Sonnenschutz (nicht nur) für Kinder – Empfehlungen

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Sonnenschutz für Kinder

Hallo meine Lieben,

dieser Blogpost war sowas von ungeplant… eigentlich sollte diese Woche ein Beitrag zur Hautreinigung kommen (und kommt, da er schon fertig ist, versprochen!). Doch als ich gestern auf Instagram wieder eine Frage zu meinen Empfehlungen bezüglich Sonnenschutz für Kinder erhielt, dachte ich, dass ich daraus noch schnell einen Blogeintrag mache. Eine Antwort auf Instagram würde zu lange ausfallen. Die gestrige Frage kam von einer zweifachen Mama – Pinkpongwoman. Danke. 🙂


Bislang habe ich auf die oben erwähnte Frage keine eindeutige Antwort gegeben, da ich diese… noch nicht gefunden habe. 🙂 Die einzelnen Produkte, die ich berücksichtigen würde, haben sowohl Vor- als auch Nachteile. Mit keinem bin ich vollkommen zufrieden.

Generell gilt es Folgendes: Sonnenschutzprodukte für Erwachsene UND Kinder…

1) … sollten keinen, oder wenn nötig dann einen geringeren Anteil von, Alkohol denat beinhalten.

Viele – die meisten (?) – Sonnenschutzpräparate für Kinder zeichnen sich leider durch eine Unmenge an Alkohol aus. Die Apothekenmarke La Roche Posay und seine Anthelios-Produkte für Kinder gehören wohl zu den schlimmsten Beispielen dafür. Doch die DM-Regale sehen nicht besser aus: Babylove, Sun Dance – alle sehr alkohollastig. Achtet bitte darauf.

2) … sollten möglichst frei von reizenden (potenziell allergieauslösenden) Duftstoffen sein (Tabellen hierzu findet Ihr hier).

3) … sollten wasserfest sein. Im Urlaub am Meer ist das selbstverständlich; doch Kinder sind ja ständig in Bewegung und dementsprechend schwitzen sehr viel. Ein Sonnenschutz ohne wasserfeste Eigenschaften verschwindet aus der Haut schneller aus man denkt.

Sonnenschutz für Kinder


Wie Ihr wisst (und wenn nicht, lest diese Sonnenschutzreihe durch) teilen sich Sonnenschutzfilter in chemische (wirken erst in der Haut) und mineralische (wirken auf der Haut/reflektieren die Sonnenstrahlen).

Chemisch” bedeutet hier aber keineswegs schlechter, denn die modernen Filter (Mexoryl XS und XL, Tinosorb S und M…) sind sicher und stabil.

Im Umkehrschluß heißt “mineralischnicht unbedingt besser. Zinkoxid und Titaniumdioxid dringen zwar nicht in die Haut ein; lassen sich aber schneller abtragen, da sie, wie gesagt, auf der Haut liegen. Wird die Nase geputzt oder das  Gesicht mit einem Handtuch zu stark behandelt, ist der Sonnenschutz teilweise weg (die modernsten Technologien sorgen zwar dafür, dass eine Sonnenschutzcreme fest auf der Haut sitzt; meine Hand würde ich aber nicht ins Feuer legen, dass der Schutz nach diversen Kinderaktionen immer noch zu 100% da ist).

Also wie gesagt, Vor- und Nachteile… Man sieht, dass nicht nur Erwachsene ein Problem mit einem geeigneten Lichtschutz haben. :))


Nun, was gibt es denn Empfehlenswertes auf dem Markt?

