Retinoide: Retinsäure, Retinol, Retinal

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Den ersten Beitrag aus der Reihe über Wirkstoffe, die tatsächlich einen anti aging Effekt im Sinne von Stimulierung der Kollagenproduktion haben, widme ich der Inhaltsstoff-Familie, deren Wirksamkeit wissenschaftlich sehr gut dokumentiert ist: Derivaten (Abbauprodukte) der Vitamin A.

Anstatt die ganze medizinische Datenbank Pubmed durchsuchen zu müssen, fand ich zu diesem Thema glücklicherweise eine frei zugängliche Studie aus dem Jahr 2014. Diese Studie hat alle bisherigen Pubmed-Publikationen zu fünft Aktivstoffen durchsucht, darunter Vitamin A. Was mir an der Publikation besonders gut gefällt ist, dass sie sehr strenge Kriterien an die Wirksamkeit von kosmetischen Wirkstoffen gesetzt hat. Anhand der bisherigen wissenschaftlichen Literatur wurden folgende Fragen gestellt:

  1. Kann ein Wirkstoff die oberste Schicht der Haut (stratum coroneum) penetrieren? (Man geht allgemein davon aus, dass die Molekulgröße zu diesem Zweck unter 1000kDa liegen muss.)
  2. Ab welcher Konzentration ist ein Wirkstoff wirksam?
  3. Gibt es adäquate Studien (peer-reviewed, double-blind, placebo-controlled, statistically significant), die die Wirksamkeit nachweisen?

Schauen wir uns jetzt die Antworten an! (Für die Ungeduldigen biete ich hier eine deutlich kürzere Zusammenfassung an.)


Retinol Medik8

Terminologie

Beginnen wir allerdings zunächst einmal mit einer terminologischen Klärung. Bei meinen Recherchen ist mir aufgefallen, dass viele (sogar Kosmetikhersteller!) Vitamin A mit Retinol gleichsetzen. Demnach ist Pflege mit Vitamin A = Pflege mit Retinol. Dabei ist Retinol nur ein der Vitamin A Derivate. Dazu gehören u.a. auch Retinsäure, Retinaldehyde und Retinyl palmitate. All diese Formen von Vitamin A werden unter dem Oberbegriff RETINOIDE zusammengefasst. So. Schauen wir uns nun die einzelnen Retinoide an.


Retinsäure

Die stärkste – da direkte – Wirkung auf die Haut hat unter den Retinoiden die Vitamin-A Säure (= Retinsäure, retinoic acid: Tretinoin, Tazarotene, Adapalene). Retinsäure wirkt in der Haut stimulierend auf die Produktion

  • von Glykosaminoglykanen (= erhöht die Hautfeuchtigkeit),
  • von Kollagen.

Retinsäure gilt als der anti aging Wirkstoff per se! Click To Tweet

Wenn dem so ist, warum hat nicht jede/r von uns bereits längst eine Retin-A Creme im Bad?

Nun, die Nachteile der Anwendung von der Retinsäure liegen leider auf der Haut, ooops auf der Hand:

  1. Erstens rufen Produkte mit Vitamin-A Säure häufig Hautirritationen hervor, wie Schuppung, Rötung, Trockenheit, Brennen und erhöhte Photosensitivität. Deswegen sind sie auch verschreibungspflichtig.
  2. Das bedeutet also, zweitens, regelmäßige Gänge zum Dermatologen, was viele von uns zur Suche nach Alternativen bewegt.

Ausflug: Derzeit werden diverse Trägesysteme untersucht, um die Nebenwirkungen von Retin A-Säure zu vermindern /hierzu werden insbesondere Liposome und Nanopartikel herangezogen/. Es besteht somit die Hoffnung, dass die Anwendung des wirksamsten anti aging Inhaltsstoffs in Zukunft mit deutlich weniger Hautirritation verbunden sein wird!


Alternativen zur Retinsäure

  • Retinol,
  • Retinaldehyde,
  • Retinoid esters: Retinyl palmitate und retinyl acetate.

(Eine ausführliche Liste von Vitamin A-Derivaten in Form einer Tabelle findet Ihr etwa hier.)

Den letztgenannten – retinyl palmitate und retinyl acetate – wird in diesem Beitrag nicht gerade viel Platz gewidmet. Deren Wirkung auf unsere Haut ist nämlich zu schwach, um von ernsthaften anti aging Effekten zu sprechen. Warum sich diese Formen von Vitamin A trotzdem in vielen Pflegeprodukten befinden? Weil sie einen geringen Irritationsfaktor aufweisen (ausführlicher dazu weiter unten).

Pflegeprodukte, die mit anti aging-Effekten werben, dabei auf Vitamin A verweisen und lediglich retinyl palmitate beinhalten, werden unsere Fältchen nicht sichtbar reduzieren können!


Retinol Medik8


Retinol und Retinal(dehyde)

Studien belegen, dass Retinol und Retinaldehyde (auch Retinal genannt) die zwei besten Alternativen zu Retinsäure darstellen. Beide werden nach dem Auftrag in Retinsäure umgewandelt und im Endeffekt entfalten dieselbe Wirkung auf die Haut.

