Absurde Versprechen der Kosmetikindustrie – Retinoide

Kosmetikindustrie Retinol

Zu der Blogreihe „Absurde Versprechen der Kosmetikindustrie“: Es gibt so viele Absurditäten zum Thema Hautpflege, dass man denen einen separaten Blog widmen könnte. Manchmal sind die Aussagen lustig, doch meistens leider deprimierend, da Unwissen und Naivität der Kunden ausgenutzt werden. Und wenn Produktinhalte und Versprechen der Produkthersteller weit auseinander gehen, wird es nicht mehr nur traurig, sondern unanständig. Die Blogreihe Absurde Versprechen der Kosmetikindustrie fokussiert auf skurrile Behauptungen der Kosmetikhersteller, die sich zwischen blankem Unsinn und einer kühnen Nonsensdichtung bewegen. Der Zweck der Blogreihe liegt darin, Beauty Konsumenten für Marketingtricks der Kosmetikbranche zu sensibilisieren und zu Eigengedanken über effiziente Hautpflege anzuregen.

Heute geht es um kuriose Herstellerversprechen rund um Retinoide. Viel Spaß beim Lesen!


Retinoide in Hautpflege

Falls Ihr den Beitrag zu Retinoiden noch nicht gelesen habt, lohnt es sich, damit anzufangen – diese Zusammenfassung zu Retinoiden in Hautpflege nimmt etwa drei Minuten in Anspruch. Darin haben wir erfahren, welche Retinoide nach dem neuesten Wissensstand tatsächlich faltenreduzierend wirken können. Dazu zählen Retinylpalmitat, Retinylaetat oder Retinyllinoleat nicht (INCI: retinyl palmitate, retinyl acetate und retinyl linoleate). Doch ausgerechnet meist diese Vitamin A-Derivaten eine Grundlage für viele unrealistische Versprechen von Kosmetikherstellern bilden. Der Grund dafür ist, dass sie viel schwächer als Retinol auf die Haut wirken, wodurch das Risiko der von den Herstellern unerwünschten Hautirritationen minimiert werden kann. Doch einen sichtbaren Effekt werden die Vitamin A Derivate in den oft minimal eingesetzten Dosis ebenfalls nicht. 

Neulich habe ich mir einige Produkte mit Retinoiden näher angeschaut und möchte Euch ein paar Beispiele dafür zeigen, worauf man bei Herstellerversprechen achten muss, wenn Ihr auf der Suche nach einem guten Retinol Serum seid.


1) Mother Nature: „Retinol Facial Serum“. Anti Wrinkle & Skin Repair

VersprechenDas zweite Beispiel ist noch kurioser. Der Hersteller des „Retinol Facial Serums“ behauptet, in diesem Serum den Wirkstoff Retinol eingesetzt zu haben und auf der Homepage durchgehend von Retinol spricht. Was in dem Serum jedoch tatsächlich eingesetzt wurde, ist Retinylacetat, das eine Vorstufe von Retinol bildet und in der Wirkung viel schwächer ausfällt.

Herstellerangaben: Das Mother Nature Retinol Serum mit Hyaluronsäure und Hamamelis unterstützt die Haut deshalb bei ihrer nächtlichen Regeneration. Retinol ist ein wirksames Antioxidans und wirkt der frühzeitigen Hautalterung entgegen. Zudem hellt es Pickelmale und durch starke Sonneneinstrahlung entstandene Altersflecken auf.  (Mother Nature).

Das Retinol Serum von Mother Nature ist somit erstens kein Retinol Serum. Zweitens enthält das Gesichtsserum eine Reihe von allergenen Duftstoffen, was eine „nächtliche Regeneration“ der Haut eher in Frage stellt. 


3) Pixi, Retinol Jasmine Lotion

Versprechen der KosmetikindustrieÄhnlich könnte man bei dem Retinol Jasmine Lotion von Pixi annehmen, dass man eine Creme mit Retinol kauft. Doch das, was für Fachleute Retinylpalmitat ist, ist für Pixi offenbar Retinol.

Eine andere Sache ist die, dass die angeblich an „Antioxidantien reiche Lotion“ kaum wirkungsvolle Antioxidantien (in vernünftigen Mengen) enthält.

