Titandioxid, are you kidding me?

Posted in Sonnenschutz
Titandioxid Mineralische UV-Filter

Titandioxid – mineralischer Schutz, der überdacht werden muss

Heute melde ich mich mit einer spannenden Sonnenschutz-Nachricht:

Mineralische Sonnenschutzfilter Zinkoxid und Titandioxid reflektieren UV-Strahlen nur im geringen Maße; vielmehr absorbieren sie die Sonnenstrahlen innerhalb der Epidermis, genauso wie chemische Filter das tun.


Chemische vs. mineralische Sonnenschutzfilter

Jahrzehntelang gingen Forscher davon aus, dass die sog. chemischen Filter (etwa Avobenzone, Octocrylene, Mexoryl oder Tinosorb) und die sog. mineralischen Filter (Zinkoxid und Titandioxid) die Haut auf unterschiedliche Art und Weise schützen. Demnach sollten chemische Filtersubstanzen die Sonnenstrahlen in der Haut (Epidermis) auffangen, während mineralische Filter die UV-Strahlung reflektieren sollten, noch bevor sie in die Haut gelangen.

Laut neuesten Forschungsergebnissen (klick) reflektieren mineralische UV-Filter jedoch nur eine geringe Menge von Sonnenstrahlung (um 4%, d.h. weniger als SPF 2); den Großteil wird hingegen in der Haut absorbiert! Demnach schützen beide Filterarten – chemische und mineralische – die Haut auf exakt dieselbe Art und Weise. Sie fangen nämlich die Sonnenenergie in der Epidermis auf und wandeln diese in Wärme um.

Diese Information hat vor ein paar Tagen ein in der skincare community bekannter kanadischer cosmetic chemist und Blogger, Stephen, veröffentlicht und hierzu die oben verlinkte Studie als Beweis herangezogen (Der Artikel ist hier kostenlos zugänglich). Das ist übrigens die nicht erste Studie, die die Wirkungsweise von mineralischen Filtern auf den Kopf stellt. In dem oben verlinkten Artikel findet Ihr weitere Quellen hierzu. Ebenfalls hier (2011findet Ihr einen Hinweise auf die absorbierende Funktion von mineralischen Filtern im UV-Bereich (“visible light is not absorbed by TiO2 particles but effectively scattered and reflected while absorption occurs (apart from scattering) in the UV-range”) wie auch Quellen zu anderen Studien. Vor kurzem hat auch Kathrin zu dem Thema in den Nachrichten aus der Chemie gelesen (prais_the_snail). Findet sie das Heft hierzu, werde ich den Beitrag um weitere Informationen ergänzen.


Warum ist diese Information wichtig? Zunächst einmal muss natürlich eine weitere Forschung abgewartet werden. Sollte die andere Wirkungsweise von Zinkoxid und Titandioxid jedoch in Zukunft durch mehrere Studien bestätigt werden, wäre dies für uns aus zumindest fünf Gründen relevant:


Mineralische Filter als Zusatzgarantie?

Diejenigen von Euch, die zuvor den Sonnenschutz-Trick praktiziert haben, zunächst einmal ein Sonnenschutzmittel mit “chemischen” und anschließend – als “top up” – ein mit mineralischen Filtern aufzutragen, sollten diese Methode jetzt überdenken. Sollten Zinkoxid- und Titandioxid-Partikel tatsächlich in die Epidermis gelangen müssen, um die schützende Wirkung zu entfalten, müssten sie zunächst einmal eine dicke Schicht von “chemischen” Filter durchdringen. Und da gute Sonnenschutzprodukte auf der Basis von chemischen Filtern nun mal nicht gerade eine leichte Konsistenz haben und oft einen Lipidfilm auf der Haut hinterlassen (insb. die wasser-resistente Variante), ist die Hautpenetration von anschließend aufgetragenen Inhaltsstoffen eine Herausforderung. Daher nehme ich an, dass diese Schichten-Methode (chemisch + mineralisch) nicht mehr als effizient betrachtet werden kann und dass die “reflektierende Zusatzversicherung” hierdurch entfällt.


Weniger Vorsicht nach dem Auftrag von mineralischen UV-Filtern

Ebenfalls entfällt die extreme Vorsicht beim Auftrag von einer Foundation oder beim Naseputzen und jeglicher Hautreibung nach dem Auftrag von mineralischen UV-Filtern. Würden diese hauptsächlich auf der Hautoberfläche wie kleine lichtreflektierende Spiegelchen wirken, müssten sie möglichst intakt bleiben, um den Schutz zu gewährleisten. Wird ihre Wirkung hingegen erst nach der Absorption in der Haut entfaltet, kann die Nase ohne Angst vor dem Abtragen der Hälfte der Filtersubstanzen geputzt werden. 

Titandioxid Mineralische UV-Filter 1.png


Chemisch vs. natürlich? Großes Fragezeichen

Ein häufiges Argument der Verfechter von Zinkoxid und Titandioxid war bislang, dass sie deutlich weniger Hautreaktionen (Unverträglichkeiten) hervorrufen, weil sie eben nicht in die Haut eindringen. Diese Sichtweise muss nun revidiert werden.

Übrigens beruht die Meinung, dass durch die Wahl von mineralische Filtern “natürliche” – im Gegensatz zu chemischen – Filtersubstanzen in die Haut gelangen, auf falschen Informationen. Neulich habe ich Auszüge aus einem der neuesten Dermatologiebücher auf dem Markt zu UV-Filtern gelesen (Quelle* – in DE bestellbar erst zu Ende des Jahres!). Darin steht noch mal bestätigt, was seit Langem bekannt ist: Damit Sonnenschutzmittel ästhetisch vertretbar sind, werden Zinkoxid und Titandioxid in modernen Sonnenschutzpräparaten entweder in einer mikronisierten (micronized) Form oder – immer häufiger – in Form von Nanopartikeln (<100 nm) eingesetzt. Diese sind in kosmetischen Formulierung praktisch unlösbar und müssen daher chemisch behandelt werden. Die chemischen Prozesse umfassen das sog. Coating von dem metallischen Kern oder Dispersion und Suspension von den Partikeln mit Öl, Lösungshilfsubstanzen oder Weichmachern. Durch diese chemischen Prozesse werden mineralische Filter praktisch zu synthetischen Filtern und die Abgrenzung “mineralisch” als Gegensatz zu “chemisch” unhaltbar.

