Vitamin C in Hautpflege (1): Faltenreduzierung und Pigmentfleckenaufhellung, bitte!

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LEMON

Nachdem wir Hyaluronsäure (klick) sowie Retinoide (klick) ausführlich besprochen haben, bietet sich an, die Reihe über anti aging Inhaltsstoffe mit einem Beitrag über Vitamin C fortzusetzen.

Wie immer bei “großen” Themen, werden wir uns mit dem Inhaltsstoff über mehrere “Sitzungen” beschäftigen – konkret über drei.

Teil 1 (heute):

  1. Was wird gemeint, wenn von Vitamin C in Pflegeprodukten gesprochen wird?
  2. Welche Wirkung auf die Haut wird Vitamin C (Ascorbinsäure/LAA) zugeschrieben?

Teil 2:

  1. Warum ist eine Kombination von Vitaminen C und E für die Haut besonders günstig?
  2. Welche Konzentration von LAA ist wirkungsvoll?
  3. Inwiefern penetriert Vitamin C (LAA) die Haut(-schichten)?
  4. Wie kann ein LAA Serum stabil formuliert werden?

Teil 3: Wirkung von Vitamin C Derivaten auf die Haut


Die positive Wirkung von Vitamin C auf die Haut wurde inzwischen mehrfach und überzeugend wissenschaftlich dokumentiert. Es gilt als:

  • Antioxidant (neutralisiert freie Radikale),
  • Sonnenschutz (durch dessen antioxidative Fähigkeiten)
  • und Hilfe bei Aufhellung von dunklen Pigmentflecken

Wir werden gleich sehen, dass es nicht ausreichend ist, etwas Vitamin C – in welcher Form auch immer – in ein Pflegeprodukt zu packen und es „Serum mit Vitamin C“ zu benennen, so dass es unserer Haut tatsächlich zu Gute kommt.

Ob Vitamin C unsere Haut tatsächlich positiv beeinflussen kann, hängt u.a. von folgenden Faktoren ab:

  • der eingesetzten Form von Vitamin C in einem Pflegeprodukt
  • der Konzentration von Vitamin C in einem Pflegeprodukt
  • dem pH-Wert des Fertigproduktes
  • Eigenschaften der Produktverpackung (Licht-/Luftschutz)
  • Beigabe von anderen Antioxidantien (allen voran Vitamin E)
  • zusätzliche Stabilisierung mit Hilfe von besonderen Emulgatoren/Feuchthaltemitteln

LEMON

Anders als bei meinen Recherchen zu Retinoiden, hat sich die Suche nach aussagekräftigen Studien zur Wirkung von Vitamin C schwierig gestalten. Der Grund dafür ist, dass überzeugende Forschungsergebnisse mindestens 10 Jahre alt sind, während die neuesten Studien dazu tendieren, das bereits Besagte zusammenzufassen. Hier ist eine Liste mit Quellen, die für eine Besprechung von Vitamin C in Hautpflege durchaus nützlich sind:

  1. Eine relativ neue (2011) Review mit Quellen zu bisherigen Studien kann man hier nachlesen.
  2. Paula’s Choice gibt auf deren Homepage auch einige Quellen an, um das RESIST C15 SUPER BOOSTER zu unterstützen. 🙂
  3. Eine sehr gute Übersicht über den Stand der Forschung habe ich darüber hinaus auf der Homepage des Linus Pauling Institutes der Universität Oregon gefunden.
  4. Hier findet sich auch eine gute Übersicht über die bisherigen Forschungsergebnisse zur Wirkung von Vitamin C in Pflegeprodukten.
  5. Auch dieser Aufsatz von 2012 im Abschnitt über Vitamin C bietet ausgezeichnete Informationsquelle zu bereits geführter Forschung.
  6. Nicht zuletzt wurde in diesem Jahr (2015) eine weitere Zusammenfassung von Quellen zu der bisherigen Forschung an antiaging Inhaltsstoffen, darunter Vitamin C, veröffentlicht.

Falls nichts anders angegeben, werde ich also bei der heutigen Besprechung von Vitamin C auf den obigen Texten basieren.


Was wird gemeint, wenn von Vitamin C in Pflegeprodukten gesprochen wird?

