Wie liest man Produktlabels (INCI)?

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onliZwei Sachen haben mich dazu bewogen, diesen Blogpost zu schreiben. Zum einen war das dieser Eintrag von Dr. David vom Blog “Truth is Real Beauty” (leider unregelmäßig geführt). Zum zweiten war das mein heutiger Besuch in einer Apotheke, wo ich mir die Inhaltsstoffe (INCI) von einigen Pflegeprodukten näher angeschaut habe (Ach Du Schreck!).

Dr. David hat einen knappen Text über die Relevanz vom Lesen der INCI auf der Verpackung von Pflegeprodukten verfasst. Der Beitrag beginnt mit der Auflistung von Inhaltsstoffen eines Augengels, das mit dem Namen: “Retinol-Rich Skin Care” die Kunden anlocken soll. Das Problem liegt darin, dass sich bereits an zweiter Stelle (direkt nach dam Wässer) ein Konservierungsstoff befindet. Da Phenoxyethanol in einer Konzentration von Maximum 1% eingesetzt wird, kann man sich vorstellen, wie viel von den anderen Wirk(?)Stoffen das Gel tatsächlich beinhaltet. Und wenn die Vorstellungskraft überfordert ist, hier eine kurze Antwort: Das “retinolreiche” Augengel besteht hauptsächlich aus Wasser. (Kein Smiley, weil die Sache wirklich ernst zu nehmen ist.)

In demselben Blogpost verweist Dr. David auf diejenigen Inhaltsstoffe, die uns als Wegweiser bei Entzifferung von Pflegeprodukten-Labels dienen können. Diese Inhaltsstoffe sind immer fast in derselben Menge benutzt und zwar um 1% (häufiger viel weniger, wie z.B. Vitamin A).

Hier ist seine Liste:

  • Vitamin E (tocopherols), Vitamin A, Vitamin C
  • BHT
  • EDTA
  • sodium hydroxymethylglycinate
  • imidazolidinyl urea
  • parabens
  • Quaternium-15
  • DMDM hydantoin
  • phenoxyethanol
  • methylchloroisothiazolinone

Wenn Vitamine A, C oder E in höherer Konzentration als 1% vorkommen, müssen sie laut FDA (der US-amerikanischen Food and Drug Administration) als aktive Wirksstoffe gekennzeichnet und die Prozentzahl muss aufgelistet werden. In Europa ist das nicht der Fall. Daher ist zumindest Vitamine C nicht als ein solcher Indikator zu sehen (Vitamine A und E kommen in Pflegeprodukten häufig in der Konzentration von 0,1 bis 1% vor).

Ich denke aber, dass allein die Konservierungsstoffe als geeignete Wegweiser für unsere Zwecke dienen können. Das bezieht sich auf Phenoxyethanol, Caprylyl Glycol, EDTA, potassium sorbate, sodium hydroxymethylglycinate und Parabene; nicht aber auf Alkohol.

Alkohol als Konservierungsstoff (insbesondere in Naturkosmetik) wird in einer Konzentration bis zu 20% benutzt!


Wenn wir schon bei den Prozentangaben sind, hier zur Erinnerung daran, wie man die Labels lesen soll, ein Auszug aus dem Paragraph 5a der Kosmetikverordnung (diese Regelung gilt sowohl in den USA als auch in der EU):

Die Bestandteile sind in abnehmender Reihenfolge ihres Gewichtes zum Zeitpunkt der Herstellung des kosmetischen Mittels anzugeben. Bestandteile mit einem Gehalt bis zu 1 Prozent im Erzeugnis können in ungeordneter Reihenfolge im Anschluß an die Bestandteile mit einem Gehalt von mehr als 1 Prozent aufgeführt werden. (Quelle, (Quelle)

Sicher, sind wenige von uns geschult, die Inhaltsstoffe zu entziffern und deren Wirkung ist uns meinst nicht klar. Lustig schrieb vor Kurzem Dr. Albach dazu folgendermaßen:

Zur Freude des Botanikers setzt die INCI die binomiale botanische Nomenklatur nach Linné voraus, zur Freude des Chemikers chemische Vorkenntnisse, zur Freude von Sherlock Holmes und zum Entsetzen der Kosmetikbenutzer sollte man sich zusätzlich einer detektivischen Spürnase erfreuen. (Quelle – funktioniert leider nicht mehr!)