Die Entwicklung von modernen UV-Filtern zu Gunsten immer kleineren Partikelgrößen (da ästhetisch eleganteres Ergebnis) durch hauptsächlich Nanotechnologie ist auch der Grund dafür, warum die Filtersubstanzen in die Haut eindringen! Es bedeutet somit nicht, dass die vorherigen Studien falsche Messmethoden einsetzten oder Auswertungsdefizite aufweisen (das muss freilich erst noch überprüfet werden). Vielmehr beruhten sie auf anderen, früher hauptsächlich verwendeten, Arten von Zink- und Titandioxid, die aufgrund deren Größe in der Lage waren, das Licht zu reflektieren. In diesem Aufsatz wurden acht unterschiedliche mineralische Filtersubstanzen mit divergierenden Partikelgrößen eingesetzt. Je größer die Partikel, in einem desto höheren Ausmaß wurde das Licht reflektiert (im Gegensatz zur Absorbtion).


Längere Einwirkzeit von mineralischen UV-Filtern

Zuvor hieß es, dass die Schutzwirkung von Zinkoxid und/oder Titandioxid sofort nach deren Auftrag beginnt. Nun müsste es heißen, dass die Einwirkzeit genauso wie bei chemischen Filtern ca. 20 Minuten betragen soll. Genauso lange sollte man auch mit dem Auftrag von weiteren Kosmetikprodukten bzw. Abtupfen von Produktresten abwarten.


Vorsicht bei der Auslegung von Forschungsergebnissen

Das ist eine sehr gute Lehre für uns, mit Forschungsergebnissen in diesem sich so dynamisch entwickelnden Bereich wie Hautpflege immer vorsichtig umzugehen. Was heute bewiesen wurde, kann morgen – nicht zuletzt dank technologischem Fortschritt – widerlegt werden. Kaum jemand hat wohl erwartet, dass mineralische Filter doch anders wirken als dies in den letzten Jahrzehnten gepredigt wurde. Die Ausdifferenzierung in der Wirkungsweise zwischen mineralischen und chemischen Filtern wurde als gegeben angenommen. Und plötzlich ist alles anders. Daher sollte man alle Erkenntnisse in Bezug auf Hautpflege mit einer gewissen Skepsis betrachten und die Entwicklung ruhig weiter beobachten.

Eine Vielzahl von Studien, die X bestätigen, heißt lange noch nicht, dass X als “bewiesen” gilt. Es gilt lediglich als “bewährt”. Das ist ein großer Unterschied, der allen, die mal im Forschungsbereich gearbeitet haben, bekannt ist. Als ich an meiner Doktorarbeit gebastelt habe, wurde mir nach einigen Lektüren klar, dass ich nach dem Falsifizierungsprinzip vorgehen möchte. Grob gesagt besteht die Rolle der Forscher nicht darin, zu versuchen, das bereits Gesagte zu bestätigen. Im Gegenteil sollte er sich die Mühe geben, das bereits Bewährte zu widerlegen! Nur so trägt man zur Weiterentwicklung der Wissenschaft, nur so entstehen neue Erkenntnisse! Bestätigen kannst Du 1000 Mal dasselbe; irgendwann wird’s langweilig. Doch einmal widerlegt – und schwupps müssen neue Antworten gesucht, neue Fragen gestellt und neue Lösungskonzepte entwickelt werden. Wie spannend! Argumentierst Du gerne mit “Studien”, die etwas “bewiesen” haben, versuch mal, das Bewiesene ab und zu in Frage zu stellen. Gibt es bereits 1000 Studien, die etwas belegten? Suche mal nach denjenigen, die es widerlegt haben. Wie wurde dort argumentiert? Mit welchen Forschungsmethoden wurde gearbeitet? Wie kam es zu einem anderen Ergebnis?

Häufig bekomme ich Fragen, ob ein kosmetischer Inhaltsstoff gesundheitlich unbedenklich sei. Die Antwort ist immer dieselbe: Nach dem heutigen Wissenszustand ist es so. Ob es allerdings so bleibt, weiß keiner. Dies betrifft alle derzeitigen Schlußfolgerungen in dem Hautpflegebereich! Nach dem heutigen Erkenntniszustand sind etwa Nanopartikel sicher (dringen nur in die Epidermis ein). Doch was werden Forscher in 10 Jahren behaupten, vermag keine/r zu sagen.


Ich denke, dass die neuen Aussagen bezüglich mineralischer Filter eine gute Lehre für uns darstellen, Erkenntnisse jeglicher Art zu hinterfragen. Überraschend wird es daher freilich nicht sein, wenn die nächste Studie doch eine reflektierende anstatt einer absorbierenden Rolle von mineralischen Filtern “beweisen” wird. Hauptsache, wir bleiben am Ball und schauen uns die Entwicklungen in aller Ruhe an. 🙂

Und was denkt Ihr?    

Eure Pia


Mehr zum Sonnenschutz auf dem Blog findet Ihr etwa hier:

  1. Sonnenschutz – Fokus auf UVA / vorzeitige Hautalterung – Einführung (klick)
  2. … Teil I (klick)
  3. … Teil II (klick)
  4. … Teil III (klick)
  5. Wie misst man den Schutz vor vorzeitiger Hautalterung (UVA)? Teil I (klick

  6. …. Teil II (klick)
  7. … Zusammenfassung (klick)

Quelle:

*Steven Q. Wang, Henry W. Lim (Hg.): Principles and Practice of Photoprotection, Spinger 2016, S. 155 

 

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67 Comments

  • ReplyAnastasia

    Ist so was von spannend.!!!!

    April 17, 2016 at 8:42 am
    • ReplySkincareInspirations

      Das ist es, liebe Anastasia! Danke für Deine so schnelle Rückmeldung. Hoffe, Du hattest einen guten Start in die neue Woche! :))
      Ach so, Du hast ja auf Instagram nach den Magic Drops von Christine Niklas gefragt. Ich bin etwas geschämt zugeben, da ich meist die aufpolsternde Wirkung von Produkten nicht feststellen kann, da ich tagsüber kaum Zeit habe, in den Spiegel zu schauen und abends vergesse ich, dass ich noch etwas prüfen wollte. 🙂 Ich freue mich sehr, dass Du mit dem Produkt ein so tolles Ergebnis erreicht hast. Ab jetzt werde ich meine Haut echt besser beobachten müssen… ://

      April 18, 2016 at 12:17 pm
  • ReplyDani

    Sehr interessant das ganze. Ich bin gspannt was wir noch dazu hören werden.

