Sonnenschutz – Fokus auf UVA / vorzeitige Hautalterung – Teil II

UVA Sonnenschutz

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Die Photostabilität von UVA-Filtern

Chemische Filter (absorbieren das UVA/UVB-Licht)

  1. Avobenzone (butyl methoxydibenzoylmethane) – wird seit Jahren in den meisten Sonnencremes mit UVA-Schutz verwendet. Erst neulich fand man jedoch heraus, dass der Filter sehr instabil ist, d.h. er degradiert (wird abgebaut) unter Sonnenbestrahlung und verursacht freie Radikalen. Also ziemlich das Gegenteil, was man von einem Filter erwartet. Doch sollte Avobenzone mit Octocrylene bzw. Mexoryl oder Tinosorb gepaart werden, gewährleistet diese Kombination (angeblich) seine Photostabilität. UPDATE: Da mich die Photostabilität von Avobenzone+Octocrylene, die ja in den meisten Tagespflegeprodukten zu finden ist, beschäftigt, habe ich noch einmal recherchiert. In einer Studie von 2014 wird behauptet, dass diese Kombination die Degradation von Avobenzone (und somit des UVA-Schutzes) zwar reduziert, aber nicht vollkommen eliminiert:

To manage the photostability of avobenzone, thus ensuring maximum efficiency, a variety of photostabilizers are typically com- bined with it, including other UV filters such octocrylene as illustrated in Fig. 1b (11), and excited state quenchers such as diethylhexyl 2,6-naphthalate and ethylhexyl methoxycrylene (2, 12). Whereas these formulation devel- opments reduce photo-degradation, they do not com- pletely eliminate it.  (Quelle) (meine Hervorhebungen)

Ausflug: Wer sich auf die Kombi: Avobenzone-Octocrylene verlassen möchte, findet sie/er eine ganze Reihe von Cremes, die mit den zwei Filtern ausgestattet sind. Diese sind in der Regel als Tagescreme, nicht als Sonnenschutz, bezeichnet. Eine gute Marke aus der Drogerie ist Olaz (viele Olaz-Produkte beinhalten auch eine bewährte anti-aging-Komponente: Vitamine B3/Niacinamide). Ich mag gerne die La Roche Posay Redermic C UV. Die Creme ist sehr leicht (fast wie ein Serum), hat um 5% Vitamine C und ein wenig Retinol und Vitamine E. Aus Sicht der Inhaltsstoffe ist das nicht gerade der Bringer, dafür aber sehr leicht und angenehm auf der Haut. (Ein Review dazu kommt.)

  1. Mexoryl SX (terephthalylidene dicamphor sulfonic acid aka ecamsule) – ist ein von L’Oreal patentierter Filter. Man findet ihn u.a. in Kiehl’s -, Skinceutical- oder La Roche Posay-Produkten (Anthelios-Serie. Der Filter ist sehr stabil insbesondere in Kombination mit Mexoryl XL.
  1. Tinosorb S (bis-ethylhexyloxyphenol methoxyphenyl triazine) – ist mein UVA-Lieblingsfilter. Während ich mir bei Avobenzone und Mexoryl nicht ganz sicher bin, ob sie bei mir nicht etwa Pickel verursachen, ist das bei Tinosorb S mit Sicherheit nicht der Fall. Lange Zeit habe ich die Avene Hydrance Legeré SPF 20 mit Tinosorb S benutzt und hatte nie eine einzige Unreinheit. Tinosorb S wie Tinosorb M (absorbiert UVB und UVA-Strahlen nur bis zu 380nm) sind sehr stabil und gehören zu den zuverlässigsten Sonnenschutzfiltern. Im Gegensatz zu Avobenzone, einigen UVB-Filtern und Sonnenschutzmitten mit Nano-Partikeln ruft Tinosorb keine gesundheitlichen Bedenken hervor (s. unten).

