Hautbefeuchtung und Luftfeuchtigkeit – trockene Haut im Winter

Posted in Moisturizer
Dyson Humidifier AM10 Hautbefeuchtung und Luftfeuchtigkeit

(Werbung*) Im letzten Herbst wandte sich eine Vertreterin von Dyson an mich mit der Frage, ob ich einen Beitrag über den Zusammenhang von Hautbefeuchtung und Luftfeuchtigkeit schreiben könnte. Da der Zusammenhang durchaus besteht und inzwischen in der Fachliteratur glaubwürdig bestätigt wurde, habe ich dem Angebot zugestimmt. So begab ich mich Anfang des Jahres an intensive Recherche, um Euch zu dem Thema ein Set an möglichst hilfreichen Informationen bieten zu können.


Luftfeuchte und Hautbefeuchtung

Auswirkung auf den Hautzustand haben sowohl interne Prozesse (die nicht zuletzt mit unserer Genetik zusammenhängen) als auch externe Faktoren. Zu den externen Komponenten gehören etwa Zigarettenrauchen und Umweltverschmutzung. Aber auch klimatische Bedingungen, wie UV-Strahlen, Temperatur und nicht zuletzt Luftfeuchte, können unsere Haut entscheidend beeinflussen (1).

Dass die Haut in der kalten Winterzeit trockener wird, sich schuppt und nach einem reichhaltigeren Moisturizer schreit, ist vielen von uns (erfahrungsgemäß) bekannt. Sobald die Heizung aufgedreht ist, sinkt in den Innenräumen die relative Luftfeuchtigkeit, was wiederum Einfluss auf unsere Hautbefeuchtung hat. So weit so gut. Doch wie genau funktioniert der Mechanismus? Welche Erkenntnisse diesbezüglich wurden inzwischen gesammelt? Sind alle Menschen von dem Phänomen betroffen oder gibt es Gruppen, derer Haut unter niedriger Luftfeuchte besonders leidet?


Niedrige Luftfeuchte reduziert den Wassergehalt in der Haut – die Forschungslage

Sobald es draußen kälter wird und die Heizung in geschlossenen Räumen fröhlich in Betrieb genommen wird, nimmt die indoor Luftfeuchte ab. Was passiert dann mit unserer Haut?

1) Einige Studien kamen zum Ergebnis, dass bereits kurze Aufenthalte in einer trockenen Umgebung zur Reduktion des Wassergehaltes in der äußeren Hautschicht (Epidermis) führen können (2 u. 3).  

2) Doch nicht nur eine konstant-niedrige Luftfeuchte, sondern auch deren Änderungen (Outdoor vs. Indoor) ziehen eine abnehmende Hautbefeuchtung nach sich. Aus Fachliteratur resultiert, dass je größer der Unterschied zwischen äußerer und innerer Luftfeuchte, desto gravierender die Wasserverluste in der Epidermis.

In einer in vivo Studie von 20017 hielten sich Probanden 30 Minuten lang in einem Raum mit 70% Luftfeuchte und anschließend in einem Kammer mit 40% Luftbefeuchtung auf. Die darauf folgende Messung ergab einen signifikanten Verlust der Hautelastizität und des Wassergehaltes sowie eine erhöhte Anzahl an Fältchen (gemessen an Augenlidern) (4, s. auch 5).

3) Aus einem Experiment an Mäusen in 2003 resultierte zudem, dass in sehr luftfeuchtigkeitsarmen Verhältnissen (unter 10%) zu einer Reduktion von freien Fettsäuren in der Haut kommt (5). Fettsäure gehören wiederum zu einer der drei größten Lipidgruppen in der Epidermis. Hautlipide verdichten die Hautbarriere und schützen so die Haut vor dem Feuchtigkeitsverlust (mehr zur Hautdehydrierung und Hautlipiden könnt Ihr hier nachlesen).