Dabei sitzt Retinaldyhede in der Umwandlungskette (Retinol –> Retinaldehyde –> Retinsäure) näher an der Retinsäure als Retinol. Mit anderen Worten, Retinal ist die Vorstufe von Retinsäure und – Überraschung! – neueste Studie belegen auch eine bessere Wirkung von Retinaldehyde im Vergleich zu Retinol! (Quelle zu der unten zu sehenden Umwandlungskette)

Retinoide Retinol Retinal

Ich möchte das noch mal betonen, da im Internet missverständliche Informationen kursieren: Reinaldehyd (Retinal) wurde inzwischen als  wirksamer als Retinol nachgewiesen. Das resultiert u.a. daraus, dass es im Vergleich zu Retinol nur einen Konvertierungsschritt zu Retinsäure braucht. Da dessen Wirkung allerdings später als die von Retinol erforscht wurde, ist Retinaldehyde in Pflegeprodukten deutlich seltener vorzufinden als andere Formen von Vitamin A.

Dabei sollte Retinaldehyde in der Konzentration von mindestens 0,025% (idealerweise höher: zwischen 0,05% und 0,1%) vorkommen. (Unter der Wirksamkeitsgrenze von 0,025% dürfen keine anti aging Effekte erwartet werden.)


Glauben muss mir aber keiner. Hier ein paar Beweise: 🙂

1) In einer Studie mit 125 Freiwilligen konnte gezeigt werden, dass Retinaldehyde in Konzentration von 0,05% ähnliche Resultate (Faltenreduktion) wie Tretinoin (Retinsäure) 0,05% brachte (Quelle). (Übrigens zeigte eine andere Studie, dass Retinol 1,1% und Treinoid 0,025% ebenfalls zu ähnlichen Ergebnissen führten (Quelle).

2) Eine interessante Schlussfolgerung eines Artikels von 2010 lautet:

“There is a substantial amount of evidence supporting the efficacy of tretinoin in the treatment of photoaging. The evidence supporting retinoid-based cosmeceuticals, however, remains sparse. There are a number of in vitro studies, with a smaller number of in vivo studies. Based on the hierarchical levels of evidence (with well-designed, randomized, controlled trials providing the highest level), retinaldehyde appears to be the only retinoid-based cosmeceutical to be effective in the treatment of photoaging. A large, randomized, controlled trial assessing retinyl propionate concluded that it had no significant effect on photoaging. There is evidence from a small, randomized, controlled trial showing that retinol has effects on human skin and supporting its potential as an agent against photoaging.

However, large-scale clinical studies would need to be undertaken to investigate this further. Therefore, we conclude that products containing retinyl-acetate or retinyl-palmitate are unlikely to have a significant beneficial effect, but retinaldehyde-containing cosmeceuticals have evidentiary support for their benefits in patients with aging skin. Retinol has potential benefit, but more research is needed.” (Quelle)              ******************

Meine Zusammenfassung: Die Effektivität von Tretinoin (Retinsäure) in der Behandlung von Photoaging wurde mehrfach nachgewiesen. Die Evidenz bezüglich anderer Retinoide ist jedoch nicht so überzeugend. In diesem Fall scheint Retinaldehyde der effektivste Cosmeceutical zur Behandlung einer frühzeitig alternden Haut zu sein. Retinol hat das Potenzial zwar auch, doch weitere Forschung steht noch an. 

3) Noch eine andre Studie schlußfolgert:

retinaldehyde, which is fairly well tolerated, seems to be the most efficient cosmeceutical retinoid; it has significant efficiency toward oxidative stress, cutaneous bacterial flora, epidermis renewing, and photoaging.” (Quelle)

Meine Übersetzung: Retinaldehyd scheint der effizienteste Cosmeceutical unter Retinoiden zu sein. Es zeigt eine signifikante Effizienz bezüglich Bekämpfung von oxidativem Stress, der Hautflora, Erneuerung der Epidermis und Photoaging.

Der Vorteil von Retinaldehyde besteht darin, dass es eine ähnliche Wirkung wie Retinsäure entfalten kann; dennoch deutlich sanfter zu unserer Haut ist (auch sanfter als Retinol)!

Dabei kann Retinaldehyde auch bei Rosacea (Kupferrose) verwendet werden (Quelle).


Ausflug: In diesem Zusammenhang ist Beautipedia von Paula Begoun (Paula’s Choice) nicht gerade auf dem neuesten Stand, denn in der Diskussion über Retinoide beruft sie sich auf eine Studie von 1999 (hier), auch wenn bereits in 1998 und 1999 Studien erschienen sind, in denen die positive Wirkung von Retinal auf Kollagen und Elastin nachgewiesen wurde (z.B. hier). Ansonsten haben wir bald 2015! Bedauerlicherweise gibt es bislang auch kein Paula’s Choice Produkt mit Retinaldehyde. (Stand: Dezember 2014)


Übrigens habe ich zwei Studien gefunden, in denen ein Synergie-Effekt zwischen Retinaldehyde (0,05%) und Hyaluronsäure (0,2%-1%; medium size (50’000–400’000 Da/ = 50-400 kDa) nachgewiesen wurde (hier und hier). Die Kombination von beiden hat zu einer erhöhten Kollagenproduktion in der Dermis geführt als dies die einzelnen Inhaltsstoffen alleine schaffen konnten! (Mehr zu: Hyaluronsäure – das Feuchtigkeitswunder – s. hier).

Retino 1% Paula's Choice


Um das Gesagte zusammenzufassen ist folgendes festzustellen:

  • Vitamin A-Säure (Retinsäure) – ist wohl bis dato der meist untersuchte anti aging Inhaltsstoff. Es gibt deutlich mehr Studien zur Wirkung von Retinsäure als zu anderen Vitamin A-Derivaten.
  • Dennoch scheinen zwei Retinoide eine ähnliche Wirkung wie Retinsäure zu entfalten: Retinol und Retinaldehyd.
  • Aufgrund dessen, dass Retinaldehyd nur in einem Konvertierungsschirtt in der Haut zur Retinsäure umgewandelt wird, wird es derzeit als wirksamer als Retinol betrachtet. Die erwünschte Konzentration liegt bei 0,05% bis 0,1%.
  • Obwohl retinyl palmitate und retinyl acetate aufgrund deren relativ geringeren Irritationspotenzials in recht vielen Kosmetikprodukten vorkommen, ist deren anti aging Wirksamkeit nach dem heutigen Wissensstand vernachlässigend gering.

