Wie misst man den Schutz vor vorzeitiger Hautalterung (UVA-PF)? Teil II

Posted in Sonnenschutz
https://www.cosmeticseurope.eu/using-cosmetics-colipa-the-european-cosmetic-cosmetics-association/sun-products/sun-protection-.html

In der Einführung zum Thema Messung vom UVA-Schutz haben wir die schädlichen UV-Strahlen auf dem viel breiteren elektromagnetischen Spektrum positioniert. Dabei wurde noch mal auf den Unterschied zwischen der UVA- und UVB-Strahlung hingewiesen wie auch die Tatsache, dass die in vielen Sonnenschutzprodukten immer noch zu sehr vernachlässigte UVA-Bestrahlung den Löwenanteil des UV-Lichtes ausmacht.

Heute werden wir uns zwei am meisten verwendete Methoden zur Bemessung des UVA-Schutzes anschauen: PPD bzw. UVA-PF in vitro und in vivo. Anschließend wird eine Frage nach der Standardisierung von den UVA-Bemessungsmethoden sowie nach der Vergleichbarkeit der Messergebnisse in vivo und in vitro aufgeworfen.


Einen sehr guten Überblick über die Geschichte des UVA-Schutzes und diverse UVA-Messverfahren bietet das BASF-Team in einem Beitrag von 2013 an: “Die Evolution of UVA Protection” (hier). Entsprechende Messungen wurden bereits in den 90er vorgenommen. Australien, UK und Japan waren vorne dran und europäische Kosmetikunternehmen haben deren Methoden – vor allem das PPD-Prüfverfahren in vivo (s. unten) – übernommen. An einer global standardisierten UVA-Bemessungsmethode dachte man anfänglich nicht.

Eine Übersicht über UVA-Messmethoden in den 90er bietet eine längere Studie von L’Oréal, wo sich das Kosmetikunternehmen auch klar für die PPD in vivo Version ausgesprochen hat (diese wurde, laut L’Oréal von dem französischen Unternehmen bereits in 1993 zu Norm erhoben, bevor es in Japaner in 1996 zum Messstandard wurde; Quelle). Das vermag ich allerdings nicht beurteilen.

Jedenfalls war die PPD-Methode in vivo auch jahrelang dominant, wenn es um die Bemessung des UVA-Schutzes ging. Da diese insbesondere mit Japan assoziiert wird, nennen wir es hier auch:


Die “japanische” UVA Messung: PPD / PA

PPD (persistent pigment darkening) misst den Schutz eines Sonnencremes vor Pigmentierung/Bräunung (im Gegensatz zu SPF, wo es um Sonnenbrand/Erythem geht). Die Werte werden, wie erwähnt, in vivo gemessen, d.h. an der tatsächlichen Menschenhaut (in Laborverhältnissen).

Die Europäischen Kommission bietet eine verständliche Definition des UVA-Schutzfaktors an, unabhängig von der Messmethode: „UVA-Schutzfaktor“ ist das Verhältnis der UVA-Dosis, die mindestens erforderlich ist, um eine minimale Pigmentierung der durch ein Sonnenschutzmittel geschützten Haut zu bewirken zur UVA-Dosis, die mindestens erforderlich ist, um eine minimale Pigmentierung auf derselben ungeschützten Haut zu bewirken.” (Quelle)

Die PPD-Messmethode der Japanese Cosmetic Industry Association (JCIA) wurde in Japan zu einer Standardmessmethode für die UVA-Schutzleistung. Je nach dem, was die PPD-Messung ergibt, wird der Schutz auf der Verpackung mithilfe des PA Rating Systems (Protection of UVA) mit einem bis vier Sternen (“+”) ausgewiesen.

UVA-PF PA+++ InnisfreePA + steht für PPD 2-4, PA ++ steht für PPD 4-8 etc. Falls Ihr PPD ++++ auf der Verpackung sieht, handelt es sich um einen PPD-Messwert höher als 16. Hat ein Produkt PPD Werte deutlich höher als 16, werden diese auf den japanischen (und koreanischen) Produkten weiterhin nur als PA ++++ gekennzeichnet. Der Nachteil liegt auf der Hand: Man erfährt nicht, wie hoch der PPD-Wert ausfällt.