Herstellerversprechen: „:..this antioxidant-rich milky-lotion is the perfect daily moisturiser for a youth-enhancing effect. (…) Retinol smoothes & refines…“ (Pixi)


4) Peter Thomas Roth: UN-WRINKLE® PEEL PADS 

versprechen der KosmetikindustrieEin weiteres Kuriosum mit Einsatz von Retinol sind die Un-Wrinkle Peel Pads von Peter Thomas Roth. Hier wurde Retinol einem chemischen Peeling beigefügt. 

Herstellerangaben: 20% complex of alpha, beta, gamma exfoliators & amino acids, the building blocks of peptides.  Exfoliates, resurfaces, clarifies and firms.  Helps visibly minimize pores, fine lines and uneven skin tone with vitamins A, C, D, E & F, chamomile and green tea extracts.

Die Herstellerangaben klingen so gut, dass ich mir die Pads (um das Jahr 2010) tatsächlich gekauft habe. Meine Enttäuschung war jedoch groß, da sie nichts, aber gar nichts, gebracht haben. Zunächst einmal ist die Mischung von AHAs und Vitamin A in einem Produkt fragwürdig (Irritationspotential). Zum zweiten arbeiten – oder zumindest sollen – AHAs und Vitamin A in unterschiedlichen pH-Umgebungen. Ich vermute, dass der pH-Wert in dem Produkt höher war, als dies für AHAs angebracht wäre.

Und vor allem: PADS, Leute, Pads! Kauft nie Retinoide in einem Tiegel oder eben in Form von Pads. Sobald der Tiegel aufgemacht wird, beginnt eine reduzierte Wirkung von Retinoiden, da diese extrem luft- und lichtempfindlich sind. 60 Pads mit Retinol (also für zweimonatige Benutzung) machen somit keinen Sinn. Ein super kurioses Produkt, in der Tat. Kein Wunder, dass es untauglich war (meine Review zu den Un-Wrinkle Peel Pads findet Ihr hier).


5) Jan Marini Retinol Plus Mask

Und da sind wir wieder beim Thema Retinol in Tiegel:

Screenshot 2020 10 01 at 23.16.18Herstellerangaben: Amplify the results of any homecare routine with Retinol Plus Mask! This product is a powerful corrective mask that addresses the appearance of fine lines and wrinkles, sun damage, hyperpigmentation and acne. Retinol Plus Mask’s delivery system increases penetration of multiple advanced technologies including 1% Retinol for long-term benefits while resurfacing agents smooth and refine the surface for a brilliant polished appearance. (Quelle)

Die Retinol Plus Maske von Jan Marini enthält in der Tat eine Reihe von netten Inhaltsstoffen, die sowohl die Haut reinigen (Kaolin) als auch ihr etwas Feuchtigkeit spenden sollten. Angesichts der beigefügten Kaolin-Menge kann die Öl absorbierende Funktion der Maske gut gelingen. Auf die „korrektive Kraft von Retinol“ kann nach der Öffnung des Tiegels leider nicht Verlass sein. Der hohe Preis der (in erster Linie Öl absorbierenden) Maske ist somit ein Missverständnis.


6) Dr. Grandel – Retinol Cream

Screenshot 2020 10 01 at 23.14.35

Und noch eine Retinol Creme im Tiegel, in der der Wirkstoff mit jeder Eröffnung des Tiegels an Wirkung verliert. Von einer „uneingeschränkten Wirksamkeit“ in Bezug auf Vitamin A in dieser Gesichtscreme von Dr. Grandel kann somit nicht die Rede sein. Schade? Nicht wirklich. Das Produkt ist gepackt mit allergenen Duftstoffen (Linalool, Limonene, Citronellol, Hydroxycitronellal), was noch zusätzlich gegen den Kauf der Retinol Creme von Dr. Grandel spricht.