  • Das beste Sonnenschutzpräparat mit Zinkoxid und generell super milden INCI zu einem vernünftigen Preis ist in meinen Augen das Burnout (auf dem Foto) mit 18% Zinkoxid. Auch eine tolle Sache für Erwachsene; allerdings müsste die Haut zuvor gut mit Feuchtigkeit versorgt sein. Leider kann die Bestellung nur auf einer US-amerikanischen online Seite – und zwar direkt auf der Burnout Homepage – vorgenommen werden.
  • Daylong bietet ein gutes Sonnenschutzprodukt* für Kinder an – Lotion SPF 50 (nicht auf dem Foto, da bei der Tagesmutter :). Der Alkoholanteil liegt nach meinem Ermessen unter 3% (Nachtrag: genau bei 2,5%). Der Daylong-Stick hat hingegen sehr gute INCI und keinen Alkohol, dennoch halte ich Sticks eher für ergänzende Maßnahme als Hautprodukt (mehr dazu s. unten).
  • Bioderma Photoderm hat viele wasserfeste und parfüm- und alkoholfreie Sonnenschutzprodukte, die teilweise auch feuchtigkeitsspendend sind (Stichwort: Zuckeralkohole). Ausgerechnet die Sonnenmilch für Kinder hat eine etwas schwächere Sonnenschutzwirkung (da für UVA nur Avobenzone zuständig; dennoch sind bei dem Kinderschutz vor allem UVB-Strahlen von Bedeutung, da für Sonnenbrand verantwortlich). Man könnte aber das Bioderma Spot* oder Bioderma Photoderm Max Creme nehmen oder die normale Sonnenmilch. Das Ultra Fluid ist da etwas zu fettig. Mehr dazu s. hier.
  • Eine andere Wahlmöglichkeit wäre die Kindersonnenmilch* von Avene – ausnahmsweise (für Avene) parfümfrei und mit stabilen Filtern sowie ohne reizende Stoffe. Empfehlenswert.
  • Eine preiswertere Version bietet Ladival mit der Sonnenschutz-Milch SPF 50. Selbst habe ich die Sonnenschutzprodukte nicht ausprobiert, sondern von der lieben Gwen gehört, dass sie alkoholfrei sind (stimmt!), dennoch eine etwas schwerere Konsistenz haben als Daylong Kids. Der Alkoholgehalt wird auf einem niedrigen Niveau gehalten.
  • Noch eine Sonnenmilch mit rein mineralischen Sonnenschutzfiltern: Biosolis Sonnenmilch Kids SPF 50+. Die Milch hat eine flüssige Textur, zieht relativ langsam ein; ein relativ ausgeprägter Weißelfaktor ist nicht zu übersehen. die INCI sind ausgezeichnet. Der Schutz gut. Falls Ihr auf mineralische Filter setzt, könnt Ihr die Milch ruhig ebenfalls fürs Gesicht nutzen. Die Erwachsene-Version hat nämlich exakt dieselben INCI. 🙂 Der Sonnenschutz-Tipp kommt übrigens von Viktoria, die auf Ihrem Blog bald eine Review dazu veröffentlichen wird. Nachtrag: Viktoria teilte mir auf Instagram mit, dass Sie das Extrem Fluide von Biosolid nutzt. Die Konversation ist hier nachzulesen. Die Kindermilch ist deshalb problematisch, dass es sich sehr schwer abwaschen lässt. Das Abwaschen von dem Extrem Fluide sollte hingegen kein Problem sein. Im Zweifelsfall fragt bitte Viktoria! Nachtrag 2: Sunnivah hat die Extrem Fluide nun auch und kann Euch weitere Auskünfte dazu geben! 🙂Biosolis Kids SPF 50 Zinc oxide Sunnenmilch

Auf dem Foto seht Ihr noch den Avene Spray und den Daylong Stick. Diese sind optional. Beide sind an sich empfehlenswert, die Frage ist nur, ob wir in der Lage sind, mit einem Spray bzw. Stick die adequate Menge an Sonnenschutz aufzutragen. Das glaube ich nämlich nicht. Eher sehe ich sie als eine gute Ergänzung unserer Sonnenschutzroutine, wo man mit den Produkten noch zusätzlich rüberfährt und hierdurch einen zusätzlichen Schutz  vor UV-Strahlen garantiert. Der Daylong Stick* eignet sich auch gut für den Unter-Augen-Bereich – ein Tipp von Incipedia. 🙂


So, jetzt hoffe ich aber, dass wir nun deutlich mehr Tipps von Euch bekommen! Ich habe bei Weitem nicht alle Produkte auf dem Markt abgedeckt, sondern nur diejenigen, die mir als erste beim Thema Kinder und Sonnenschutz auffallen und welche ich zum Teil selbst benutze. Für Eure Empfehlungen bin ich schon im Voraus dankbar!