Eine Modifizierung der “japanischen” Methode fand Ausdruck in (EN) ISO 24442:2011, die inzwischen als Standard-Messung in Europa, Kanada, Mexiko, Südafrika, Japan, Mercosur und ASEAN betrachtet wird (klick <- der direkte Link scheint im Moment nicht zu funktionieren, klick).


Die europäische UVA-Messung: UVA im Kreis = SPF/UVA 1:3

Nun sind die Europäer inzwischen der Meinung, dass eine in vitro Methode zur Bemessung von UVA-Schutzwerten unter dem ethischen Aspekt (Stichwort: Menschen als Testobjekte) geeigneter wäre. Im September 2006 wurde eine EU-Empfehlungüber die Wirksamkeit von Sonnenschutzmitteln und diesbezügliche Herstellerangaben” veröffentlicht (2006/647/EG; hier insb. (15). Zwar kann demnach die UVA-Schutzleistung sowohl durch eine in vivo als auch in vitro PPD-Methode bemessen werden; dennoch präferiert die EU klar eine in vitro Messmethode; hier (17).

Die Leitlinien eines solchen Prüfverfahrens hat auch der Dachverband der europäischen Kosmetik-Industrie COLIPA in einer Empfehlung von 2007 veröffentlicht (updated in 2011: COLIPA UVA In Vitro Test Method 2011). (COLIPA steht für die europäische Cosmetic, Toiletry and Perfumery Association. In 2012 wurde der Akronym-Name COLIPA zu “Cosmetics Europe” umformuliert).

Anders als bei dem japanischen PPD-Prüfverfahren, sollen laut der EU-Empfehlung von 2006 auf der Etikett keine “PPD” bzw. “PA+++” Werte erscheinen. Vielmehr dürfen die Hersteller ein “UVA”-Symbol in einem einfachen Kreis auf der Verpackung setzen, sollte der UVA-PF Schutz zumindest 1/3 des SPF betragen.

UVA-PF UVA-Schutz

Mithilfe des UVA-Kreises sollte der Kunde mit keinen weiteren Zahlen konfrontiert (verwirrt?) sein, sondern lediglich in Kenntnis gesetzt werden, dass der UVA-Schutz (UVA-PF = protection factor) ausreichend vorhanden ist. Diese einheitliche symbolische Kennzeichnung sollte dem Verbraucher in erster Linie die Wahl des Sonnenschutzmittels erleichtern. Hersteller sind frei, den UVA-Schutz dem UVB-Schutz proportional (1/3) anzupassen; sie dürfen den Kreis allerdings nur dann benutzen, falls die Proportionen angepasst wurden.

Also: Bei SPF 50 müsste der UVA-PF zumindest 16, bei SPF 15 wiederum mindestens 5 (d.h. sehr  wenig) ausmachen etc. Dabei muss man bedenken, dass “zumindest” nicht “gleich” bedeuten muss. Beispielsweise hat Daylong SPF 25, laut Kundenservice, einen UVA-PF 12; der UVA- Schutz macht hier also sogar die Hälfte des LSF aus (und weil diese Daylong Creme absolut erwähnenswert ist, werde ich sie hier auch bald vorstellen!)

Nun haben sich zwei europäische Kosmetikunternehmen entschieden, ihre Produkte nach der PPD in vivo Methode zu berechnen: Bioderma und La Roche Posay. Anstatt PA wird jedoch eine Zahl hinter den Buchstaben “PPD” und “UVA” gestellt. So schützt die Anthelios mattierende Gel-Creme vor UVB mit SPF 50 und vor UVA mit PPD 41.