    April 17, 2016 at 9:30 am
    • ReplySkincareInspirations

      Liebe Dani, danke Dir! Ich bin auch gespannt und wir werden gemeinsam an die “Wahrheit” kommen! :))

      April 18, 2016 at 12:16 pm
  • ReplyPia

    Liebe Pia.

    Wieder total toll und verständlich geschrieben.

    Liebe Grüße Pia

    P.S. Die Probe habe ich sehr gut vertragen. Leider war es aber zur Shoppingweek ausverkauft

    April 17, 2016 at 11:04 am
    • ReplySkincareInspirations

      Oh, das ist ärgerlich! Falls Du das Produkt weiterhin kaufen möchtest, wird Paula bestimmt bald ein Rabatt für Peelingmittel anbieten! Danke für Deine Rückmeldung und eine schöne Woche! Pia 🙂

      April 18, 2016 at 12:14 pm
  • ReplySonja M

    Liebe pia
    bis jetzt war ich ein stiller Mitleser, der wahnsinnig viel an Informationen aus deinem sehr aufschlussreichen und hervorragend wissenschaftlich recherchierten Blog nutzen konnte. Danke dir ! Dadurch konnte ich altes Wissen auffrischen und neues gewinnen.
    habe mir in den letzten drei Monaten enorm viele Blogs durchgelesen und doch ist mir der deine der liebste.
    eben auf Grund deiner z.t wissenschaftlichen Herangehensweise und Quellenangaben.
    wahrscheinlich deswegen da ich eine pharmazeutisch , technische Ausbildung habe ☺
    auch deine erfahrungen mit diverser hautpflege sprechen mich an, da wir wohl die gleiche Altersgruppe sind 😊
    der obige Artikel bringt sehr zum nachdenken /überdenken!
    jetzt mache ich mir erstmal einen Kaffee, geh gedanklich in mich und versuche die neuen Erkenntnisse des sonnenschutzes zu reflektieren

    schönen entspannten Sonntag

    April 17, 2016 at 11:21 am
    • ReplySkincareInspirations

      Hallo liebe Sonja,
      danke für Deine lieben Worte! Mir ist schon klar, dass meine Lesergruppe eben dadurch etwas eingeschränkt ist, dass die Texte meist lang und manchmal schwierig/mühsam zu lesen sind. Aber das ist meine Arbeitsweise und so wird es bleiben. Ich überlege mir, aus jedem Bereich eine Art “Zusammenfassungen” zu schreiben, die auch leichter zugänglich wäre, und welche man auch abends, wenn man müde ist, verstehen könnte. 🙂
      Eine Pharmazeutin bist Du? Spannend. Gibt es Pflege, mit der Du besonders zufrieden bist? Wäre das Apothekenpflege? Worauf achtest Du bei der Wahl von Pflegeprodukten? Erzähl mal etwas darüber! :)) Pia

      April 18, 2016 at 12:13 pm
  • Replytotalueberbewertet

    Hallo Pia,
    Das klingt ja sehr spannend, werde gleich mal gucken, ob ich Zugang zum Volltext habe.
    Eigentlich Stimme ich dir mit dem Falsifizierungsprinzip zu, trotzdem betrachte ich so etwas eher kritisch. Eine einzelne Studie gibt mir eher einen Hinweis darauf, dass man dort noch etwas genauer suchen sollte. Andererseits kommt es da auch extrem auf das Studiendesign an, z.B. Ist es mir sehr wichtig, wie “alt” die immortalisierten Keratinozyten sind bei in vitro Studien. Handelt es sich um die 20. Generation ist mit das zu weit weg von der menschlichen Haut.
    Aber dir für den tollen Post, der mir viiiele Denkanstöße gibt!
    Liebe Grüße
    Leela

    April 17, 2016 at 9:34 am
    • Replysarah

      Hallo liebe Pia,

      vielen Dank für diese wertvolle und informative Aufarbeitung des Themas!
      Das Paper habe ich kurz überflogen und werde es gleich auch nochmal genauer im Detail unter die Lupe nehmen. Muss aber auch jetzt schon Leela zustimmen, dass das Studiendesign problematisch ist. Keine Frage- das Paper gibt tolle Denkanstöße und wird sicher einen ganzen Rattenschwanz an weiteren Untersuchungen nach sich ziehen. Jedoch ist dies bisher nur eine Studie und dazu auch noch wissenschaftlich gesehen recht dünn bearbeitet. Ich bin auf alle Fälle gespannt, was dadurch losgetreten wurde bzw. was sich jetzt in den nächsten Monaten noch neues ergeben wird.

      Viele Grüße,
      Sarah

      April 17, 2016 at 2:08 pm
      • Replyeattraincare

        Finde es auch toll, wie Du es nochmal explizit erwähnt hast, dass nur weil eine Studie dies oder jenes gezeigt hat, es nicht gleichzusetzten ist mit “das ist richtg und valide”. Gerade medizinisch-naturwissenschaftliche Studien sind nur zu 5% reproduzierbar (http://qz.com/603356/why-scientific-studies-cant-be-reproduced/). Wenn man sich das vor Augen hält, darf man nicht jeder Studie blind vertrauen und sich eher versuchen über eine Vielzahl von Studien eine differenzierte Meinung zu bilden.

        Liebe Grüße,
        Sarah
        http://www.eattraincare.com

        April 17, 2016 at 2:18 pm
        • ReplySkincareInspirations

          Liebe Sarah, danke für den spannenden Aufsatz! Und Recht hast Du ja auch!