4) Doch auch widersprüchliche Ergebnisse wurden verzeichnet: Eine ältere Studie (1998) kam zum Ergebnis, dass sich die Haut ausgerechnet in sehr trockenen Luftfeuchtigkeitsverhältnissen (um 10%) “mobilisiert”. Durch einen reduzierten Wasserverlust (TEWL) und den Aufbau einer dickeren Epidermis versucht die Haut, sich auf die Schädigung der Barriere vorzubereiten.

5) Allerdings wiesen die Autoren zugleich darauf hin, dass eine solche Mobilisierung eher in Bezug auf eine unbeschädigte Haut zu erwarten ist. Der klimatische Stress führt nämlich zu zusätzlichen Anforderungen an die Haut und kann entweder bereits vorhandene Hautkrankheiten verstärken oder sie erst zum Vorschein bringen (6). 

6) Diese Vermutung hat sich durch weitere Forschung bestätigt: Eine Vielzahl an Studien zeigte, dass während eine intakte Haut den klimatischen Stress einige Stunden lang unbeschädigt aushalten kann, ist eine Haut mit beschädigter Hautbarriere nicht in der Lage, die “Kräfte” zu mobilisieren und ein Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Entsprechend kommt es einer Senkung des Wassergehalts in den Hautzellen (Korneozyten) und – besonders wichtig – zur Freisetzung von Entzündungsstoffen. Betroffen sind dabei vorwiegend Menschen mit entzündlichen Hauterkrankungen, wozu weiter unten berichtet wird.

Hautbefeuchtung und Luftfeuchtigkeit - Morgen Hautpflege Dyson7) Eine der neuesten Studien zum Thema: “Relative Luftfeuchte und Haut” aus dem Jahr 2017 hat den oben erwähnten Schutzmechanismus der Haut zwar bestätigt. Gleichzeitig zeigte ein in vitro Experiment eine Reduktion der Kollagensynthese in der Haut. “This decrease could contribute to chronological aging effects, as skin collagen levels decrease with aging”diese Reduktion könnte zu chronologischen Aging-Effekten führen, da Hautkollagen mit dem Älterungsprozess abnimmt (17).


Neurodermitis, Psoriasis und Luftfeuchte

Nicht “nur” Hauttrockenheit, Schuppen und Fältchen gehören zu den bekannten Hautproblemen während der Winterzeit. Die kalte Jahreszeit mit einer trockenen Raumluft macht nämlich besonders Menschen mit Hauterkrankungen zu schaffen. Einige Forscher haben sich daher explizit dem Zusammenhang zwischen Hauterkrankungen und Luftfeuchte gewidmet. Dabei wurden Hautallergien und Ekzeme – insbesondere Psoriasis (Schuppenflechte) und atopische Dermatitis (Neurodermitis) – unter die Lupe genommen.

Zahlreiche in vivo Studien an großen Probandengruppen ergaben, dass trockene, kalte Luft die Häufigkeit und Risiko des Auftretens von Ekzemen und Juckreiz in Neurodermitis-Patienten erhöht. Niedrige Luftfeuchte wird als ein der Faktoren betrachtet, welche die Symptome von Neurodermitis – sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen – verschärft (7, S. 158 u. S. 370; 8, 9, 10, 11 u. 12). 

Auch schon bereits bei einer Luftfeuchte von 30% wurde Hautrauhigkeit in atopischen Patienten signifikant erhöht (13). Allerdings wies Andreas Spiegl im Rahmen seiner Doktorarbeit darauf hin, dass dies nicht nur Atopiker, sondern auch Menschen ohne Hauterkrankungen betraf (14).

Menschen mit Psoriasis sind durch niedrige Luftbefeuchtung genauso stark betroffen (18). 

Hautbefeuchtung und Luftfeuchtigkeit Abend Hautpflege DysonZusammenfassend resultiert aus der Fachliteratur, dass sich eine niedrige Luftfeuchte vorwiegend auf Menschen mit einer trockenen Haut und entzündlicher Hauterkrankungen negativ auswirkt. Demgegenüber konnte sich eine gesunde Haut in vielen Messfällen gut dagegen wehren. Dennoch bleibt die Frage offen, wie lange eine gesunde Haut mit unbeschädigter Hautbarriere unter klimatischen Stressverhältnissen mobilisiert bleibt und sich selbst schützen kann? Eine Langzeitstudie, welche die Hautdicke und den Wasserverlust (TEWL) in niedrigen Luftfeuchtigkeitsverhältnissen – über ein paar Stunden hinaus – gemessen hat, wurde meines Wissens noch nicht durchgeführt. 