Physikalische/mineralische Filter (streuen und reflektieren das UVA/UVB-Licht):

1)    Zinkoxid: wird oft als der beste und gesundeste (zumindest nicht in nano-Form) UVA-Filter bezeichnet. Ich habe lange Zeit nach einer Creme mit genügend Zinkoxid gesucht. Vergeblich. Die Cremes mit mehr als 15% Zinkoxid entweder weißeln zu stark oder sind zu fettig, sodass man ständig das Gefühl hat, „etwas auf der Haut zu haben“. Darüber hinaus riechen diejenigen, die ich ausprobiert habe, sehr unangenehm (subjektive Wahrnehmung, wohl gemerkt!). Außerdem ist es aus meiner Sicht völlig kontraproduktiv, auf den physikalischen Schutz eine Foundation aufzutragen (s. unten).

(Titandioxid sollte bei der Auflistung gar nicht erwähnt werden, da er nicht das ganze UVA-Spektrum abdeckt. Er deckt die längerwelligen UVA1-Spektrum nicht! Doch 75% von allen UVA-Strahlen bestehen ausgerechnet aus UVA1 (340-400mm) (Quelle)!

Ich erwähne es trotzdem, da Titandioxid von einigen Firmen als einziger UVA-Filter eingesetzt wird und die Cremes trotzdem als “Broad Spectrum” bezeichnet werden. Wie oft wird Clarins UV Plus HP, der allein auf Titandioxid als UVA-Schutz basiert, als „Holy Grail“ im Bereich Sonnenschutz genannt? Wenn aber eine Sonnenschutzcreme die Haut unvollständig vor UVA-Strahlen schützt, why bother?

Nachtrag: Ein neuerer Beitrag zu mineralischen Filtern, die womöglich das Licht  in erster Linie absorbieren, anstatt es zu reflektieren (hoch wahrscheinlich aber nur im Nano-Bereich) findet Ihr hier: Titandioxid, are you kidding me?!

Hier findet Ihr eine vollständige Liste von allen UV-Filtern (Stand 2012).


PPD-Nummerierung (UVA-Schutz)

PPD (engl. Persistent Pigment Darkening) ist quasi eine UVA-Entsprechung für LSF/SPF. Sollte der PPD-Wert höher als 8 sein, wird es auf der Verpackung als PPD+++ dargestellt.

Seit einigen Jahren wird auch eine andere Methode getestet: The Immediate Pigment Darkening (IPD). Das ist ein weiteres Zeichen dafür, dass sich die Forschung bemüht, die lange Zeit vernachlässigte Festlegung des UVA-Schutzes in den Sonnencremen genauer zu berechnen.

Ausflug: Im Falle von Anthelios-Produkten (La Roche Posay) hat man sogar mit PPD-Werten von über 30 zu tun! Dafür enthalten sie aber viel Alkohol und fast keine Antioxidantien. Auch die Photoderm-Serie von Bioderma hat sehr hohe PPD-Werte (sowohl auf der Homepage von Bioderma als auch La Roche Posay findet sich auch eine Auflistung von allen Inhaltsstoffen!). Hier ist der Alkohol weniger präsent, gute Aktivstoffe bleiben allerdings ebenfalls aus. (Zu den einzelnen Produkten kommt ein gesonderter Blogpost.) Übrigens, seit 2013 gibt es in Japan PPD-Wert mit vier Sternen, der für einen UVA-Schutz >16 steht.

Nachtrag: Beiträge aus der dreiteiligen Blog-Reihe zur Messung von UVA-Werten findet Ihr hier hier und hier.


Auftrag von Sonnenschutzmitteln

  1. Auftragemenge: In diesem Post kann man sich die richtige Auftragemenge anschauen. Und in diesem Video zeigt Dr. Neal Schultz, wie viel vom physischen Sonnenschutz eigentlich notwendig ist:   Das bedeutet, das ein LSF in einer BB Creme oder gar einer Foundation bzw. Primer als Sonnenschutz eher in Witz- (oder eben Marketing-)Kategorie zu betrachten ist (mehr dazu s. weiter unten).
  1. Anwendung:
      • Sonnenschutz mit chemischen Filtern sollte laut Dr. Neal Schultz als Hautpflege morgens allein getragen werden. (Im Idealfall sollte ein Sonnenschutz somit eine pflegende Funktion haben, was eher selten der Fall ist). Die Logik von Dr. Neal Schultz kann ich durchaus nachvollziehen. Ein chemischer Sonnenschutz muss von der Haut absorbiert werden, damit die UV- Strahlen von dem Filter wiederum absorbiert werden können. Sollte sich darunter ein Serum, Moisturizer und Gott weiß noch was befinden, wird der Sonnenschutz nicht vollständig von der Haut aufgenommen. Das klingt durchaus plausibel. Was eine Pflege drüber anbelangt, so kann es auch dazu kommen, dass sie den Sonnenschutz teilweise schwächt, vor allem dann, wenn man eine Creme aufträgt, bevor der Sonnenschutz vollständig von der Haut absorbiert wurde. Irgendwo habe ich gelesen, dass man dem Sonnenschutz etwa 30 Minuten Absorptionszeit geben sollte, bevor man mit weiteren Pflegemitteln vorfährt.
      • Sonnenschutz mit einem physikalischen Filtern sollte wiederum als letzter Schritt angewendet werden, damit er die UV-Strahlen reflektieren kann. Und hier kommen wir schließlich zum Thema: Foundation (s. Teil III).