          April 18, 2016 at 12:20 pm
      • ReplySkincareInspirations

        Jetzt muss ich aber nachhaken: Gerade habe ich die Studie gelesen und mir scheint diese recht gut, nachvollziehbar und reproduzierbar bearbeitet worden zu sein. Ähnlich verlaufen die meisten Testanalysen von der Wirkung von UV-Filtern. Da Du ja eine Biologin bist, bin ich sehr daran interessiert, was daran zu beanstanden ist. Ich bin in der Sache völlig offen; d.h. falls das Ganze echt ein Quark ist, dann ist das eben so. Das einzige, was mich interessiert, ist zu wissen, was letztendlich stimmt! 🙂

        Oben in dem Text hab ich meinen heutigen Gedanken ergänzt, dass die meisten alten Studien wohl ebenfalls mit der reflektierenden Wirkung von mineralischen Filtern Recht hatten, da sie sich ja nicht an deren mikronisierten bzw. nano-Versionen konzentriert haben. Je kleiner die Partikelgröße, desto eher ist eine Hautpenetration zu erwarten. Und die modernen Sonnenschutzpräparate arbeiten nun mit immer kleineren Partikeln!
        Ich grüße dich ganz herzlich und freue mich, dass es Dich hier in der Blog-Community gibt! :))

        April 18, 2016 at 12:26 pm
        • Replyeattraincare

          Hallo Pia,

          vielen Dank für Deine lieben Worte. Ich bin auch total happy, dass ich mich nach langem Hadern doch dazu entschlossen habe, aktiver in der Skincare-Community zu sein. Der Austausch ist so hilfreich und außerdem sind die meisten hier wahnsinnig fair und hilfsbereit (kennt man aus anderen Bereichen teilweise nicht so).

          Nun aber zurück zum Thema. Beim Lesen des Papers habe ich bezüglich Reproduzierbarkeit keine Angaben darüber gefunden, wie oft technisch repliziert wurde. 3 technische Replikate sind die Regel für “good scientific practice”. Da es sich aber um eine Methode handelt, die auf der Messung physikalischer Eigenschaften beruht, bin ich mir nicht 100%ig sicher, wie das in diesen Bereichen gehandhabt wird. Das andere, was mir komisch aufstieß war die Verwendung teils sehr alter Quellen. Entweder gab es seither tatsächlich nichts Neues in dem Bereich zu verzeichnen oder hier wurde schlampig zitiert. Einige Quellen haben absolut ihre Daseinsberechtigung, da sie eben auf den ersten verweisen, der das jemals untersucht hat. Aber mir fehlen eindeutig ein paar aktuelle Quellen. Zudem sind 9 Angaben selbst für ein so kurzes Paper etwas wenig.

          Was man sich abschließend wünschen würde, wäre dass die Autoren die biologische Relevanz besser herausarbeiten und auf nötige Folgeuntersuchungen hinweisen würden. So kenne ich das von unseren Studien,… also dass man das Ergebnis immer im entsprechenden Kontext sauber einbettet und interpretiert.

          Nichts desto trotz: die Studie bietet interessante Einblicke. Für mich lautet die Quintessenz: Umdenken bei der Art und Weise des Gebrauchs von physikalisch/mineralischem Sonnenschutz. Die Wirksamkeit an sich stelle ich durch das Ergebnis der Studie jedoch nicht in Frage… Meine rein mineralischen Sonnencremes haben mich bisher immer gut vor einem Sonnenbrand bewahrt. Einmal hatte ich in den USA ein Erlebnis: bei heftigster Wüstensonne habe ich den Körper mit einem chemischen Filter eingecremt, nur auf eine Narbe hatte ich noch zusätzlich einen mineralischen SPF50 gegeben. Rate mal wo ich überall sonnenbrand hatte und wo nicht 😉

          Liebste Grüße,
          Sarah

          PS: Biologin stimmt nicht ganz, bin Biochemikerin 😉

          April 18, 2016 at 4:58 pm
    • ReplySkincareInspirations

      Hallo liebe Leila, ja, bei einer Widerlegung heißt es ebenfalls noch nicht, dass das ganze (alte) Konzept nun tatsächlich widerlegt ist. Das ist das Spannende an der Sache. Zu dem Studiendesign, s. unten bei der Antwort auf Sarah’s Gedanken!

      April 18, 2016 at 12:16 pm
  • ReplyJule

    Boah, is dat spannend…. In der Überschrift muss es heißen: Sonnenschutz, der überdacht werden muss….

    April 17, 2016 at 12:22 pm
  • Replystrawberrymouse

    Popper for the win! 😉
    Ich hatte Stephens Post auch gelesen und war wirklich ein bisschen geschockt: so schnell zerstört man ein “Weltbild” ;). Aber so ist das mit logischen Schlüssen…wobei ich schon ein Weilchen vermutet habe, dass es auch bei mineralischen Filtern zu einer endogenen Reaktion kommt. Bei herkömmlichen Filtern habe ich schon öfter festgestellt, dass sie nach einer Zeit in der Sonne anders riechen…einen ähnlichen Geruch habe ich beim mineralischen Filter jetzt wo’s wärmer ist, ebenfalls wahrgenommen und so vermutet, dass es da schon auch eine ähnlich Reaktion gibt. Allerdings hätte ich gedacht, dass die prozentual doch deutlich geringer ausfällt. Das mit dem Geruch kann aber natürlich auch völliger Quatsch sein…wie das mit dem intuitiv-logischen Schlüssen eben so ist.

    So auch bei der Vaseline-Diskussion. Aus Umweltgründen verzichten ich darauf. Und ich verlasse mich schon ein stückweit auf Studien und gesetzliche Restriktionen. Bei einem Stoff der inert ist und okklusiv kann ich mir einfach nur schwer vorstellen, dass er in die Haut eindringt ;). Aber es ist wie bei allem: von vielen Dingen hat man angenommen, sie seien unschädlich…bis man entdeckt hat, dass sie es nicht sind. Und umgekehrt. Mich stört nur immer die verkürzte Denkweise, die leider auch häufig in der NK dargestellt und mit der geworben wird. Da führe ich dann gern schon an, warum das beim jetztigen Stand der Forschung eben nicht so ist. Letztlich denke ich aber, wie bei allem, die Dosis macht das Gift. Mit Wasser kann man sich ja auch vergiften 😉

    April 17, 2016 at 12:44 pm
    • ReplySkincareInspirations

      Liebe Maus, in welche Bereich arbeitest Du denn, dass Du Karl Popper kennst (und schätzt!). Ich hab wohl alle seinen Büchern auf dem Regel stehen. :))
      Das mit dem Geruch muss nicht völliger Quatsch sein; ich muss darüber nachdenken…