Eure Pia

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37 Comments

  • ReplyMartina

    Ach, da freue ich mich aber, dass ich dieses Jahr erstmals auch die Daylong Lotion SPF 50 gekauft habe ( Daylong wurde verschiedentlich empfohlen, habe immer wieder davon gelesen und wurde so darauf aufmerksam)- und dass sie Dir auch gefällt!
    Meine Söhne sind einverstanden damit morgens eingecremt zu werden ( sie sind bis 14 Uhr in der Schule und auch gerade mittags über eine Stunde draußen bis ich sie abhole), obwohl sie es natürlich lästig finden. Ich bin begeistert- eine ganz samtige, schnell einziehende Lotion, guter Spender, sehr praktisch. Kein störender Geruch, lässt sich sehr leicht verteilen. Nicht ganz so dünnflüssig wie LRP ( hatte ich die letzten Jahre, habe aber jetzt gelernt, auf den Alkoholgehalt der Produkte besser zu achten), aber daher viel leichter einzucremen ( kein Tropfen). Ganz blöd fand ich den LRP Spray ( kein Vorteil gegenüber der Milch, dafür sprühte ich die ganze Umgebung ein und musste es letztendlich doch erst auf die Hand sprühen).
    Mit der Daylong kommen wir bestimmt gut über den Sommer!! Auf im Gesicht super- keine Klagen über Augenbrennen o.ä.!
    Liebe Grüße und gute Nacht, Martina

    May 20, 2015 at 12:15 am
    • Replyskincareinspirations

      Oh Danke, Martina, für Deine Einschätzung. Ich hoffe, dass die Leser auch in die Kommentare reinschauen. Ja, Daylong ist recht gut. 🙂

      May 20, 2015 at 8:56 pm
      • ReplyMücke

        Hallo, ist in den Daylongprodukten nicht überall Alkohol denat. enthalten? Ich habe drei Produkte Incitechnisch studiert und bin immer wieder drauf gestoßen. LG von Mücke

        June 21, 2015 at 5:56 pm
        • Replyskincareinspirations

          Liebe Mücke, in den Gel-Produkten ist Alkohol denat in einer etwas höheren Menge enthalten. Das ist keine Sonnenschutz-Alternative, die ich empfehlen würde. In dem Ultra Face SPF 25 gibt es keinen Alkohol und in der Extreme-Version SPF 50 beträgt die Alkoholmenge 2,5%; nicht optimal, aber auch nicht weitgehend schädlich.

          June 21, 2015 at 7:46 pm
          • Mücke

            Danke. Super. Muss mich jetzt also zwischen der Extreme -Lotion und der Kids – Lotion entscheiden. Alles nicht so einfach. *lach*

            June 22, 2015 at 1:13 pm
          • skincareinspirations

            Von den INCI her, sind die beiden Produkten fast identisch! In der Kid Version gibt es auch 2,5% Alkohol, zusätzlich noch Panthenol. Bislang habe ich in allen Apps, in denen ich gefragt habe, Proben von Daylong erhalten. Bevor Du dich entscheidest, hole Dir die Proben und die Wahl wird dadurch um einiges leichter! 🙂

            June 22, 2015 at 1:29 pm
  • ReplyIncipedia by Shenja

    Liebe Pia, ein toller Beitrag auf den ich verweisen kann falls mich wieder jemand nach Sonnenschutz für Kinder fragt 🙂 habe ja selber noch keine Kinder und fühle mich dann etwas überfordert wenn nach sowas gefragt wird^^

    May 20, 2015 at 7:43 am
    • Replyskincareinspirations

      Hey ho, liebe Shenja, danke Dir. Die Liste wird mit der Zeit sicherlich erweitert. Mit dem Thema beschäftige ich mich auch nicht so lange… Wenn Dir dazu etwas einfällt, melde Dich bitte! 🙂

      May 20, 2015 at 8:55 pm
  • ReplySartrellit

    danke pia!

    die frage, die ich mir stelle ist: braucht kind überhaupt einen ‘extra’ sonnenschutz oder kann man es nicht mit dem selben produkt (wenn mild) einschmieren, mit dem man sich selbst eincremt? also: was macht das sonnenschutzprodukt für mein kind anders als das für erwachsene abgesehn davon, dass die verpackung bunter ist?

    dass die kinderprodukte so unglaublich vor alkohol strotzen ist echt ein unding und treibt mich auch ständig zur verzweiflung.

    lg

    May 20, 2015 at 8:41 am
    • Replyskincareinspirations

      Hallo Sartrellit, nein, sofern der Sonnenschutz nicht alkohol-lastig und reizfrei ist, braucht man keinen spezifischen Kinder-Sonnenschutz. Daher meine Empfehlung für Bioderma. Daylong SPF 50 ist sehr ähnlich formuliert wie Daylong Kids; die Kinderversion kommt ohne Avobenzone aus, dafür aber mit Panthenol – also theoretisch etwas besser geeignet. Doch, wie Du richtig schreibst, sind viele Kinder-Cremes sowas von furchtbar formuliert, dass sie auch den Erwachsenen nicht gerade dienlich wären. Ich selbst tue meiner Tochter oft etwas Innisfree auf das Gesicht. Kein Problem.
      Hast Du Kinder? 🙂