LEMON2Meist wird dadurch die biologisch aktive Form von Vitamin C – Ascorbinsäure / L-ascorbic acid (LAA) – gemeint. Doch nicht nur LAA, sondern auch deren Derivate werden in Seren und Cremes eingesetzt. (Das ist nicht anders als bei Retinoiden: die biologisch aktive Form ist die Retinsäure; deren Derivate sind hingegen u.a. Retinol, Retinal, Retinolpalmitat etc.).

Welche Vitamin C Derivate werden denn in Pflegeprodukten eingesetzt? Allen voran: magnesium ascorbyl phosphate (MAP) und tetrahexyldecyl ascorbate (TETRA) aber auch ascorbyl palmitate und sodium ascorbyl phosphate (SAP). Da es sich dabei um ein umfassendes Thema handelt, werde ich die LAA-Derivate in einem separaten Blogbeitrag behandeln. Die weiteren Punkte beziehen sich somit nur auf LAA. Hier schon vorab: Studien zeigen, dass LAA die potenteste Form von Vitamin C ist!


Wenn aber LAA die potenteste Form von Vitamin C darstellt, warum werden in Pflegeprodukten andere Vitamin C Formen eingesetzt?

Weil LAA auch Nachteile hat:

  • LAA ist extrem instabil, wenn es dem Luft (Oxygen) und Licht ausgesetzt wird.
  • LAA funktioniert nur in einem niedrigen (sauren) pH-Umfeld, was bei sensitiven Häuten zur Irritation und Unwohlgefühl beim/nach dem Auftrag führen kann. Eben aus diesen Gründen werden anstatt LAA Vitamin C Derivate eingesetzt.

Welche Wirkung auf die Haut wird Vitamin C (LAA) zugeschrieben?

  • Faltenreduktion durch Ankurbelung von Kollagensynthese: Eine Studie von 2003 zeigte, dass nach einer täglichen Applikation von 5% Vitamin C (LAA)(konkret war das Active C von La Roche Posay) sechs Monate lang eine verstärkte Kollagenproduktion in der Dermis beobachtet wurde. (Zum Einfluss von Vitamin C auf die Kollagenproduktion hat auch dieser Aufsatz von 2002 berichtet: s. RE Fitzpatrick, Double-Blind, Half-Face Study Comparing Topical Vitamin C and Vehicle for Rejuvenation of PhotodamageAmerican Society for Dermatologic Surgery 28 231-236. Über Faltenreduktion berichten auch zwei weitere Studien (mit LAA Konzentration von jeweils 3% (klick) und 5% (klick).
  • Positive Auswirkung auf Festigkeit, Befeuchtung und Geschmeidigkeit der Haut (klick).
  • Reduktion von feinen Linien und Verbesserung des Hauttons: dies wurde nach einer dreimonatigen täglichen Anwendung von 10% LAA festgestellt (klick, beim Interesse s. dazu auch das PDF-Dokument).
  • Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen: Studien zeigen, dass Vitamin C die Haut vor durch UV-Strahlen induzierten Schäden schützt. Lange Zeit ging man in diesem Kontext nur von dem Schutz vor UVB aus. Jetzt weiß man, dass Vitamin C auch teilweise die Schäden neutralisieren kann, die von UVA kommen (anti aging Effekt). (Quellen: hier hier hier hier hier und hier).

Wie funktioniert der UV-Schutz durch LAA? Durch Verbesserung der antioxidativen Wirkung in der Dermis. Mit anderen Worten: Die Antioxidantien sind Radikalfänger – sie jagen nach freien Radikalen in der Haut, die u.a. von der Sonnenbestrahlung produziert werden. Je mehr Antioxidanten = eine umso bessere Abwehr der Haut vor freien Radikalen (die u.a. unsere Kollagen und Elastin zerstören). Daher ist die “Nachfüllung” der Antioxidantien in unserer Haut so wichtig. Und LAA ist ein sehr guter Radikalfänger.