      Die Vaseline Diskussion ist etwas zu kindisch geführt. Es haben sich zwei Lager herausgebildet, wo man sich gegenseitig Unwissen vorwirft. Beide beharren auf der eigenen Meinung, untermauert durch Studien, die mal etwas “belegt” haben. Dazwischen gibt es wohl keinen Platz zur Skepsis und weiteren Recherchen. Ein Blogpost zu Petrolatum, der am Ende der Feuchtigkeitsreihe kommt, habe ich schon fertig. Dort wird es genau um diverse pros und cons bezüglich eines Vaseline-Auftrags gehen.
      Ich grüße Dich lieb und bis zum nächsten Lesen! 🙂 Pia

      April 18, 2016 at 11:11 am
      • Replystrawberrymouse

        So, jetzt komme ich endlich mal dazu zu antworten.
        Beruflich arbeite ich in einer ganz anderen Ecke, aber ich wurde durch meine Studiengänge sehr sozialwissenschaftlich sozialisiert und hatte auch viel mit Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie zu tun.
        Hach, da würde ich ja gern mal Deine Bücherregale durchstöbern. Aber das erklärt auch Deine Haltung in dieser Diskussion. Ich neige manchmal auch etwas zum Wissenschaftsglauben und da ist so ein Reminder an den kritischen Rationalismus ganz hilfreich.
        Ich freue mich schon auf den Artikel!

        May 1, 2016 at 11:09 pm
        • ReplySkincareInspirations

          Hello there, “sozialwissenschaftlich sozialisiert”, aha! 🙂 Ich freue mich immer schon, Leute, die mit Erkenntnistheorien etwas anfangen können, auch hier zu treffen. Dann sind Momente, wo ich meine Bloggerei als eine überflüssige Beschäftigung finde, schnell vorbei. 🙂

          May 7, 2016 at 9:33 pm
  • ReplyMaryB

    Woher genau hast Du das, dass TiO und ZO in die Epidermis eindringen müssen, um zu wirken. Das ist mir noch nicht klar.

    April 17, 2016 at 1:10 pm
    • ReplySkincareInspirations

      Liebe Mary, in den verlinkten Studien!

      April 18, 2016 at 11:05 am
      • ReplyMaryB

        In der neuen, die Stephen zitiert hat? Da habe ich den Hinweis mit der Epidermis nicht gefunden. Hilfst Du mir bitte auf die Sprünge?

        April 18, 2016 at 10:28 pm
        • ReplySkincareInspirations

          Hallo Mary,

          ich mag Deine Zweifel. 🙂 Wenn es um “Absorption” in Bezug auf UV-Filter geht bzw. wenn UV-Filter die UV-Strahlen absorbieren, dann geschieht das in der Haut. Dort kommt es zu Umwandlungsprozessen von Sonnenenergie in Wärme (infrared warmth). Daran habe ich selbst keinen Zweifel. Was hier interpretationsbedürftig ist, ist wohl das Wort “Haut”. Die Konvertierungssprozesse finden im stratum corneum, der Hornschicht, statt; laut den neuesten Forschungsergebnissen sind weder chemische noch Nanopartikels (als Träger von mineralischen UV-Filtern) in der Lage, die lebendige Schicht von Epidermis zu erreichen.

          Deine zweite Frage bezieht sich darauf, ob alle mineralischen Filter – nach den neuesten Erkenntnissen – in die Haut eindringen (müssen), um eine Schutzleistung zu gewährleisten. In dem im Text ganz unten angegebenen Buch, in dem man online blättern, kann, wird darauf hingewiesen, dass es letztendlich von der Partikelgröße abhängt, ob die Filter eindringen oder eher auf der Haut liegen und dort die Strahlen wie kleine Spiegelchen reflektieren.

          Da Kosmetikfirmen immer häufiger kleine Partikel einsetzen, könnte man davon ausgehen, dass wir in unseren Sonnenschutzprodukten eben damit zu tun haben und somit eine absorbierende Funktion von mineralischen UV-Filtern erwarten sollten (beschränkt auf stratum corneum).

          Je mehr ein Sonnenschutzprodukt auf der Haut weißelt, desto eher könnte man von größeren Partikelgrößen ausgehen und hierdurch davon, dass die Strahlen auf der Hautoberfläche reflektiert werden.

          Weil das alles aber, zugegebenermaßen, nicht eindeutig und abschließend geklärt ist (und wahrscheinlich nie sein wird), dürfen wir nun in der nächsten Zukunft einige Studien dazu erwarten. Im Moment würde ich also NUR davon ausgehen, dass die ausreichende reflektierende Funktion von modernen auf mineralischen UV-Filtern basierenden Sonnenschutzmitteln eher in Frage gestellt werden muss, d.h. dass sie hoch wahrscheinlich zu einem gewissen Anteil (??) doch in das stratum corneum eindringen und dort die UV-Strahlen “aufsaugen” und dass sie als top up über eine (dicke) Schicht von chemischen Filtern keinen nennenswerten (zuverlässige) Sonnenschutz (mehr??) anbieten können.
          Und was meinst Du? 🙂
          Schönes WE, Pia

          April 23, 2016 at 2:12 pm
          • MaryB

            Vielen Dank für Deine Antwort.

            Der Versuch war ja mit Petrolatum. Ich kann mir also schon vorstellen, dass die Absorbsion der UV Filter in Cremes funktioniert, die eher obenauf liegen. Womöglich müssen sie nicht in die Haut einziehen. Aber ich bin kein Chemiker oder Kosmetikproduzent.
            Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, das mit mir “auseinanderzunehmen”. Wir warten einfach ab, was sonst noch herausgefunden wird.

            May 1, 2016 at 11:58 am
    • ReplySkincareInspirations

      Hallo Mary, danke für Dein aufmerksames Lesen. Die Studie spricht von Hautabsorption. Die Studie von 2011 spricht von Absorption im stratum corneum (Hornschicht) = die äußerste Schicht von Epidermis.

      April 18, 2016 at 10:38 pm
      • ReplyMaryB

        Ich bin hier gerade am verzweifeln, weil ich es einfach nicht finde bzw. nachvollziehen kann. In der aktuellen Studie steht natürlich mehrfach das Wort “absorption”, aber immer nur im Zusammenhang mit UV Licht und dem Herunterbrechen von Strahlen. Ich finde nichts, das mit Hautabsorption zu tun hat. Es geht um Eigenschaften und Funktionsweise der Filter in Zusammenhang mit UV Strahlung. Ein einziges Mal geht es um Einzugsverhalten in die Haut, das hat aber mit ästhetischen Gesichtspunkten und Partikelgröße zu tun.