      May 20, 2015 at 8:55 pm
      • ReplySartrellit

        Danke für deine Antwort, dann lag ich ja mit meiner Intuition richtig.
        Ja, ich habe einen Sohn, der sich leider immer von den bunten Kindersonnenschutzverpackungen beeindrucken lässt…

        lg!

        May 21, 2015 at 10:45 pm
  • ReplyEnidan79h

    Ja das ist echt ein Thema was mich dieses Jahr sehr beschäftigt hat. Meine Motte ist jetzt zwei und es heißt ja immer man soll die Kinder in dem Alter nicht in die Sonne lassen, aber das lässt sich ja nicht immer vermeiden! Ich vertraue für mich – zumindest fürs Gesicht – seit Jahren auf Avene. Die Produkte für Kinder werden aber erst ab 3 Jahren empfohlen. Hm, was nun? Ich wollte wissen warum und es ist wohl so, dass sich der Eigenschutz der Haut erst ab dem 2. Lebensjahr langsam bildet. Wenn man also bei einem Baby einen chem. Sonnenschutz verwendet, wirkt der nicht, weil 0 Eigenschutz x SPF 50 = 0 !!! Also rein mineralischer Schutz. Gibt es ja von Avene, aber der ist sowas von unmöglich aufzutragen!!!! Absolute Katastrophe!
    Letzten Endes bin ich jetzt bei Eubos Hautruhe gelandet. Offiziell auch erst ab 3 Jahren. Inoffiziell bei telefonischer Nachfrage auch ab 1 Jahr. Soweit ich das erkennen konnte ein Filtergemisch. Sie KLEBT NICHT!!!!!!!!! Lässt sich absolut super auftragen, kein weißeln und kein böser Alkohol! Einzig der SPF 30 macht mich nicht glücklich. Nächstes Jahr gibt es dann vielleicht Avene mit SPF 50.

    May 20, 2015 at 12:45 pm
    • Replyskincareinspirations

      Hello there :), Kinder bilden eine eigene Sonnenschutzbarriere Jahre lang. Erst nach dem 2. Lebensjahr gibt es so etwas wie eine schwache Hautbarriere. Daher spreche ich nicht von Babies, sondern Kindern. Bei Babies muss man extrem aufpassen, dass sie der Sonne überhaupt nicht ausgesetzt werden! Rein mineralisch muss nicht sein. Warum? Ja, die Avene-Katastrophe kenne ich. :)) Eubos Hautruhe kenne ich hingegen nicht; ist aber nicht wasserfest, oder?
      Danke für den Hinweis! Viele liebe Grüße, Pia

      May 20, 2015 at 8:50 pm
  • ReplyFrancis

    Hi Pia, da du am Anfang schreibst chemische Filter wirken in der Haut, könnte ich dann auf Grund der oft schwierigen Konsistenz problemlos ein Serum oder eine Tagescreme darüber auftragen?

    May 20, 2015 at 7:39 pm
    • Replyskincareinspirations

      Theoretisch sollte das kein Problem sein. Allerdings ist ein (wasserfester) Sonnenschutz aufgrund von Filmbildnern oft recht okklusiv – er schließt das Wasser in der Haut ein; lässt aber INCI von weiteren Pflegeprodukten bzw. einer Foundation schwer in die Haut eindringen.
      Auf welchen Sonnenschutz würdest Du gerne welches Serum auftragen??

      May 20, 2015 at 8:46 pm
      • ReplyFrancis

        Ich habe im Moment die Anthelios Gel-Creme (LRP) und schon verschiedene Kombis versucht, z.B. Balea Aqua-Serum, RdL Intensiv-Serum (alles unter der Sonnencreme) aber entweder der Sonnenschutz fängt an zu krümeln oder ich schiebe die anschließende Foundation nur hin und her trotz langer Einwirkzeit.

        May 22, 2015 at 8:21 pm
  • Replyulli ks

    Liebe Pia!