Bioderma Sonnenschutz UVA-PFBioderma berechnet die UVA-Leistung ebenfalls durch die PPD in vivo Methode (Auskunft des Kundenservices, teilweise auch auf der Verpackung angegeben, s. Bild), verzichtet aber aber auf “PPD” und benutzt stattdessen die Kennzeichnung: “UVA” plus eine Zahl dahinter.

Da die UVA-Werte in LRP und Bioderma durch dieselbe Messmethode ermittelt werden, sind diese miteinander vergleichbar.

D.h. PPD 44 bei LRP = UVA 44 bei Bioderma (mehr dazu unten).


International anerkannte UVA-PF Messmethode auf dem Vormarsch?

Bislang galten unterschiedliche Methoden zur Bemessung der UVA-Schutzwirkung je nach Region. (In der kommenden Zusammenfassung werde ich ebenfalls auf Großbritannien und die USA eingehen.) Doch eine Reise in Richtung Standardisierung der UVA-Bemessungsmethode(n) hat definitiv begonnen.

Im Juni 2012 hat die CEN eine internationale Norm veröffentlicht: (DIN EN) ISO 24443:2012“Cosmetics – Sun protection test methods – In vitro determination of sunscreen UVA photoprotection” (Quelle). Diese Norm hat die COLIPA Guidelines von 2011 (“Method for in vitro Determination of UVA protection”) als Referenzpunkt für die EU ersetzt. Neben der EU wurde ISO 24443:2012 als Referenzmethode u.a. in Australien/Neuseeland (AS/NZS 2604:2012) adoptiert (klick, klick).

Die EN ISO 24443:2012 Norm ist fast identisch mit der COLIPA Guidlines von 2011. Der größte Unterschied besteht darin, dass während im COLIPA-Paper auch die Bestimmung der Critical Wavelength* (von mind. 370nm) festgelegt wurde, die EN ISO das nicht vorsieht. Trotzdem empfiehlt Cosmetics Europe (ehem. COLIPA) weiterhin die Festlegung der Critical Wavelength* bei Bemessung von UVA-Schutzleistungen) (Quelle).


Sind die PA und UVA-PF Werte vergleichbar?

Wie erwähnt sind die europäischen Firmen nicht dazu verpflichtet, nach der COLIPA-Empfehlung den Schutz in vitro zu bemessen, da die PPD in vivo Methode in Europa weiterhin anerkannt ist. Daher findet Ihr auf den Anthelios Produkten von La Roche Posay und Photoderm Produkten von Bioderma keinen Kreis mit UVA-Buchstaben drin, sondern eben entweder PPD-oder UVA-Buchstaben. Diese Bezeichnungen gehören auch zu keinen der neulich vorgeschlagenen Kennzeichnungsmethoden für den UVA-Schutz.

Doch sind die UVA-Werte, die aus der in vivo und in vitro PPD-Messmethode resultieren, miteinander vergleichbar?

Ja. Hier und hier und hier habe ich gefunden, dass die Werte miteinander korrelieren.

Nachtrag: Freundlicherweise wurden ein paar Seiten des sonst kostenpflichtigen ISO-Dokumentes im Internet freigeschaltet. So kann ich mich bei der Beantwortung der obigen Frage auf die Quelle berufen:

“In order to determine relevant UVA protection parameters, the method has been created to provide a UV spectral absorbance curve from which a number of calculations and evaluations can be undertaken. Results from this measurement procedure can be used for other computations, as required by local regulatory authorities. These include calculation of the Ultraviolet-A protection factor (UVA PF) [correlating with in vivo UVA PF from the persistent pigment darkening (PPD) testing procedure], critical wavelength and UVA absorbance proportionality. These computations are optional and relate to local sunscreen product labelling requirements. This method relies on the use of in vivo SPF results for scaling the UV absorbance curve.” (Quelle) (auch hier)