Herstellerangaben: Ein innovatives Retinol-Trio, bestehend aus liposomal verkapseltem Retinol, Vitamin A und klassischem Vitamin A wirkt der Fältchenbildung und bestehenden Fältchen effektiv entgegen, verbessert die Zellneubildung und die Elastizität der Haut und verfeinert das Hautrelief. Das Retinol Äquivalent schafft einen jugendlich ebenmäßigen Teint. Es ist besonders gut verträglich und verfügt über uneingeschränkte Wirksamkeit auch während des Tages. Vitamin A, gewonnen aus revitalisierendem Pfirsichsaftkonzentrat, schützt die Haut vor dem Austrocknen und vor Hautalterung. (Dr. Grandel)

Interessant finde ich in der Herstellerbeschreibung allerdings vor allem die folgende Passage: Die Retinol Cream setzt sich aus: „verkapseltem Retinol, Vitamin A und klassischem Vitamin A“. Was verkapseltes Retinol ist, kann man erahnen. Worin sich das (verkapseltes) Retinol allerdings vom „Vitamin A und klassischen Vitamin A“ unterscheidet bleibt wohl ein Rätsel. Ein „innovatives Retinol-Trio“ klingt zwar fantastisch, sollte bei uns allerdings Alarmglocken läuten lassen.  


7) StriVectin-AR Advanced Retinol Day Treatment SPF 30

ssHerstellerangaben: For the first time, two of the most powerful anti-aging actives, NIA-114™ and Retinol, unite in one powerhouse treatment. For Retinol (vitamin A) to achieve age-fighting potency, it needs Vitamin B3 to convert to its active form.
 StriVectin’s proprietary NIA-114 molecule is one of the most active forms of Vitamin B3. (StriVectin)

StriVectin macht viele gute Hautpflegeprodukte. Viele davon enthalten ein Derivat von Vitamin B und Retinol und können als effizient qualifiziert werden. Das AR Advanced Retinol Day Treatment SPF 30 ist allerdings eine Tagespflege bzw. ein Sonnenschutz. Ich finde es verfehlt, in einen Sonnenschutz Vitamin A zu packen. Warum? Die Haut ist durch Behandlung mit Retinol sonnenempfindlicher und keine Sonnencreme schützt 100% vor Sonnenstrahlen. Ich zumindest würde das Risiko nicht eingehen. In einer guten Pflegeroutine gehören Retinoide für die Abendstunde. Und am Rande: eine gute Hautpflegeroutine enthält gar keine allergenen Duftstoffe (Citronellol, Eugenol, Geraniol, Linalool). Also im Großen und Ganzen: ein Fehlprodukt. 

Und zum Schluß zeige ich Euch zwei Drogerieprodukte. Da weder L’Oreal noch Garnier die INCI-Listen auf der Homepage veröffentlichen, habe ich diese in einem DM abfotografiert.

9) Garnier: UltraLift Serum Creme 

Laut Beschreibung ist das UltraLift Serum + Creme „hochkonzentriert an natürlichem Pro-Retinol“. Würdet Ihr so etwas nicht sofort ausprobieren wollen, in der Hoffnung, jeden Abend ein wirksames Retinol-Serum auf die Haut aufzutragen? Die Inhaltsstoffe zeigen jedoch die nackte Wahrheit. Der eingesetzte Retinyllinoleat ist kein Retinol, sondern ein schwaches Derivat von Vitamin A.

Die Ultra Lift Serum Creme von Garnier enthält somit kein Retinol. Gernier Ultra Lift Retinol


10)  L’Oreal Revitalift

Das magische Pro-Retinol enthält L’Oreal auch die Revitalift Gesichtscreme Laut INCI-Liste versteckt sich unter dem Begriff „Pro-Retinol“ diesmal jedoch das Retinylpalmitat, also ein anderes, schwaches Derivat von Vitamin A. Wie bzw. worauf diese „tiefwirksame“ Creme von L’Oreal wirkt, kann ich nicht erkennen. Ihr?

Loreal Revita Lift Retinol


Retinoide in Hautpflege – Fazit

Spätestens jetzt ist meine Kommentierungslust ausgeschöpft. Beenden wir also an dieser Stelle die heutige Übersicht über die Kuriositäten der Kosmetikwelt.

Doch warum ich Euch die obigen Beispiele zeige? Um nochmal zu verdeutlichen, dass den Herstellerangaben kein blindes Glauben geschenkt werden kann. Man muss immer die INCI-Liste konsultieren. Retinol und Retinal sind (in entsprechender Konzentration) Anti Aging-wirksam. Retinylpalmitat, Retinyllinoleat etc. sind das jedoch nicht.