Was ist die optimale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen?

Welche relative Luftfeuchte ist denn in Innenräumen ideal? Leider gibt es darauf keine eindeutige Antwort. Die Autorenmehrheit nennt hier Werte zwischen 30-40% und 60-65% (15 u. 16). Da wir jedoch oben gesehen haben, dass auch eine gesunde Haut unter einer Luftfeuchte von 30% dehydrieren kann, müsste eine ideale Raumbefeuchtung ab 40% beginnen. Da Staubmilben Neurodermitis ebenfalls verstärken können – und Milben unter 50% Luftfeuchte nicht überleben können, ab 60% wiederum zu derer Verbreitung kommt –, sollte die Raumfeuchte meines Erachtens 55% nicht überschreiten (7, S. 33).


Wie kann die Luftfeuchtigkeit zu Hause erhöht werden?

  1. Anstatt einen Wäschetrockner zu benutzen, Wäsche im Zimmer aufhängen und an der Luft trocknen lassen.
  2. Innenräume nicht überheizen und öfters lüften.
  3. Ein Topf mit Wasser in der Heizungsnähe zum verdunsten stehen lassen.
  4. Feuchte Handtücher auf die Heizung legen.
  5. Ein Luftbefeuchter (Humidifier) kaufen.
  6. Habt Ihr noch weitere Ideen?

Dyson Humidifier AM10 

Den Humidifier AM10 von Dyson – Link hierzu verwenden wir nun seit einiger Zeit und die Luftfeuchte in unserem Wohnzimmer hat sich von 35% auf 43% erhöht. Da unsere Altbauwohnung mit hohen Decken ausgestattet ist und sich dazu noch im Hochparterre befindet, kommen wir auf über 50% nur dann, wenn wir die Türen zu unserem Wohnzimmer schließen.

Der Raumluftbefeuchter sitzt nun bei uns im Wohnzimmer und wird nachmittags bzw. abends und am Wochenende in Betrieb genommen. Die gewünschte relative Luftfeuchte kann durch eine Mini-Fernbedingung eingestellt werden, das mithilfe eines Magnets an dem Gehäuse befestigt wird. Ein integrierter Sleeptimer kann das Gerät wiederum automatisch abschalten. Im Sommer lässt sich der Luftbefeuchter als Klimaanlage verwenden, da er einen integrierten Ventilator hat. Im Prinzip sind das also zwei Geräte in einem. Am Tag, an dem wir mehrere Stunden zu Hause verbringen, werden etwa zwei Liter Wasser in die Luft abgegeben. Wo geht nun der feinste Wassernebel rein? Unter anderem in unsere Haut! Interessanterweise hat es die zusätzliche Feuchte ausgerechnet im Winter einfacher, in die Haut einzudringen, da die Größe der Hautzellen in Epidermis kleiner wird. Das vereinfacht die Penetration in die Haut durch die “Zwischenräume”.

Doch bevor die Wassertröpfchen in die Luft verstreut werden, wird das Wasser von Bakterien gereinigt. Dies passiert mithilfe der von Dyson patentierten Ultraviolet Cleanse Technologie mit UV-C Licht. So müssen keine Filter ausgetauscht werden und man hat dennoch die Sicherheit, dass keine Keime mit in die Luft verteilt werden, was bei konventionellen Luftbefeuchtern der Fall sein kann.