  • Aufhellung von Pigmentflecken – durch Reduktion der Melaninproduktion (Quelle: DA Guzman-Sanchez, et al., Topical Uses of Vitamin C, Skin and Aging 53-58, March 2006).
  • Unterstützung einer gesunden Hautbarriere durch entzündungshemmende Fähigkeiten (was zu einer reduzierten Verdunstung von Wasser aus der Haut führt und dadurch den Feuchtigkeitsgehalt der Haut aufrechterhält)  (klick klick).
  • Unterstützung einer gesunden Hautbarriere durch Erhöhung der Anzahl von Ceramiden (hauteigenen Lipiden, die die Hornschicht verdichten und hierdurch sowohl einen verstärkten Wasserverlust aus der Haut als auch das Eindringen von Bakterien etc. in die Haut verhindern, klick).

Wollen wir jetzt alle nicht sofort ein Serum mit LAA bestellen? Klar. 🙂 Bevor wir das aber tun, lesen wir noch ein paar weitere Punkte, die uns helfen können, sich im Dschungel der Produkte auf dem Kosmetikmarkt zu orientieren und die für unsere Haut richtigen Präparate auszuwählen. Im kommenden Blogpost werden wir also folgenden Fragen nachgehen:

  1. Warum ist eine Kombination von Vitaminen C und E für die Haut besonders günstig?
  2. Welche Konzentration von LAA ist wirkungsvoll?
  3. Inwiefern penetriert Vitamin C (LAA) die Haut(-schichten)?
  4. Wie kann ein LAA Serum stabil formuliert werden?

Für Euer Feedback und Anregungen bin ich wie immer offen! Es wäre vor allem toll, wenn Ihr uns verraten könnt, welches Vitamin C Präparat für Eure Haut wirkt – etwa im Sinne von Hautaufhellung etc. Gibt es diese(s)?

Viele Grüße, Eure Pia


Vitamin C Blogreihe:

vitamin c 1Vitamin C in Hautpflege (1): Faltenreduzierung und Pigmentfleckenaufhellung, bitte!

  • Was wird gemeint, wenn von Vitamin C in Pflegeprodukten gesprochen wird?
  • Welche Wirkung auf die Haut wird Vitamin C (Ascorbinsäure/LAA) zugeschrieben?

vitamin C 2

Vitamin C in Hautpflege (2): Penetration, Stabilität, Konzentration

  • Warum ist eine Kombination von Vitaminen C und E für die Haut besonders günstig?
  • Welche Konzentration von LAA ist wirkungsvoll
  • Inwiefern penetriert Vitamin C (LAA) die Haut(-schichten)?
  • Wie kann ein LAA Serum stabil formuliert werden

Vitamin C 3 Derivate Vitamin C in Hautpflege (3): Derivate

  • magnesium ascorbyl phosphate (MAP)
  • tetrahexyldecyl ascorbate (TETRA)
  • ascorbyl palmitate (AP)
  • sodium ascorbyl phosphate (SAP)
  • ascorbyl glucoside (AA2G)  etc.

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38 Comments

  • ReplyNayce87

    Toller Post! Freu mich schon auf die Fortsetzung!

    October 16, 2015 at 3:25 pm
  • ReplyMeike

    Ich freu mich auch schon, vor allem auf Produktvorstellungen, bisher hatte ich ein Serum, da hatte ich irgendwie das Gefühl es bringt gar nichts und eines, dass zu heftig für mich war mit ph von 2,5 und 21,5 % Ascorbic Acid, bewahre sie immer im Kühlschrank in der Verpackung lichtundurchlässig auf.

    Liebe Grüße und schönes Wochenende
    Meike

    October 17, 2015 at 9:07 am
    • Replyskincareinspirations

      Hallo Meike! :)), hm, 21% LAA und pH von 2,5 ist schon heftig. Von welcher Firma war das nochmal??