Wirkung und Langzeit-/Lebensverpflichtung

Unterschiedliche Wirkstoffe brauchen unterschiedlich lange Zeit, um die Wirkung auf unsere Haut zu entfalten. Z.B. großmolekulare Hyaluronsäure sollten beinahe direkt nach dem Auftrag unsere Haut aufpolstern. Ein ebenmäßigerer Teint sollte nach der Anwendung von Vitamin C- und B3 (Niacin)- Präparaten nach etwa zwei bis drei Monaten auftreten. Bei Vitamin A Derivaten dauert es noch länger, bis man die Resultate sieht. Zunächst einmal „tut sich etwas“ in der Epidermis (der äußeren Hautebene – mehr zum Hautaufbau s. hier). Forschungsergebnisse zeigen, dass eine Verminderung der Fältchentiefe bereits nach einer drei monatigen Anwendung  von Retinalsäure 0,05% festgestellt werden kann. Doch erst nach ca. sechs Monaten bildet sich neuer Kollagen in der Dermis (Quelle).

Eine geringere Konzentration von Tretinoin zeigte ähnliche Resultate erst nach etwa sechs bis acht Monaten. Daher sollte man sich in der  Geduld üben und eine Verbesserung unseren Hautbildes mithilfe von Retinol und Retinaldehyde erst in etwa sechs Monaten erwarten. Einige Studien gehen davon aus, dass dazu gar 12 Monate notwendig sind. Je geringer die Konzentration, desto länger die Wartezeit.

Das bedeutet: Wenn jemand nach dem Aufbrauchen von einer bis zwei Tuben einer Retinol- oder Retinal-Creme „nichts feststellen konnte“, ist das kein Beweis für Untauglichkeit dieser Creme. Vielmehr ist das schlicht und ergreifend eine richtige Aussage und kein Grund zur Enttäuschung. 🙂 Mit Skepsis sollte man eher Aussagen (bzw. Herstellerversprechen) begegnen, demnach die Faltentiefe nach etwa 12 Wochen reduziert werden würden. Das werden unsere lieben Falten nicht tun.

Hat man eine Creme mit Retinol oder Retinaldehyde in das Beauty-Regimen einführt, sollte man das zunächst einmal am besten vergessen. Denn eine Verbesserung des Hautbildes kommt erst in etwa sechs bis zwölf Monaten zum Vorschein.

Eine andere Sache ist die, dass Retinoide auch lebenslang benutzt werden sollten. Zumindest bei Retinsäure werden die positiven Resultate nach dem Abbrechen der Anwendung mit der Zeit rückgängig gemacht (Quelle). Auch wenn ich es persönlich mal testen möchte, bin ich keine Verfechterin von rezeptpflichtigen Retin-A Cremes, sondern möchte mein eigenes Pflegesystem so ausarbeiten, um wirksame Konzentration mit minimalen Nebenwirkungen (Irritation) zu verbinden, das ich auch lebenslang auftragen kann. Kurzum: Cremes mit Vitamin A Derivaten sind eine Langzeit- wenn nicht gar Lebensverpflichtung.

Pflege mit Retinoiden ist eine Langzeitverpflichtung! Click To Tweet


Retinol Paula's Choice


Anti aging Effekte von Retinoiden

Nun, kommen wir letztendlich zu den positiven (anti aging) Ergebnissen von der Applikation von Retinsäure, Retinol und Retinaldehyde auf die Haut:

  1. Verfeinerung der Hautstruktur bzw. Hautoberfläche (Aknenarben) (durch Ankurbelung der Zellerneuerung in der Epidermis)
  2. Reduktion von Pigmentflecken bzw. Hyperpigmentierung (durch Ankurbelung der Zellerneuerung in der Epidermis)
  3. Reduktion von feinen Linien (Falten). Hier agieren Retinoiden auf dreierlei Art und Weise:
  • Sie stimulieren die Kollagenproduktion (durch Erhöhung der Transformation von Wachstumshormonen und Prokollagen).
  • Sie verhindern den Kollagenabbau (dadurch, dass die Bildung von Metalloproteinasen verhindert wird, die bei dem Abbau von Kollagenfasern beteiligt sind).
  • Sie erhöhen die Kapazität der Epidermis zur Feuchtigkeitsbindung (durch Stimulierung der GAG-Synthese).
  1. Positive Resultate bei Aknetherapie (bei Retinaldehyde wurde zusätzlich eine antibakterielle Wirkung festgestellt)

Also, Gründe genug, um zu Produkten mit Retinoiden zu greifen.