Die Problematik dabei ist die folgende: Zunächst einmal müsste man an die UVA-PF-Zahlen erst kommen. Ohne Auskunft des jeweiligen Kundenservices weiß man ja nicht, ob bei der “europäischen” Methode der UVA Schutz 1/3 oder etwa 1/2 des SPF-Wertes ausmacht. Viele von uns werden dann das Produkt mit dem höchsten SPF-Wert nehmen (50+) und hoffen, dass der UVA-Schutz doch über 20 liegt. Trotz Nachfrage wurde mir nicht mitgeteilt, wie hoch der UVA-PF von Daylong extreme SPF50+ ausfällt. Das ist m.E. recht ungünstig, denn viele aufgeklärte Kunden wollen inzwischen exakt wissen, wie gut die jeweiligen Sonnenschutzpräparate vor UVA bzw. dem vorzeitigen Altern der Haut schützen. Mir persönlich ist das Wissen schon wichtig. Glücklicherweise bin ich im Moment mit der Bioderma Photoderm MAX Creme (Review) zufrieden, bei der ich auch Bescheid weiß, wie hoch der UVA-Schutz bemessen wurde (UVA 41). Dieselbe Unsicherheit gilt, wenn es um die “japanische” Methode mit Sternen geht: Bei PA++++ weiß man zwar, dass der PPD-Wert bei, oder über, 16 liegt. Mehr aber nicht. Kundenservice anschreiben? Schon wieder?

Erst wenn Ihr an die PPD-Werte kommt, die sich hinter dem UVA im Kreis-Symbol bzw. den PA++++ verstecken, wisst Ihr Bescheid, wie die im Fokus stehenden Sonnenschutzprodukte etwa im Vergleich zu Bioderma oder LPR abschneiden. Happy Herausfinden! 🙂

Übermorgen kommt eine um ein paar weitere Infos ergänzte Zusammenfassung zum Thema: “Wie misst man den Schutz vor vorzeitigen Hautalterung (UVA)?”

Bis dahin haltet die Ohren steif

Eure Pia

  1. Wie misst man den Schutz vor vorzeitigen Hautalterung (UVA)? Teil I
  2. Wie misst man den Schutz vor vorzeitigen Hautalterung (UVA)? Teil III – Zusammenfassung 

August 4, 2015
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21 Comments

  • ReplyHello Starfish!

    Liebe Pia,
    du bist einfach fantastisch!
    Ich frage mich, ob ein Verbraucher wirklich veewirrter von einer zweiten Zahl wäre? Manchmal habe ich das Gefühl, mir als Verbraucher wird gerade noch zugetraut, meine Unterhose richtig rum anzuziehen und das war’s. Was sich hinter dem UVA-Kringel verbirgt, das weiß doch kaum jemand, also soll man einfach auf ein “passt schon” vertrauen? Da finde ich La Roche-Posay und Bioderma wirklich, wirklich vorbildlich mit ihrer Deklaration.
    Übrigens habe ich aufgeschnappt, koreanische Sonnencremes würden nur bis PA+++ deklariert und japanische ggf. bis PA++++. Meinst du, das war Quatsch? Andererseits habe ich noch kein koreanisches Produkt mit PA++++ bisher gesehen, japanische aber schon.
    Au Mann, es ist echt nicht leicht, jung zu bleiben… 😉

    Liebste Grüße und mach’s gut!
    Kathrin

    August 4, 2015 at 9:46 pm
    • Replyskincareinspirations

      Liebe Kathrin, danke für Dein Kompliment. Fantastisch hört sich gut an; auch wenn es als “fantastisch verrückt” oder so ähnlich gelesen werden könnte. Ja, dass Korea bei drei Sternen geblieben ist, habe ich mal auch gelesen. Muss an die Quelle kommen… Danke für den Hinweis! Welchen Sonnenschutz benutzt Du denn im Moment??

      August 5, 2015 at 10:19 am
      • ReplyHello Starfish!