      October 21, 2015 at 10:30 pm
  • ReplyBillie

    Ich habe mir neulich bei Niche Beauty von Peter Thomas Roth die Vitamin C Brightening Sleeping Mask bestellt. Mich hat der Gedanke fasziniert, dass eine Maske mit Vitamin C die ganze Nacht, wenn die Haut sich regeneriert, wirkt. Und sie wirkt!! Schon nach dem Auftragen spüre ich, wie die Haut der Handinnenfläche, mit der ich das Produkt aufgetragen habe, glatter und weicher wird. Auf der Stirn hatte ich einige Pigmentflecken, die schon durch Retinol und Fruchtsäurepeeling verblasst, aber noch deutlich sichtbar waren, die schon nach kurzer (10 Tage) täglicher Anwendung fast völlig verschwunden sind. Ich bin nicht so die INCI Kennerin, daher weiß ich nicht, ob auch Vitamin E drin ist. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings, da auch denaturierter Alkohol drin ist. Er steht in den INCI in der Mitte, das bedeutet, die Konzentration ist nicht sehr hoch (stimmt das?). Jedenfalls riecht man den Alkohol beim Auftragen, es riecht nach fruchtig-süßem Likör, ein bißchen wie Weihnachten (wer kann da schon widerstehen ;-)). Da meine Haut eher robuster ist und sehr gut auf das Produkt reagiert, so what? Ich denke auch, dass der Alkohol nach einer Weile verdunstet. Für empfindliche Haut ist es aber wohl eher nichts.

    LG

    October 17, 2015 at 12:19 pm
    • Replyskincareinspirations

      Liebe Billie, hast Du noch die Verpackung? Ich kann die INCI nirgendwo finden. Eine kleine Menge Alkohol ist nicht problematisch. Manchmal steht es in der Mitte der INCI-Liste; hinterher kommen aber Peptide und etwa Retinol (in kleinsten Konzentrationen). 🙂 Ich würde mir die INCI-Liste gerne anschauen, zumal Du tatsächlich so gute Effekte erzielt hast! Danke für Deine wertvolle Rückmeldung!

      October 21, 2015 at 10:28 pm
  • ReplyDyana

    Ich finde es super, dass du so genau auf deine Quellen verweist… also die Studien auch konkret benennst statt nur zu behaupten, dass es viele gibt, die deine Aussagen belegen. Schöner Artikel 🙂

    October 17, 2015 at 2:59 pm
  • Replytarafairy

    Vitamin C könnte was für mich sein. Bisher habe ich nur um die Augen herum mit ein paar kleinen Fältchen zu kämpfen und scheue mich noch ein wenig, Retinoide einzusetzen.
    Ich will meiner Haut erst ein wenig Zeit geben, da ich noch nicht lange Aha und Bha verwende.
    Findest du Vitamin C Produkte sanfter / weniger hautirritierend als solche mit Retinol?
    Glg
    Jennifer

    October 18, 2015 at 9:32 am
    • Replyskincareinspirations

      Liebe Jennifer, ja, Zeit geben ist ein guter Ansatz! Lass Dir wirklich etwas Zeit und beobachte Deine Haut! Sie wird sich freuen!
      Vitamin C und Retinoide können beide irritierend sein – oder eben nicht. 🙂 Es hängt von der Konzentration und im Falle eines LAA-Serums von dem pH ab. An Deiner Stelle würde ich ganz vorsichtig mit einem Retinol-Serum mit einer sehr niedrigen Konzentration anfangen und schauen, was passiert. Oder greif zunächst einmal zu einem Produkt mit Retinal – das wäre etwa das Serum von Avene Eluage (Review auf dem Blog). Retinal ist etwas potenter und gleichzeitig weniger irritierend als Retinol.
      Eine gute Lösung ist auch das Dermasence Produkt mit 8% Glykosäure und 2% Vitamin C. Nichts für Anfänger! Für Fortgeschrittene jedoch einen Versuch wert – ich meine dieses hier: https://instagram.com/p/8lhJPDG7F8/?taken-by=pia.skincareinspirations

      Melde dich dann bitte, wie es bei Dir weiter geht!
      Ich grüße Dich herzlich, Pia

      October 21, 2015 at 10:24 pm
  • ReplyJessy

    Hallo Pia! Danke für den tollen Post! Meine Mutter mischt sich seit einiger Zeit eine Maske aus Ascorbinsäure/Vitamin C Pulver aus der Drogerie und Creme Fraiche zusammen. Sie hat das Rezept mal auf der Suche nach Anti-Aging Hausmitteln im Internet gefunden. Könnte das genauso funktionieren? Creme Fraiche hat ja auch einen sauren ph-Wert, soweit ich weiß. Oder wäre das zu schön um wahr zu sein? Beste Grüße, Jessy 🙂