Retinol IndeedLabs


Wichtige Hinweise zur Anwendung von Vitamin A Derivaten

  • Eine unempfindliche Haut sollte mit einer täglichen Anwendung von Präparaten mit 0,5% Retinal bzw. 0,03% Retinol kein Problem haben. Doch voraussetzen kann man es nicht. Am besten beginnt man mit einer 3x/Woche-Anwendung und erhöht man es schrittweise auf täglich.
  • Erst nach ein paar Monaten, bei einer robusten Haut nach einem Monat, würde ich auf eine höhere Dosis umsteigen. Achtung: 1% Retinol kann auch für sehr robuste Haut eine Herausforderung sein! Eine Review zu dem 1% Retinol von Paulas Choice kommt!
  • An den Abenden, an welchen Retinoide-Produkte aufgetragen wurden, sollte man auf AHA/BHA-Produkte verzichten. Das ist eine Allgemeinregel. Ich vertrage  8% AHA und 0,3% Retinol während derselben Abendroutine problemlos. Doch eine höhere Retinoldosis in Kombination mit AHAs/BHAs könnte die Haut zu sehr beanspruchen.
  • Nachdem ein Produkt mit Retinoiden aufgetragen wurde, sollte man etwa 20 bis 40 Minuten abwarten. Erst dann, wenn nötig, weitere Pflegepräparate anwenden (Serum, Feuchtigkeitspflege).
  • Mit dem ersten Auftrag eines Produktes mit Retinoiden MUSS tagsüber Sonnenschutz aufgetragen werden! Eine  photoempfindliche und nicht gegen Sonne (UVA!) geschützte Haut, wird mit der Zeit nicht besser, sondern schlechter aussehen (neue Falten, Pigmentflecken etc.). Also: Sonnenschutz im Sommer und im Winter (hier findet Ihr warum)!
  • Schwangere und stillende Frauen sollten unter keinen Umständen Präparate mit Retinoiden anwenden! Beim Kinderwunsch sollte man darauf bereits ebenfalls so schnell wie möglich verzichten. Ich weiß, dass Kosmetikhersteller zuweilen etwas anderes behaupten, doch riskieren will sicherlich keine!
  • Vitamine A-Derivate sind sehr licht- und luftempfindlich. Kauft ihr Pflegeprodukte mit Retinoiden in einem Tiegel, ist deren Wirkung gleich Null.
  • Sollten Produkte mit Retinoiden nicht mehr appliziert werden, werden positive Veränderungen womöglich rückgängig gemacht. Dies haben Studien bestätigt, s. hier.

Ausflug: Aufmerksamkeit der Forscher fand neulich ein anderes Vitamine A Derivat: Retinyl retinoate. Eine Studie zeigte, dass es in der Lage ist, die Produktion von Hylauronsäure anzuregen (Quelle). Retinyl retinoate werden wir somit auf jeden Fall im Auge behalten. 


Retinol Paula's ChoiceNun, welche Produkte mit Retinol und Retinaldehyde gibt es auf dem Markt? Mit welchen sollte man sinnvollerweise beginnen?

Darüber wird ein der kommenden Beiträge zu Retinoiden – erst im kommenden Jahr – berichten. 🙂 Für die Zwischenzeit wäre ich für Eure Empfehlungen – für andere Leser/Innen und mir selbst – in den Kommentaren sehr dankbar! Hat jemand Produkte mit Retinoiden ausprobiert? Welche? Mit welchen Resultaten? Für Euer Feedback wäre ich Euch sehr dankbar!

Und hier findet Ihr, wie immer bei solch umfassenden Themen, eine kurze Zusammenfassung!

Macht’s gut! Eure Pia <3

December 26, 2014
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41 Comments

  • Replytarafairy

    Sehr interessanter Beitrag!
    Da ich schon seit Jahren einen Großteil meiner Kosmetika selbst herstelle, habe ich mich natürlich auch mit diesem Thema beschäftigt. Da ich aber auch sehr empfindliche Haut habe, bin ich von Retinoiden wieder abgerückt, da sie meine Haut doch sehr gereizt haben.
    Glg
    Jennifer

    December 26, 2014 at 6:29 pm
    • Replyskincareinspirations

      Hm, Paulas Choice hat eine Auswahl an wenig dosierten Retinoiden (Retinol). Vielleicht schaust Du auf deren Homepage? Die Suchmaske spuckt alle Produkte mit Retinol aus. 🙂 Liebe Grüße, Jennifer!

      January 3, 2015 at 3:26 pm
  • ReplyIda

    Super Informationen, vielen Dank!
    Ich habe (nur im Winter) immer mal wieder Skinceuticals Retinol 0,3 verwendet und fand das eigentlich ganz gut (es war aber auch das einzige Retinolprodukt, das ich kannte, da ich mich nie näher damit beschäftigt habe – bis jetzt 🙂 ). Meine Haut war währenddessen immer leicht gerötet, das sah allerdings immer sehr gesund aus im Gegensatz zu meiner sonstigen Halbleichenblässe. 😀 (Aber ob das Sinn der Sache ist?!)

    December 26, 2014 at 9:05 pm
    • Replyskincareinspirations

      Hallo Ida, eigentlich nicht. Nach einiger Zeit sollte sich die Haut an die Retinoide gewännen. Hast Du die Anwendung unterbrochen oder nutzt Du das Serum immer noch (im Winter)? Wie oft trägst Du die Creme auf?