    Wir Eltern kennen es ja, dass man mit der Geburt eines Kindes völlig der Angst machenden Maschinerie der Wirtschaft ausgesetzt sind. Das fängt bei dem perfekten Kindersitz an, läuft über sämtliche Impfungen bis hin zum Sonnenschutz….
    Ich bin für deine Empfehlungen unendlich dankbar, stoße ich doch bei dem Versuch in Sachen Inhaltsstoffe und vor allem Sonnenschutz alles richtig zu machen…leider muss ich doch noch etwas ins Feld führen, das die Suche definitiv nicht erleichtert:
    Mich verunsichert es, dass ich immer wieder bei den Sonnenschutz Produkten auf hormonell wirksame, möglicher Weise krebserregende Inhaltsstoffe…ich kenne den Artikel mit den “50.000 Lippenstiften”, die man essen müßte, damit sie krebserregend oder hormonell wirksam wären.
    Das stellt für mich persönlich auch kein Problem da, aber wenn es um mein Kind geht, verunsichert mich das doch deutlich. Ich kann den Gedanken daran, dass ich auch nur irgendwie meinem Kind schaden könnte, nicht ertragen!

    Was sagst du dazu?

    ….& dann kommt mein Ärger darüber, wieso es für einen unfassbar “reichen” und lukrativen Wirtschaftszweig scheinbar unmöglich ist, Produkte für Kinder zu erzeugen, die reizarm und unbedenklich sind. Ist das allen Ernstens zu viel verlangt???
    Wie kann es sein, dass nicht mal du als Expertin, ein nur ein einziges Produkt findest, von dem du zu 100% alle Kriterien erfüllt!?!?!

    Liebe Grüße von einer ratlosen ulli ks

    May 20, 2015 at 9:28 pm
    • Replyskincareinspirations

      Mich verunsichert es, dass ich immer wieder bei den Sonnenschutz Produkten auf hormonell wirksame, möglicher Weise krebserregende Inhaltsstoffe…ich kenne den Artikel mit den “50.000 Lippenstiften”, die man essen müßte, damit sie krebserregend oder hormonell wirksam wären.
      Das stellt für mich persönlich auch kein Problem da, aber wenn es um mein Kind geht, verunsichert mich das doch deutlich. Ich kann den Gedanken daran, dass ich auch nur irgendwie meinem Kind schaden könnte, nicht ertragen!
      Was sagst du dazu?

      Hm, gerade habe ich an Sunnivah diesen Satz geschrieben: “Was heute als sicher gilt, kann morgen widerlegt werden… Das einzige, worauf wir uns stützen können, sind wissenschaftliche korrekt durchgeführte Studien. Ja. Aber morgen können diese durch andere korrekt durchgeführte Studien in Frage gestellt werden.”
      Und nicht nur das! Mächtige Lobbygruppen setzen sich nicht selten durch und blockieren Informationen, bezahlen Studien etc. Zwar gelten alle Sonnenschutzfilter, die heute auf dem Markt zugelassen sind, als sicher; doch bei vielen wurde in der Tat eine hormonelle Wirkung nachgewiesen. Dabei wurden die INCI entweder an Tieren getestet oder in Mengen, die nie in einem Pflegeprodukt eingesetzt werden würden. Also gelten sie als sicher… Doch sind sie das? Das weiß man nicht! Auch wenn ich gerne Studien zitiere und mich darauf verlasse, bin ich eine große Skeptikerin, was in der Wissenschaft produziert wird. Nicht selten sah ich persönlich, wie Studien entstehen, wie selektiv Daten herangezogen werden etc.
      Was Sonnenschutzfilter anbelangt, vermeide ich im Moment nur Oxybenzon(e). Bei Tinosorb habe ich ein gutes Gefühl. Ein noch besseres bei Zinkoxid – doch hier hast Du wieder die kontroverse Debatte über Nano-Partikel, die in die Haut durchdringen und dort angeblich schädliche Wirkung inkl. Krebs hervorrufen können. Doch wieder: Wahr oder nicht? Eigentlich nicht, da mehrfach und überzeugend widerlegt. Aber wissen wir das mit Sicherheit? Nein. Morgen kann eine Studie überzeugend das Gegenteil behaupten.
      Du fragst, wie ich das sehe. So sehe ich das. 🙂 Ob Dir das bei Deinen Bedenken weiter hilf? Wahrscheinlich nicht. Und ja, diese verstehe ich allzu gut und habe dieselben. Viel Spaß im SPA! 🙂