    October 18, 2015 at 1:28 pm
    • Replyskincareinspirations

      Liebe Jessy, das ist eine interessante Frage. 🙂 Allerdings bin ich kein Fan von solchen Masken, da ich die potenzielle Wirkung nicht abschätzen kann. Dass eine Haut nach der Anwendung einer Maske glatt oder frisch oder sonstwie aussieht, ist für mich nicht überzeugend. Es geht immer um Langzeiteffekte (hier: anti aging) und diese sind bei “normalen” Inhaltsstoffen messbar; Studien zur Wirkung von Creme Fraiche auf die Haut habe ich bislang nicht gesehen. 🙂 Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass sich die Ascorbylsäure in Puderform in der Creme wirklich aufgelöst. Und welchen pH-Wert hat das Ganze? Auch ist der Hautvorteil von Vitamin C-Präparaten dessen antioxidative Wirkung, d.h. nach der Anwendung fangen sie die freien Radikale, die u.a. durch UV-Strahlen produziert werden, auf. Daher ist eine tägliche Anwendung sinnvoll. Falls Deine Mama mit der Maske zufrieden ist, dann freue ich mich auch. Wenn Du nach meiner Meinung dazu fragst – als ein anti aging Mittel -, glaube ich an eine dauerhafte Wirkung nicht. Ich hoffe, Dich nicht enttäuscht zu haben! 🙂 Für Deine Frage, Jessy, danke ich Dir herzlich, da solche Masken vielleicht auch von anderen benutzt werden. Viele Grüße, Pia

      October 21, 2015 at 11:07 pm
  • ReplySilberdistel

    Toller Post! Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Mich würde vorallem auch interessieren in welchen Produkten ich Vitamin C finde. Selbst mischen ist nicht mein Ding.

    October 19, 2015 at 10:00 am
    • Replyskincareinspirations

      Das interessiert mich auch. 🙂 Meine Recherche dazu ist weitgehend unvollständig; muss noch daran arbeiten. Ich hoffe, dass uns hier die LeserInnen einige gute Tipps geben! 🙂

      October 21, 2015 at 10:11 pm
      • ReplyMaria

        Liebe Pia, danke für den tollen Beitrag! Ich benutze seit einiger Zeit Vitamin C, und zwar ohne die Wirkungsweise zu verstehen, wie ich beim durchlesen deines Artikels feststelle 😉 Bisher habe ich das in Deutschland verbotene, nach Schinken riechende Paula’s Choice 15% Serum ausprobiert, und nehme jetzt die neue, verbesserte Formulierung vom OST-Serum (21.5%, die alte 20% ist mit Alkohol, über trend_wish auf ebay). Empfinde ich als genauso wirksam wie das von PC, und ohne Schinkengeruch 🙂 Außerdem gibt es in Frankreich die Facial Lotion C20 (mit von der Marke Mene&Moy, bei Französinen sehr beliebt. Mag ich gerne, weil es ein Allrounder ist (Active Ingredients Ascorbosilane C 20%, Glycolic acid 6%, Phytic acid 2%, Vitamins A and E) finde aber das OST-Serum ein bißchen besser.
        Dann gibt es noch die Hydracid C2o creme, von SVR. Habe ich nicht ausprobiert, soll aber gut sein. Inhaltstoffe: Aqua (Purified Water), Ascorbyl Tetraisopalmitate, Cyclopentasiloxane, Methyl Methacrylate Crosspolymer, Myristyl Alcohol, Sorbitol, Peg-100 Stearate, Glyceryl Stearate, Xylitylglucoside, Pentylene Glycol, Myristyl Glucoside, Glycerin, Dimethicone, Butyrospermum Parkii Butter (Shea Butter), Anhydroxylitol, Xylitol, Paraffinum Liquidum (Mineral Oil), Microcrystalline Cellulose, Diethylhexyl Syringylidenemalonate, Cellulose Gum, Silica, Caprylic/Capric Triglyceride, Sodium Citrate, Citric Acid, Methylparaben, Ethylparaben, Methylisothiazolinone, Parfum (Fragrance), CI 15985.