      January 3, 2015 at 3:25 pm
      • ReplyIda

        Vor kurzem habe ich wieder damit angefangen, diesmal in Abwechslung zu Neostrata AHA in folgendem Rhythmus: 1. Abend AHA, 2. Abend Sensibio, 3. Abend Retinol und 4. Abend wieder Sensibio. Das klappt ziemlich gut – ich glaube, ich brauche gar nicht so viel von den guten Sachen, denn ich merke immer schon nach ein paar Tagen deutlich positive Resultate (und auf Dauer sowieso) – und die leichte Rötung ist diesmal so gut wie weg. War also früher wohl zu viel des Guten…

        January 3, 2015 at 7:15 pm
  • Replykonsumkaiser

    sehr interessant. nur würde ich gerne wissen, warum denn – wenn das retinaldehyd so viel wirksamer ist – kaum produkte damit auf dem markt sind? die studien mit der scheinbar höheren wirkpotenz sind ja nun auch schon einige jährchen alt, und die industrie hat das noch nicht umgesetzt?
    ich selbst kenne nur avene, die es verwenden, und noch kein einziges produkt von avene hat auch nur irgendeine positive wirkung auf meinen hautzustand gehabt (wohlgemerkt anti-aging, nicht anti-akne).
    einen guten start ins neue jahr wünsche ich dir schon jetzt!
    kk

    December 28, 2014 at 12:53 am
    • Replyskincareinspirations

      Hallo lieber Kaiser, Avene ist wohl nicht das einzige Kosmetikunternehmen, das Retina für sich entdeckt hat. Schau mal bei Osmosis (0,5 Retinal). Es gibt zwar ältere Studien zur Wirkung von Retinal, doch erst die neuesten aus den letzten Jahren liefern eindeutige Beweise dafür, dass man von Retinal bessere Ergebnisse als von Retinol erwarten sollte. Wenige Menschen wissen, was Retinal ist. Daher kauft man lieber Produkte mit Retinol (die gleiche Logik wie “ohne Parabene”).
      Hm, hast Du Cremes mit Retinal ohne Unterbrechung etwa sechs bis acht Monate genutzt, ob sicher zu gehen, dass sie keine Wirkung auf die Verbesserung Deines Hautzustandes haben? Und dieselbe Frage betrifft Retinol. Ich denke, dass es recht schwierig ist, eine eindeutige Wirkung (bzw. deren Mangel) feststellen zu können, wenn man zwischendurch gerne so viele andere Cremes ausprobiert (zu unserem Gunsten, wohlgemerkt :-)).
      Mein Ansatz hierbei ist, dass ich Vitamine A Derivate präventiv anwende: Auch wenn sie nach Monaten meine Fältchen etwas reduzieren, ist nicht das Wichtigste: wichtiger ist es für mich, dass sie vorbeugend agieren.

      January 3, 2015 at 3:24 pm
  • Replytheshimmerblog

    TOLL recherchiert wie immer! 🙂 Ich habe leider keine Empfehlungen da ich keine derartige Creme besitze, aber bin auf deinen Post und potentielle Produktempfehlungen gespannt!

    December 28, 2014 at 2:10 am
  • ReplyJules

    Ein sehr schöner und informativer Beitrag. Ich habe nun auch meine ersten Produkte von PC mit Retinol, den Reist Moisturizer, dazu 5% AHA Resist Treatment, als Probe habe ich das Retinol Intensive Serum erhalten. Das Serum habe ich erst einmal verwendet (muss mich noch an die Konsistenz gewöhnen). Den Moisturizer finde ich sehr schön, doch Resultate habe ich noch nicht sehen können in der kurzen Zeit. Ich werde weiter beobachten. Lg Jules

    December 28, 2014 at 1:19 pm
  • ReplyTina

    Klasse Beitrag, mir schwirrt der Kopf….. muss das alles nochmal durchlesen um da die ganzen begriffe zu verstehen..
    ich benutze Acnelyse 0.1% ….. schwierige sehr schmerzhafte anfangsphase 😉 aber nun verstehen wir uns bestens… alle 2 tage.. dann und wann schuppts noch ab und zu… aber sonst alles prima…
    obs wirkt?
    hmmm also da ich es als *kollagenproduzierer* und als …. meine alters*vorsorge* verwende schmiere ichs natürlich rund um an wangen bäckchen und eben den stellen die bald…der schwerkraft trotzen werden… also falten sind da keine wo ich, vorher nacher vergleich machen könnte..
    jedoch bin ich glücklich durchgehalten zu haben
    bin sehr gespannt auf den paula 1% bericht… auser beim Konsumkaiser gibt es keine nennenswerten rewiews dazu… und vor dem kauf würde ich gerne mehr darüber wissen

    December 28, 2014 at 9:35 pm
    • Replyskincareinspirations

      Liebe Tina, zu dem PC-Retinol Serum werde ich garantiert berichten! Da Du aber mit der Retinsäure prima zurecht kommst, würde ich auf Retinol nicht unbedingt umsteigen. Manche Studien gehen zwar davon aus, dass Retinol nach einiger (längeren Zeit) gleiche Ergebnisse wie Retinsäure bringt; doch wenn jemand Retinsäure verträgt, ist auf der sicheren Seite.
      Wir Dir die Creme von einem Dermatologen verschrieben?

      January 3, 2015 at 3:32 pm
      • ReplyTina

        nein 🙂 frei verkäuflich in türkischer apotheke…. habs mir aus dem urlaub mitgebracht
        doch mein dermatologe und nasolabialfaltenbeauftragter fand das nicht so witzig, und ich hab versprochen in zukunft artig vorab bei ihm vorbeizuschauen und mir ein rezept zu erbeten… 😉
        da paula nun gestern 20% newsletter verteilte hab ich zugeschlagen…
        ich denke wenn ich beides kombiniere ists besser denn der reinen retinsäure fehlt einfach das zusätzliche pflege feeling

        January 4, 2015 at 1:01 am
  • Replyheike

    Ich verwende Retin A seit Juli 2014. Die ersten 2 Monate waren schlimm. Die Haut schuppte,war rot und ich
    brauchte Bebantene-Creme. Aber das Ergebnis ist Toll !!!! Ich habe 53 Jahre und meine Stirn ist wieder
    Faltenfrei. Ich kann Retin-A nicht jeder Frau empfehlen,aber wenn Eure Haut es vertraegt dann ist es
    fuer mich das Einzige.