Ausflug: Übrigens hat Dr. Neal Schultz einen Youtube-Kanal, wo er interessante Themen aus dem Bereich Hautpflege diskutiert.

Eine Studie, veröffentlicht in 2013, zeigte eindeutig die Anti-aging-Wirkung vom Sonnenschutz. Eine Gruppe von 903 Australier wurde in zwei Gruppen geteilt. Die Gruppe I trug keinen Sonnenschutz, während die Gruppe II jeden Tag ein Sonnenschutzmittel mit dem Schutzfaktor von zumindest 15 trug (leider fand ich keine Angabe dazu, welche Rolle darin der UVA -Schutz gespielt hat. Ich gehe davon aus, es handelte sich jeweils um broad spectrum sunscreens).

Nach 4,5 Jahren zeigte die zweite Gruppe 24% Hautschäden weniger im Vergleich zu der Gruppe I. (Mehr dazu HIER).

Darüber hinaus bestätigte die Studie, dass der Hautalterungsprozess von den bereits vorhandenen Hautschäden unabhängig war. Das einzig relevante Unterschiedsmerkmal war ein großzugiger Auftrag vom Sonnenschutz.

-> Hier geht es zum Teil III

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14 Comments

  • Reply diealex

    Sehr ausführlich und gut recherchiert – gefällt mir!

    June 12, 2014 at 9:35 pm
  • Reply skincareinspirations

    Danke! Ich habe mich bemüht. 🙂

    June 12, 2014 at 10:45 pm
  • Reply Suntegrity – 100% mineralischer Sonnenschutz / Zinkoxid 20% / Review | SkinCareInspirations

    […] wie bei allen mineralischen Sonnenschutzprodukten (ausführlich dazu hier), habe ich aus Angst, die Wirkung des Filters zu beeinträchtigen, keine Foundation auftragen, […]

    June 15, 2014 at 8:08 pm
  • Reply SkinCeuticals – zwei Sonnenschutzcremes im Vergleich | SkinCareInspirations

    […] ist, suche ich nun eigentlich nach einer pflegenden Creme, deren LSF auf Tinosorb basiert (s. hier und hier und bei Agata […]

    June 22, 2014 at 8:15 am
  • Reply Paula’s Choice: RESIST Super-Light Daily Wrinkle Defense SPF 30 – Review | SkinCareInspirations

    […] man die richtige Menge an Sonnenschutz aufträgt, legt sich die Creme auf der Haut (ist ja ein physikalischer Filter!) und mattiert sie stark (was bei reifer Haut ein eher unerwünschter Effekt ist). Doch auch wenn […]

    August 3, 2014 at 8:37 am
  • Reply ANTHELIOS: Eine Führung durch La Roche Posay-Sonnenschutzprodukte | SkinCareInspirations

    […] Alle basieren auf hoch wirksamen, da photostabilen, Sonnenfiltern: Mexoryl XL und XS sowie Tinosorb S (zu photostabilen Filtern s. hier). […]

    August 17, 2014 at 9:11 am
  • Reply My Sunscreen Routine | SkinCareInspirations

    […] Euch die dreiteilige Serie dazu (plus Einführung) und zwar hier (Einführung), hier (Teil I) hier (Teil II) und hier (Teil III). Lange, aber hoffentlich […]