        In der 2011er Studie steht tatsächlich, dass Nanopartikel-Filter in das Stratum Corneum eindringen können. Das wiederum sagt aber nichts darüber, dass sie dort unbedingt hinmüssen. Es gibt ja auch Mikropartikel. Nur, weil Nanopartikel ins Stratum Corneum hineinkönnen und nur, weil jetzt klar ist, dass weniger Reflexion und mehr Absorption vorgeht, würde ich nicht schließen, dass alle mineralischen Filter innerhalb der Epidermis die Strahlen absorbieren.

        April 20, 2016 at 7:15 pm
  • ReplyBEAUTYNATURE BLOG

    Wow du hast einen super informativen Blog, werde sicher noch vieles entdecken bei dir.

    Habe dir ein Abo dagelassen und würde mich über einen Gegenbesuch freuen 🙂

    Liebe Grüsse

    flowery

    April 17, 2016 at 7:31 pm
  • ReplyAngi /per_turpatio

    super interessant, danket dass du uns immer auf den neuesten Stand hälst
    sonnige Grüße

    April 17, 2016 at 8:52 pm
    • ReplyAngi /per_turbatio

      ah mensch jetzt hab ich mich beim Namen vertippt 😀

      April 17, 2016 at 8:53 pm
    • ReplySkincareInspirations

      Liebe Angi, das ist wohl erst der Anfang einer neuen Forschungswelle dazu. Ja, wir bleiben am Ball! 🙂

      April 18, 2016 at 11:04 am
  • Replyallymentar

    Ich verstehe auch nicht so ganz warum der Filter in die Epidermis muss um die strahlen absorbieren zu können. Warum sollte es nicht gehen wenn das Pigment aufliegt? Lg

    April 17, 2016 at 9:27 pm
    • ReplySkincareInspirations

      Die modernen Sonnenschutzprodukte verwenden mineralische Filter mit sehr kleinen Partikeln; sie liegen – angeblich – nicht mehr auf der Haut, sondern dringen in die Epidermis ein, wo sie die Sonnenschutzwirkung erst entfalten. Die Studien hierzu wurden in dem Text verlinkt. Die ältere Sonnenschutzprodukte mit großen Partikeln sind hingegen in der Lage, die Sonnenstrahlen zu reflektieren. In welchem Ausmaß das jedoch passiert, kann ich nicht sagen. 🙂 Liebe Grüße, Pia

      April 18, 2016 at 11:04 am
  • ReplySunnivah

    Danke für die Infos! Ich bin gespannt, was da noch auf uns zukommen wird 🙂
    Ich kann als ‘Betroffene’ einer sensiblen Haut nur berichten, daß ich tatsächlich mit mineralischen Filtern nie Probleme habe, chemische Filtermixe aber über einen längeren Zeitraum nicht vertrage. Ob das nun an der Wirkweise dieser Filter liegt oder ob ich einfach manche besser als andere vertrage (immer okay sind bei mir persönlich z.B. Titandioxid, Zinkoxid, Tinosorb S), sei mal dahingestellt… ich denke, daß manche der ‘alten’ Empfehlungen hinsichtlich empfindlicher Haut und Sonnenschutz nach wie vor gelten, einfach, weil vielleicht auch schon viel empirisches Wissen dazu angesammelt wurde.
    Ich bin aber nach wie vor seeeeehr neugierig, was in der Fragestellung noch an Aufklärung passieren wird. Ich nehme mal mit, daß ich meine Creme von Anfang an dick genug schichten muss, da das ‘Kombinieren’ vielleicht nicht so gut klappen könnte, wie gedacht.
    Vielen Dank und viele Grüße!

    April 18, 2016 at 6:50 am
    • ReplySkincareInspirations

      Ja, z.B. Octocrylene hat ein erböhtes Irritationspotenzial. Wirken tun mineralische und chemische Filtern in modernen Sonnenschutzpräparaten angeblich genauso – durch Absorption. Tinosorb (M und S) ist für mich unverändert der beste UV-Filter!

      April 18, 2016 at 11:01 am
  • ReplyNicole - Nur mal kurz gucken

    Liebe Pia,
    zunächst einmal freut es mich immer wieder, wenn auch Blogger Fachdatenbanken benutzen, wissenschaftliche Quellen nachweisen können und nicht einfach wilde Behauptungen aufstellen. Auch ein wenn man “nur” einen Blog hat und keine Abschlussarbeit schreibt, ist besonders bei solchen Themen Vorsicht geboten. Ich sitze auf Berufswegen quasi an der Quelle des Wissens und werde mir die Studie genauer ansehen. Danke für den Hinweis!
    Liebe Grüße
    Nicole

    April 18, 2016 at 9:38 am
    • ReplySkincareInspirations

      Hallo liebe Nicole, lese es bitte durch und sage, was Du davon hältst. Das ist bei weitem nicht die erste Studie, die von Penetration von mineralischen Filtern berichtet. Btw, darf man fragen, wo Du arbeitest, bzw. das die “Qualle des Wissens” in Deinem Falls bedeutet? 🙂

      April 18, 2016 at 10:59 am
      • ReplyNicole - Nur mal kurz gucken

        Ich arbeite als Bibliothekarin in einer wissenschaftlichen Bibliothek und gebe Schulungen in den Bereichen Recherchetechniken, Datenbanken und Literaturverwaltung. Das erklärt vielleicht meine Begeisterung für wiss. Quellen 😉

        April 18, 2016 at 12:00 pm
        • ReplySkincareInspirations

          Oh, wie cool! Jetzt was ich, an wen ich mich wenden muss, wenn Fragen solcher Art auftauchen! :))

          Oder: Du schreibst Mal auf Deinem Blog eine Art “Einleitung” für Blogger: “Wie untermauere ich meine Argumente auf eine nachvollziehbare, überprüfbare und unanfechtbare Art und Weise”. Das wäre großartig! :))

          April 18, 2016 at 12:07 pm
  • ReplyStephi

    Muss es nicht heißen: “…der überdacht werden muss” 😉

    April 18, 2016 at 10:59 am
  • Replykatja

    Liebe Pia,
    das ist wieder ein super toller und wirklich sehr spannender Beitrag, vielen Dank! Ich finde vor allem auch den Absatz zur Schwierigkeit der Auslegung von Forschungsergebnissen toll! Was du dazu geschrieben hast ist glaube ich sehr, sehr wichtig und etwas, was einem oft nicht so bewusst ist, daher finde ich es wirklich super, dass du darüber schreibst!