    January 5, 2015 at 10:24 pm
    • Replyskincareinspirations

      Danke Heike, das ist ein tolles Feedback! Ich traue mich an Retinsäure eben wegen der Anfangsphase nicht. :/

      January 5, 2015 at 11:03 pm
  • ReplyRetinoide – Zusammenfassung | SkinCareInspirations

    […] Einen ausführlichen Beitrag zu Retinoiden findet Ihr hier! […]

    February 7, 2015 at 12:11 am
  • ReplyRetinol – Produktübersicht, niedrige Konzentration für Beginners | SkinCareInspirations

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    February 15, 2015 at 2:09 pm
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    February 27, 2015 at 11:13 am
  • ReplyRetinol – Produktenübersicht, starke Konzentration für Profis | SkinCareInspirations

    […] Nachdem ich für Euch (und mich selbst) empfehlenswerte Gesichtspflegeprodukte mit einer geringen (s. dazu hier) und mittel-starken Retinol-Konzentration (s. dazu hier) aufgelistet habe, kommen wir schließlich zu dem dritten und letzten Teil der Retinol-Reihe – zu Produkten mit einer Retinol-Konzentration zwischen 0,5% und 1%. Auch wenn Ihr eine robuste Haut habt, beginne bitte Eure Retinol-Abenteuer nie mit den unten genannten, potenten Pflegepräparaten! Insbesondere die Konzentration um 1% kann zu Irritationen, Brennen und extremem Schupen führen. Das ist nicht nötig, denn zum einen sieht die Haut frustrierend aus und zum anderen kann die Versuchung groß werden, auf Retinol im Ganzen zu verzichten (zu Vorteilen von Retinol-Anwendung s. hier). […]

    March 7, 2015 at 1:49 pm
  • ReplyBita

    Hallo,
    Ich habe Retinsäure creme (Vitamin A Säure) 0.25% vom meinem Hautarzt Als Atni-aging Behandlung bekommen und benutze seit 2 Montanen mit guten Ergebnissen (41 Jahre alt). Ich muss sagen diese Stärke hat meine haut wenig greitzt, so benutze ich die jede Nacht. Ich lebe in Kanada und hier bekommt man sogar Retinsäure bis Stärke 1%, natürlich Rezeptpflichtig als Anti-aging Behandlung. Meine nächster Termin ist im Juni, wenn Ich eventuell die Stärke 0.05% bekomme. Ich weiss, dass in Deutschland Vitamin Säure weniger und schwerer als Anti-aging Behandlung verschrieben wird. Nun hat meine Family Doktor behauptet, dass man diese Vitamin A säure Creme nicht lange benutzen darf (höchstens 6 Monate) und überhaupt nicht lebenslang. Ich bin jetzt verzweifelt, lange im Internet gesearcht, Meinungen sind unterschiedlich. Ich weiss, dass viele amerikanische Hautärztinnen selber diese starke creme als anti-aging seit 10-20 Jahren benutzen (also Lebenslang). Hat du eine Ahnung welche Meinung die Hautärzte in Deutschland dazu haben.
    Danke

    March 30, 2015 at 11:24 pm
    • Replyskincareinspirations

      Liebe Bita, Verzeihung, dass ich auf Deine Frage erst jetzt, urlaubsbedingt, antworte.
      Da Retinsäure so potent ist, dass die Creme vom Arzt verschrieben wird, möchte ich Deinem Arzt nicht widersprechen und Dich zu einem anderen Verhalten, als von ihm empfohlen, überreden.
      Doch sofern ich weiß (aus wissenschaftlichen Studien) soll Retinsäure ausgerechnet lebenslang angewendet werden. Sonst wird die Wirkung rückgängig gemacht.
      Bitte frage Deinem Arzt, warum er Dir das Abrechen empfiehlt, was Du danach seiner Meinung nach, im Sinne von anti aging, anwenden solltest, und auf welcher wissenschaftlichen Basis er sich dabei stützt. Wir bleiben dann gespannt, was er dazu sagt. Kannst Du Dir nicht eine zweite Meinung holen?

      April 15, 2015 at 10:37 pm
  • ReplyAvéne – anti aging Eluage Serum mit Retinal | SkinCareInspirations

    […] Wichtige zu Retinoiden in Hautpflege findet Ihr hier. Eine kürzere Zusammenfassung wurde hier […]

    April 3, 2015 at 8:39 am
  • ReplyRetinol – Wieso, Wie und Wieviel? | Teddyelfes Chaos

    […] Skincareinspirations […]

    April 12, 2015 at 12:08 pm
  • ReplyChantale

    Hey, toller Beitrag von dir 🙂 was ich mich nur frage ist, sollte man auf Retinol allgemein verzichten, wenn man irgendwann (in 5 Jahren evtl) Kinder haben will oder erst wenn man ernsthaft in nächster Zeit schwanger werden möchte. Btw: wieso eigentlich verzichten? die andere Frage, die ich mir stelle ist, ab wann man Retinol benutzen sollte? ich bin 24 und habe zum einen das PC Skin Recovery Super Antioxidant benutzt und das PC Resist Intensive Wrinkle Serum. Letzteres fand ich besser vom Hautgefühl und auch feuchtigkeitsspendender… würde mich über eine Antwort sehr freuen 🙂

    LG

    May 24, 2015 at 12:14 pm
    • Replyskincareinspirations

      Liebe Chantale, zu Retinoiden und Schwangerschaft s. bitte hier: http://www.dermaviduals.de/deutsch/publikationen/problemhaut/hautpflege-bei-schwangeren.html Die Frage, ob Du bereits jetzt auf Retinol-Produkte verzichten solltest, stell bitte Deiner Frauenärztin. Hier auf dem Blog soll darüber nicht entschieden werden.