      May 22, 2015 at 11:51 am
      • Replyulli ks

        Es macht mich manchmal unendlich hilflos, diesem System ausgesetzt zu sein.
        Ich kenne dieses Vorgehen- wenn auch nur ganz vom Rande betrachtet- von den Pharmafirmen, wenn es um die Zulassung von Medikamenten geht. Das will man eigentlich gar nicht so genau wissen, da wird einem nur noch schlecht 🙁
        Aber das ist wohl der Zahn unserer Zeit, dass wir in einer Welt voller Möglichkeiten auf der einen Seite und der maximalen Unsicherheit auf der anderen Seite leben…
        Danke für deine Meinung Pia!

        Lieben Gruß,
        ulli ks

        May 29, 2015 at 11:23 pm
  • ReplySunnivah

    Sowas von gar nicht passend, da ich kein Kind habe ^.^ aber ich habe einen Freund, der sich nur widerwillig und nach viel gutem Zureden eincremen läßt, bevor er sich mit seinem Schüppchen bewaffnet auf die Sandburg stürzt? Zählt das auch? XD

    Ich habe immer ein gutes Gefühl bei mineralischen oder weißelnden Kindercremes, weil man dann SIEHT, wo man bereits was eingecremt hat (es gab da mal extra ein blau eingefärbtes Produkt von Nivea). Die Gefahr, einen Fleck vergessen zu haben und dort zu verbrennen, fällt dann weg. Sonst erschließt sich mir der Nutzen von extra für Kindern ausgeschriebenen Produkten auch nicht.. aber war da nicht was mit Babyhaut hat einen anderen ph-Wert und so??

    Den daylong stick habe ich auch aktuell in Gebrauch für unter die Augen, da freut es mich, daß du ihn hier erwähnst:) Nur eine Frage: da er wasserfest ist, sollte ich ihn wohl ÜBER mein Creme und Serum geben, damit er die Inhaltsstoffe von denen nicht daran hindert, einzudringen, oder? Ich dachte immer: mineralischer Sonnenschutz oben drüber, chemischer untendrunter (da er ja einziehen muss..)?! Aber der Stick ist echt ölig bzw. hinterläßt einen Film, der gar nicht wirklich einzieht, also trage ich ihn nun wohl doch nach der ganzen Pflege auf, lasse ihn einziehen und tupfe dann vorsichtig meine Taggescreme mit LSF (mineralisch) drüber. Irgendwie habe ich immer Angst, Filter wieder abzulösen beim Auftragen ^.^ Es ist ein Kreuz!

    P.S. meine Schwester benutzt für ihre Kinder immer so Kindersonnenzeug von Rossmann oder sogar aus dem NK-Bereich, vielleicht kann ich sie ja umpolen 🙂 DANKE für die Mühe, wie immer!!

    May 21, 2015 at 10:36 am
    • Replyskincareinspirations

      …”da er wasserfest ist, sollte ich ihn wohl ÜBER mein Creme und Serum geben, damit er die Inhaltsstoffe von denen nicht daran hindert, einzudringen, oder? Ich dachte immer: mineralischer Sonnenschutz oben drüber, chemischer untendrunter (da er ja einziehen muss..)?! Aber der Stick ist echt ölig bzw. hinterläßt einen Film, der gar nicht wirklich einzieht, also trage ich ihn nun wohl doch nach der ganzen Pflege auf, lasse ihn einziehen und tupfe dann vorsichtig meine Taggescreme mit LSF (mineralisch) drüber. Irgendwie habe ich immer Angst, Filter wieder abzulösen beim Auftragen.”

      Mineralische Filter (Zinkoxid, Titaniumdioxid) sollen als die allerletzte Schicht aufgetragen werden. Zumindest das steht klar. Bei chemischen gestaltet sich die Sache in der Tat etwas schwieriger. Selten sind Sonnenschutzprodukte für trockene Häute genug feuchtigkeitsspendend. Auch bei einer normalen bzw. Mischhaut werden gerne zunächst ein Serum und/oder eine Feuchtigkeitscreme aufgetragen. Das finde ich unproblematisch; allerdings unter zwei Voraussetzungen:
      1) das Serum/die Creme drunter ist vollständig eingezogen, bevor der Sonnenschutz drauf kommt,
      2) die feuchtigkeitsspendende Unterlage hat nicht allzuzu viel okklusive Stoffe/ist nicht zu reichhaltig – das könnte das Eindringen der chemischen Filter in die Haut erschweren/beeinträchtigen.