Doch um festzustellen, ob der Anspruch des Herstellers mit dem Inhalt einer Creme einigermaßen übereinstimmt, braucht man wirklich keine ausgeprägten Chemiekenntnisse.

Du kannst INCI entziffern!

  • Du entscheidest selbst (und nicht die Verkäuferin oder ein Werbemacher) darüber, was Du auf dein Gesicht aufträgst,
  • Du weißt Bescheid, warum Du dich für ein Pflegeprodukt entschieden hast und was Du davon erwarten kannst,
  • mit deinen bewussten Entscheidungen trägst Du dazu bei, dass ineffektive Pflegepräparate aus dem Markt eliminiert werden, da die Nachfrage nach effektiven Produkten wächst, während sich die Manipulation mit dem Konsumentenverhalten um einiges schwieriger gestaltet,  
  • durch das Vermeiden von teuren und ineffektiven Pflegeprodukten sparst Du eine Menge Geld.
  • etc.

Wie kann man die INCI clever und schnell entziffern?

  1. Zunächst brauchen wir die INCI-Liste von dem zum Kauf anstehenden Produkt (wir kaufen somit nicht “spontan”). Zu diesem Zweck  besorgen wir uns diese Auflistung entweder online oder machen ein Foto davon im Laden bzw. in der Apotheke, um es dann in Ruhe zu Hause studieren zu können.
  2. Anschließend suchen wir auf der INCI-Liste nach Konservierungsstoffen (oder anderen wegweisenden Inhaltsstoffen – s. oben).
  3. Zum Schluß schauen wir uns die INCI-Liste bis zu Konservierungsstoffen (bzw. den wegweisenden Inhaltsstoffen) genauer an und, falls einige Namen unbekannt sind, prüfen online, welche Wirkung sie eigentlich haben bzw. inwiefern sie dem Anspruch des Herstellers gerecht werden. (unten findet Ihr ein paar Links, wo die Inhaltsstoffe schnell nachzuprüfen sind)

Done!   (das ist natürlich eine Versimplifizierung; diese ist für den Anfang allerdings okay)

Wenn ein Pflegepräparat verspricht, Pigmentflecken aufzuhellen oder sich als antioxidantienreich outed; dafür geeignete (wenn überhaupt vorhanden) Substanzen jedoch ganz hinten auf der Liste stehen, kann man das Geld ruhig wieder in das Geldbeutel stecken. Cool, nicht?


Schauen wir und diese drei Seren-Beispiele an:

INCI_I

Anspruch: “Das XXX Serum verwendet eine innovative Mischung aus Inhaltsstoffen, die alternde Haut erwiesenermaßen benötigt, um jünger auszusehen und sich so gesund wie möglich anzufühlen. Stabilisiertes Vitamin C plus kraftvolle Antioxidantien in einer seidigen Basis binden Inhaltsstoffe, die geschädigte Zellen reparieren und die schützende Grenzschicht der Haut wiederaufbauen, um deren optimale Funktion zu gewährleisten. Dieses Serum nach dem neuesten Erkenntnisstand richtet sich gegen unterschiedliche Ursachen für faltig aussehende Haut und mindert zugleich Entzündungen und die sichtbaren Auswirkungen sonnenbedingter Hautschäden.” (30ml kosten 31,00€)


INCI II

Das Produkt “ist eine außergewöhnliche Pflege mit potenzierter Anti-Aging-Wirkung. Es verbindet eine unendliche Regenerationskraft mit einer beispiellosen, spezifisch abgestimmten Wirkung für ein perfektes Hautbild, ganz gleich, welchen Bedingungen Ihre Haut gerade ausgesetzt ist.

Und jetzt – Achtung – 50ml kosten (bei Douglas): 230€ (ist kein Witz!). Kann mir jemand zu verstehen helfen, wodurch genau diese “unendliche Regenerationskraft” erzeugt wird?