    September 21, 2014 at 9:06 am
  • Reply Paula’s Choice: RESIST Super-Light Daily Wrinkle Defense SPF 30 – Review | SkinCareInspirations

    […] richtige Menge an Sonnenschutz aufträgt, legt sich die Creme auf der Haut (ist ja ein physikalischer Filter!) und mattiert sie stark (was bei reifer Haut ein eher unerwünschter Effekt ist). Doch […]

    January 18, 2015 at 11:55 pm
  • Reply La Roche Posay: Redermic C UV – SPF 25/PPD 10 / Ultraleichter Sonnenschutz | SkinCareInspirations

    […] zieht blitzschnell in die Haut ein! Dazu hat die Creme einen UVA-Schutzfaktor von (angeblich) PPD 10, was ja nicht schlecht ist. Um den UVA-Schutz zu gewährleisten, basiert es allerdings nur auf […]

    January 22, 2015 at 7:09 pm
  • Reply UVA-Schutz, Cityblock, Titaniumdioxid und Paula

    […] abdecken. Und das ausgerechnet bei dem Anteil (UVA1) der 75% der Strahlung ausmacht.  (Hier gelesen)  Na […]

    June 28, 2015 at 11:36 am
  • Reply Julia

    Ich bin gerade wieder auf diesen Beitrag von dir gestoßen und mich würde mal interessieren, wie du heute zu Tagespflege (nicht Serum) unter chem. Sonnenschutz stehst? Ich benutze tagsüber immer Dramatically Different Moisturizer von Clinique, der ja doch recht okklusiv wirkt, meinst du das ist einProblem?
    Liebe Grüße

    February 2, 2016 at 12:43 am
    • Reply skincareinspirations

      Hallo Julia, danke für Deine Frage. Unter chemischen Filtern sollte man möglichst ein leichtes Serum auftragen. “Leicht” heißt, dass es vorwiegend auf Feuchthaltemitteln (Humectants) basiert. Die meisten Sonnenschutzprodukte sind genug okklusiv, damit drunter noch Okklusion notwendig wäre. Was ist aber mit etwas reichhaltigeren Seren oder eben der Clinique Creme? Sobald die Creme/das Serum drunter vollständig eingezogen ist und der Sonnenschutz oben drauf auch, sehe ich das als unproblematisch. Wenn Du dir unsicher bisst, ersetze die Creme von Clinique durch ein leichteres Serum. Ich selbst trage eine Mischung von einem Öl (eigentlich Vitamin E) und das PC Serum auf Silikonbasis. Das sind insg. viele Weichmacher, die teilweise ebenfalls okklusiv agieren. Dennoch: weil das Ganze gut in die Haut einzieht, habe ich keine Bedenken, dass die Filter ebenfalls in die Haut gelangen. Eine andere Alternative: Ein leichtes Serum am ganzen Gesicht und bisschen von dem Clinique Creme nur unter den Augen, bzw. dort, wo die Haut trocken ist.
      Hast Du eine trockene Haut? Welchen Sonnenschutz trägst Du denn?

      February 4, 2016 at 10:53 am
      • Reply Julia

        Danke für die ausführliche Antwort Pia. Das hilft mir schon mal viel weiter.
        Ich habe eigentlich eine Mischhaut, hatte immer viel mit trockenen Stellen (vor allem Wangen) zu kämpfen, aber seit meiner Umstellung auf komplett Reizarm habe ich damit überhaupt keine Probleme mehr. Vielleicht tu ich mich deswegen etwas schwer, die Tagescreme sein zu lassen 🙂
        Ich switche momentan zw. der Dramatically Different und der Superdefense SPF 20, die ja doch einen Tacken leichter ist. Ich probiere das die nächsten 2 Wochen mal aus wie es ist ohne, ich bin gespannt was meine Haut sagt 🙂
        Momentan benutze ich das Resist Intensive Wrinkle Repair Retinol Serum noch unter der Tagescreme, bin aber schon an Vitamin E und anderen Antioxidativen Seren dran (der Geldbeutel 🙂 ).
        Da wird’s wahrscheinlich das Resist Super Antioxidant Serum von PC oder das Serum Renew von CNK. Am selbermischen eines Niacinamide Serums bin ich auch, die könnte ich doch kombinieren, oder?
        Sonnenschutz momentan ist die Bioderma Photoderm Max SPF 50 und der Piz Buin Allergy 50.