    Ich hab’ Stephens Post auch gelesen (find’ ihn echt super und finde es auch klasse, dass er auch so viele wissenschaftliche Quellen verlinkt) und fand ihn sehr interessant. Das ist finde ich alles echt mega spannend. (auch wenn ich zugeben muss, dass ich mineralische Filter nicht so gerne mag.)

    Ich wusste gar nicht, dass du einen Doktortitel hast (falls ich das in der Vergangenheit überlesen hab’, tut mir das sehr, sehr leid!). Das ist ja der Wahnsinn, wie toll! Darf ich fragen, in welchem Fachbereich? Oh, und habt ihr einen guten Kindergarten in Berlin gefunden?

    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag!

    April 18, 2016 at 3:38 pm
    • ReplySkincareInspirations

      Liebe Katja, danke für Deine liebe Nachfrage. Ja, beides haben wir gefunden: sowohl einen sehr guten Kindergarten als auch eine tolle Wohnung! Das Zweitgenannte muss noch bestätigt werden, aber ich bin zuverlässig, dass wir bald einen Mietvertrag unterzeichnen werden, huhu!

      Der Doktortitel ist ein Teil von mir; ich war schon immer sehr neugierig, habe viel gelesen, zu viel nachgedacht, alles analysiert und hinterfragt, etc. Es war klar, dass ich den Weg gehen werde. Der Fachbereich hatte zumindest nichts mit Medizin, Biologie oder Chemie zu tun. :)) Ich grüße Dich herzlich, Pia

      April 18, 2016 at 10:19 pm
      • Replykatja

        Oh das freut mich sehr, dass ihr einen tollen Kindergarten und eine super Wohnung gefunden habt, wie schön!
        Ooh ich hatte tatsächlich gedacht, dass du aus dem naturwissenschaftlichen Bereich kommst, weil du dich so gut auskennst. 🙂

        April 20, 2016 at 1:03 pm
  • ReplyCarolin

    Hallo Pia, magst Du bitte die Quelle nenne des Fachbuchs, das erst Ende des Jahres in D veröffentlicht werden soll? Es ist kein Link hinterlegt. Danke & Grüße, Carolin

    April 18, 2016 at 10:09 pm
    • ReplySkincareInspirations

      Liebe Carolin, neben dem Wort “Quelle” gibt es ein Sternchen * – ganz unten hinter demselben Sternchen ist die Quelle angegeben!

      April 18, 2016 at 10:15 pm
  • ReplyAnne-K Schneider

    Danke, deine Infos und die links sind äußerst interessant.
    Die Wahl des geeigneten Sonnenschutzes gestaltet sich durchaus kompliziert. Und was gestern noch wissenschaftlicher Fakt war, kann vielleicht schon morgen widerlegt werden. Deshalb ist die Suche nach dem besten Sonnenschutz auch unmöglich. Es müsste heißen: die Suche nach dem optimalen Sonnenschutz.
    Ich stimme dir voll und ganz zu : Man sollte immer am Ball bleiben und hinterfragen.
    Liebe Grüße und ein dickes Dankeschön an dich

    April 20, 2016 at 10:53 am
    • ReplySkincareInspirations

      Liebe Anne, richtig! So werden wir es machen. Neulich hat SKINCI angekündigt, eine Fortsetzung der Titandioxid-Geschichte auf seinem Blog fortzusetzen. Wir bleiben gespannt! 🙂
      Ich wünsche Dir und allen, die hier grad lesen, einen entspannten Abend und einen schönen, sonnigen Sonntag! 🙂 <3

      May 7, 2016 at 8:58 pm
  • ReplyLappland

    Liebe Pia,
    Magst du kurz schreiben, welche Sonnenschutzprodukte du momentan bzw. im Sommer im Gesicht und Körper verwendest?

    April 23, 2016 at 3:30 pm
    • ReplySkincareInspirations

      Für den Körper gar nichts.
      Fürs Gesicht: Bioderma AR, Bioderma Creme oder Bioderma Photo Bronze (wenn sich die Sonne hinter den Wolken verstärkt). Neulich mische ich gerne Bioderma Creme mit Neostrata Sheer Protection und mag das Resultat super gerne. Werde dazu bald berichten!
      Wie sieht es bei Dir aus??

      May 7, 2016 at 8:57 pm
  • ReplyLappland

    Sonnenschutzprodukte für Lippen und Augenbereich interessieren mich auch 🙂

    April 23, 2016 at 7:18 pm
  • Replynicole

    Hallo liebe Pia,

    vielen Dank für diese Nachricht. Da kann ich ja ganz entspannt sein. Ich nutze ausschließlich mineralische Filter und habe bislang immer ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn es morgens mal schnell gehen musste und ich meine Foundation mit den Händen auf das Gesicht aufgetragen habe. Hatte immer etwas bedenken, dass die vorherige aufgetragene Sonnencreme dadurch nicht den vollen Schutz mehr hat. Und ich muss die Foundation auch nicht mehr vorsichtig mit einem Schwämmchen auftragen. Also ich sehe die Nachricht ausschließlich erfreut entgegen. Für mich ist es wichtig, dass die Sonnencreme schützt. Wie, ob nun in der Haut oder auf der Haut, spielt für mich keine so große Rolle. Vertrage chemische Filter eh nicht und ich verlasse mich auch nicht auf Studien, sondern versuche auf meine Haut zu hören.
    Liebe Grüße
    Nicole

    April 25, 2016 at 12:08 am
    • ReplySkincareInspirations

      Also, liebe Nicole, sei nicht so freizügig und bitte weiterhin vorsichtig mit dem Schwämmchen. Man weiß ja nicht, was die nächste Studie sagt. Vielleicht ist das alles nur Quatsch. :))

      April 29, 2016 at 10:30 pm
  • Replycare | Layering done right – eat | train | care