      Der zweite Punkt ist etwas tricky, denn ich selbst mag morgens viiiel Creme unter meinen Augen auftragen. Und am liebsten würde ich oben drauf eine dicke okklusive Schicht klatschen. Doch wasserfeste Sonnenschutzprodukte sind meist gut okklusiv (durch Filmbildern); sie übernehmen diese Funktion somit teilweise. Neulich habe ich mir auch einen Concealer von Peter Thomas Roth mit Zinkoxid gekauft, damit ich die eventuelle Beeinträchtigung doch wieder gut machen kann. Doch die Menge eines Concealers reicht dafür nicht. Klar. 🙂 Eine weitere Option, falls wir etwas mehr Creme unter den Augen nutzen wollen, wäre: Nur unter den Augen zusätzlich einen mineralischen Filter zu nutzen, der das Licht reflektiert…
      Hm?

      May 22, 2015 at 11:40 am
      • ReplySunnivah

        Danke, danke! So ähnlich hatte ich das nun verstanden.
        Ich emfinde rein den Stick als nicht pflegend genug. Meine Kombi aus Serum (leicht ölig, mit Vitamin C, von Paula) und Creme (Skin Recovery Feuchtigkeitscreme, nicht extrem okklusive INCIS, oder?) tu ich immer zuerst aufs ganze Gesicht und lasse sie einziehen. Beide Produkte werden von meiner Haut komplett aufgenommen und es bleibt nichts zurück. Darüber gebe ich den Daylong Stick, tupfe ihn leicht in die Haut unter den Augen und warte mindestens 10 Minuten. Das er auch danach noch so einen fettigen Film hinterläßt, war meine einzige Sorge: ich wollte die ‘oben schwimmenden Filter’ nicht mit der nachfolgend aufgetragen Pflege verwischen – keine Ahnung, ob das stimmt ^.^ (Du meintest nur mal iwo, Tinosorb und Co seien anfälliger für mechanischen Reiz wie Reiben). Denn den mineralischen Sonnenschutz haue ich mir als letzten Schritt nach wie vor über das ganze Gesicht, auch unter die Augen 🙂 Besonders dort, am liebsten zwei Schichten!

        P.S. Ich hab nun von innsifree den wasserfesten, rein mineralischen Sonnenschutz erhalten: vielleicht DER LSF für meinen Sommer? (den du noch nicht hattest: Test startet morgen)

        P.P.S. weißt du, wo ich herausfinden könnte, welcher chemische Filter am reizärmsten ist? Ich nutze wegen der Empfehlung ‘für empfindliche Haut’ immer nur mineralische Filter – aber wenn es einen chemischen gäbe, mit dem ich zurechtkäme, würde ich ihn natürlich nehmen!!

        Danke und Danke und Danke nochmal 🙂

        May 23, 2015 at 11:51 am
  • ReplyRita

    Hallo Pia! Danke für den Post! Cremst du deine Tochter jeden Tag ein oder nur an den sonnigen Tagen? Ich muss gestehen, ich creme meine Kinder nur an sehr sehr sonnigen Tagen ein. Meine Tochter (9) hasst Sonnenschutzprodukte, mein Sohn (14 Monate) war, glaube ich, noch nie in der prallen Sonne. Und überhaupt draußen im Sommer ohne Sonnenhut. Sonnenbrand hatten die Gott sei dank noch nie. Ich habe immer noch meine Zweifel, ob ich der Kinderhaut mit täglichem Eincremen mit Sonnenschutzprodukten was Gutes tue. Aber vielleicht irre ich mich.

    May 23, 2015 at 11:39 pm
  • ReplyJules

    Vielen Dank für den tollen Beitrag. Werde gleich mal recherchieren welchen LSF ich mir für meine Woche in Dubai holen werde. LSF30 was ich hier habe ist für meine Haut leider nicht ausreichend denke ich.
    Die Auswahl ist wirklich groß. Bei Bioderma gibt es nur 100ml Cremes, und das Spray ist mir etwas zu transparent denke ich. Leider aber auch nicht so reizfrei nach dem ersten Blick nach. Lg Jules