        Ich hätte eine Frage zum ph-Wert: Wartest du nach der Gesichtsreinigung bevor du das Serum aufträgst? Und was kommt zuerst? AHA oder vitamin c? Lese da immer gegensätzliche Meinungen. Und eine letzte Frage, die aber nichts mit vit c zu tun hat, die ich hier aber trotzdem einfach mal einfüge: Achtest du darauf, avobenzone und octinoxate voneinander zu trennen? Genauer: Kann man zuerst einen Sonnenschutz auftragen, der avobenzone enthält, und hinterher eine foundation, die octinoxate enthält?
        Einen schönen Tag dir, und liebe Grüße!
        Maria

        October 22, 2015 at 8:15 am
        • Replyskincareinspirations

          Liebe Maria, danke für Deine zahlreichen Vorschläge! Meine&Moy kannte ich bisher nicht. Ich werde mir bald alles genauer anschauen!

          Zu Deiner Frage, was kommt zunächst Vit C oder AHA: Ich trage Vit C morgens und AHAs abends. Falls beide Abends, denn gilt das Konsistenzprinzip: dünner geht zunächst, damit es keinen Film auf der Haut hinterlässt, der die Absorption von anderen Inhaltsstoffen, die nachfolgend aufgetragen werden, verhindert. Da haben die Vitamin C Seren die Nase vorn, da sie meist sehr schnell einziehen. Warten müsste man vor dem eventuellen Auftrag von AHAs nicht unbedingt. Hauptsache: Das Serum ist eingezogen. Bei einer Routine, wo AHAs und Vitamin C (als LAA) vorkommen, muss man aber sehr aufpassen. Bei höheren Konzentrationen kann es durchaus zu einer unnötigen Irritation kommen! Ich persönlich würde nie ca. 20% LAA und mehr als 5% Glycolic Acid nacheinander auftragen; eigentlich würde ich beide Wirkstoffe zu unterschiedlichen Tageszeiten verwenden.

          Avobenzone und Octinoxate degradieren sich gegenseitig, wenn UV-Strahlen ausgesetzt (in der Tube selbst sitzen sie noch freundlich nebeneinander). Falls Octocrylene beigegeben wird, wird es Avobenzone etwas stabilisieren. Wie sicher die Formulierung dadurch wird, ist unklar. Ob eine Wartezeit von ca. 20 Minuten die Degradierung verhindert, ist auch nicht sicher. Ich würde somit nicht darauf bauen, dass die beiden, selbst wenn in einem zeitlichen Abstand geschichtet, weiterhin stabil bleiben. Also: nein.

          October 26, 2015 at 2:21 pm
    • Replyskincareinspirations

      Danke! Ja, mein inzwischen auch nicht. Zu viel Aufwand und das Ergebnis immer unsicher.

      October 26, 2015 at 1:48 pm
  • Replysandriblushaholic

    Hallo liebe Pia, kenne mich ja nicht so gut aus, aber benutze seit ein paar Tagen von PC das RESIST ANTI-AGING SKIN BRIGHTENING TREATMENT und bin damit bisher sehr zufrieden :)! Bin gespannt auf weitere Infos. LG 🙂

    October 22, 2015 at 9:55 am
    • Replyskincareinspirations

      Ja, das Ding hat auch Vitamin C drinne. Danke Sandri für die Erinnerung! Schöne Grüße, wir lesen uns! 🙂

      October 26, 2015 at 1:27 pm
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    December 2, 2015 at 11:16 pm
  • ReplyVitamin C Produkte | Auflistung – Derivate (2) TETRA | SkincareInspirations

    […] Vitamin C in Hautpflege (1): Faltenreduzierung und Pigmentfleckenaufhellung, bitte! […]

    December 15, 2015 at 8:36 pm
  • ReplyVitamin C Produkte | Auflistung – Derivate (4) Ascorbyl Glucoside | SkincareInspirations

    […] Vitamin C in Hautpflege (1): Faltenreduzierung und Pigmentfleckenaufhellung, bitte! […]

    December 19, 2015 at 10:01 am
  • ReplyVitamin C Produkte | Auflistung – Derivate (3) MAP | SkincareInspirations

    […] Vitamin C in Hautpflege (1): Faltenreduzierung und Pigmentfleckenaufhellung, bitte! […]