Ich freue mich, den eleganten weiß-silbernen Luftbefeuchter von Dyson besitzen zu dürfen, da ich davon überzeugt bin, dass es ein besseres Raumklima für meine Familie schafft und unserer Haut zu Gute kommt. Doch die anfangs erwähnte Anfrage von Dyson freut mich allerdings auch aus einem anderen Grund: Selbst wenn mir der Zusammenhang zwischen trockenem Raumluft und Hautbefeuchtung bekannt war, habe ich mich mit dem Thema bislang nicht ausführlich beschäftigt. Eine externe Anregung hierzu hat offenbar nicht geschadet. Dyson Humidifier Hautpflege AM10 Hautbefeuchtung und Luftfeuchtigkeit


Hautbefeuchtung und Luftfeuchtigkeit – Fazit

Wer soll einen Luftbefeuchter kaufen?

Ein Luftbefeuchter kann in den Wintermonaten helfen, einer verstärkt trockenen Haut vorzubeugen und diverse Hautprobleme, insbesondere das Auftreten von Ekzemen, in den Griff zu bekommen. 

Bevor Ihr euch jedoch auf die Suche nach einem geeigneten Raumluftbefeuchter macht, vergesst als Allererste nicht, mit einem Hygrometer (oft integriert in die sog. Wetterstationen – s. Auswahl**) die Luftbefeuchtung in Euren Räumen zu messen. Denn es kann sein, dass diese durchaus über 40% liegt und keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden müssen. Falls nicht, würde ein Humidifier besonders denjenigen gut tun, die mit einer trockenen Haut zu kämpfen haben und täglich mehrere Stunden zu Hause bzw. im Büro mit einer niedrigen Luftfeuchte verbringen müssen.

Einen Humidifier würde ich zudem insbesondere denjenigen Menschen ans Herz legen, die zu Ekzemen – inklusive Neurodermitis und Psoriasis – neigen. Bespricht das Thema mit Eurem Dermatologen und macht eine intensive Recherche über die zur Verfügung stehenden Luftbefeuchter. Wähle dasjenige Model aus, das keine Keime mit in die Luft verstreut, sich durch einen möglichst feinen Wassernebel auszeichnet und leise im Hintergrund arbeitet. Falls Ihr kein Geld für einen Luftbefeuchter ausgeben möchtet, könnt Ihr auch feuchte Handtücher etc. (s. oben) auf die Heizung legen. Hauptsache: Die Luftfeuchte in Eurem Haus fällt nicht unter 40%.


Über Eure Gedanken zu Luftbefeuchtern bzw. Eure Erfahrungen damit, falls vorhanden, bedanke ich mich im Voraus! Auch würde ich mich über Eure kurze Mitteilung darüber freuen, wie die Luftfeuchte in Euren Wohnungen/Häusern und Büros ausfällt und ob es sich dabei um Altbauräume handelt.


Wie Eure Haut aufgebaut ist, wie der Mechanismus der Hautbefeuchtung durch Hautpflegemittel funktioniert und wie man diesen optimieren kann, könnt Ihr in der Blogreihe zur Hautfeuchtigkeit nachlesen – auch hier in Form einer kostenfreien PDF-Datei (40 Seiten). Vor Kurzem haben Pflegeinteressierte auf Instagram über ihre Lieblingscremen für eine trockene Haut im Winter diskutiert. 

Eure Pia


Der Blogpost basiert auf folgender Fachliteratur:

