Avene SunsiMed SPF50+ Review

Avene SunsiMed Sonnenschutz

Die Avène Sunsimed Sonnencreme ist eine weitere Vertreterin der französischen Kosmetikmarke auf dem Blog. Bei der Auflistung von Sonnenschutzprodukten für Babys und Kleinkinder ist Euch bestimmt aufgefallen, dass viele von Avène stammen. Das Ergebnis hat mich selbst überrascht, da ich in den letzten Jahren kaum noch UV-Schutzpräparate dieser Firma gekauft habe (außer für mein Kind). In Dauererinnerung blieb mir nämlich der Geruch der letzten von mir erworbenen Sonnenschutzcreme von Avène und diese Erinnerung war bis dato sehr prägend. 🙂

Inzwischen macht Avène nicht nur duftfreie bzw. geruchsneutrale UV-Schutzprodukte, sondern diese sind auch – im Vergleich zu anderen Sonnenschutzpräparaten auf dem Markt – spitzenmäßig formuliert. In diesem Sommer (2017)  verwende ich regelmäßig eins davon, das ich Euch heute vorstellen möchte: Avene SunsiMed.

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Avène SunsiMed – Bewertung

INCI

Auf der Homepage von Avène wurden SunsiMed folgende Eigenschaften zugeschrieben:

  • Medizinprodukt Klasse I (CE-Kennzeichen)
  • Vorbeugung gegen aktinische Keratose, Hautkrebs (außer Melanom) und lichtbedingte Hautalterung
  • Angenehm leichte Textur
  • Wasserfest
  • Ohne Duftstoffe und Parabene

Und die Inhaltsstoffe? Die INCI-Liste auf der Avène Homepage ist nicht vollständig. Der Grund dafür ist, dass es sich nicht um ein kosmetisches, sondern ein medizinisches Produkt handelt. Bei medizinischen Produkten muss die Liste von Inhaltsstoffen nicht vollständig sein.

Auf meine Nachfrage, hat mir der Avene Kundenservice eine Liste von in SunsiMed verwendeten Inhaltsstoffen zwar zugeschickt, diese sind jedoch nicht in einer abnehmenden Reihenfolge aufgelistet. Daraus lässt sich jedoch durchaus ablesen, dass die Avene SunsiMed Creme auf ein Mix an modernen UV-Filtern setzt (Tinosorb M und S) plus Avobenzone, das die Haut sehr gut im UVA II Bereich schützt. Außerdem kommt der Aveen Sonnenschutz kommt ohne Oxybenzone, Octocrylene und Octinoxate aus.

Von einer Pflegewirkung kann man in diesem Fall nicht sprechen, da neben einzelnen Weichmachern nur Tocopheryl Glucoside als Antioxidans gilt. Inhaltsstoffe, die eine negative Wirkung auf die Haut haben könnten (ätherische Öle, Alkohol, allergene Konservierungsstoffe bzw. UV-Filter, etc.), sind jedoch auch nicht enthalten.


Konsistenz

Dabei zeichnet sich Avene SunsiMed durch eine relativ leichte Textur, die in wasserresistenten Produkten vorkommt.

Zwar hat die Gesichtscreme keine mattierende Wirkung, die Haut glänzt jedoch anschließend nicht übertrieben so. Das klebrige Gefühl kann man mit einem Primer reduzieren – s. den Primer Trick bei klebender Sonnencreme.


Weißeln

Ein Weißeleffekt ist nach dem Auftrag der Avene SunsiMed nicht zu übersehen. Um dem entgegen zu wirken, mische ich das Produkt mit einer kleinen Menge einer dunklen mineralischen Foundation ( auf diesem Foto wird dargestellt, wieviel von dem Puder verwendet wird).


Krümeln

Was Avene SunsiMed sonst noch bietet, was bei anderen Sonnenschutzpräparaten nicht selbstverständlich ist, ist das Ausbleiben von jeglichen Krümeln und Abrollen – gleichgültig, was drunter oder drüber aufgetragen wird.


Geruch

Einen Geruch hat die Avene SunsiMed Gesichtssonnencreme so gut wie keinen!Avene SunsiMed Sonnenschutz


Was sind die Sonnenschutzwerte von Avene SunsiMed?

Warum findet man auf der Avene SunsiMed Verpackung keine UVA/UVB-Werte? Das ist deshalb der Fall, weil es sich, wie oben erwähnt, um ein medizinisches Produkt handelt. Das will Avene besonders betonen, indem auf die Schutzangaben verzichtet wird, die auf einen „normalen“ Sonnenschutz hindeuten könnten.

Stattdessen wird von einem „sehr hohen Hautschutz bei Risikopatienten in der Sonne“ gesprochen. In meinen Augen ist das unnötig, denn Avene SunsiMed ist ja ein normales Sonnenschutzpräparat, das jeder Mensch – nicht nur „Risikopatienten“ – verwenden könnte. Außerdem sind auch andere Sonnenschutzprodukte von Avène m.E. genauso gut für eine Risikogruppe geeignet als SunsiMed.