        Fantastisch gut und nicht fanatisch verrückt! ;-D
        Ich nehme aktuell für stinknormale Arbeitstage meist von Cosrx die Aloe Soothing Suncream (SPF 50+ PA+++) und wenn mehr Sonneneinwirkung droht, dann die Bioderma Photoderm Max Creme. Fur jeden Tag ist mir die Photoderm Max ehrlich gesagt etwas zu unbequem, vielleicht freunden wir uns im Winter etwas besser miteinander an. ^^

        August 5, 2015 at 4:27 pm
  • ReplySartrellit

    wie erwartet spannend. ich hätte auch gern eine deutlichere und standardisierte kennzeichnung des uv-a-schutzes. ich hadere grad mit mir, ob ich die einzige sonnencreme, die nicht unglaublich auf meinem gesicht fettet nachkaufen soll, denn sie ist von pc und da sind die uv-a-werte ja auch nicht transparent :/

    gibt es irgendwo quellen, ab welchem ppd-
    wert die haut vor uv-a-strahlung geschützt ist? also einen vollständigen schutz, nehme ich an, wird es ja nicht geben und ich frage mich, ab welchem ppd-wert die steigerung des strahlungsschutzes so marginal ist, dass sie vernachlässigbar ist: braucht man ein produkt mit ppd über 40 beispielsweise oder schützt ein produkt mit ppd 20 bereits ausreichend?

    wie immer hinterlassen diese posts nen haufen weiterführender fragen bei mir 🙂

    liebe grüße!

    August 5, 2015 at 10:28 am
    • ReplyLizzy

      Die Paulas Choice Produkte haben meist nur niedrigen UVA-Schutz, da nur in den USA zugelassene Filter verwendet werden. Die Filter, die nicht nur den UVB-Bereich abdecken sind alle ziemlich neu und in den USA daher noch nicht zugelassen, in der EU schon. Daher habe ich auch noch nie ein Sonnenschutzprodukt von PC gekauft. Oft wird ja von deren tollen Konsistenzen geschwärmt, aber das liegt eben gerade auch am niedrigen UVA-Schutz. Die UVA-Filter neigen nämlich viel stärker dazu, ölig-schmierig zu sein und zu weißeln als UVB-Filter.

      August 5, 2015 at 2:59 pm
    • Replysunnivah

      Das würde mich auch interessieren! Der australische Standard soll ja glaube ich 90% UVA Schutz bedeuten? Und die Werte eines jeden spezifischen Filters wurden doch mal von Agata aufgeschlüsselt, damit sie an den Standard herankommen? Avobenzone bräuchte dafür laut ihrer Tabelle 2,9% Konzentration in einer Creme und das ist bei Paula ja oft der Fall? Bin verwirrt o.O

      August 6, 2015 at 12:46 am
      • ReplySartrellit

        ja, eben! die recherche hatte ich nach unserer letzten konversation auch betrieben. (hatte deine antwort erst zu spät gelesen) und bin nun auch hochgradig verwirrt, weil ich schon öfter aussagen wie die von lizzy weiter oben gehört habe, aber gleichzeitig steht in artikeln zu sonnenschutz, dass stabilisierte avobenzone breitbandschutz bieten :/

        August 6, 2015 at 9:01 am
        • Replyskincareinspirations

          Zu Avobenzone: Ja, den Filter kann man stabilisieren. Bei etwa 3%-Einsatz bieten die Cremes auch einen guten UVA-Schutz. Wie viel von den jeweiligen Filtern eingesetzt werden soll, um an bestimmte Werte zu kommen, ist inzwischen nicht mehr so pauschal zu beantworten. Es gibt viele INCI, die zu einer besseren Penetration oder gleichmäßigere Vereinbarkeit führen, was im Endeffekt einen geringeren Einsatz an Sonnenfiltern benötigt.