(1)  Megna/Ayala et al. (2014): “Effects of climate changes on skin diseases”, in: Expert Review of Anti-infective Therapy 
(2) Egawa/Oguri et al. (2002): “Effect of Exposure of human skin to a dry environment”, in: Skin Research and Technologie 8(4), 212-218
(3) Goad/Gawkrodger (2016): “Ambient humidity and the skin: the impact of air humidity in healthy and diseased states”, in: Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology 30(8), 1285-1294
(4) Tsukahara/Hotta et al. (2007): “Effect of room humidity on the formation of fine wrinkles in the facial skin of Japanese”, in: Skin Research and Technologie 13(2), 184-188
(5) Katayama/Murota/Satoh (2017): “Evolution of Atopic Dermatitis in the 21st Century”, Springer<(h6>
(6) Denda/Sato et al. (1998): “Exposure to a Dry Environment Enhances Epidermal Permeability Barrier Function”, in: Journal of Investigative Dermatology 111(5), 858-863
(7) Katagiri/Sato et al. (2003): “Changes in environmental humidity affect the water-holding property of the stratum corneum and its free amino acid content, and the expression of filaggrin in the epidermis of hairless mice”, in: Journal of Dermatological Science, 31(1), 29-35
(8) Suárez-Varela/Alvarez/Kogan et al. (2008): “Climate and prevalence of atopic eczema in 6- to 7-year-old school children in Spain”, in: International Journal of Biometeorology 52(8), 833-840
(9) Weiland/Hüsing/Strachan et al. (2004): “Climate and the prevalence of symptoms of asthma, allergic rhinitis, and atopic eczema in children”, in: Occupational and Environmental Medicine 61, 609-615, hier Link zum vollen Text
(10) Silverberg/Hanifin/Simpson (2013): “Climatic factors are associated with childhood eczema prevalence in US”, in: Journal of Investigative Dermatologie 133(7), 1752-1759, hier Link zum vollen Text
(11) Guttman-Yassky/Waldmann et al. (2017): “Atopic dermatitis: pathogenesis”. in: Seminars in Cutaneous Medicine and Surgery, 36
(12)  Denda/Sokabe et al. (2007): “Effects of Skin Surface Temperature on Epidermal Permeability Barrier Homeostasis”, in: Journal of Investigative Dermatology 127(3), 654-659
(13) Eberlein-König/Spiegl/Przybilla (1996): “Changes of skin roughness due to lowering air humidity”, in: Acta dermato-venereologica 76(6), 447-449
(14) von Hahn (2007): “Trockene Luft“ und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit – Ergebnisse einer Literaturstudie”, in: Innenraumluft, Gefahrstoffe – Reinhaltung der Luft 67
(15) Moriske (2007): “Schimmel, Fogging und weitere Innenraumprobleme”, Fraunhofer IRB Verlag, S. 125
(16) Müller/Strubelt (2001): “Innenraum-Luftverunreinigungen – Chemie, Physiologie, Hygiene, Medizin und Toxikologie”, in: Kontakt & Studium, Band 608, 19-20
(17) Boutrand/Thépot et al. (2017): “Repeated short climatic change affects the epidermal differentiation program and leads to matrix remodeling in a human organotypic skin model”. in: Clinical, Cosmetic and Investigational Dermatology 10, 43-50
(18) Balato/Costanzo/Patruno et al. (2013): “Effect of weather and environmental factors on the clinical course of psoriasis”, in: Occpuational & Environmental Medicine 60

*Werbung: Das Gerät Dyson Humidifier AM10 wurde mir zur Verfügung gestellt. Der Beitrag wurde vergütet. Der Auftraggeber stellte keine Bedingungen an den Inhalt des Blogposts und hat den Text vor der Veröffentlichung nicht gelesen.

** Affiliate Link


 

January 15, 2018
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12 Comments

  • Reply Linda Libra Loca

    In unserem Haus ist das Problem eher ein anderes, die Luftfeuchtigkeit ist in der Regel zwischen 40- und 50%, geht aber in manchen Räumen ohne sehr sorgfältiges Lüften gerne auf über 60%. Meine Haut freut es, ein Luftbefeuchter käme für mich aber wenn nur für das Büro infrage. Und da lüfte ich einfach oft (und bin so wenig wie möglich da, ha!)
    Linda Libra Loca kürzlich veröffentlicht…essence The False Lashes mascara extreme – That extra mileMy Profile

    January 15, 2018 at 3:25 pm
    • Reply [email protected]

      Da hast Du Glück! Wobei eine Luftfeuchte über 60% ist auch nicht ideal. Hauptsache: Du hast es unter Kontrolle! Und die Lösung fürs Büro: prima! :))

      January 15, 2018 at 7:43 pm
  • Reply Susanne

    Hallo Pia,
    Ich finde es wirklich klasse, dass du auch darüber berichtest, wie man seiner Haut abseits von der richtigen Pflege noch helfen kann!
    Dass eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit nicht so gut für die Haut ist, hört man ja öfter. Aber bisher wusste ich nicht, ob da wirklich etwas dran ist. Danke, dass du uns die wissenschaftlichen Hintergründe dazu erklärt hast.