      Doch grundsätzlich ist das Alter von 24 Jahren für die Nutzung von Retinoiden (anti aging) gut geeignet. Auf meinem Blog findest Du drei Blogbeiträge zum Retinol in der Pflege – mit Produktvorstellungen zu unterschiedlicher Retinol-Konzentration. Viele Grüße an Dich, 🙂 Pia

      May 27, 2015 at 9:19 pm
  • Replyuli

    Hi!
    Sehr informativer Blog, den du hier hast,wow!!
    Kannst du irgendetwas über Isotretinoin sagen? Ist das zu vergleichen mit Tretinoin? Habe ein Gel mit Isotretinoin verschrieben bekommen gegen meine Akne und frage mich, ob das auch positive Auswirkungen im Sinne von anti aging auf meine Haut hat? Dann würde ich 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen. 🙂
    vielen Dank schon mal!!

    May 24, 2015 at 6:40 pm
    • Replyskincareinspirations

      Liebe Uli, zunächst einmal danke fürs vorbeischauen. :))
      Deine Frage musst Du aber mit deiner Hautärztin klären. Ich möchte hier zu verschreibungspflichtigen Medikamenten keine Beratung machen. Die Fakten sind aber, dass Isotretinoin (Accutane) in akuten Akne-Fällen verschrieben wird und nur über eine gewisse Zeit benutzt werden kann. Tretinoin kann wiederum lebenslang angewendet werden. Und ja, ist mehr anti aging in diesem Kontext. Also leider können sich die Fliegen noch über ihre Freiheit freuen, bevor die Klappe sie erreicht.
      Doch kläre das bitte mit der Ärztin ab. Viele liebe Grüße, Pia 🙂

      May 27, 2015 at 9:58 pm
  • ReplyVitamin C in Hautpflege (1): Faltenreduzierung und Pigmentfleckenaufhellung, bitte! | SkinCareInspirations

    […] wir Hyaluronsäure (klick) sowie Retinoide (klick) ausführlich besprochen haben, bietet sich an, die Reihe über anti aging Inhaltsstoffe mit einem […]

    October 16, 2015 at 2:54 pm
  • ReplyPetra

    Huhu,
    vielen Dank für all deine Infos – hat mir schon sehr geholfen. 🙂 Ich habe jetzt mit einer Retinolcreme von PC begonnen – Resíst intensive repair cream (0,01% Retinol laut deiner Recherche). Ich nehme sie ca 3x pro Woche. Reizungen konnte ich äußerlich nicht feststellen, allerdings sind die Falten unter meinen Augen schlimmer, wenn ich diese Creme benutze. Ist das normal? Gibt es sich wieder? Ich weiß, dass man lange nichts von der Wirkung spürt, aber schlechter werden sollte es doch nicht, oder?! 😉

    February 21, 2016 at 12:07 pm
    • Replyskincareinspirations

      Hallo Petra, eine Verschlimmerung der Haut in der von Dir beschriebenen Form kommt häufig vor, dennoch meist nach dem Einsatz von stark konzentrierten, verschreibungspflichtigen Retinoiden. 0,01 Retinol ist aber auch nicht gering und ich kann mir vorstellen, dass das Aussehen Deiner Fältchen tatsächlich darunter leidet. In diesem Fall muss man leider durch! Viel Feuchtigkeit und oben drauf eine dicke Okklusionsschicht – hier kannst Euch auch vorübergehend auf ein Feuchtigkeitsserum (Balea, Rivale de Loop, Bioderma) eine “einfache” Vaseline nehmen (DM, Apo). Nach 4 Wochen sollten die trockenen Stellen vorbei sein!

      February 22, 2016 at 12:11 am
      • ReplyAnonymous

        Liebe Pia,
        danke für die schnelle Antwort. 🙂
        Ich habe immer erst am nächsten Tag alle Geschütze aufgefahren 😉 -> CNK Youth essence mit Magic Drop, Cellular eye Serum mit Magic drop, Rich Anti-Aging Creme und dann noch als Abschluss XPress Hyalurongel. Dann werde ich ab jetzt auch abends ähnlich verfahren.

        February 22, 2016 at 8:33 am
  • Replyich

    gibt es auf dem deutschen Markt eine Tretinoin Konzentration von 0,1% ?

    March 27, 2016 at 2:15 am
  • Replyaxara09

    Hallo Pia!

    Ich bin es wieder mal. 🙂

    Ich war diese Woche bei meiner Hautärztin u.a. wegen meiner Pigmentflecken. Sie sagte, es könnten bei mir hormonelle und/oder auch altersbedingte Ursachen sein. Auf meine Nachfrage hin, ob Retinol/Tretinoin da helfen könnte und ob sie mir es verschreiben würde, meinte sie, grundsätzlich sei Tretinoin anti-age-mäßig eines gute Sache, sie würde es mir aber nur für die Anwendung im Herbst/Winter aufgrund der erhöhten Lichtempfindlichkeit verschreiben. Sonnenschutz und Verhütung sei ebenfalls Pflicht. Hab ich ja schon alles gewusst 🙂

    Du schreibst, bei der Absetzung von Retinoiden gehen die Fortschritte der Haut wieder verloren.
    Da macht dann ja keinen besonderen Sinn, wenn man auf diesen Wirkstoff während der Sommermonate (Mai-August) verzichtet?
    Ich möchte durch Retinol/Tretinoin/Retinal (habe derzeit von allen Dreien etwas zu Hause) 😮 ja nicht noch mehr Pigmentflecken bekommen. Zudem werde ich trotz Sonnenschutz relativ schnell braun (hoher Melaninanteil = Veranlagung zu Pigmentstörungen?).
    Auf der anderen Seite kann der Wirkstoff genau bei dieser Theamtik unterstützend wirken.
    Die reinste Nutzen-Risiko-Abschätzung ist das 😀

    I don`t know what to do!