INCI III

Oh Man, was da alles in kleinsten Mengen beigefügt wurde… Und jetzt das Atem einhalten und lesen:

Das Serum mit doppeltem Booster-Effekt intensiviert die Zellregeneration und ist die erste fundamentale Anti-Aging Geste aus dem Hause XXX. Es aktiviert die Fähigkeit der Haut zur Zellregeneration, um so die sichtbaren Zeichen der Zeit zu bekämpfen. Es eliminiert die Toxine tief in der Haut und reaktiviert den Zellreparatur-Prozess. Falten werden gemindert, die Haut wirkt straffer, der Teint strahlt und sieht ebenmäßiger aus. Darüberhinaus unterstützt das Serum die Wirksamkeit der gewohnten Hautpflege. Durch die Befreiung der Haut von Toxinen und die tief gehende Zellregeneration kann die nachfolgend aufgetragene Hautpflege besser und länger wirken.”

Ist das nicht ein Wahnsinn? (nein, immer noch kein Smiley) Ach ja, 30ml kosten zwischen 80 und 100€. Ist jemand außer dem Hersteller in der Lage zu sagen, wodurch die Falten gemindert werden und welcher exakt Inhaltsstoff in diesem Serum zur Zellregenration beiträgt? Äußerst Interessant, oder?


Hilfsmittel beim Lesen von INCI

1) HIER habe ich auf die Antioxidantien hingewiesen, die als bewährt und kraftvoll gelten. Unten sind sie nochmal kopiert:

  • Vitamine C, E und A,
  • Green Tea Polyphenols (Epicatechin, Epicathechin-3-gallate, Epigallocatechin, Epigallocatechin-3-gallate)
  • Soy Isoflavones (Genistein, Daidzein, Equol),
  • Resveratrol,
  • Ferulic Acid,
  • Ergothioneine,
  • Coffee Berry,
  • Silybin Marianum Fruit Extract,
  • Coffeine,
  • Cocoa Seed Extract und Mangosteen

 2) Hier habe ich für Euch eine kurze Liste zum online Quellen zum INCI-Nachschlagen zusammengestellt: (muss dringend bearbeitet werden!) 

3) Darüber hinaus kann man etwa bei Lotioncrafter.com und makingcosmetics.com oder (auf Deutsch) Kosmetischen Rohstoffen nachschauen, wie viel von einem Pflege- bzw. Wirkstoff in Pflegeprodukten in der Regel angegeben wird. Damit bekommt man ein noch besseres Bild von den zum Kauf anvisierten Präparaten.

Na, wie seht Ihr diese Thematik?

Eure Pia

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29 Comments

  • ReplywasmachtHeli

    Das ist ja mal eine geniale Aussage:
    “Zur Freude des Botanikers setzt die INCI die binomiale botanische Nomenklatur nach Linné voraus, zur Freude des Chemikers chemische Vorkenntnisse, zur Freude von Sherlock Holmes und zum Entsetzen der Kosmetikbenutzer sollte man sich zusätzlich einer detektivischen Spürnase erfreuen.”
    Sehr gut auf den Punkt gebracht.

    Und die INCI Liste des zweiten Produkts ist angesichts des Preises eine absolute Frechheit!

    June 18, 2014 at 6:13 pm
  • Replyskincareinspirations

    Frechheit, ja. Aber offenbar werden solche Produkte verkauft, sonst würden sie nicht produziert. Nur… warum kann man für diesen Preis kein gescheites Serum machen, ist mir wirklich ein Rätsel.

    June 18, 2014 at 9:45 pm
  • Replygwenhwyfar10

    Ich konnte noch nie nachvollziehen was in den Produkten drin sein soll, dass es solche Preise rechtfertigen würde. Wenn man erstmal weiss dass die meisten Cremes aus einer Öl in Wasser oder Wasser in Öl Emulsion bestehen und alles andere nur in deutlich kleineren Mengen vorkommt, dann sind solche Preise im nettesten Fall nicht dreist. Klar Werbung Forschung etc will auch alles bezahlt werden. Aber hunderte von Euro??? Wohl kaum.