          August 9, 2015 at 10:02 pm
    • Replyskincareinspirations

      Hallo meine Liebe, Du hast genau den Nerv getroffen: Ab wann sind wir vor UVA geschützt und zu welchem Ausmaß? Und meine Antwort muss Dich (und mich) enttäuschen: Ich weiß es nicht.
      Wenn laut Experten UVA 1/3 des SPF ausmachen sollte, müsste man annehmen, dass UVA von 5 (bei SPF 15) ausreichen sollte. Dabei wurde aber SPF 15 als “niedrig” qualifiziert. Also wäre UVA von 5 auch als niedrig zu bezeichnen. Wenn man diese Logik anwendet und wenn man einen hohen bzw. sehr hohen UVA Schutz haben möchte, dann müssten wir auf PPD/UVA 20 (SPF50+) abzielen. Und so scheint es mir auch richtig zu sein. Bei den Japanern liegt PA++++ bei 16plus, also sehr hoch würde dann ab 17 anfangen.
      Nun haben Bioderma und LRP UVA Werte von 40. Vielleicht muss man das auch nicht haben? Vielleicht übertreiben die Firmen gewaltig, um Kunden zu gefallen. Vielleicht. Solange ich das nicht weiß, werde ich hinter Sonneschutzprodukten mit den möglichst höchsten PPD/UVA-Werten jagen. Auch sind solche Cremes dann von Vorteil, wenn man etwas weniger als ein Löffel auftragen möchte. 🙂
      Aber: Was meinst Du?

      August 9, 2015 at 9:41 pm
      • ReplySartrellit

        danke für deine antwort. ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich darüber denken soll, ich kenne mich zu wenig in der materie aus. fakt ist, dass ich bisher keine creme mit sehr hohem uva-schutz (bioderma, lrp) im gesicht (er-) tragen konnte. deshalb hatte ich vermutlich die hoffnung, dass der schutzgewinn durch so hohe uva-werte gar nicht so relevant ist.
        interessanterweise haben die supertwins gerade heute einen beitrag veröffentlicht, der in die selbe kerbe schlägt (wesentlich höherer ppd-wert ergibt nur eine kleine verbesserung), was hälst du von den berechnungen?

        liebe grüße!

        August 12, 2015 at 12:04 pm
  • ReplySunnivah

    Hach ja, sehe ich genauso. Ich hab grad mit dem Kundenservice von Daylong telefoniert um herauszufinden, wie hoch nun die UVA-Werte des Daylong™ extreme SPF 50+ Stick sind, denn den vertrage ich als einziges einwandfrei. Leider konnte der Herr mir das nicht sagen, hat aber zugegeben, daß die Produktentwickler das schon grob abschätzen könnten, zumindest ansatzweise, da sie ja wissen, wieviel von welchem Filter sie reingekippt haben:/ Habe auch angeregt, daß doch mal publik zu machen auf ihrer Website, wenn sie tolle Werte haben, weil das zu verschweigen die Leute nur zu Bioderma und LRP rennen läßt, die es aufdrucken!
    Vielleicht helfen ein paar Mails mehr was, dahingehend was zu ändern!
    Wir lesen uns morgen wieder, du ‘verrückte Professorin’ :-*

    August 5, 2015 at 2:41 pm
  • ReplyLizzy

    Danke für den tollen Artikel! Ich würde mir auch eine bessere Kennzeichnung wünschen.
    Aber ich kann das schon ein bisschen verstehen, die meisten Kunden wären wohl durch eine weitere Zahl eher verwirrt, viele wissen ja noch nicht mal was der Kreis bedeutet. Da wird dann selbst von halbwegs aufgeklärten Bloggern von Tagescremes mit LSF geschwärmt, weil das Bewusstsein durchaus da ist, dass täglicher Schutz wichtig ist. Die betroffenen Produkte haben dann oft noch nicht mal das UVA Logo im Kreis und ein Check der Incis verrät, dass kein einziger Filter enthalten ist, der überhaupt in den UVA-Bereich kommt.
    Also für die meisten Anwender ist der Kreis sicher ok, aber eine zusätzliche Info über die genaue Zahl könnte man ja durchaus im Kleingedruckten bekannt geben. Bis dahin bleibe ich einfach bei Marken, die die Werte veröffentlichen (v.a. Bioderma).