Auf meine Anfrage beim Avène Kundenservice habe ich jedoch in Bezug auf die Schutzwerte von SunsiMed eine schnelle Antwort erhalten: Demnach beträgt der UVBWert (SPF) 50+ (also Minimum SPF 60) und der UVAWert 31,8. Das ist hoch und dementsprechend auch sehr erfreulich! ( Zu UVA-Strahlung und UVA-Messmethoden könnt Ihr hier nachlesen.)


Avene SunsiMed – meine Einschätzung

Aufgrund dessen, dass Avène mit SunsiMed gelungen ist, eine leichte Textur mit Wasserresistenz und hohen UVA-Werten zu verbinden, gehörte die Creme im Sommer 2017 zu absoluten Favoriten.

Ein Jahr später hat Avene ein neues Sonnenschutzprodukt auf den Markt gebracht, das die Sonnenemlusion ersetzte:

Ein Sonnenfluid. Die leichte matte Textur begeisterte viele von Euch. Leider wurde die Formulierung des Sonnenfluids in 2022 geändert. Der Inhalt ist sehr ansprechend; die Konsistenz eignet sich jedoch für eine trockene Haut, nicht mehr eine ölige bzw. Mischhaut.


Anzahl der Pumpstöße von SunsiMed

1 = ca. 1g

2 = ca. 1,95g (fürs Gesicht)

3 = ca. 2,95g (insg. fürs Gesicht und Hals)

Eure Pia


Alle Beiträge zum Thema Sonnenschutz, die auf dem Blog erschienen sind, findet Ihr hier  Alles über Sonnenschutz: Grundlagen und Reviews

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27 Kommentare zu „Avene SunsiMed SPF50+ Review“

  1. Liebe Pia,
    die Verpackung und auch die Formulierung wurden ja verändert. Scheinbar heißt es nun Sonnenfluid (gibt es mit und ohne Duftstoffe). Kannst du die neue Version mit den auf der Avene Webseite angegebenen Inhaltsstoffen immernoch empfehlen?
    Liebe Grüße Julia

    1. Liebe Julia, es ist so:
      Sunsimed ist weiterhin so formuliert, wie es war.
      Die Sonnenemulsion ist nicht mehr im Sortiment (man kann es immer noch online erhalten).
      Das Sonnenfluid ersetzt die Emulsion. Das Fluid ist leichter und etwas matter. Die INCI-Liste ist sehr ähnlich und das Produkt an sich weiter hin empfehlenswert. Allerdings weißelt es genauso wie die Emulsion. Zu dem Sonnenfluid von Avene werde ich bald einen Beitrag schreiben!
      Ich hoffe, dass die Verwirrung noch ausgeräumt wurde! 🙂 LG Pia

  2. Liebe Pia,
    ich habe eine Frage zu Sonnenfilter und natürlicher Vitamin D-Bildung in der Haut.
    Wunderfrollein hat „weltweit die erste Tagespflege entwickelt, welche durch einen Verzicht auf einen UV_B-Filter die natürliche Vitamin D Produktion zulässt. Der hohe UV-A-Schutz schützt vor Hautalterung etc.“ Bedeutet das, dass nur UV-B die hauteigene Vitamin D Produktion behindert?
    Liebe Grüße, Barbara

  3. Hallo Pia,

    vielen Dank für deine zahlreichen tollen Beiträge, ich lese sie wirklich immer wieder super gerne 🙂
    Die beiden Sonnencremes klingen ganz gut, das Weißeln bereitet mir aber doch Sorge. Ich benutze zur Zeit die Ultrasun Face Anti Pigmentation & Anti Aging LSF 50, die auch etwas weißelt und etwas klebrig ist. Insgesamt habe ich aber schon sehr viel schlimmere Sonnencremes auf der Haut gehabt 😉 vielleicht ja auch ein guter Tipp für dich.
    Ich suche (wie vermutlich jeder hier) schon seit Jahren einen Sonnenschutz mit hohen, stabilen UVA Werten, der am Besten eine Konsistenz hat, wie die LRP Pigmentclar UV 30. Die Suche wird in meinem Kopf aber noch dadurch erschwert, dass ich eigentlich auf Avobenzone mit Titandioxid und Octocrylene sowie auf andere ‚bedenkliche‘ Filter komplett verzichten möchte. Ich habe gelesen, dass Octocrylene zur vermehrten Bildung freier Radikale führt und es gibt anscheinend auch Hinweise darauf, dass sich Avobenzone in Kombination mit Titandioxid schneller zersetzt. Ich weiß, dass solche Befunde meist kontrovers sind, aber irgendwie finde ich die Vorstellung, mich jeden Tag mit einem fettigen, weißelnden Sonnenschutz zu „quälen“, der dann selbst freie Radikale auf meiner Haut produziert, nicht sehr attraktiv 😀
    Was sagst du dazu?
    Ganz liebe Grüße,
    Betti

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