Eine Liste von Produkten mit Retinoiden, die Eurer Aufmerksamkeit Wert sind, findet Ihr hier.

Mehr Absurde Versprechen der Kosmetikindustrie werden bald wieder kommen. Tragt Euch gerne für den Newsletter ein:

Ich grüße Euch ganz herzlich und bis zum nächsten Mal!

Eure Pia 

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Elisabeth P.

wieder toller Beitrag! danke Pia!

maggy

Hachje, ist das schlimm, wie man überall hinters Licht geführt wird um nicht zu sagen vera*scht. Ich habe mir auch vor einiger Zeit Retinolampullen von Asam gekauft. Ich dachte, dass Ampullen zum Eingewöhnen am Besten sind, weil man kein ganzes Gefäß öffnen muss und zwischendurch auch mal Pausen einlegen kann, ohne sich vor dem Verderb des Produktes zu fürchten. Leider finde ich sie nicht mehr, aber bei Codescheck habe ich ein Bild mit Beschreibung gefunden. Vielleicht magst du mal drüber schauen, 1% Retinol steht auf der Packung und ich habe ganz brav nur eine Ampulle pro Woche genommen. Es war schon ein kribbeliges Gefühl auf dem Gesicht. https://www.codecheck.info/kosmetik_koerperpflege/gesichtspflege/general/id_2446162684/M_Asam_Retinol_Intense_Ampullenkur.pro
Jetzt ganz neu gibt es bei Asam Booster, auch da hoffe ich, dass ich mich damit nicht auch verkauft habe. Ich finde sie recht günstig, denn 10 € für 15 ml ist im Vergleich zu PC recht günstig. Leider gibt es auf der HP keine INCI’s, aber ich habe dort eine Abbildung gefunden https://www.qvc.de/MASAM-Boost-Collection-Intensivkur-fuer-individuelle-Pflege-3x15ml.product.283607.html?&buybox=allow&&ref=PC3&cm_mmc=Preissuchen-_-Google_Shopping-_-CSS-_-(DE:Whoop!)_All_Products_Desktop&gclid=EAIaIQobChMI6pqs0e6u4wIVDuJ3Ch2EMwt2EAQYByABEgIhjvD_BwE lt. Asam-Kundenservice sollen 10% Q10, 12% Vitamin C und 20% Niacinamide enthalten sein.
Vielleicht hast du Zeit und magst es dir anschauen.
Liebe Grüße

Laurenz

Input aus der Wissenschaft:

Vitamine dazu gibt es zahlreiche Studien. Im kosmetischen Bereich bis 0,3% unbedenklich. Acetat etc. … führen alle im Körper zu Retinol. Noch nicht ganz erforscht aber führt im Zellkern zur anwerfen von Genen zu Elastin…
Etwa 10% vertragen diese Retinoide nicht auf der Haut deshalb traut sich die Kosmetikindustrie nicht drüber. Sehr gut in der Antiagingstrategie! Absolut das beste was es gibt. Aber durch diese 10% Unverträglichkeiten traut sich kein Hersteller.

Tocopherol (Vitamin E)
Fängt diese freie Radikale auf. Auch zu Vitamin E gibt es zahlreiche Studien die das belegen. Über 1%. Darunter keine Wirkung. Sehr teuer. Hohe Konz. Spricht für solides Produkt.