    August 5, 2015 at 3:07 pm
  • ReplyAnna D

    Wieder was gelernt. Ich bin auf dem Gebiet ja leider echt nicht bewandert. Ich benutze zwar täglich Sonnencreme (außer ich verlasse das Haus nicht, bzw mein Kellerzimmer :D) und gucke natürlich auf die SPF Angabe, konnte mit dem anderen Geschreibsel aber noch nie so wirklich viel anfangen. Aber siehe da: Alle meine Produkte sind mit dem UVA Kreis gekennzeichnet, da fällt mir schon mal ein Stein vom Herzen. Jetzt hab ich wieder ein paar mehr Anhaltspunkte, worauf ich achten kann. Vielen Dank für den tollen Post!

    August 6, 2015 at 9:46 am
    • Replyskincareinspirations

      Danke, liebe Anna. Je höher der SPF, desto höher der UVA-Schutz, falls ein Produkt mit dem Kreis versehen wird. Das ist relativ einfach – zum Glück! :)) Wie schauen, wie sich die Testerei und Kennzeichnungen weiter entwickeln werden!

      August 9, 2015 at 9:53 pm
  • Replyrobbenmaedchen

    Huhu, danke für diesen tollen Post. Da muss ich mich dann auch mal zu Wort melden.
    Meinst du mit der Daylong die fache SPF25? Oder eine der normalen?
    Ich hatte heute nämlich ein großes Sonnenschutz”drama”.
    Meine Paulas Choice Sonnencreme ist leer. Und die Bioderma AR hat dermaßen gekrümelt. Aber damit nicht genug mir haben binnen weniger Minuten die Augen getränt und sind total zugeschwollen. Ich weiß nicht woran das lag, aber ich vertrage sie definitiv gar nicht.

    Nun überlege ich an der Daylong face SPF 25 rum. Den ich brauche dringend einen neuen Sonnenschutz, und ich hätte gerne einen bessern UVA Schutz mit Tinosorb S drin. Und er darf sich definitiv nicht abrollen das nervt mich ungemein. Und wenn wir dabei sind nicht so reichhaltig für meine normale – Mischhaut.

    Liebe Grüße und mach weiter so, hier habe ich so viele Tipps bekommen, danke dir sehr.

    Isabella

    September 3, 2015 at 2:58 pm
    • Replyskincareinspirations

      Liebe Isabella, Dein Drama kann ich gut verstehen. Die Auswahl an Sonnenschutzpräparaten ist zwar inzwischen sehr groß, doch um das Optimale zu finden, ist nach wie vor schwer… Die Daylong Creme SPF/UVA 12 (wasserresistent) ist eine tolle Creme, kein Zweifel. Super formuliert und guter Schutz. Sie ist aber nicht unbedingt sehr leicht. Jetzt, wenn die heißen Tage vorbei sind, kann man sie aber ganz gut nutzen. Sie krümelt nicht und falls Du dafür nasse (!) Hände benutzt, zieht sie schon gut ein.
      Ich wünsche Dir viel Glück! 🙂 Und melde Dich bitte wieder, falls Du die Creme ausprobiert hast!

      September 7, 2015 at 11:45 am
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    […] Wie misst man den Schutz vor vorzeitigen Hautalterung (UVA)? Teil III – Zusammenfassung  […]

    September 14, 2015 at 12:03 pm
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    […] Beide Produkte geben einen Lichtschutz (LSF/SPF) von 50+ an. Bioderma gibt auf der Produktverpackung noch zusätzlich einen UVA-Schutz von 22 an. Biosolis setzt wiederum die UVA-Buchstaben im Kreis ein, was heißt, dass die UVA-Schutzleistung mindestens 0,33 des SPFs ausmachen muss. “50+” bedeutet wiederum mindestens SPF 60, also müsste der UVA-Schutz mindestens bei 20 liegen (zu diversen Berechnungen und Kennzeichnungen vom UVA-Schutz s. diesen Beitrag). […]

    November 4, 2016 at 9:31 pm
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