    December 19, 2015 at 3:32 pm
  • ReplyHautpflegeroutine - Auf den Inhalt kommt es an Teil 1 - skincareblog.de

    […] findet ihr mehrere unglaublich ausführliche Artikel zum Thema Vitamin C inkl. […]

    December 22, 2015 at 7:31 pm
  • ReplyKathi

    Hallo Pia,
    ich wollte mir mein saures Gesichtswasser (vor der BHA Creme) mit ein paar AOX aufpeppen und dachte an Vitamin C – so weit so gut. Die Suche danach bei meinem Haus und Hof Lieferanten spuckte dann aus er habe Ferula- und Ascorbinsäure im Angebot, woraufhin ich erst mal versuchte heraus zu finden, was denn nun ggf gekauft wird.. Irgendwie bin ich nach viel gegoogle nicht schlauer und dachte mir ich klopf mit meinen Fragen mal bei dir an, auch wenn du die fertigen Produkte besprichst. Vielleicht magst/kannst du mir ja trotzdem auf die Sprünge helfen und die Entscheidung erleichtern? ^^
    Du schreibst Ascorbinsäure ist die potenteste Form – wie kommt es, dass die Ferulasäure je nach Anbieter meist mindestens 20x teurer ist als LAA? Normalerweise heißt es doch immer je “besser” desto teurer.
    Da mir das L’Oréal Patent egal sein kann: Macht es von der Wirkung her irgendeinen Unterschied, ob ich Ferulasäure zur LAA dazu mische oder dient das ausschließlich der Konservierung? So oder so: In welchem Verhältnis sollten die beiden Säuren im Zweifelsfall zueinander stehen?
    Habe ich auch eine Oxidierung auf der Haut zu befürchten, wenn ich direkt im Anschluss zum Vitamin C Auftrag die 2%ige BHA Lotion (bzw. das Gel) von Paula drüber schmiere oder gilt die Wartezeit nur für “normale” (nicht saure) Pflege?
    Wäre echt lieb, wenn du da ein bisschen Klarheit schaffen könntest oder mir auf die Finger klopfst, weil das Allgemein keine gute Idee ist. Ich freu mich über jeglichen Input!
    Viele Grüße,
    Kathi

    January 17, 2016 at 8:57 pm
    • Replyskincareinspirations

      Hallo liebe Kathi, sorry für die späte Antwort! 🙁 Nein, besser heißt in diesem Fall nicht teuer. LAA ist potenter und lässt sich als Pulver für ein paar Euro erwerben – falls man ein Serum selbst mischen will.
      Du möchtest ein Toner von Anfang an machen oder ein bereits existierendes aufpeppen? Die zweite Alternative kann problematisch sein, denn nicht alle Wirkstoffe vertragen sich und auch die meisten sind nicht für einen saueren pH-Bereich gedacht, was für LAA notwendig ist. Falls Du ein LAA-Toner machen möchtest, steht nichts auf dem Wege. Wenn Du eine normale unempfindliche Haut hast, beginne mit 5% (ok, eventuell 10%) LAA und 0,5% Konservierungsstoff. Ohne Konservierungsstoff würde der Toner etwa eine Woche lang halten (im Kühlschrank). Ferula stabilisiert LAA zusätzlich und dient als AOX – kein Konservierungsstoff. ABER: Ferulasäure wird nicht im Wasser aufgelöst, sondern in Propylenglykol oder Alkohol. Zwar habe ich gelesen, dass sich die Säure ebenfalls im heißen Wasser einigermaßen (nicht vollständig) auflösen lässt, inwiefern das stimmt und Ferula dann in die Haut gelangt, kann ich nicht sagen. Jedenfalls verlangt eine Selbstformulierung mit Ferula schon einige Vorkenntnisse. 😉
      BHA nach LAA ist ok, denn ebenfalls niedriger pH Bereich. Sonst etwas abwarten.
      Und, was meinst Du? LG Pia