    Oder stattdessen im Sommer lieber doch das Dr. Dennis Gross Hydra-Pure Aufhellungs Serum?

    Deine Meinung dazu, würde mich sehr interessieren!
    Ganz liebe Grüße
    Tanja

    April 27, 2016 at 9:29 pm
    • ReplySkincareInspirations

      Hallo Tanja, Retinoide sollte man tatsächlich pausenlos benutzen. Einen Ausweg davon könnte eine niedrigere Konzentration in den Sommermonaten sein – etwa 0,1% Retinol (vorausgesetzt, Du hast inzwischen 1% probiert und bist damit klar gekommen).
      Unsere Haut wird aber nicht nur durch Retinoide, sondern auch Peelingmittel (AHA, BHA, PHA etc.) photosensitiver, da der hauteigene “Sonnenschutz”, der durch die dünne Schicht von Korneozyten gebildet wird (ca. SPF 4), abgepeelt wird. Daher ist der Sonnenschutz so wichtig, wenn man potenziell reizende bzw. peelende Pflegeprodukte benutzt.

      Hätten wir eine Garantie dafür, dass uns der Sonnenschutz zu 99% vor UV-Strahlen schützt, im Verlaufe des Tages also nicht abgetragen oder “ausgeschwitzt” wird, müssten wir uns um Retinoide & Co keine Gedanken machen. Doch vor allem in den längsten Sommerwochen, wo wir von 4am bis 22pm mit Sonnenstrahlen konfrontiert sind, ist es schwierig, dauerhaft einen effizienten Schutz zu gewährleisten. Daher stimme ich mit Deiner Ärztin überein, dass man dann auf hoch konzentrierte Retinoide (etwa Tretinoin) eher verzichten sollte. Ob dadurch die Wirkung verloren geht? So zeigt die oben zitierte Studie. Falls wir aber weiterhin Vitamin A in einer geringeren Konzentration benutzen, kann m.E. kein großes Drama passieren. Und ja, in diesem Fall würde ich eher auf Antioxidantien setzen, und sowohl die Verwendung von Retinoiden als auch Peelingmitteln etwas zurückfahren. Und ja, das Serum von Gross ist sehr gut. Die dunkelblaue Tube von PC aber auch. Da ich in der letzten Zeit weniger kostenintensive Produkte benutze und eher auf PC-Pflege setze, scheint mir der Preis von dem Gross-Serum grad etwas übertrieben zu sein. Damit erhältst Du aber eine Menge von guten AOX… wenn Du es ausprobieren möchtest, go for it! :))
      Liebe Nachtgrüße, Pia
      Nachtrag: Für Pigmentflecken ist hoch konzentriertes Vitamin C und Niacinamide auch super Wahl. Falls Du auf Denis Gross verzichtest, hole Dir bitte das Paulas Choice Vitamin C Treatment mit 25% Ascorbinsäure. Viele berichten, dass ihre Pigmentflecken dadurch vollständig weg sind. Ich kann mich der Gruppe anschließen! Nicht alle sind weg, einige aber schon und das Hautbild ist viel ebenmäßiger! Niacinamide – etwa von Louis Widmer 5% oder das Brightening Treatment von PC….

      April 29, 2016 at 10:23 pm
      • Replyaxara09

        Danke Pia für deine Einschätzung!

        Ja, Niacinamide habe ich derzeit ausreichend. Ein höher dorsiertes Vitamin C Produkt fehlt mir noch.
        Dennis Gross ist ja im Vergleich zum Spot Treatment (15ml für 60 Euro) noch günstig ;-), da auf amazon für 76 Euro (30ml) zu haben.
        Mal sehen!

        Küsschen
        Tanja

        May 3, 2016 at 4:56 pm
        • ReplySkincareInspirations

          Du hast Recht, Tanja. Wenn man die Größen miteinander vergleicht, kommt Gross tatsächlich günstiger rüber. Also: Ich fordere Dich jetzt dazu, es Dir zu holen! Jetzt! Und so hast Du es hinter dir und musst dir keine Gedanken mehr machen. Okay? :))

          May 7, 2016 at 9:09 pm
          • axara09

            Okay:-D Immer diese Entscheidungen!

            May 9, 2016 at 10:03 am
  • ReplySkinci

    Wahnsinn, worüber Du so alles schon geschrieben hast. Klasse!
    Ich war gerade auf der Suche nach Vitamin A Verstoffwechselungsvorgängen, da konnte ich nicht anders, als hier mal kurz Halt zu machen 😀

    Retinyl Retinoate ist ja, ebenso wie Retinaldehyde, nur einen Metabol-Schritt von Retinsäure entfernt. Spannend. Ich glaube SundayRiley verwendet dieses Retinoïd. Kennst Du da sonst noch welche?

    September 7, 2016 at 12:05 am
  • ReplyINCI-Wiki (21): Retinol |

    […] verwendet werden [7]. Pia hat es in ihrem ausführlichen Artikel zu Vitamin A Derivaten als „Langzeit-/Lebensverpflichtung“ beschrieben… trifft es eigentlich ganz […]

    October 26, 2016 at 5:35 pm
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