    June 23, 2014 at 11:45 pm
    • ReplyClaudia

      tja, durch die berühmte Preisillusion kommen die Firmen leider damit durch – denn alles, was teuer ist, MUSS doch schließlich besser sein… 😉

      July 6, 2014 at 11:06 pm
  • Replyskincareinspirations

    Wir haben Kommentare auf dem jeweils anderen Blog fast gleichzeitig abgegeben. War nicht abgesprochen, oder hab ich es nicht gemerkt? :-))
    Und ja, richtig. Gute Seren kann man ja schließlich selbst basteln. Die Firmen können sowas allerdings verkaufen, weil es jemand kauft. So einfach ist es.

    June 23, 2014 at 11:49 pm
  • ReplyClaudia

    ich beschäftige mich mittlerweile seit gut eineinhalb Jahren mit Inhaltsstoffen von Kosmetik & Hautpflegeprodukten – und es ist wirklich erschreckend. vor allem, wenn man bedenkt, wie teuer viele der beliebtesten Produkte sind… und wie fleißig genau diese Produkte durch Blogger und youtuber weitergehypt werden, wodurch noch mehr Menschen sie kaufen usw.
    hinzu kommt, dass sogar Blogger, die als ‘skincare guru’ gefeiert werden, wie z.B. Caroline Hirons (deren Persönlichkeit ich sehr toll finde, was das Ganze noch trauriger macht) schlechte Empfehlungen aussprechen und diese auch noch so stark vertreten, dass die Laien unter den Zuschauern natürlich Vertrauen fassen. Aber Pflanzenöle sind nunmal reizend, genauso mechanisches Peeling mit jeglicher Art von hot cloth.

    was ich auch immer lustig (im Sinne von schlimm natürlich) finde, ist, dass man selbst in Apotheken – wo man ja meinen sollte, die würden sich mit INCIs besser auskennen – schlecht beraten wird.
    und sogar in Marken wie La Roche-Posay oder Avene befinden sich zum Teil noch viele reizende Stoffe – so ist der Klassiker bei LRP leider, dass sie in allen Sonnenschutzprodukten Alkohol verwenden, sogar in denen für Kinder – und in einer Konzentration, dass man diesen wirklich riecht, wenn man die Tube öffnet. Das finde ich halt wirklich traurig, denn grade solche Marken sollten eigentlich das versprechen, was sie halten. Daher bleibt einem im Endeffekt nichts übrig, als sich auf sich selbst zu verlassen und wenigstens die wichtigsten Inhaltsstoffe zu lernen, damit man seiner Haut nicht unnötig Schaden zufügt… so habe ich meinen (an Hautpflege/Kosmetik interessierten) Freunden und Bekannten z.B. beigebracht, dass sie auf Alkohol und Duftstoffe achten sollen – ist meiner Meinung nach der erste und wichtigste Schritt 🙂

    July 6, 2014 at 11:05 pm
    • Replyskincareinspirations

      Hallo Claudia, volle Zustimmung. Neulich riet mir eine Apothekerin Zum Kauf eines Anthelios-Produkts. Alkohol denat an 2. Stelle. Auf meinen Einwand, dass ich keine Produkte mit Alkohol ganz oben auf der INCi-Liste kaufe, meinte sie, dass es sich dabei nicht um den “bösen” Alkohol handeln, sondern nur um den guten, der der Penetration der Wirkstoffe helfen sollte. Ich war ratlos.

      Frau Hiron ist zu sehr in das Kommerzielle involviert, um unabhängig zu sein. Bei manchen Empfehlungen frage ich mich selbst, ob sie tatsächlich Ahnung von Hautpflege hat… Inzwischen lese ich ihren Blog nicht mehr. Manchmal springt sie mir nur bei Twitter in die Augen. Das wars. Ein Mal habe ich auf ihrer Seite einen Kommentar zu einem Clarins Sonnenschutzprodukt geschrieben, dass er doch nicht das ganze UVA-Spektrum abdeckt und somit nicht empfehlenswert ist, zumindest nicht, wenn es um anti aging geht. Diesen Kommentar hat sie nie freigeschaltet. Kritik geht also nicht… Naja, ich wünsch Dir einen schönen Restabend. Wann startet denn Dein Blog? 🙂

      July 6, 2014 at 11:19 pm
    • Replyskincareinspirations

      Ach ja, beim Sonnenschutz für Kinder wurde ich endlich mal fündig: Daylong. Kein Alkohol, Tinosorb. Nicht super gut, aber es geht. Anthelios für Kinder geht hingegen gar nicht!