Coenzym Q10 oxidative protection capacity scores 55, da ist Vitamin E 80
Hört sich besser an weil Vitamin E jeder kennt und nicht so toll findet, aber ist unschlagbar. Es macht trotzdem Sinn zu kombinieren, weil das Redoxpotential der einzelnen Verbindungen unterschiedlich sind. Es zeichnen sich also gute Produkte aus, die verschiedene Antioxidantien kombinieren.
Dazu kommt das sie sich in versch. Schichten der Haut anlagern. Man will ja alle Schichten erreichen. Das kommt auch noch dazu. Es gibt dazu auch genug Studien dazu, die das belegen.
Zur oralen Gabe von Antioxidantien. Fadenwürmchen im Labor. Lebenszeit 20 Tage. Gene komplett entschlüsselt. Vor einem Jahr Nobelpreis für Telomerverlängerung. Vor 2-3 Jahren eine Gruppe ROS zu Fadenwürmer. Plötzlich leben sie 40 Tage! Paradox. Diese Gruppe hat dann behauptet das Körper ROS bildet um Alterung zu verhindern. Auch bei Sport nehmen die zu! ???
Wie bringen wir das in Einklang? Bei der Haut absolut Sinn diese Radikalfänger einzusetzen.
Man bringt das in Einklang indem man angefangen hat dies ROS zu klassifizieren. Es gibt gute und schlechte. In der Haut lagern sich die schlechten an.
Oral nur Vitamin D sinnvoll wo es auch Mangel gibt. Alles andere Blödsinn.
Bei Sport eben diese guten ROS weiß man mittlerweile und es gibt Studien dass wenn man nach dem Sport Vitamine zu sich nimmt, diese guten ROS zerstört.

Zu Pflanzenextrakten: Pflanzenextrakte lassen sich gut schmücken. Wüstenpflanzen z.B. aber wirken nicht in der Kosmetik in der Regel.
Pflanzliche Öle machen Sinn! Alles andere macht keinen Sinn. Wir haben andere Chemie. Immunsystem erkennt es als Fremd. Ätherische Öle sind unserem Körper fremd. Irgendwann springt Immunsystem auf das an. Heuschnupfen zeigt schon dass sie nicht so unsere Freunde sind.
Hochgereinigte isolierte Wirkstoffe machen Sinn! Z.B. Allantoin, Bisabolol, Magnolol etc. aber irgendwelche Pflanzenextrakte machen keinen Sinn. Nur Erlebnisfunktion. Auch in Sonnenschutz und After-Sun keine Wirkung!!! Keine einzige Studie!

Emulgatoren Peg-ilierte Emulgatoren wollen wir nicht in der Kosmetik. Weil diese Peroxide bilden können. Diese können freie Radikale bilden. Hautalterung!
Die Etherteilstruktoren sind schuld! Diese bilden Peroxide. Zum Beispiel Polyglyceryl… es entstehen diese ROS (reactive oxigene species)
Es kann auch sein dass das PEG schon mit dem Wirkstoff mitkommt. Z.B. Matrixyl. Es verkaufen Firmen Wirkstoffe schon so an die Kosmetikindustrie. Hersteller sollten mitspielen.
Polymere Emulgatoren: Haben gelbildende und emulgierende Eigenschaften zugleich. Vorteil. Dringen nicht sehr tief in Hautschichten ein.
Nachteil: Bleiben auf der Haut liegen da sie nicht eindringen. Maskengefühl. Richtige Formulierung wichtig

Liposome gehen nicht durch die Haut. Es gibt keine einzige Studie die das belegt.
Nur in obere Hautschichten. Wir können auch andere Penetrationsbeschleuniger einsetzen um in die oberen schichten zu gelangen.

NMF (Natural Moisturizing Factors, Feuchthaltemittel) hier Harnstoff. Feuchtigkeit der Haut korreliert mit der Harnstoffkonz. der Haut. Langes Bad ziemlich es schlechteste für die Haut! Studien dazu! Harnstoff löst sich aus der Haut. Gut wasserlös.
2-5% sinnvoll weil hydratisierend. Ab 5% keratoplastisch! Verformt! Ab 10% lösen sie ihre Hautbarriere schon auf (keratolytisch). Auch in Schälsalben. Wieso trotzdem in Produkten? Kostet nichts. Hier nicht im pharmaz. Markt sondern Kosmetik. Freier Markt. Verkauft sich besser.
Harnstoff nach Ablauf nicht mehr verwenden! Ammoniumcyanate Toxisch!
Glycerin ist immer untoxisch! Meist nicht in höheren Konz. da dann unangenehm auf der Haut. Hat eine leichte Süßkraft.
Auch Mannit und Sorbit sind feutigkeitsspendend. Es gibt Studien das Glycerin und Mannit synergistisch wirken
Hyaluronsäure wäre Weltmeister aber wir bekommen ihn nicht in die tiefere Hautschichten rein

Da wir uns aber im kosmetischen und nicht pharmazeutischen Markt befinden gibt es kaum Regulierungen. Fast alles wird aufgrund marktwirtschaftlicher Kriterien entschieden!