    […] Nun ist es oft schwer den Überblick zu behalten, wenn man dank Printmedien, Werbung, Instagram und Blogs alle paar Tage ein neues Produkt entdeckt: Toner, Serum, Moisturizer, Nachtcreme, Augencreme, Peelings… Zu wissen, wie man welches Produkt wie anwendet und noch viel wichtiger, im welcher Reihenfolge, kann ziemlich verwirrend sein – selbst für Skincare “Profis”. Ein Beispiel hierfür ist die Debatte um mineralische Lichtschutzfilter in Sonnencremes, die nach neuesten Erkenntnissen wohl doch nicht über Reflektion sondern Absorption der UV Strahlung wirken. Dies würde bezogen auf das Layering Prinzip bedeuten, dass mineralischer Sonnenschutz nicht zwangsläufig die letzte Schicht des Layerings darstellen muss. Viel weiter will ich hier gar nicht in die Materie einsteigen- einen ausführlichen und absolut lesenswerten Artikel samt interessanter Diskussion findet ihr bei Pia. […]

    May 1, 2016 at 4:22 pm
  • ReplyLappland

    Liebe Pia,

    ob du Zeit hättest meine Frage bezüglich des Sonnenschutzmittels für den Augenbereich zu beantworten?

    Momentan benutze ich nämlich gar keins. Hatte schon eins von Lancaster, weil auf der Verpackung nie mehr tränende Augen stand….hab aber jedes mal geweint. Photoderm Ar SPF 50 plus geht auch nicht.

    May 5, 2016 at 4:23 pm
    • ReplySkincareInspirations

      Hallo Lappland 🙂
      sorry für meine späte Rückmeldung! Einige vertragen chemische Filter im Augenbereich nicht. Da muss man mit mineralischen Filtern versuchen. Oder hast Du dies bereits ebenfalls ausprobiert? (Lancaster war wohl einer der ungünstigsten Alternativen; dass die Augen tränen habe ich schon aus einer anderen Quelle mitbekommen).
      Also suchen wir nach parfümfreien Sonnenschutzmitteln auf der Basis von Titandioxid und Zinkoxid (am besten ein Gemisch von beiden).
      Biosolis wäre eine Alternative oder Neostrata Sheer Protection (https://www.instagram.com/p/BBho-ZkBSn3/?taken-by=m.skinci). Eine reichhaltigere Creme wäre die von Suntegrity… https://skincareinspirations.com/2014/06/08/535/ Paula’s Choice hat auch einen mineralischen Sonnenschutz: Hydralight http://www.paulaschoice.de/hydralight-shine-free-daily-mineral-complex-with-spf-30-with-antioxidants.html
      Ich denke, dass der Einsatz von mineralischen Filtern das Problem mit tränenden Augen lösen könnte.
      Für Lippen: Die Sonnenschutzsticks von Bioderma oder Daylong (eignen sich auch für den Augenbereich; enthalten aber chemische Filter).

      Ich hoffe, dass Dir das weiter hilf! Berichte bitte, wie es weiter geht!
      Schönes WE!!! LG Pia

      May 7, 2016 at 8:54 pm
      • ReplySkincareInspirations

        … und noch diese hier: https://www.instagram.com/p/BBKp3ACrrZR/?taken-by=beiya84; ist aber kostenintensiver. Auf weiteren Bildern berichtet Meli, wie sich die Creme auf der Haut macht!

        May 8, 2016 at 8:54 am
      • ReplyLappland

        Liebe Pia,

        lässt denn der Bioderma Sonnenschutzstick einen weissen Schleier auf die Lippen? Mein Daylong tut das und dann hab ich noch von PC aber die UV-Filtern sind wohl ziemlich schlecht.

        September 26, 2016 at 9:33 pm
  • ReplyReview Innisfree Eco Safety Perfect, Waterproof & Daily Sunblock

    […] würden auch mineralische Filter die Strahlen in der Epidermis absorbieren und nur 4% reflektieren. SkincareInspirations hat diese neuen Informationen ganz wunderbar […]

    May 13, 2016 at 6:46 pm
  • ReplySonnenschutz mit mineralischen Filtern (Zinkoxid) – Bioderma ABCDerm und Biosolis im Vergleich | SkincareInspirations

    […] Zweitens muss man dabei aufpassen, die mineralische auf der Haut sitzende Schutzleistung während des Tages nicht abzutragen, etwa dadurch, dass man die Nase putzt oder eine Foundation mit Pinsel/BeautyBlender etc. zu energisch aufträgt. Nachtrag: Inzwischen gehen Forscher davon aus, dass mineralische Filtern, genauso wie chemische, in die Haut eindringen. Mehr dazu hier: “Titandioxid, are you kidding me?” […]

    June 25, 2016 at 11:28 pm
  • ReplySonnenschutz – Fokus auf UVA / vorzeitige Hautalterung – Teil II | SkincareInspirations

    […] Nachtrag: Ein neuerer Beitrag zu mineralischen Filtern, die womöglich das Licht  in erster Linie absorbieren, anstatt es zu reflektieren (hoch wahrscheinlich aber nur im Nano-Bereich) findet Ihr hier: Titandioxid, are you kidding me?! […]

    June 29, 2016 at 11:10 pm
  • Reply2g Sonnenschutz – wie sieht die Menge aus? | SkincareInspirations

    […] rate ich dazu, wie bei der Frage: Mineralischer Filter: Reflektieren oder absorbieren Sonnenstrahlen?, weitere Forschungsergebnisse […]

    July 9, 2016 at 8:34 am
  • Reply» Sonnenschutz mit Eucerin

    […] die Ergebnisse der Studie bestätigen oder widerlegen, bleibt abzuwarten (mehr dazu findet ihr auf Skincareinspirations). Von pflanzlichen Filtern, die ausschließlich auf Ölen basieren, ist abzuraten. Für welche Art […]

    July 27, 2016 at 11:30 am
  • ReplyAna

    Liebe Pia,

    Ich bin Brasilianerin und, es tut mir Leid, mein Deutsch ist nicht so gut.
    Wissen Sie wie oft sollt man täglich mineralischen Sonnenschutz auftragen? Ich bin die meiste Zeit drinnen und weg von Fenstern. Die Vorhänge sind oft auch geschlossen.

    Danke & Grüße,

    Ana.

    August 22, 2016 at 8:39 pm
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