine Menge von 2g ergeben, ist der Auftrag morgens schnell und sicher.


Wo kauft man Bioderma Hydrabio Perfecteur SPF30?

Die Bioderma Hydrabio Perfecteur Tagespflege ist in (online) Apotheken erhältlich, etwa:

bei Aponeo, hier* (versandkostenfrei ab 29€)

bei Medpex, hier* (versandkostenfrei ab 20€)

oder bei Shop-Apotheke für 17€, hier* (versandkostenfrei ab 19€) (Kooperationslink | affiliate*)

*Affiliate Links – sollte die Provision aus den affiliate Links dafür ausreichen, geht sie in den Kauf von neuen Hautpflegeprodukten zum Review auf dem Blog.

Hat jemand die Bioderma Hydrabio Perfecteur Creme bereits ausprobiert? Könnt Ihr hier Eure Erfahrungen damit schildern?

Eure Pia

Alle Beiträge zum Thema Sonnenschutz, die auf dem Blog erschienen sind, findet Ihr hier  Alles über Sonnenschutz: Grundlagen und Reviews


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Lizzy

Hallo,
jetzt habe ich die Creme auch ausprobiert und schildere gerne meine Erfahrungen. Da ich ein anderer Hauttyp bin als Pia (meine Haut ist weniger trocken) ist es vielleicht für den ein oder anderen als Ergänzung zu Pias toller Review (noch einmal großen Dank dafür!) interessant.

Die Bioderma Hydrabio SPF 30 hat mich im ersten Moment noch positiv überrascht. Der Auftrag ist sehr angenehm, sie fühlt sich an wie ein Primer und ist nur ganz leicht parfümiert. Allerdings merkt man schon, dass sie eine Schicht auf der Haut bildet, wie ein Primer eben. Das Finish direkt nach dem Auftrag würde ich als glowy bezeichnen, wenn es dann noch etwas einzieht wäre es perfekt.
Leider tut es das aber nicht! Wenn ich 10 oder 20 Minuten warte, tut sich einfach gar nichts. Die Creme zieht weder ein, noch trocknet oder verdunstet sie. Warte ich noch etwas länger, bildet sich sogar ein leichter Glanz und auch im Laufe des Tages fettet die Haut verstärkt nach.

Ich habe dann versucht, den Glanz mit einem mattierenden Makeup in den Griff zu kriegen, das mir solo aufgetragen sogar zu matt ist. Über der Hydrabio schiebe ich es aber leider nur hin und her und es will sich nicht mit der Haut verbinden.
Auch abpudern funktioniert nicht, um den Glanz zu nehmen, denn das Puder klebt direkt an der Stelle fest, wo ich den Pinsel ansetze und lässt sich nicht verteilen. Es wird fleckig.
Noch ein weiteres Problem: Mascara und Eyeliner stempeln sich auf dem Augenlid ab, das Öl aus der Creme scheint wie ein Makeupentferner zu wirken.

Also mal wieder ein SPF, der für mich zu reichhaltig ist. Trotzdem habe ich mich über Pias Bericht gefreut, denn immerhin habe ich die Hydrabio gut vertragen (sogar in Augennähe ohne brennen) und Pickel hat sie auch nicht verursacht (zumindest nicht nach den ersten Testtagen).

Vielleicht hat ja jemand einen Tipp, wie sich Makeup darüber am besten auftragen lässt. Bis dahin geht meine Suche wohl weiter…

Liebe Grüße

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