Bibi

Hi Pia, ich habe eine Frage an dich ich hoffe du kannst mir weiterhelfen 🙂 ich habe mir vor ein paar monaten das Paulas choice Retinol 1% gekauft jedoch immer nur gemischt aufgetragen bis jetzt und nur ein oder zweimal die Woche benutzt ..doch trotzdem reagiert meine haut gereizt darauf, es ist nicht gerötet aber es brennt stark. Dazu kommt noch dass ich es dummerweise auch auf meine oberen Augenlider aufgetragen habe und jetzt habe ich das Problem das meine Augenlider ausgetrocknet und faltig aussehen es sind tiefe falten entstanden die davor nicht da waren und ich bin 24 🙁 hast du vielleicht ähnliche Erfahrung gemacht oder kannst du mir einen Rat geben? Habe Angst das diese tiefen Linien nicht mehr verschwinden werden, da es seit einem monat nicht besser wird ..zwischendurch wurden die Linien bisschen besser aber soweit ich wieder retinolprodukte verwende(obwohl ich jetzt die Augenlider aussparen) kommt das brennen und die falten werden wieder schlimmer 🙁 auf eine Antwort wäre ich sehr dankbar 🙂 LG bibi

Maria

Liebe Pia,
ich bin sozusagen in Deine Seite „gefallen“ und lese jetzt schon ca.1 Stunde die diversen Berichte und kommentare. Bin total begeistert, das so intensiv geforscht wird. DANKE
Ich bin schon im „faltenreichen“ Alter von 67 und habe mich bei einem Hautarzt wegen einem Laser Lifting erkundigt. Dieser empfahl mir folgende Behandlung: ZO Skin Health Programm von Dr. Zein Obagi. Es handelt sich um ein Programm mit 3 Level.
Da es relativ teuer und der Arzt darauf besteht nur nach seinen Anweisungen zu verwenden ist, habe ich davon abgesehen.
In der Zwischenzeit habe ein ein Laser Lifting wo anders durchführen lassen und mir fiel Retinol wieder ein. Darum landete ich auf Deiner Seite, bin jetzt auf der Suche eben nach einer Creme.
Viele Deiner Infos waren total spannend. Vielleicht finde ich ja die richtige Creme für mich.
Alles Liebe aus Wien Maria

Maria

Hallo Pia,
meine Behandlung erfolgte mit Alma Laser (angeblich der beste Laser zur Zeit, es soll in Österreich nur 3 geben) und zwar in 2 Schritten. Zuerst wurde gelasert, danach mit Radiofrequenz V-Shape und zum Schluß wurde Hyaluron mit Ultraschlall (graußliches Geräusch ?) eingebracht. Die Ultraschallbehandlung war etwas unangenehm. Nach der Behandlung sah ich relativ gut aus (hab schon einige andere Behandlungen gehabt und danach war ich tagelang kaserniert) hatte nur 3 kleine Flecken die gut abzudecken waren.
Am nächsten Tag hatte ich den Eindruck es hätte geholfen, sprich die Falten waren nicht so tief. (Vielleicht hat Hyaluron gewirkt?)
Jetzt ist ca. 1 Woche vergangen und mein Spiegelbild meint (und auch mein Mann) ich sehe aus wie gehabt. Aber es wurden mir auch 5 Behandlungen empfohlen.
Ich habe mir ja mehr erwartet, denn die Aussage zu dem Laser ist, das er die Haut zur Kollagenbildung anregen soll und wenn das der Fall ist müßte das Ergebnis mit der Zeit immer besser werden.
Na ja ich werde es nach 3-4 Wochen (3 Wochen Intervall soll zumindest sein) noch einmal probieren.
Zu den Cremen kann ich noch nichts sagen, denn ich hab bei Paula’s Choise angefragt und habe am nächsten Tag eine sehr umfassende Empfehlung bekommen die ich noch „durchackern“ muß um mir ein Bild zu machen was ich mir als Probe kommen lasse.
So das war’s von meiner Seite.
Liebe Grüße und eine schöne Zeit
Maria

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