        Das waren jetzt viel Text und viel Produkte, ich danke jetzt schon mal für’s lesen!
        Ohne Tagescreme probiere ich jetzt auf jeden Fall mal, wenn das nicht geht versuche ich es Spotweise zu verwenden 🙂
        Ich weiß gar nicht, wo meine Haut ohne deinen Blog wäre… Dankeschön für all die Mühen!
        Liebe Grüße

        February 10, 2016 at 11:33 pm
  • Reply Kati

    Liebe Pia,

    diese Avobenzone-Stabilitatsfrage beschäftigt mich auch sehr. Wie ich dir schon geschrieben habe, meine Haut mit den Flecken ist für mich der beste UVA Indikator zur Zeit. Dieses Jahr im Mai verbrachte ich 3 Tage auf Malta. Es waren keine Wolken auf dem Himmel und ich war die ganze Zeit komplett unterwegs. Im Frühsommer habe ich nur ein Top angehabt. Ich habe die Paulas Chose Non Greasy SPF 50 mit mir mitgenommen. Morgens und noch einmal am Vormittag habe ich mich eingecremt, dann gar nicht im Laufe des Tages. Ich habe keine Farbe bekommen, nicht so mein Mann, wer als Kontrollperson mit mir zusammen war, er wurde braunrot am Ende der 3 Tagen. Und meine Flecken auf meinen Armen und Dekolleté wurden auch nicht dunkler.

    Nachher habe ich vieles über der Instabilität von Avobenzone gelesen und weil es Anfang Sommer war, habe ich alle meine Paula Produkte mit LSF in die Schublade meines Badezimmers geworfen. Ich habe dann gerne andere Produkte mit Tinosorb präferiert, wie zB. Piz Buin, Bioderma. Dann habe ich einen Fehler gemacht: vor unseren 6 wöchigen Uraub habe ich mir die Bioderma Bronz Serie gekauft. Weil ich sonst eine leichte Braune wünschte, was mir gefallt und ich traute der Firma. Mit diesem “Schutz” habe ich unter einen einzelnen leicht bewölkten Tag in Sud-Deutschland nicht nur dunkle Flecken bekommen, sondern auch ganz neue auf meinen Oberarmen, wo sonst früher ich gar nicht fleckig war. Diese Cremen enthalten zwar Tinosorb S, arbeiten aber mit einem Stoff Tyrosin (Piz Buin hat auch solche Produkte mit Melitan, Ladival arbeitet mit Tosolin, Eucerin mit Glycerrythsaure). Jetzt weiss ich schon, dass ich solche Produkte meiden soll. Die Versprechen “schnelle Braune mit Schutz” ist ein Blödsinn. Die Creme hat meine Haut noch empfindlicher gegen Sonnenstrahlen gemacht. Die Produzenten sollten die Käufer daran aufmerksam machen.

    Ich glaube, das Thema Braunungsverstarker wäre gut für einen Beitrag 🙂

    UVA Strahlen oxydieren die Melanin-Praeformen und losen damit eine schnelle Braune aus. UVB Strahlen vermehren die Melanocyten und Melanin sammelt sich rund um den Zellkern ihn zu schutzen, die Hornhaut wird auch dicker und es entwickelt sich eine langsame aber auch haltende Braune. Aber wie wirken die Braunungsverstarker? Solche Sachen stehen nicht auf dem Homepage von den Sonnencremefirmen.

    Ubrigens, OLAZ kann man als Sonnenschutz wirklich vergessen, die Tagespflege LSF30 kann im Winter ok sein, aber damit wurden meine Flecken in der Sonne auch dunkler. Deine sorgen sind also wahr. Avobenzone mit Octocrylene alleine gibt keinen guten Schutz, wenn die Sonne scheint, Avobenzone degradiert sich.

    Die Frage ist, warum die PC mich doch gut geschützt hat? Und zwar ohne nachcremen. Vielleicht ist dort Avobenzone mit den anderen Filtern besser stabilisiert.

    October 11, 2016 at 3:41 pm
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