      July 6, 2014 at 11:21 pm
  • ReplyBeauty / INCI-Online-Datenbanken – vertrauenswürdig? | SkinCareInspirations

    […] Ihr dennoch Lust habt, hier und da die INCI nachzuschlagen, findet Ihr in diesem Post einige online INCI-Datenbanken. Bald werde ich Euch eine ausführliche Liste von INCI online Datenbanken posten. Falls Ihr von […]

    August 10, 2014 at 9:21 am
  • ReplyDani (@DaniB001)

    Ich übe mich ja immer noch am rcihtige “Lesen”. Daher sind solche Hilfestellungen gern genommen.

    September 14, 2014 at 12:53 pm
    • Replyskincareinspirations

      Hallo Dani, schön das Du vorbei kamst. Auf Deinem Blog war ich denke ich gar nicht oder zumindest schon lange nicht mehr! Muss es dringend nachholen! Ich grüße Dich herzlich! Pia

      September 14, 2014 at 2:07 pm
  • ReplyAbsurde Versprechen und Kuriositäten rund um Retinoide (1) | SkinCareInspirations

    […] diesem Einführungsbeitrag darüber, wie man INCI-Listen entziffert, haben wir festgestellt, dass Konservierungsstoffe grob […]

    January 16, 2015 at 10:42 am
  • Replyulli ks

    Liebe Pia!

    Danke!
    Auch wenn du dieses Wort in den letzten Tagen sehr, sehr häufig gelesen hast, hoffe ich, es wirkt auf dich nicht inflationär!
    Danke also auch für diesen Beitrag!!!

    Lieben Gruß,
    ulli ks:

    ps: ich verstehe langsam, weshalb ich mich als sehr junge Frau nie mit dem Thema Hautpflege auseinander gesetzt habe: mangels Internet haben mir die nötigen Quellen, aber noch viel mehr der motivierende & leidenschaftliche Austausch gefehlt!

    April 15, 2015 at 11:27 am
    • Replyskincareinspirations

      Ja, ohne Internet kann ich mir das auch nicht verstehen. Und Austausch ist ja lernreich und motivierend! Wir bleiben dran.

      April 15, 2015 at 9:48 pm
  • ReplyLadySmut

    paula’s choice würde ich nicht vertrauen leider kann sie immer noch nicht zwischen silicone und silicon unterscheiden. Man sollte bedenken dass sie in erster linie geschäftsfrau ist. Auf EDS sind ihr auch paar kritische beiträge gewidmet…

    Cheers! ^^

    February 21, 2016 at 1:11 pm
    • Replyskincareinspirations

      PC vertraue ich auch nicht unbedingt; inzwischen hat sie aber vernünftiges, gut ausgebildetes Forscherteam um sich herum. Klar, wollen sie in erster Linie eigene Produkte verkaufen und ich habe auch ein paar widersprüchliche Aussagen von PC gehört; was mich jedoch in erster Linie interessiert, sind die Produkte an sich bzw. deren INCI. Die meisten sind top formuliert. Danke für Deine Meinung! 🙂 Gute Nacht, Pia

      February 22, 2016 at 12:08 am
      • ReplyLadySmut

        -“was mich jedoch in erster Linie interessiert, sind die Produkte an sich bzw. deren INCI.”-

        *zustimm*
        Ja =)

        Danke für deine Antwort. (Hätte ich nicht erwartet) PChoice scheint ja sooooo beliebt zu sein, da darf man nichts böses sagen. Bei einem anderen deutschen Blog (ST) wurde mein Kommentar gar nicht erst freigeschaltet.