      February 4, 2016 at 9:20 pm
      • ReplyKathi

        Hi Pia,

        wie du siehst bin ich selbst nicht besser 😉 Ich war aber tatsächlich seit deiner Antwort nicht an meinem Laptop und auf mobilen Geräten längere Texte schreiben mag ich so gar nicht, dazu kam dann noch mein Erbsenhirn, das in keiner freien Minute daran dachte, dass ich doch noch antworten wollte.
        Aber gut, dass ich nachgefragt habe, das sagt mir immerhin, dass ich die Ferulasäure abhaken kann. Mein Plan war (soweit ich mich erinnere) mein vorhandenes Gesichtswasser (Pflegendes Gesichtswasser von Balea) noch ein bisschen nützlicher zu machen. Gegen selbst anmischen hätte ich auch nichts, sofern das einfach gemacht ist. Hättest du da vielleicht ein Rezept oder einen weiterführenden Link, wo du einen Daumen nach oben geben kannst (falls das rumpantschen mit meinem vorhandenen Gesichtswasser keine gute Idee ist)? Onkel Google traue ich da nur bedingt über den Weg, weil sich manche Rezepte eher anhören als würde ich mir damit mein eigenes Meth Labor aufbauen und ich mich wiederum bei anderen Frage, ob nicht ein Wattepad mit Wasser genau so viel Wirkung hat 😀

        Kleines offtopic am Rande: Ich geier schon seit Wochen auf das Bioderma Aquafluide SPF 50+, allerdings gibts das natürlich wieder nicht in Deutschland. Hast du vielleicht schon irgendwo aufgeschnappt ob/wann es die Sonnencreme hier zu kaufen gibt?

        Viele Grüße und ein schönes Wochenende,
        Kathi

        March 18, 2016 at 9:04 pm
        • ReplySkincareInspirations

          Hallo Kathi, keine Sogre, wie finden schon zueinander! 🙂
          Ja, die Aquafluide hatte ich in der Tat, eine Tube habe ich inzwischen verschenkt. Eine fettige Masse! Horrorgeschichte für mich. Für sehr trockene Häute im Winter vielleicht noch tollerierbar, ansonsten ist die Creme viel besser. Angeblich sollte Cicabio auch nett sein; die muss ich mir noch zulegen. 🙂
          Ja, etwa hier: http://bit.ly/1Muuikw Sonst etwa nur 5% Glycerin und 5% Niacinamide… dann aber etwas Okklusiveres oben drauf. 🙂

          March 20, 2016 at 2:36 am
          • Kathi

            Hey Pia,

            deine Erfahrung mit dem Aquafluide klingt ja super.. Die wird doch als mattierend beschrieben?! Ich trage im Alltag sowieso immer zu wenig Sonnenschutz auf, weil eine ausreichende Menge für mich nicht tragbar ist, ohne dass ich mich wegen der Butter in meinem Gesicht unwohl fühle.
            Von der Cicabio habe ich noch nie gehört, klingt aber wegen den Zusatzversprechen gar nicht so doof (wenn ich mal wieder zu viel in meinem Gesicht herum gedrückt habe – ich kanns einfach nicht lassen ^^).

            Funktioniert das auch auf Ölbasis? Reines Traubenkernöl landet sowieso Abends auf meiner Haut und wenn ich keinen zusätzlichen Schritt einbauen muss, für den ich bestimmt viel zu oft zu faul bin, freue ich mich 😉

            Danke dir und schöne restliche Osterfeiertage!

            March 27, 2016 at 8:20 pm
          • SkincareInspirations

            Liebe Kathi, bald ist Sommer und die Bioderma Tester wieder in Apos. Musst Du da nach dem Cicabio mal fragen; vielleicht spricht dich die Konsistenz auch an? Aber mit dem Aquafluid handelt es sich wohl um ein Missverständnis: Es ist fettig und alles andere als mattierend. Dieses kann ich nicht empfehlen!
            Schönen Sonntag!

            April 3, 2016 at 9:30 am
  • ReplyHautfeuchtigkeit (11) – Was soll mein Moisturizer enthalten? (II) Weichmacher: Silikone | SkincareInspirations

    […] Produkte wasserfrei formulieren lassen (etwas Vitamin C Seren, die hierdurch keinen pH haben und somit viel weniger irritieren – zu Vitamin C in Pflege hier nachzulesen), […]

    July 25, 2016 at 12:26 am
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