    Einer Erhöhung der Luftfeuchtigkeit im Winter in der Wohnung stehe ich allerdings trotzdem sehr kritisch gegenüber. Ich würde sowohl von Hausmitteln (nasse Handtücher, Wasserschalen usw.) als auch von dem Gerät eher abraten. Warum? Die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen ist nie gleichmäßig verteilt, sondern die Feuchtigkeit setzt sich an der kältesten Stelle ab. Im Extremfall äußert sich das dann in beschlagenen Scheiben oder Schimmel in schlecht isolierten Ecken.
    Das bedeutet also, wenn man beispielsweise 100ml Wasser verdunstet, landet ein großer Teil davon an den Fenstern, kalten Außenwänden usw. und nur ein kleiner Teil des Wassers dient wirklich zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit. Es ist einfach physikalisch nicht möglich, die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen gleichmäßig zu erhöhen. Es wird sich immer unverhältnismäßig viel Feuchtigkeit an kalten Stellen sammeln. Und an diesen kalt-feuchten Stellen fühlen sich Schimmel und Hausstaubmilben natürlich pudelwohl…

    Trotzdem danke für die Hintergrund Infos! Daraus habe auch ich sinnvolles Wissen dazu gewonnen. Ich nehme daraus für mich mit: im Winter ist die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen niedriger -> das ist ungünstig für die Haut -> die Haut benötigt mehr Humectants, Okklusiva etc. (da eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit zwar wünschenswert wäre, aber in der Praxis nicht ohne Nebenwirkungen machbar ist).

    Liebe Grüße
    Susanne

    January 15, 2018 at 4:03 pm
    • Reply [email protected]

      Liebe Susanne, danke für die tolle Info! Bei der Einleitung zu dem Dyson-Befeuchter steht auch ausdrücklich, dass man es möglichst 1 Meter von allen Gegenständen/Wänden stellen soll. Und die teuren Geräte haben inzwischen die Fähigkeit, eine hohe Reichweite mit gleichmäßiger Verteilung zu verbinden. Oder meinst Du, dass das nicht funktionieren kann? Ich denke, dass das bei dem oben dargestellten Gerät tatsächlich so ist.
      Jedenfalls gefällt mir Dein letzter Absatz sehr gut: Darum geht es ja in diesem Post! 🙂
      Liebste Grüße
      Pia

      January 15, 2018 at 7:49 pm
      • Reply Susanne

        Liebe Pia,
        hm, scheinbar habe ich noch nicht so ganz richtig erklärt, was ich meine 😉
        Also wenn man jetzt sagen wir mal 100 ml verdunstet, glaube ich schon, dass das Gerät es schafft, die Feuchtigkeit im ganzen Raum zu verteilen und nicht nur in unmittelbarer Nähe des Gerätes. Allerdings werden nicht alle 100ml Wasser in der Luft bleiben. Sondern ein (großer) Teil davon setzt sich an kalten Stellen (Fensterscheiben, schlecht isolierte Außenwände) ab. Je kälter es draußen ist, desto stärker ist dieser Effekt. Das bedeutet also, dass du nicht von den gesamten 100ml, die du verdunstet hast, profitierst. Nur ein Teil davon erhöht tatsächlich die Luftfeuchtigkeit, ein Teil landet aber einfach am Fenster und führt zu Schimmelproblemen usw.
        Daher lehne ich so ein Gerät ab – genau wie Wasserschalen, nasse Handtücher usw.