        Take care ^^

        February 22, 2016 at 8:44 pm
        • Replyskincareinspirations

          Ach Quatsch, ich habe Paula B. schon mehrfach kritisiert. Sie ist in der Tat hauptsächlich am Verkauf ihrer Produkte interessiert und ich habe bislang kein Interesse an einem Interview mit ihr entwickelt. 🙂 Es ist eine nette Koinzidenz, dass ihr Geschäftsmodel durchaus Sinn macht. Und die Preise, selbst, wenn schrittweise erhöht, sind noch weit entfernt von denen, die Dennis Gross oder StriVectin anbieten. Der andere Vorteil ist, dass man die Sachen fast blind kaufen kann – Ausnahmen: Reinigungsmittel und Sonnenschutz (schrecklich!).
          Alles in allem: es gibt keinen Grund, die Dame als heilige Kühl zu betrachten, huhu!

          Benutzt Du selbst ihre Sachen? Erzähl doch etwas über Dich, Deine Haut usw.
          Gute Nacht 🙂 (zu der anderen Frage komme ich bald!)

          February 22, 2016 at 9:50 pm
  • Replykyra124

    Vielen Dank für diese tolle Hilfestellung und die weiterführende Nachschlagewerke zu Inhaltsstoffen.

    Bei meiner Recherche zu verträglichen Tensiden in Shampoos bin ich gerade zufällig auf http://www.goodguide.com/ gestoßen. Kennst du die Webseite zufällig schon? Sie ist jetzt zwar nicht wirklich ein Nachschlagewerk für Inhaltsstoffe, jedoch werden dort Produkte nach ihren Inhaltsstoffen und der Firma, die sie produziert (soziales Engagement, Umweltpolitik, usw.) bewertet. Ich habe mir nun schon einige Produktbewertungen angesehen und finde die Einteilung der Inhaltsstoffe bisher sehr gut (deklarationspflichtige Duftstoffe, schlechter Alkohol wird hier auch als eher schlecht eingestuft). Ich würde super gerne deine Meinung/Einschätzung zu dem Portal wissen 🙂

    May 19, 2016 at 10:48 pm
    • ReplySkincareInspirations

      Liebe Kyra, oh, das ist eine interessante Website. Danke für den Tipp! Auf den ersten Blick erweckt sie den Eindruck, dass bei dem Aspekt “Umwelt” die Frage nach dem Einfluss von den einzelnen Inhaltsstoffen auf die Umwelt bewertet wird. Es geht aber um die “company’s environmental policies, practices and performance”. Interessant. Die Good Guide ist klar auf Profit ausgerichtet. Die Produkte kann man ja durch die angegebenen Links sofort bewerben. Das stört kaum. Was ich aber sehr unzureichend finde, ist die mangelhafte Einschätzung der Inhaltsstoffe – was wir uns hier erhofft haben. Mit der Angabe: “More than half of the toxicity tests required to assess chemical safety have not been conducted for this ingredient” kommt keiner weiter: Nicht nur ist die Bewertung der Inhaltsstoffe nur auf deren Toxizität ausgerichtet (auf die feuchtigkeitsspendende bzw. antioxidative Wirkung der Produkte nicht nicht eingegangen), sondern man weiß gar nicht, wo die Einschätzung überhaupt herkommt. Was ätherische Ölen und reizende Duftstoffe anbelangt, so ist die Seite extrem ungenau: “Grapefruit Oil is subject to restrictions on use in fragrances under standards issued by the International Fragrance Association”. Aha. Warum dem so ist (Allergiepotenzial!) wird jedoch nicht erwähnt. Beim Lemon oil wird auf die Einschränkungen gar nicht eingegangen.
      Insgesamt: Nützlich ist die Seite in erster Linie dann, wenn man nach INCI-Listen sucht.
      Und was meinst Du?

      May 20, 2016 at 10:27 pm
      • ReplyKyra

        Ich habe ja immer noch die Hoffnung eine einigermaßen übersichtliche Website zu finden, auf der Inhaltsstoffe bzw. Produkte so objektiv wie möglich bewertet werden (mit Quellenangaben). Im Idealfall kann ich durch Filter regeln welche Inhaltsstoffe ich in Produkten vermeiden möchte oder welche gerne enthalten sein sollten. Aber das wird wohl noch ein Traum bleiben.

        Klar ist es natürlich immer besser selbst zu recherchieren und sich über Inhaltsstoffe usw. zu informieren, aber viele sind daran nicht so sehr interessiert oder sind schlicht mit der Informationsflut überfordert, möchten aber trotzdem gerne hochwertige Produkte mit “guten” Inhaltsstoffen kaufen. Da wäre so eine Seite zumindest ein guter Einstieg.