    May 24, 2015 at 11:57 am
  • Replygwenhwyfar10

    Ich habe mir ja in der Apo Proben von Daylong geholt und die kleine kam mit dem Sonnenschutz gut zurecht und konnte ihn auch gut verteilen. Wie handhabst du das bei Sonnencreme für den Körper hast du da schon das Nonplusultra gefunden? Auf Empfehlung von Fanny habe ich letztes Jahr Sonnenschutz von Hawaiian Tropic gekauft. Ist zumindest ohne Alkohol, allerdings beduftet. Ich habe noch eine Sonnencreme von Vichy benutzt letztes Jahr, da gibt es genau 1 die ohne Alkohol auskommt und den schönen Mexoryl Filter beinhaltet. Ich trage sie die Tage nochmal, damit ich was zum Tragegefühl sagen kann – ich denke ich fand sie okay aber detailliert erinnern kann ich mich nicht.

    June 4, 2015 at 10:53 pm
    • Replyskincareinspirations

      Hm, unsere Kleine war bislang nie ohne Klamotten in der Sonne, daher habe ich den ganzen Körper noch nicht behandelt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sie das längere Eincreme geduldig ertragen würde. Allein mit dem Antrag aufs Gesicht und die Hände habe ich ein Problem. :)) Hawaii ist m.E. nicht wasserresistent, oder? Da würde ich schon eher zu Daylong tendieren…

      June 4, 2015 at 11:01 pm
      • Replygwenhwyfar10

        Hm ja bei der kleinen ist es bestimmt schwierig – was nimmst du selbst für den Körper? Auf meiner Hawaiian Tropic steht very water resistant. Es gibt ja aber zig verschiedene – allerdings hier gar nicht so leicht zu bekommen.

        June 5, 2015 at 12:38 am
        • Replyskincareinspirations

          Wo kaufst Du denn Deine Hawaiian Tropic? Ich nehme die Daylong Kids; die Alkohol Beigabe nervt ich da allerdings ein bisschen. Aufs Gesicht trage ich manchmal die Innisfree Creme, da sie extrem schnell einzieht…

          June 5, 2015 at 12:40 am
          • gwenhwyfar10

            Eine war aus dem Urlaub, bei der anderen weiss ich es nicht mehr. Nur noch dass ich wie verrückt gesucht hatte. 1-2 Varianten gibt oder gab es bei Müller, einige mehr bei Amazon. Sonst allerdings überall fehlanzeige :-/

            June 5, 2015 at 12:43 am
          • skincareinspirations

            Ich habe die SPF 30 heute bei unserem Müller gesehen. Das letzte Stück! Möchtest Du es haben? Soll ich es für Dich kaufen und per Post schicken? Das wäre überhaupt kein Problem! Nur… die Sonnenschutzfilter sind nicht die stabilste und Oxybenzone mag ich nicht; bin da ziemlich unsicher. Für den Körper sollte es aber kein Problem sein – aber vielleicht nicht für Kinder… Hm, sag bitte Bescheid!

            June 5, 2015 at 12:06 pm
          • gwenhwyfar10

            Danke das ist ganz lieb, aber ich suche dann nach etwas besserem. Es muss doch irgendwo den ultimativen Sonnenschutz geben…

            June 5, 2015 at 6:48 pm
  • ReplyMeli

    Also ich habe für mich (kein Kind mehr😊) eine super Sonnencreme gefunden. Die Ladival Kinder 50+ für das Gesicht und die Milch mit 30 für Kinder für den Körper. Alkohol, Silikone an den hintersten Stellen, mineralische und chemische Filter UVA und UVB, kein Parfüm, wasserfest. Also falls jemand noch eine sucht. Lg Meli

    June 7, 2015 at 7:24 pm
    • Replyskincareinspirations

      Oh das ist aber ein toller Tipp! Die Ladival Produkte muss ich mal genauer unter die Luppe nehmen! Danke!

      June 9, 2015 at 9:30 pm
  • ReplySabrina R

    Habt ihr die hier empfohlenen Cremes, Lotions und Co mal im Code Check geprüft, WAS da genau drin ist und was das bewirkt? Krebserregende Stoffe, hormonell wirksam!!!! Usw.
    Also ich würde zu keiner der hier empfohlenen Produkte greifen

    June 25, 2016 at 9:33 am
    • ReplySkincareInspirations

      Liebe Sabrina, Codecheck ist keine glaubwürdige Quelle. Es gibt bessere, anhand welcher die obigen Produkte keine krebserregende Inhaltsstoffe enthalten.

      June 25, 2016 at 10:22 pm

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