        Aber ich glaube, wir sind uns einig, dass sich hierzu jeder seine eigene Meinung bilden muss. Jeder kann aus deinen Artikeln etwas lernen und dann seine eigenen, persönlichen Konsequenzen ziehen.
        Ich wollte nur auf das erhöhte Schimmelrisiko hinweisen. Als zusätzliche Informationen, die bei der Entscheidung für oder gegen so ein Gerät hilfreich sein kann. Hängt ja auch immer davon ab, ob man vielleicht sowieso schon Probleme mit feuchten Ecken, beschlagenen Scheiben usw hat.

        Liebe Grüße

        January 19, 2018 at 7:54 pm
        • Reply [email protected]

          Liebe Susanne, ich danke Dir herzlich für die ausführliche Erklärung! Ich verstehe, was Du meinst und werde beobachten, was das Gerät sonst so verursacht. Bisher habe ich keine überschüßige Feuchte beobachten können. In Wohnungen mit einem erhöhten Schimmelrisiko muss man jedoch mit Sicherheit besonders aufpassen. Da bin ich vollkommen bei Dir!
          Viele liebe Grüße! 🙂 Pia

          January 25, 2018 at 9:31 am
  • Reply strawberrymouse

    Davon kann meine Kopfhaut derzeitig ein Lied singen; sie spannt und juckt mal wieder. Seitdem ich zu harsche als einen Auslöser identifiziert und verbannt habe, tritt das Problem bei mir nur noch im Winter auf. Kein Wunder; sowohl zu Hause als auch bei der Arbeit haben wir einen Kamin; im Büro steht zusätzlich ein Heizlüfter.
    Ich hänge die Wäsche im Winter tatsächlich immer Wohnzimmer auf, da wir hier mit Holz heizen.

    January 15, 2018 at 7:26 pm
    • Reply [email protected]

      Kamin ist ja auch eine wunderschöne Sache…
      Was war eigentlich der von Dir erwähnte Auslöser??

      January 15, 2018 at 7:50 pm
  • Reply Anna

    Hey Pia,
    wieder mal ein extrem guter Artikel, vielen Dank dafür. Mit dem Thema hab ich mich die letzten Tage im Hintergrund befasst, meine Schwägerin hat einen Luftbefeuchter im Raum stehen und ich merke den Vorteil von dem Ding enorm. Sie tut das für ihre Erkältungsabwehr, Schleimhäute usw., aber auch die Haut profitiert, keine Frage! Ob sowas für mich auch in Frage kommt muss ich wirklich mal testen, glücklicherweise bin ich da nicht ganz so problematisch. Nur im Schlafzimmer huste ich Nachts mehr wenn es zu trocken ist!
    Lieben Gruß, Anna

    January 16, 2018 at 8:14 am
    • Reply [email protected]

      Stelle doch eine Wasserschale neben Deinem Bett und schaue, ob es besser wird! Meine Kleine ist gerade erkältet und ich spüre auch, dass die Luft “frischer” und “besser” wird, wenn ich das Ding einschalte. Ich bilde mir ein, dass ihr das hilft. Merkt Ihre Schwägerin auch eine Hautänderung durch den Luftbefeuchter? Danke für Deinen Kommentar, liebe Anna! 🙂

      January 25, 2018 at 9:35 am
  • Reply Elisabeth P.

    Hallo Pia. Interessante Beitrag! Ich bin so froh, dass du ein so neues Thema aufgreifst, Danke! Am Luftfertigkeit habe ich bisher keinen Gedanken verwendet. Ich denke, ich werde mir Mal einen Luftfeuchtigkeitsmesser zulegen 😉 Allerdings muss ich aufpassen, dass unsere Wohnung nicht zu feucht wird, um Schimmelbildung vorzubeugen – Mal schauen 🙂 Liebe Grüße Elisabeth

    January 17, 2018 at 12:39 am
    • Reply [email protected]

      Liebe Elisabeth, genau das! Gibt es in Deinem Haut feuchte Ecken, sollte das Gerät nicht in der Nähe stehen, sondern nur dort, wo die Luft eindeutig zu wenig Luftfeuchtigkeit aufweist. Liebste Grüße! Pia

      January 25, 2018 at 9:33 am

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