        Mir ist natürlich bewusst, dass solche Seiten sich irgendwie finanzieren müssen und das natürlich auch Good Guide da keine Ausnahme bildet. Außerdem werden ein paar Produkte wie Bioderma’s Hydrabio Serum relativ schlecht bewertet obwohl ich das nicht so recht nachvollziehen kann. Aber hier ist eben wieder das Problem mit der nicht ganz nachvollziehbaren Bewertung von Inhaltsstoffen.

        Auf jeden Fall vielen Dank für deine fachliche Einschätzung! Wäre ja auch zu schön gewesen um wahr zu sein 😀

        May 24, 2016 at 9:19 pm
  • ReplyAlkohol in Kosmetik – wie viel ist okay? – TotalÜberbewertet

    […] wissen wollt, wie man am besten die Mengen von Inhaltsstoffen abschätzen kann, empfehle ich euch Pias Beitrag […]

    June 5, 2016 at 3:03 pm
  • ReplyReview: Innisfree Triple, Dry & Oily Skin UV Protection Creams

    […] Lesetipp: SkincareInspirations „Wie liest man Produktlabels (INCI)“ […]

    July 19, 2016 at 12:56 pm
  • ReplyKati

    Liebe Pia,

    darf ich dich fragen, wie das erste Serum heisst (Beispiel I)?

    October 11, 2016 at 3:47 pm
    • ReplyKati

      Stimmt es dass Avobenzone in Europa bis zu 5% erlaubt ist? Wenn ja, das wurde bedeuten, dass alles, was in der INCI nach Avobenzone steht, unter 5% ist? Angeblich ist Alkohol unter 5% nicht schädlich für die Haut, weil so eine Menge schon beim Auftragen verdunstet. In diesem Sinne kann man ganz viele Produkte kaufen, zB. auch von EUCERIN. Ich überlege gerade den Hyaluron Filler SPF 15 für die Winterzeit kaufen (INCI: Aqua Glycerin Dicaprylyl Carbonate Ethylhexyl Salicylate Octocrylene Cyclomethicone Butyl Methoxydibenzoylmethane Methylpropanediol Alcohol Denat Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine Cetearyl Alcohol Aluminum Starch Octenylsuccinate Glycin-Sojabohnen-Extrakt Dimethicone Sodium Hyaluronate Methyl Methacrylate Crosspolymer Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer Ammonium Acryloyldimethyltaurate/VP Copolymer Carbomer Sodium Stearoyl Glutamate Dimethiconol Sodium Chloride Trisodium EDTA 1,2-Hexanediol Phenoxyethanol Parfum )
      Bei der Gesichtscreme Hyal-Urea, Sonnencreme fürs Gesicht Anti Glanz SPF50 und Allergische Haut SPF25 steht Avobenzone auch vor Alkohol Denat.
      Was meinst Du?

      October 11, 2016 at 3:55 pm
      • ReplySkincareInspirations

        Liebe Kati, die Konzentration von Avpbenzone liegt meist bei 2%. Von Glycerin, falls keine zusätzlichen Angaben vorhanden, bei 4%. Die Alkoholmenge in dem von Dir genannten Eucerin-Produkt liegt somit meines Erachtens bei weniger als 5%.
        Ab welcher Konzentration, und welche, Schäden Alkohol denat auf/in der Haut verursacht, ist allerdings unklar. Ob das 5, 3, 2 oder gar 10% – das wissen wir nicht.

        October 16, 2016 at 9:04 pm
        • ReplyKati

          Danke für deine Antwort! Ich mag auch die Kommentare lesen, davon lernt man auch was neues. So habe ich auch futurderm Nikis Meinung über Alkohol gelesen.

          October 16, 2016 at 10:09 pm
    • ReplySkincareInspirations

      Das ist Paulas Choice Resist Anti Aging Super Antioxidant Serum, blaue Tube. 🙂

      October 16, 2016 at 9:14 pm
      • ReplyKati

        ✌️️

        October 16, 2016 at 10:06 pm

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